KiWuWiki: Clomifen

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Clomifen


Bei diesem Medikament handelt es sich (ausnahmsweise...) um Tabletten zum Einnehmen, die jeweils 50mg Clomifencitrat enthalten. Clomifen dient dem Auslösen einer Ovulation bei Frauen mit anovulatorischen Zyklen bei aber ansonsten normaler Hormonfunktion, die Gonadotropine und Prolaktin betreffend, und anderen Zyklusstörungen, ebenso bei Gelbkörperschwäche.
Es führt zu einer vermehrten Ausschüttung von Gonadoliberin (Gonadorelin, GnRH) im Hypothalamus und in der Folge auch zu einer erhöhten FSH-und auch LH-Ausschüttung in der Hypophyse.
Normalerweise wird ab dem 5. Zyklustag bei einer normalen oder durch Medikamentenvorbehandlung ausgelösten Blutung zunächst 5 Tage lang je eine Tablette eingenommen. Clomifen wird meist für den Geschlechtsverkehr nach Plan, seltener für Inseminationen, IUI oder gar IVF / ICSI, da aber eher in der doppelten Dosis, eingesetzt. Bei unzureichender Reaktion wird die Dosierung und der Einnahmezeitpunkt beim nächsten Zyklus vom Arzt variiert. Das Maximum sind 3 Tabletten täglich oder 15 Tabletten pro Zyklus. Der Arzt sollte die Wirkung von Clomifen im Ultraschall kontrollieren, da es zur Bildung von mehreren Follikeln und daher auch zu eigentlich nicht angestrebten Mehrlingsschwangerschaften kommen kann (ganz besonders bei PCO zu beachten!). Clomifen lässt sich auch im Bedarfsfall mit den Gonadotropinen kombinieren.


Die Behandlungsdauer soll 6 Zyklen nicht überschreiten. Dies ist zwar kein unumstößliches Gesetz, aber 80% der Schwangerschaften mit Clmifen treten innerhalb der ersten 6 Behandlungszyklen ein und daher ist es nach 6 Zyklen statistisch nicht mehr sinnvoll, mit Clomifen weiter zu machen. Nebenwirkungen sind dadurch nicht zu erwarten, die Chancen sinken also lediglich. Sind 6 Behandlungen erfolglos abgeschlossen, dann sollte man auf Gonadotropine wechseln (Spritzen), welche besser dosierbar sind und physiologischer wirken. Das kann zwar auch der normale Frauenarzt machen, ist diesem jedoch meist zu teuer und daher wird dann oft die Überweisung in ein Kinderwunschzentrum notwendig.


Eine Alternative zum Clomifen sind Aromatasehemmer wie z. B Femara

Nebenwirkungen


Vermehrtes Auftreten von Mehrlingsschwangerschaften, vor allem bei fehlender Ultraschallkontrolle (ärztlicher Kunstfehler?!?).
Clomifen hat einen negativen Effekt auf die Höhe der Gebärmutterschleimhaut und die Beschaffenheit des Zervixschleims (dieses lässt sich durch Gabe von Östrogenen ausgleichen).
Selten Schwindelgefühl, Hitzewallungen, Brustspannen, ebenfalls selten allergische Erscheinungen wie Nesselsucht, Hautentzündung, Hautrötungen, Ödeme


Häufige unerwünschte Wirkungen (> 10%):
Vergrößerungen der Ovarien? durch eine Clomifen-Behandlung sind häufig. Des weiteren kann es häufig während einer Clomifen-Behandlung zu vasomotorischem Flush und Hitzewallungen kommen, die sofort nach Aussetzen der Behandlung wieder reversibel sind.


Nach einer Clomifenbehandlung sind Zysten an den Eierstöcken wahrscheinlicher als z. B. bei einer niedrig dosierten Behandlung mit Gonadotropinen


Handelsnamen

Clomhexal 50, Clomifen Galen, Clomifen-ratiopharm



 

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