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  Deutschlandfunk Beitrag
   Heroine
schrieb am 28.09.2016 12:29
"Der Abschied vom Kinderwunsch" vom 23.9.
ich habe ihn mir noch nicht anhören können, hole ich heute Abend nach
[podcast-mp3.dradio.de]

Falls für Euch von Interesse. Liebe Grüße, H


  Re: Deutschlandfunk Beitrag
   RoteBeete
schrieb am 29.09.2016 16:51
Danke für den Beitrag! Hab es mir angehört.

Ich will keinen neuen Thread eröffnen, aber mich interessieren Eure Erfahrung dazu:

Dort kommt zur Sprache, dass die Kliniken nicht über die Möglichkeit aufklären, dass KB erfolglos bleibt. Uns wurde von Anfang an in 2 Kliniken gesagt, wir sollen uns auch über Alternativen Gedanken machen, weil niemand weiß ob es klappt (und wir haben theoretisch gute Voraussetzungen!).
Wie ist/war das bei Euch?

Was ich persönlich sehr schwer finde ist, eine Alternative zu erarbeiten, wenn man eben am Anfang oder mitten in den statistischen 3-4 Frischversuchen ist. Das ist eine schizophrene Situation! In jeder anderen Lebenssituation braucht man Hoffnung wenn etwas gelingen soll. Beim unerfüllten Kinderwunsch sind wir vielleicht "glücklicher" wenn wir Hoffnung haben, aber sie hat keinen Einfluss auf den Ausgang einer einzelnen Behandlung.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 29.09.16 16:52 von RoteBeete.


  Re: Deutschlandfunk Beitrag
   wunschkind-hope
schrieb am 29.09.2016 20:40
Uns wurde schon gesagt, dass es mal nicht klappen kann. Aber der kiwu doc war sich immer sicher, dass es jetzt klappen wird bei uns. "Er sieht nichts was dagegen spricht." Er hat uns immer Hoffnung gemacht.

Wir haben uns aber dann in unserem Landkreis im Jugendamt gemeltet wegen adoption. Und erst da sagte man uns, dass wir uns darauf einstellen sollten das es vielleicht nie klappt, da in den letzten 9 Jahren es nie zu einer kam. Die Dame sagte mir ich soll psychologen gehen. Aber ich bin der Meinung, dass es klick machen muss in meinem kopf um los lassen zu können. Da hilft das gerede bei Psychologe wenig.

Hier im forum habe ich gelesen, dass man in heute leben muss. Und genau das gibt mir kraft. Und nur das!


  Re: Deutschlandfunk Beitrag
   RoteBeete
schrieb am 30.09.2016 17:29
Danke Wunschkind-Hope für deine Antwort! :-)


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  Re: Deutschlandfunk Beitrag
no avatar    Juna30
Status:
schrieb am 03.10.2016 01:55
Hallo RoteBeete,
ich habe mir den Beitrag auch komplett angehört und kann die Erfahrung bestätigen.
Dass es klappt - und zwar sofort - stand für den Arzt in unserer ersten Klinik außer Frage. Die Nullbefruchtung der ersten IVF kam dann um so härter bei uns an. Ich hatte dort in der Klinik immer das Gefühl, dass alles Negative bei denen Besprechungen ausgeklammert wird. Es ging immer nur um die 30 oder 40% Chancen die wir haben. Dass diese Prozente nie aufgerechnet werden und jeder Zyklus nur die gleichen Chancen hat, dass wir aber theoretisch auch nach zehn Behandlungszyklen immer noch zu den anderen 60% gehören könnten, war nie auch nur im Ansatz Thema.
In dieser Klinik hatten wir 3 Behandlungen. Und sofort danach die neue, tolle, erfolgversprechende, leichte, geniale Idee des Arztes: Spendersperma (Bei damals Normspermiogramm bis OAT1). Eine 4. Behandlung war damit geplant. Wann der Arzt aufgehört hätte uns uneingeschränkt Hoffnungen zu machen, weiß ich nicht. Die 4. Behandlung fand dann im Ausland statt, wo man mit dem Thema "Scheitern" offener mit uns umging.

Um nicht alle Schuld auf die Ärzte abzuwälzen frage ich mich: Hätten wir uns schon zu Beginn mit der Alternative zum Leben mit Kindern auseinander setzen wollen? Erster Impuls: Nein.
Diese Auseinandersetzung folgte erst nach dem Tod unserer Töchter und machte weder den Kinderwunsch noch den Rest unseres Lebens leichter.

Jetzt beim Geschwisterwunsch ist es anders. Die Gedanken an den Abschied gehen schon mit den ersten Planungen für erste Behandlungen Hand in Hand.

LG
Juna


  Re: Deutschlandfunk Beitrag
   Libby1234
schrieb am 04.10.2016 14:28
Hallo RoteBeete,

wir waren in nur einer KiWu-Klinik. Dort sagte der Arzt, er sei sich sicher, dass er uns helfen könnte; wir würden ganz sicher mit einem Kind nach Hause gehen. Ich war damals schon skeptisch und fand, dass er sich damit ganz schön weit aus dem Fenster lehnte, zumal z.B. genetische Ursachen bei uns überhaupt nicht untersucht wurden. Vier Behandlungen (drei Inseminationen und eine IVF) blieben erfolglos.

Altersmäßig und den (wenigen) Untersuchungen zufolge waren wir aber ein hoffnungsvoller Fall, also wurde uns Hoffnung gemacht. Es kommt mir im Nachhinein so vor, als ob sie dort einfach eine statistisch gesehen recht erfolgreiche Methode an uns ausprobiert haben. Wie sich später herausstellte, gab es bei uns aber durchaus relevante und behandelbare Probleme.

Zum Thema der Auseinandersetzung mit Alternativen: Ich dachte irgendwann, es kann nicht sein, dass mein Lebensglück von einem nicht geborenen Kind abhängt. Seitdem habe ich mich intensiv damit auseinandergesetzt, wie es weitergeht, wenn wir keine Kinder bekommen. Das war erst nach der KiWu-Behandlung, aber im Nachhinein denke ich, es hätte mir gut getan, wenn ich es schon früher versucht hätte.

Liebe Grüße
Libby


  Re: Deutschlandfunk Beitrag
   Heroine
schrieb am 04.10.2016 21:01
Hi Leute,

ich finde es toll, was sich hieraus für ein Austausch spinnt.

Tja Juna:
Zitat
Juna30
Hätten wir uns schon zu Beginn mit der Alternative zum Leben mit Kindern auseinander setzen wollen?
Tolle Frage.
Ich denke schon. Ich hätte mehr Lebensqualität in der Kiwuzeit gehabt, mich gedanklich auch mit anderen Sachen beschäftigen können. Ich glaube aber auch dass in der Intensität der Enttäuschtheit mein Loslassen steckte. Erst tief gefallen konnte ich mich fangen.

Zu uns: Unser Erstgespräch hatten wir mit 32, das letzte mit 35. Wir kommen aus der idiopathischen Ecke. Ich habe sicherlich keinen Spezialisten getroffen, der meinte, dass es "sicher" klappen wird. Dennoch blieb sehr viel Verunsicherung zurück weil meine viele Fragen unbeantwortet blieben (der Urologe nannte das glaube ich Gesprächsmedizin), um unsere persönliche Wahrscheinlichkeit abschätzen zu können. Mit meinem letzten Prof bin ich fast aneinandergeraten. Er warf mir vor zu pessimistisch zu sein, folgt an eine Studie, derzufolge optimistische Gelassenheit sich positiv auf die künstl. Befruchtung auswirken soll. Vllt. versperren sich die Spezialisten deshalb dieses Themas, um den (vermeintlich?) negativen Einfluss auf ihre Behandlung zu vermeiden.

Zitat
Libby1234
Ich dachte irgendwann, es kann nicht sein, dass mein Lebensglück von einem nicht geborenen Kind abhängt.
Voll unterschreib!!

Übrigens finde ich es sehr ehrlich vom Professor, dass er meinte, dass er in der Hälfte der Fälle keine Ahnung hat, was der Grund ist.

Falls jemand nicht den ganzen Cast gehört hat: die genannten Bücher hießen F.Ferber "Unsere Glückszahl ist die zwei" und G.Maio "Medizin ohne Maß?"

"Ohne Einsicht in die Grenzen des Machbaren können wir nicht glücklich werden."

Eure Heroine


  Re: Deutschlandfunk Beitrag
   RoteBeete
schrieb am 05.10.2016 13:41
Es freut mich, dass jetzt einige was dazu geschrieben haben :-) Danke Euch allen!

Ich stimme Libby komplett zu! Das Lebensglück kann nicht von einem Kind abhängig gemacht werden. Auch dann nicht, wenn dieses Kind doch noch (irgendwie) kommt.

Meine Erfahrungen wegen der Offenheit bzgl. Scheitern sind demnach nicht repräsentativ. Wobei ich anmerken möchte, dass mein Mann, der bei allen Gesprächen mit dabei war, es nicht mitbekommen hat, dass es auch nicht klappen kann. Er hat es einfach nicht gehört, während ich mich fast mehr darauf konzentriere als auf den möglichen Erfolg. Ich wäre gerne optimistischer...

Zu den 50% ungeklärten Ursachen: ich kenne es so, dass bloß 5% nicht erkennbar sind! Bei vielen (so auch bei uns) liegt bei keinem der Partner ein einzelner, ausreichender Grund für Sterilität vor, aber es gibt Faktoren, die nicht optimal sind. Und die sind dann wieder in der Summe ein Grund.

Ja, wann hört man auf? Die Frage der Fragen. Ich bin "erst" 32. Wenn ich daran denke, dass ich eventuell meine ganzen 30er mit diesem Thema verbringe, dann tue ich mir leid. Wie soll man so das Jung-Sein genießen?! Mich "macht" unerfüllter Kinderwunsch alt. Jugend hat mit Fruchtbarkeit zu tun, aber gilt dann im Umkehrschluss "nicht fruchtbar - also alt?"


  Re: Deutschlandfunk Beitrag
no avatar    Juna30
Status:
schrieb am 05.10.2016 21:15
Zitat
Heroine
Tja Juna:
Zitat
Juna30
Hätten wir uns schon zu Beginn mit der Alternative zum Leben mit Kindern auseinander setzen wollen?
Tolle Frage.
Ich denke schon. Ich hätte mehr Lebensqualität in der Kiwuzeit gehabt, mich gedanklich auch mit anderen Sachen beschäftigen können. Ich glaube aber auch dass in der Intensität der Enttäuschtheit mein Loslassen steckte. Erst tief gefallen konnte ich mich fangen.

Das ist sehr interessant... ich wollte mich damit nicht auseinander setzen müssen, auvh wenn das vielleicht ganz gesund gewesen wäre.
Die Gründe für die unterschiedlichen Empfindungen liegen vielleicht in den unterschiedlichen Geschichten. Zum Zeitpunkt des Erstgesprächs war ich 22 *ohnmacht* Ich glaube, zu diesem Zeitpunkt hätte ich mir bei keinem Vorhaben vorstellen können, dass es vielleicht nicht klappen könnte...
Mit 23, fast 24, war ich dann durch die 4. Behandlung schwanger, nachdem wir in den ersten 3 Behandlungen das Gefühl hatten, dass wir eigentlich vom Ablauf her keine Chance hatten. Und dann... einmal so lange schwanger gewesen und das Leben mit unseren Töchtern so nah gewesen... konnten wir uns nicht vorstellen unser Leben lang nur Eltern von zwei verstorbenen Kindern zu sein... Was einmal geklappt hatte, das musst du doch auch wieder klappen können?

Ich wollte nie wirklich etwas anderes als Mama sein. Abitur, Studium, Freizeit, Ehrenamt... alles gut und schön, aber nur ein Lückenfüller in meinem Leben...
Sicher... Irgendwann hätte ich loslassen müssen...

LG
Juna


  Re: Deutschlandfunk Beitrag
   Heroine
schrieb am 06.10.2016 09:31
Zitat
RoteBeete
Zu den 50% ungeklärten Ursachen: ich kenne es so, dass bloß 5% nicht erkennbar sind! Bei vielen (so auch bei uns) liegt bei keinem der Partner ein einzelner, ausreichender Grund für Sterilität vor, aber es gibt Faktoren, die nicht optimal sind. Und die sind dann wieder in der Summe ein Grund.

Daran kann ich nicht glauben. Für mich hört sich das an wie der Versuch eines Arztes, auch das Unerklärliche erklären zu können. Zu sagen "ich weiß es nicht" wird nicht seiner Erwartung gerecht und auch nicht die Erwartung die er glaubt dass die Patientin an ihn/sie hat. Alle Phänomene an meinem Mann und mir treten an anderen fertilen Paaren auch auf. Auch in der Kombi, da bin ich überzeugt.

Zitat
Juna30
Ich wollte nie wirklich etwas anderes als Mama sein. Abitur, Studium, Freizeit, Ehrenamt... alles gut und schön, aber nur ein Lückenfüller in meinem Leben...
Sicher... Irgendwann hätte ich loslassen müssen...

Klar, die Frage der Sichtweise ist immer auch durch das Alter bestimmt. Im Inneren ist Dir das Sicher schon bewusst, und dennoch möchte ich das hier nochmal aussprechen: wir haben nicht alles in der Hand. Auch nicht mithilfe der modernen Technologie. Das gilt es hinzunehmen, denn zu ändern ist es nicht.

Das macht Dich und Deinen Mann aber nicht zu einer "unvollständigen" Person. Sei wer Du bist ganz aus Dir selbst heraus. Der Weg dahin ist hart, ja, aber machbar, glaube mir. Überwinde Selbstzweifel.

Dasselbe mag ich auch in Deine Richtung sagen, RoteBeete: was Du und Dein Mann in der Sprechstunde erlebt habt, dass ihr dasselbe Gesagt so unterschiedlich gehört habt, das passiert uns auch im Alltag mit Freunden, Kollegen und Nachbarn.
Es gibt keinen externen Umstand, der Dich jung oder alt fühlen lässt. Das kommt ganz aus Dir selbst.
Ich bin nicht mehr die, die ich vor 10 Jahren war, nicht vor einem Jahr und nicht gestern. Ich bin deshalb nicht älter, ich bin anders, habe Sachen in meinem Bewusstsein und meinem Gedächtnis, meiner Haltung hinzugenommen und andere abgelegt.
Die Begriffe jung und alt sind nur Worte, die sich die Gesellschaft ausgedacht hat, um Annäherungen und Bezeichnungen zu finden um Kommunikation zu ermöglichen. Die Begriffe sollen aber nicht dazu da sein, uns schlecht zu fühlen.
Je mehr unsere Geisteshaltung nichtbegrifflich ist, desto besser.
Sei einfach Du selbst!

Guten Start in den Tag! H


  Re: Deutschlandfunk Beitrag
   Heroine
schrieb am 06.10.2016 10:39
Oh Mann, ich hoffe das kommt bei Euch nicht wie eine Predigt an...


  Re: Deutschlandfunk Beitrag
no avatar    Juna30
Status:
schrieb am 06.10.2016 22:39
Zitat
Heroine
Zitat
RoteBeete
Zu den 50% ungeklärten Ursachen: ich kenne es so, dass bloß 5% nicht erkennbar sind! Bei vielen (so auch bei uns) liegt bei keinem der Partner ein einzelner, ausreichender Grund für Sterilität vor, aber es gibt Faktoren, die nicht optimal sind. Und die sind dann wieder in der Summe ein Grund.

Daran kann ich nicht glauben. Für mich hört sich das an wie der Versuch eines Arztes, auch das Unerklärliche erklären zu können. Zu sagen "ich weiß es nicht" wird nicht seiner Erwartung gerecht und auch nicht die Erwartung die er glaubt dass die Patientin an ihn/sie hat. Alle Phänomene an meinem Mann und mir treten an anderen fertilen Paaren auch auf. Auch in der Kombi, da bin ich überzeugt.

Zitat
Juna30
Ich wollte nie wirklich etwas anderes als Mama sein. Abitur, Studium, Freizeit, Ehrenamt... alles gut und schön, aber nur ein Lückenfüller in meinem Leben...
Sicher... Irgendwann hätte ich loslassen müssen...

Klar, die Frage der Sichtweise ist immer auch durch das Alter bestimmt. Im Inneren ist Dir das Sicher schon bewusst, und dennoch möchte ich das hier nochmal aussprechen: wir haben nicht alles in der Hand. Auch nicht mithilfe der modernen Technologie. Das gilt es hinzunehmen, denn zu ändern ist es nicht.

Das macht Dich und Deinen Mann aber nicht zu einer "unvollständigen" Person. Sei wer Du bist ganz aus Dir selbst heraus. Der Weg dahin ist hart, ja, aber machbar, glaube mir. Überwinde Selbstzweifel.

Dasselbe mag ich auch in Deine Richtung sagen, RoteBeete: was Du und Dein Mann in der Sprechstunde erlebt habt, dass ihr dasselbe Gesagt so unterschiedlich gehört habt, das passiert uns auch im Alltag mit Freunden, Kollegen und Nachbarn.
Es gibt keinen externen Umstand, der Dich jung oder alt fühlen lässt. Das kommt ganz aus Dir selbst.
Ich bin nicht mehr die, die ich vor 10 Jahren war, nicht vor einem Jahr und nicht gestern. Ich bin deshalb nicht älter, ich bin anders, habe Sachen in meinem Bewusstsein und meinem Gedächtnis, meiner Haltung hinzugenommen und andere abgelegt.
Die Begriffe jung und alt sind nur Worte, die sich die Gesellschaft ausgedacht hat, um Annäherungen und Bezeichnungen zu finden um Kommunikation zu ermöglichen. Die Begriffe sollen aber nicht dazu da sein, uns schlecht zu fühlen.
Je mehr unsere Geisteshaltung nichtbegrifflich ist, desto besser.
Sei einfach Du selbst!

Guten Start in den Tag! H

Nein,
nicht wie eine Predigt. Eher... waise?
Es passt sehr zu meinem momentanen Thema. Ich bin dieses Jahr 30 geworden. Liegts an der Zahl? An dem neuen Lebensjahrzehnt? Am Gefühl die Lebensmitte (der Lebensspanne) zu erreichen?
Würde ich einen Blog schreiben, hieße der wohl "Selbstfindungstripp. Die lange Reise zu mir selbst." Sie hat vor einigen Wochen begonnen und ich bin sehr gespannt, wohin sie mich noch führt.

Sehr lange war ich gar nicht ich selbst, sondern versuche immer, ein Bild von mir, das ich im Kopf hatte, wie ich sein wollte, zu verwirklichen.
Inzwischen ist die Erkenntnis vorgedrungen, dass ich mich selbst von außen doch gar nicht sehe und bei so vielen Menschen auf der Welt wahrscheinlich kein einziger mich so wahrnimmt, wie ich das gerne hätte. Wozu also diesem Bild hinterherlaufen? Natürlich wusste ich das vorher auch schon. Aber wissen und erkennen sind zwei unterschiedliche Dinge.
Seither hat sich sehr viel in meinem Leben verändert. Ich bin wieder glücklich statt immer nur unzufrieden mit mir selbst. Ich sehe wieder, was ich kann und was ich schaffe. Nicht mehr nur das, was ich alles hätte auch noch schaffen müssen...

Wir haben nicht alles in der Hand. Das hast du sehr schön gesagt. Ich glaube, das ist das Thema meines Lebens. Perfektionistisch veranlagt mag ich gern manchmal etwas anderes glauben. Immer schnell und gut und richtig alles selbst in die Hand nehmen, was man tun kann, um es zum Erfolg zu führen. Immer in Eile... nach dem einen Ziel, schnell schnell, das nächste in Angriff zu nehmen.

Muss man alles tun, nur weil man es kann?
Nein. Ich habe das Gefühl, ich bin ausgestiegen. Und das fühlt sich verdammt gut an.

(Hoffentlich wird mir das auch beim Kinderwunsch gelingen, wenn nötig.)


Juna,
die sich deinen Post jetzt noch einmal durchliest, sich sehr inspiriert fühlt und hoffentlich gut schlafen kann.




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