KiWuWiki : Adoption

Hallo Ihr Lieben!

Hier mein “Wissen” zu Adoption :-), wäre schön, wenn Ihr es gg. ergänzt oder korrigiert

eine Kurze Übersicht findet man unter den "Adoption FAQ"

Inhalt

Allgemeine-Informationen zu Adoption und Pflege in Deutschland



Um in Deutschland ein Kind zu adoptieren oder in Pflege nehmen muss man ein Eignungsverfahren beim Jugendamt (JA) absolvieren. Das Verfahren an sich kann von Stadt zu Stadt unterschiedlich ausfallen, im allgemeinen ist der Ablauf aber so:


Wenn das alles erfolgreich “überstanden” ist ( kann zwischen einem 1/2 und einem Jahr dauern) bekommt man die “Eignung” und kommt auf die Warteliste. Man sollte von da an alle paar Wochen sich beim JA telefonisch melden ( alle 6 bis 8 Wochen reicht ) ebenfalls längere Abwesenheiten oder große Änderungen melden. Hat man die “Eignung” kann man sich bei jedem beliebigen Jugendamt oder Pflegekinderdienst in Deutschland bewerben !


Für Pflegekinder sieht das Verfahren meistens gleich aus, es kann aber sein, dass für Pflegekinder-Bewerber spezielle Seminare und Fortbildungen angeboten werden an den man teilnehmen muss. Es wird dann mehr die rechtliche Problematik und Umgang mit der Herkunftsfamilie erörtert.

Die persönlichen Voraussetzungen der Bewerber



Es kursieren verschiedene Horrorgeschichten über so manche abenteuerlichen Voraussetzungen die von den Bewerbern verlangt werden seitens des Jugendamtes. Es kommt tatsächlich auf das Jugendamt an, wie so ein Eignungsverfahren läuft. Da es in Deutschland wirklich nur weniger Kinder gibt, und noch weniger Säuglinge die zu einer Adoption vermittelt werden ksnnen, versuchen manche Jugendämter sehr viele Bewerber von Anfang an auszuschließen. Im Moment passiert es leider auch, dass manche Städte ein Bewerberstop haben und keine neuen mehr annehmen. Es stehen bereits 20 oder mehr Paare auf der Warteliste und es werden aber nur ein, zwei Kinder pro Jahr vermittelt.
Diese Situation ist natürlich blöd, wenn man eigentlich das Verfahren machen möchte um eine Auslandsadoption zu machen. In dem Fall muss man das dem JA direkt sagen, nehmen sie einen trotzdem nicht auf hilft nur noch sich an ein Verein zu wenden das selber das Eignungsverfahren durchführt.

Weitere hilfreiche Adressen und Links


Adoption.de

Adoptionsinfo.de

Moses-Online

Pflegekinder.de

KleinPutz

BZR

Hier bitte ergänzen

Buchtips

Es gibt auch einige sehr hilfreiche Bücher zu dem Thema, sehr empfehlenswert finde ich die Bücher von Irmela Wiemann. Sie ist selber Sachbearbeiter beim Jugendamt und in der Adoption und Pflegevermittlung tätig. Daher sind ihre Bücher gut um die Sicht des JA zu verstehen. Zudem sind sie auch recht informativ was den ganzen Ablauf betrifft.

Sehr empfehlenswert ist der “Ratgeber Auslandsadoptio”`von Barbara Riedle. Die Adoptionswege in zahlreichen Ländern werden vorgestellt und das Buch enthält auch viele Informationen zu den Voraussetzungen, Kosten, Gesundheit, Erziehung etc.
Für Pflegekinder gibt es ein hervorragendes Buch von "Nienstedt / Westermann": Psychologische Beiträge zur Sozialisation von Pflegekindern in Ersatzfamilien. Es handelt sich hier um eines der wenigen Bücher auf dem Markt, die stark psychologisch orientiert sind.
Hier bitte ergänzen

Endlich: Der Anruf vom Jugendamt

Und dann ist es soweit ! :

Irgendwann, die Wartezeit kann von wenigen Tagen nach der “Eignung” bis zu paar Jahren dauern, kommt der heißersehnte Anruf vom Jugendamt! Es kommt viel darauf an in welcher Gegend man wohnt ( in ländlichen Gegenden gibt es weniger Kinder zu Vermittlung), wie alt das Kind sein soll ( je älter desto schneller geht es meistens ) und ob man adoptieren oder ein Kind in Pflege nehmen will ( Pflege geht meistens schneller als eine ADO ).

Ablauf bei vorgesehener Adoption




Ablauf bei Pflegekindern



Auslandsadoption

Allgemeine-Informationen zur Auslandsadoption



Zuerst ist der Weg zu einer Auslandsadoption genau so wie in Deutschland auch. Man muss das Eignungsverfahren beim Jugendamt durchlaufen ( s. o. ) um die “Eignung” zu bekommen. Die Vermittlungsstelle für die Ihr Euch dann später entscheidet, fordert von Eurem Jugendamt ein Sozialbericht über Euch und Eure Eignung. Manche wenige Vermittlungsstellen erstellen diesen Sozialbericht selber. D.h., dass man das ganze Verfahren beim Jugendamt vorher nicht machen muss, sondern direkt bei der Vermittlungsstelle. Der Sozialbereicht ist bei den Vermittlungsstellen aber kostenpflichtig. Beim Jugendamt NOCH kostenfrei. Wobei es sein kann, dass es noch dieses Jahr auch mit Kosten von ca. 1000 Euro verbunden sein wird! Danach sollte man sich auf ein Land festlegen aus dem man ein Kind adoptieren möchte. Am besten ist es wenn man zu diesem Land auch Verbindung hat oder zumindest Interesse an der "Sprache / Kultur" um es bei Bedarf später dem Kind auch nahe bringen zu können.

Danach kann man eine zugelassene Vermittlungsstelle aufsuchen die das weitere Verfahren leitet. Fast jede Vermittlungsstelle hat so ihre Eigenheiten und am besten ist es sich auf dessen Homepages zu Informieren. Dort steht auch wie das Verfahren bei der jeweiligen Stelle ablSuft.

Adressen


Auslandsadoption.de vermittelt aus der russischen Förderation und Ukraine

ekb-pcb.de vermittelt aus Bulgarien Nepal Polen Thailand Tschechien Russland

ada-adoption.de vermittelt aus Kolumbien Chile Brasilien Vietnam Tschechien

elternfuerafrika.de vermittelt aus Äthiopien

zentadopt.org vermittelt aus Russland

außerdem ksnnt Ihr auf der Seite http://www.bundesjustizamt.de/cln_049/nn_257850/DE/Themen/Zivilrecht/BZAA/BZAAnode.html?nnn=true Euch Infos als Acrobat Reader Datei herunterladen:

Kosten Auslandsadoption


Die Kosten einer Auslandsadoption belaufen sich insgesamt auf zwischen 10000 und 20000 Euro, je nach Land und Verrmittlungstelle, darin sind enthalten:

Ablauf einer Auslandsadoption bei den Vermittlungsstellen



Im Prinzip besteht auch die Möglichkeit eine Auslandsadoption ohne eine Vermittlungsstelle durchzuführen. Dazu muss aber die Begleitung der Adoption durch das zuständige Landesjugendamt übernommen werden. Vorteil dieser Art der Adoption sind natürlich die niedrigeren Kosten, ein großer Nachteil jedoch, dass man alle Formalitäten im Land selber erledigen muss. Das setzt voraus, dass man die Sprache des Landes beherrscht und sich auch mit rechtlichen Dingen im Land auskennen muss! Man muss wissen an welche Behörde man sich wenden soll und welche "Unterlagen / Dokumente" verlangt werden. Voraussichtlich werden diese “privaten Adoptionen” von den deutschen Behörden nicht mehr lange akzeptiert = eine Gesetzesänderung steht an!


Hoffe, daß ich jetzt alles wichtige habe !
Liebe Grüße an Euch alle !

Anja B