Die Blastozyste – von griech.:
blastos (Sproß, Keim) und
kystis (Blase), auch als Keimbläschen bezeichnet – ist jenes Entwicklungsstadium der Embryoentwicklung, die unmittelbar vor der
Einnistung in die Gebärmutter auftritt.
Im Beerenstadium (
Morula; 3.-4. Tag der Embryonalentwicklung) besteht der Keim aus bis zu mehreren Hundert Zellen, die jedoch die Eizellhülle noch nicht sprengen und dicht nebeneinander liegen. Am 5.-6. Tag der Entwicklung bildet sich zentral ein Hohlraum aus (
Zyste), welche diesem Stadium auch den namen gab. Die Eizellhülle Zona pellucida löst sich nun unter dem Druck des wachsenden Embryos auf. Die inneren Zellen der Morula – der Embryoblast- kommt dabei auf eine Seite zu liegen, während sich aus den umhüllenden Zellen der Trophoblast bildet – eine schützende Hülle, aus der schließlich Plazenta und Eihäute entstehen werden.
In der Kinderwunschbehandlung wird der Vorteil eines
Blastozystentransfers diskutiert.