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Decapeptyl

Autor: Uti (Erstellt am 13.4.2008)

Decapeptyl wird zur Downregulation verabreicht, also zum Unterdrücken eines vorzeitigen Eisprungs im Rahmen einer IVF oder ICSI. Gelegentlich wird es auch bei anderen Hormonbehandlungen (z.B. bei Endometriose) gegeben.

Es gibt eine Depotform, die mehrere Wochen nach der Injektion wirkt. Dies wird beim “Long Protokoll” verwendet und unterdrückt die Funktion der Hypophyse für eine längere Zeit.

Tägliche Gaben sind bei Decapeptyl 0,1 notwendig. Die Gabe erfolgt meist beim Short Protokoll oder Ultrashort Protokoll.

Anwendung im Rahmen der künstlichen Befruchtung
Eine Zulassung zur Anwendung besteht nicht, weshalb es im Rahmen der künstlichen Befruchtung auf Privatrezept verordnet werden muss. Mehr siehe unter Downregulation.

Eine neue Anwendungsvariante des Decapeptyl ist als Einnistungsspritze, die am 6.Tag nach Punktion gegeben wird. Dieses Verfahren wurde in einigen Zentren erprobt und zeigte zunächst Erfolge. Der genaue Mechanismus ist jedoch ziemlich unklar. Das Verfahren dürfte sich allerdings nicht im Long-Protokoll oder Short-Protokoll durchführen lassen, weil da ohnehin schon zuvor ein GnRH-Agonist eingesetzt worden ist, der noch eine ganze Weile seine Wirkung behält. Aktuelle Studien zweigen jedoch keine Verbesserungen der Schwangerschaftsraten.

Nebenwirkungen

Es können alle Symptome auftreten, die man auch von den Wechseljahren kennt. Die Symptome sind durch die niedrigen Östrogenspiegel bedingt: Hitzewallungen, Kopfschmerzen, Müdigkeit, depressive Verstimmungen, Nachtschweiß. Rötungen der Einstichstelle wurden ebenfalls beschrieben.

Bei der assistierten Fertilitätstherapie dauern die unter den gynäkologischen Indikationen genannten Nebenwirkungen nur einige Tage an, da anschließend Gonadotropine gegeben werden, die diese Wirkungen wieder aufheben.

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2 Antworten auf “Decapeptyl”

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Kommentare unserer Besucher zum Artikel

  1. crimsonpink schreibt:

    Hallo,

    ich habe bei unseren ersten ICSI Versuch auch Decapeptyl zur Downregulation bekommen, eine halbe Depotspritze. Der Versuch war leider negativ. Jetzt habe ich ziemlich heftige Nachwirkungen: seit 4 Wochen erhöhte Temperatur und sehr häufig Hitzewallung mit Schweißausbrüchen, am Tag und in der Nacht. Meine Periode ist seit einer Woche überfällig, bei einer Untersuchung in meiner KIWU-Klinik hat sich gezeigt, dass meine GMS erst wieder bei 3 mm ist. Ich soll jetzt Hormone bekommen, um meinen Hormonhaushalt wieder zu normalisieren. Im nächsten Versuch werden wir vermutlich Orgalutran verwenden.

    Frage: Ist es eigentlich möglich, vor Beginn der Behandlung zu testen, wie man auf bestimmte Hormone reagiert, um solche Reaktionen zu vermeiden? Und woran kann das liegen, dass ich so stark darauf reagiert habe?

    Herzliche Grüße!

  2. E. Breitbach schreibt:

    @crimsonpink: Eine Zyklusverschiebung und auch anhaltende Nachwirkung nach Downregulation ist nicht ungewöhnlich. Woran es liegt, dass dies nun Sie betrifft, vermag ich nicht zu sagen. Eine Abschätzung vorher kann sich nur darauf beziehen, wie aktiv Ihr Hormonhaushalt ist, individuelle Reaktionen lassen sichmit jedoch nur bedingt abschätzen

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