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  Mein verlorener Kinderwunsch
   Ich91
schrieb am 15.02.2017 21:18
Liebe Forenmitglieder,
Ich bin neu hier und brauche mal die Möglichkeit mich mit jemandem auszutauschen.
Zu mir: Ich bin 25 Jahre,seit 3,5 Jahren glücklich verheiratet und weiß seit 4 Jahren das ich keine Kinder bekommen kannn ,nach gefühlten 100 Untersuchungen u.a. In Fachzentren in Hamburg, konnte mir nur gesagt das ich unfruchtbar bin weil ich zu viele männliche Hormone habe ,aber nicht was der Auslöser ist. Seit 2,5 Jahren leide ich an Depression,seit 1,5 Jahren bin ich deswegen in Behandlung.

Mein Mann und ich ,haben uns aufgrund meiner seelischen Instabilität gegen eine künstliche Befruchtung entschieden. Die Nebenwirkung der Medikamente,das Hibbeln ,die Höhe fehlgeburtenrste und und und das ertrage ich nicht und dich macht mit der Gedanke unendlich traurig,vorallem weil derzeit so viele im Freundeskreis schwanger werden.

Während ich das hier schreibe brennt mir das Herz und ich bin am weinen, vielleicht geht es jemandem ähnlich, vielleicht mag auch nur jemand was schreiben....

Ich91😢


  Re: Mein verlorener Kinderwunsch
   Zimtstern 72
Status:
schrieb am 16.02.2017 10:36
Sorry, dein Problem ist, dass du zu viele männliche Hormone hast?!
Bitte lass dich bei einem Zentrum für Endokrinologie beraten.
Es gibt massenweise Frauen, die zu viele männliche Hormone haben.
Hier im Forum auch. Und es gibt viele Dinge die man dagegen machen kann.

Ich habe seit meinem 12. Lebensjahr die Diagnose, dass ich zu viele männliche Hormone habe. Ich bin 3 mal auf natürlichem Weg schwanger geworden.
Ich nehme einfach eine Tablette am Tag, um meinen Hormonhaushalt zu regulieren. Das wars! Du bist noch so jung. Mach deine Therapie versuch dich zu stabiliseren und denk dann neu über deinen kinderwunsch nach.
Alles Gute!


  Re: Mein verlorener Kinderwunsch
   Chorus
Status:
schrieb am 16.02.2017 11:05
Also da muss ich auch antworten, ich habe eine Freundin, der schon als Teenager gesagt worden ist, dass das mit den Kindern mal schwer werden wird weil sie zuviel männliche Hormone hat

Tatsache ist, dass sie jetzt 3 Jungs hat, den ersten hat sie mit Ende 20 bekommen.

So viel ich weiß hat sie irgendwas mit Moxa gemacht, keine Ahnung ob sie auch ganz klassisch in Behandlung war.

Ob Depressionen ein Gegenargument zu einer künstlichen Befruchtung sind, tja, schwer zu sagen. Bei mir war es eher so, dass mein unerfüllter Kinderwunsch mich irgendwie fast in die Depression getrieben hat (immer noch nicht erfüllt und vermutlich nie...). Vorher hatte ich nie mit Depressionen zu tun. Bei einer Behandlung hast du wenigstens die CHANCE, schwanger zu werden. Man muss ja nicht davon ausgehen, dass es nicht klappt, ich meine, ich war deutlich älter, je jünger du bist desto höher die Chancen, und mit 25 hast du da wirklich allerbeste Voraussetzungen.

Ansonsten muss ich sagen musst du dir ein Leben aufbauen, das ohne Kinder gedacht ist, was ich jetzt auch mache, und das geht nur wenn man den Umstand akzeptiert und nicht mehr "was wäre wenn"-Gedanken hat. Man lebt im JETZT, ist zwar fast schon Klischee, aber Tatsache ist nun mal, man kann ganz schön viel machen - gerade auch - ohne Kind.

Ich mach jetzt viel in Richtung Musik, während andere ihre Babies wickeln - um es mal übertrieben zu sagen. Wenn ich frei habe, dann richtig. Kann ausschlafen, hab weder Geburtswehen noch Schwangerschaftsübelkeit, muss keine Schwangerschaftskilos runterbekommen, keine Schwangerschaftsstreifen. Muss mich nicht sorgen, wenn ich mal ausgehen will, wer auf mein Kind aufpasst. Es geht ja alles so weiter, ich muss mich nicht um Kindergarten, Schule etc. kümmern, hab wahrscheinlich weniger Geldsorgen usw... . Es hat echt lange gebraucht, um das einzusehen.

Dieses Jahr planen wir eine Safari. War schon immer mein Traum und in meiner Phantasie war es mit meinen Kindern, jetzt halt "nur" mit meinem Mann. Und muss sagen, wahrscheinlich ist auch das leichter ohne Kinder

Hm, und ich sitze gerade gemütlich in dem Zimmer, dass eigentlich das Kinderzimmer hätte sein sollen, ist jetzt eben mein persönliches Büro. Tja, das Leben ist halt nun mal so wie es ist und ich versuche eben aus den Zitronen Limonade zu machen, wie gesagt Klischee aber es ist eben so.

Will ich mal Kinder um mich, kein Problem, in nächster Nähe wohnt mein Bruder mit gleich 3 Kindern, und die sehe ich mindestens einmal pro Woche. Auch die Kinder meiner Schwester sehe ich so 1-2mal im Monat. Ja natürlich denke ich manchmal "wieso ich" und "was wäre wenn"..


  Re: Mein verlorener Kinderwunsch
   Anonymus12345
schrieb am 17.02.2017 14:29
Hallo,

da antworte ich doch auch mal. :-)

Kann es vielleicht auch sogar sein, dass du gerade wegen dem unerfüllten Kinderwunsch Depressionen bekommen hast? Dann ab in das nächste Kinderwunschzentrum. In deinem Alter sind, gerade bei solch eher harmlosen Dingen wie erhöhte männliche Hormone, die Erfolgschancen echt hoch. Meinst du nicht, dass du dann auch besser mit dem unerfüllten Kinderwunsch abschließen könntest, wenn du wüsstest, alles erdenkliche für ein Kind getan zu haben?? In deinem Alter ist die Wahrscheinlichkeit aber deutlich höher, dass ihr mit einem Baby belohnt werdet. Die von dir genannten Statistiken sind Werte aller Kinderwunschpaare, eben auch derer, die diese Werte aufgrund hohen Alters oder Umstände, die von vornherein wenig Aussicht auf Erfolg versprechen, schlechter aussehen lassen, als sie für dich persönlich möglicherweise sind.

Ich kann für mich selbst sprechen: Ich habe gerade mit 29 Jahren vor einigen Monaten einen zuckersüßen Sohn durch IVF bekommen und empfand auch die Behandlungen als wenig stressig. Uns räumte man aufgrund meines noch recht jungen Alters gute Chancen ein und es hat auch direkt beim ersten Versuch geklappt. Für mich hätte es nie die Option gegeben, künstliche Befruchtung nicht zu versuchen. Ich bin psychisch auch eher nicht so stabil, aber ein "Was-wäre-wenn?" oder ein "Vielleicht-hätte-es-mit-medizinischer-Hilfe-doch-geklappt!?" Würde mir viel mehr zusetzen, als ein "Wir-haben-alles-versucht!". Mir hat der Behandlungsstart sogar Mut gegeben und ich hab mich darauf gefreut, weil endlich was passierte.

Ich würde eure Entscheidung echt nochmal überdenken.

Liebe Grüße und alles Gute!


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  Re: Mein verlorener Kinderwunsch
   Ich-auch
schrieb am 19.02.2017 17:27
Ich schließe mich meinen Vorschreiberinnen an.

"Zu viele männliche Hormone" ist ein Symptom, keine Diagnose. Finde heraus, woran es liegt und behandle oder umgehe es mit IVF/ ICSI. Z. B. könnte Dexamethason morgens eingenommem helfen, den Hormonhaushalt zu regulieren.

Mit 25 Jahren und ohne einen einzigen Versuch, etwas zu verändern oder die Hormone zu umgehen, aufgeben? So groß kann der KiWu nicht sein.

Mit 25 Jahren hast du locker 10 Jahre Zeit, zuerst deine Depris in den Griff zu bekommen und dann anzufangen mit künstlichen Befruchtungen.

Viel Erfolg!


  Re: Mein verlorener Kinderwunsch
   Kerstin P.
schrieb am 01.03.2017 01:40
Hallo, ich habe das PCO Syndrom ( zu viele männliche Hormone ) . Dank der künstlichen Befruchtung ( ICSI) bin ich Mutter von zwei Jungen . Die Nebenwirkungen der Medikamente sind sehr unterschiedlich . Bei mir hielten sie sich in Grenzen und ich konnte arbeiten gehen . Ich hatte zwei schwere Schwangerschaften aber das wären sie auch geworden , wenn sie auf natürliche Weise entstanden wären . Meine allererste Schwangerschaft mit 23 Jahren ist spontan entstanden . Dieses Baby habe ich aber in der 11. SSW durch eine Fehlgeburt verloren . Ich bin danach nie wieder spontan schwanger geworden . Verhütet habe ich nach der Fehlgeburt 6 Monate und danach nicht mehr. Eine Beziehung ist u.a. wegen des wachsenden Kinderwunsches nach 11 Jahren kaputt gegangen. Mein Ex Partner hatte nichts gegen Kinder , aber er war gegen künstliche Befruchtung und auch gegen Adoption . Ich wusste zu dieser Zeit schon , dass es bei mir mit einer weiteren spontanen Schwangerschaft sehr schwer ( fast unmöglich ) werden würde . Ich konnte mir ein Leben ohne Kinder nicht vorstellen . Nach der Trennung habe ich meinen jetzigen Mann kennengelernt und Kinder wurden bald ein Thema . Wir haben nach zwei Jahren geheiratet und gleich das Projekt Kind in Angriff genommen . Ich bin gleich nach dem ersten Versuch mit unserem ersten Sohn schwanger geworden . Ich war bei der Geburt 38 Jahre alt . Nach 2,5 Jahren habe ich mir die beiden Eisbärchen ( Kyros ) aus dem ersten Versuch zurückgeben lassen und dadurch entstand unser zweiter Sohn . Wir sind so glücklich , dass wir die Beiden haben . Sie sind mittlerweile schon fast 9 und 12 Jahre alt . Ich glaube ich hätte Depressionen bekommen , wenn sich mein größter Wunsch ( schon als Kind ) eine Familie zu haben nicht erfüllt hätte . Wenn die künstliche Befruchtung nicht geklappt hätte hätten wir uns um eine Adoption ( wahrscheinlich aus dem Ausland ) bemüht.
Du bist noch so jung und es ist noch viel zu früh diesen Traum aufzugeben . Bei einer künstlichen Befruchtung ist die Fehlgeburtenrate nur deshalb höher , weil die Mütter im Durchschnitt älter sind und weil es häufiger zu Mehrlingsschwangerschaften durch Zurückgeben mehrerer Embryonen kommt . Fehlgeburten können wie bei mir auch bei spontanen Schwangerschaften vorkommen und sind besonders in den ersten 12 Wochen nicht selten . Je Jünger man ist um so kleiner ist das Risiko und auch die Erfolgsquote bei einer künstlichen Befruchtung ist höher . Ich würde den Wunsch nach Kindern nicht begraben . Vielleicht gibt dir die Tatsache , dass es noch Möglichkeiten gibt, ein Kind zu bekommen die Kraft die Behandlungen in Angriff zu nehmen . Manchmal muss es ja nicht einmal eine künstliche Befruchtung sein . Psychisch stabil solltest du auch vor einer spontanen und geplanten Schwangerschaft sein , denn diese muss auch nicht immer ohne Komplikationen ablaufen . Du hast aber noch Zeit darüber nachzudenken . Ich wünsche dir alles Gute ! Liebe Grüße Kerstin P.




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