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  Was hilft Euch, ein Leben ohne eigene Kinder zu akzeptieren?
   Libby123
schrieb am 02.07.2016 16:27
Hallo lhr alle,

nach 7 Jahren unerfülltem Kinderwunsch und langer erfolgloser Behandlung versuche ich mich nun langsam damit abzufinden, dass mein Mann und ich wohl keine eigenen Kinder bekommen werden.

Es ist immer wieder schmerzhaft und wird durch den Wechsel aus Hoffnung und Enttäuschung natürlich schwerer. Hoffnung gibt es immer wieder, weil ich mit 32 eigentlich noch nicht alt genug bin, um endgültig aufzugeben, und weil weder bei meinem Mann noch bei mir eine Ursache für die Kinderlosigkeit zu erkennen ist.

Trotzdem - die "fruchtbarsten Jahre" sind definitiv vorbei und unsere Chancen auf ein Kind schätze ich als sehr gering ein. Nachdem ich lange Zeit sehr verzweifelt war, habe ich nun langsam der Wunsch, die nächsten Jahre so anzunehmen, wie sie kommen und zu genießen.

Manchmal kommen mir dazu hilfreiche Gedanken und manchmal auch niederschmetternde. Ich würde gerne mit Euch die hilfreichen Gedanken teilen und hören, was Euch sonst noch hilft, wieder glücklicher zu werden.

Dazu gehört meiner Meinung nach NICHT das, was einem so häufig von Leuten empfohlen wird, die diese Trauer nicht erlebt haben:
Geld und Freizeit genießen, in Urlaub fahren, Partys feiern... Das ist alles ganz nett, aber nicht substantiell genug, um einem wieder Aufwind zu geben!

Gespräche mit Freundinnen gehören über das Thema Kinderwunsch gehören für mich auch nicht dazu, weil meine Freundinnen alle mühelos Kinder bekommen haben und mich deswegen nur begrenzt verstehen bzw. trösten können.

Hier ist das, was mir hilft:

Realitätscheck:
Wenn ich keine Kinder bekomme, kann mein Leben so weitergehen wie bisher. Das heißt, es droht nicht die Apokalypse -
im Prinzip wird der Status Quo beibehalten. Wenn man von der Trauer um unser nicht geborenes Kind absieht, ist dieser
Status Quo sehr gut.

Schreiben:
Schreiben hilft, die Gedanken zu ordnen. Dazu gehört das Schreiben in einem Forum oder auch in einem Notizbuch.
Der ganze Gefühlswirrwarr wird überschaubarer.

Mein Kater:
Ein Tier ist natürlich kein Kind, aber es macht mich irgendwie glücklich, mich um ein Tier zu kümmern, das es zum
Beispiel genießt, gestreichelt zu werden.

Autogenes Training:
In der tiefen Entspannung des autogenen Trainings kann ich nicht unglücklich sein - ich weiß nicht warum, aber ich
glaube, es liegt daran, dass man ins Unglücklichsein irgendwie auch Kraft investieren muss. In der Entspannung
investiert man aber überhaupt keine Kraft, also auch nicht ins Traurigsein.
Das ist aber keine fundierte Erkenntnis, sondern nur meine eigene Empfindung.

Der Gedanke an ein Pflegekind:
Wir sind auf der Liste für eine Adoption. Das ist auch etwas Anderes als ein eigenes Kind, aber eine wundervolle Alternative.
Leider (?) sind die Erfolgsaussichten auch bei einer Adoption mittlerweile sehr gering. Aber Pflegeeltern werden gesucht.
Das ist wieder was Anderes - aber da hätten auch wir endlich mal eine Chance.

Was hilft Euch?

Liebe Grüße
Libby


  Re: Was hilft Euch, ein Leben ohne eigene Kinder zu akzeptieren?
   pmami
schrieb am 02.07.2016 20:15
Liebe Libby,

ich kann Dir absolut nicht sagen, wie man ohne Kinder lebt. Aber ich habe mich mit Adoption beschäftigt (war allerdings damals schon zu alt) und schließlich ein Pflegekind aufgenommen.

Auch Adoptiv- und Pflegekinder sind immer eigene Kinder. Sie sind keine leiblichen Kinder, aber eigene. Das ist ein Unterschied, der "uns" Adoptiv- und Pflegeeltern sehr wichtig ist. Adoption oder Dauerpflege sind beides Wege zur Gründung einer Familie. Es sind Wege, die sich von einer Schwangerschaft, gleich auf welchem Wege, unterscheiden. Und beide Wege unterscheiden sich auch noch einmal von einander. Es ist nicht alles einfach und nicht alles rosarot. Aber wenn Du ernsthaft dem Gedanken an die Aufnahme eines Pflegekindes nachgehen möchtest, dann bist Du sehr herzlich eingeladen, uns im Unterforum Adoption und Pflegschaft zu besuchen und alles zu fragen, was Dir auf dem Herzen liegt.

Viele Grüße pmami


  Re: Was hilft Euch, ein Leben ohne eigene Kinder zu akzeptieren?
   Chorus
Status:
schrieb am 02.07.2016 23:10
Für meinen Teil denke ich, dass man irgendwie nie wirklich damit abschließen kann. Irgendeine Frau hat mal geschrieben, dass sie erst in den Wechseljahren damit aufhören konnte, daran zu denken, weil ihre Menstruation sie Monat für Monat daran erinnert, und genau das tut sie auch bei mir. Deshalb MUSS wohl ein Kind in mein Leben, weil es mir nach 5 Jahren immer noch schwer fällt, meinen wirklichen Seelenfrieden zu finden, und ich mir selber doch noch manchmal leid tue und alles wirklich ungerecht finde. Seit meinem EZS-Plan natürlich nicht mehr so aber trotz allem - ich wollte ich hätte das alles nie erlebt...

Was du über den Realitätscheck schreibst, finde ich sehr schön, ja man vergißt sehr gerne dass man das ja schon hat - ein gutes Leben ohne Kinder. Böse Zungen (die nie Probleme mit Schwanger-werden hatten) würden vielleicht sogar anfügen, ein besseres Leben. Ausgeschlafen, ungebunden, frei. Meine Schwester nennt es Wellness, die ich habe... man hört ja die Klagen überall. Und vielleicht sollten wir zuhören statt uns darüber aufzuregen.

Alternativen, tja, ich will nicht sagen dass ich ein nutzloses Leben führe. Denk nur an deinen Kater, hat er "Kinder" - spricht Nachkommen - und wirkt er irgendwie unglücklich falls er keine hat? Natürlich nicht, so wirklich unglücklich über so eine Situation können nur wir Menschen sein, wir müssen künstlich autogenes Training machen oder Meditation oder was auch immer. Katzen LEBEN so was. Aber wir reflektieren ständig und malen uns aus, wie es sein MÜSSTE. Aber es ist natürlich selten so, und das macht uns unglücklich. Und das ist eben menschlich. Ich bin mir sicher, das ist auch der Grund, wieso Mütter dann halt eben auch ständig jammern. Die Kinder MÜSSTEN durchschlafen und und und....

Dabei haben es Mütter schön. Sie haben - quasi über Nacht - den Sinn des Lebens präsentiert bekommen. Ihres Lebens. Da lässt sich später auch der stupideste Job rechtfertigen, dient ja nur der Geldbeschaffung, und die ist fürs Kind, daher höherer Zweck. Um es mal überspitzt zu formulieren. Aber vielleicht ist es das, vielleicht sollten wir - ich sag mal forsch "die Auserwählten" (*ironieon*) - über den tieferen Sinn des Lebens nachdenken.

Zu guter Letzt wünsch ich dir noch eine schönes Wochenende (nicht wundern, war gestern aus und bin heute zu müde dazu gewesen... aber ich KÖNNTE wenn ich WOLLTE ausgehen...).


  Re: Was hilft Euch, ein Leben ohne eigene Kinder zu akzeptieren?
   Libby123
schrieb am 03.07.2016 20:29
Liebe pmami und Chorus,

vielen Dank für Eure Antworten.

Dass man als Mensch (anders als z.B. als ein Kater :-) durch Pläne und Wünsche auch unglücklich werden kann, finde ich einen wichtigen Punkt. Gerade beim Thema eigene Kinder ist das so, wenn man sie sich sehnlichst wünscht und auch viel plant und tut, es aber letztlich nicht in der eigenen Macht liegt, ob der Wunsch sich auch erfüllt. Durch das Planen und Wünschen befasst man sich innerlich sehr stark mit dem Thema, und die kinderlose Realität erscheint dann im Vergleich zu dem Erträumten geradezu schrecklich. Deshalb denke ich auch, dass die Kinderwunschzentren mit ihren vielen Behandlungsplänen für die Einen, die mit einem Kind nach Hause gehen, zwar ein Segen sind, für die Anderen aber eigentlich ein Fluch...

Manchmal frage ich mich: Was ist denn so schrecklich? Jetzt gerade, in diesem Moment? Und dann kann ich es eigentlich gar nicht sagen. Wenn es mir ganz schlecht ging, hat mir diese Taktik schon oft geholfen: Sich klar machen, dass man ja im Grunde eine Abfolge von Momenten erlebt, von denen man immer nur einen aushalten muss - oder eben auch genießen kann. Das hat meine Phantasiebilder von glücklichen Kindern im Garten bzw. die Trauer, dass es sie nicht gibt, dann verblassen lassen. Man schaut dann wieder mehr um sich, wie die Welt tatsächlich jetzt gerade aussieht. Und wenn da die Sonne scheint, dann für alle, auch für uns :-)

Der Beruf ist auch ein interessanter Aspekt. Ich kann mir gut vorstellen, dass ich, wenn ich Kinder hätte, den Beruf eher als eine Geldquelle sehen würde, die meine Familie versorgt - so wie Du es beschrieben hast, Chorus.

Der Beruf ist zwar kein Ersatz für ein Kind; es gibt überhaupt keinen Ersatz dafür. Aber wenn man einen Beruf hat, der für einen selbst einen Sinn ergibt, dann kann man diesen Sinn auch in vielen Jahren noch haben - wenn die Kinder längst aus dem Haus wären und vielleicht ganz weit weggezogen... So wie bei einer Bekannten, deren Sohn jetzt in Japan lebt.

Mein Kater hat keine Nachkommen - soweit ich weiß :-) Er ist aus dem Tierheim und wurde dort kastriert. Gemeinheit eigentlich...

Ich war gestern auch nicht aus - habe das Fußballspiel Deutschland - Italien gesehen! *popcorn*

Liebe Grüße


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  Re: Was hilft Euch, ein Leben ohne eigene Kinder zu akzeptieren?
   RoteBeete
schrieb am 03.07.2016 22:43
Liebe Libby,

Ich bin zwar gerade in Stimu zu meiner 1. ICSI, habe aber schon 4 Jahre Kinderwunsch. Bei uns gibt es zwar ein paar Probleme, aber andere werden auch mit unseren Werten natürlich schwanger. Bin auch 32 Jahre alt. Jetzt arbeite ich daran wieder Hoffnung zuzulassen (klar, sonst bräuchte ich die ICSI ja gar nicht erst machen). Jedoch befasse ich mich mit "was, wenn nicht?" - wenn ich gar nicht daran denken würde, würde mich die Angst aufessen.

Mir hilft Yoga. Ich denke, da ist es ein bisschen wie bei dir mi Autogenen Training. Auch habe ich vor ca. 5 Monaten angefangen zu meditieren, und ich bin sehr froh darum. Seit dem fühle ich mich nicht mehr so hilflos. Ich befasse mich mit meinen inneren Dämonen. Ich fange wieder zu glauben an:

- dass ich die Fähigkeit habe, DAS zu überleben
- dass dieser Weg nicht nur die Aufgabe hat mich zu quälen, sondern mir zum inneren Wachstum zu verhelfen
- dass ich diese Aufgabe schaffen kann, sonst würde sie mir nicht gestellt werden

--> ich unterrichte immer wieder Kinder. Dem begabtesten Kind gebe ich immer die schwierigste Aufgabe. Und das Kind schafft sie in den seltesten Fällen beim ersten Mal. Aber ich weiß, dass es nur so über sich hinauswachsen kann. Und ich glaube an dieses Kind.
Dasselbe stelle ich mir für mich selbst vor, wenn es mir schlecht geht und ich alles sehr sehr ungerecht finde.

Es ist einerseits furchtbar, was wir hier erleben. Andererseits sehe ich das Leben jetzt mit ganz anderen Augen, ich bin viel mehr an der Essenz dran. Mit diesem Wissen kann ich doch gar nicht mehr in mein altes Leben zurück!

Ausgehen, Party machen, Geld nur für sich ausgeben - das ist für mich auch ein schwacher Trost.

Ganz liebe Grüsse
RoteBeete


  Re: Was hilft Euch, ein Leben ohne eigene Kinder zu akzeptieren?
   libby123
schrieb am 04.07.2016 10:03
Hallo liebe RoteBeete,

das denke ich auch, dass man daran wachsen kann. Man muss ja nach den ganzen Rückschlägen immer wieder neuen Mut fassen und sieht auch, dass es immer wieder gelingt.

Bei mir hat sich auch die Sicht auf das, was einem im Leben passiert, verändert: Früher dachte ich immer, bei mir wird alles klappen, ich bekomme alles hin, was ich will. Das hört sich vielleicht arrogant an und ist es wohl auch :-) Ich habe es allerdings nicht bewusst gedacht, sondern bin einfach stillschweigend und etwas blauäugig davon ausgegangen. Jetzt sehe ich ja, dass das nicht stimmt und sehe auch das Pech, das Andere haben, mit anderen Augen.

Ich perönlich glaube nur nicht, dass hinter den Schwierigkeiten, die man im Leben hat, eine höhere Absicht steckt. Ich glaube, dass das alles blinder "Zufall" ist, bzw. eben ungesteuert passiert, einfach so. Das finde ich auch irgendwie erleichternd - niemand kann was dafür, man kann nur versuchen, das Beste daraus zu machen.

Aber das sehe ich bei Weitem nicht jederzeit so - oft könnte ich vor Wut platzen und finde das alles einfach völlig ungerecht. Ich möchte mein "Recht" (das es leider nicht gibt) unbedingt einklagen, und zwar mit Schmackes ;-) Habe vor Wut auch schon diverse Einrichtungsgegenstände zerdeppert. Diese Wut kann ich auch durch Sport nicht beherrschen - nach dem Sport wächst die Wut einfach wieder nach. Sie geht dann irgendwann, ohne das ich etwas tue, irgendwann vorbei.

Liebe Grüße


  Re: Was hilft Euch, ein Leben ohne eigene Kinder zu akzeptieren?
   libby123
schrieb am 04.07.2016 10:19
Und, RoteBeete, ich wünsche Dir und Deinem Mann ganz viel Erfolg für die Behandlung!!! Wenn es aber nicht klappt, geht es auch weiter! Es gibt noch so viele andere Möglichkeiten...


  Re: Was hilft Euch, ein Leben ohne eigene Kinder zu akzeptieren?
   Chorus
Status:
schrieb am 04.07.2016 10:44
Ja, ich dachte früher auch immer, wenn ich mich nur genug anstrenge, wird alles klappen. Und das hat es auch. Nicht so einfach wie bei meiner Schwester, die tatsächlich mit Begabungen und Talenten nur so überhäuft wurde, aber mit etwas Übung und Anstrengung ist mir dann alles gelungen. Bis jetzt eben.

Will nicht sagen, dass ich das perfekte Leben habe, aber ich habe 2 (meistens) erfüllenden Jobs, einen liebenden Mann, Wohnung, Freunde, Hobby und genug Geld. Und heute sogar frei! (allerdings bin ich etwas kränklich momentan). Will sagen - Realitätscheck - fehlt mir heute wirklich noch ein Kind zu meinem perfekten Glück? Draußen scheint die Sonne und ich kann manchen, was ich will. Kann meine Erkältung pflegen und vielleicht noch etwas im Netz surfen - nachher noch etwas einkaufen.

Das mit dem Job - ja ich bin froh, dass ich auch unterrichte. So habe ich es noch nie gesehen, dass ich eine zusätzliche "Prüfung" habe, aber ja, so könnte man es sehen. Ich bin schon gewachsen mit all den Jahren. Und ich sehe jetzt noch etwas über den Tellerrand raus, wenn andere Probleme haben. Wobei ich nicht das Gefühl habe, ich hatte damit große Probleme, ich fühle oft den Schmerz von anderen sehr stark.

Was du gesagt hast über das "Recht" und dass man es nicht einklagen kann - ja da hast du absolut recht. Manchmal würde ich auch gerne einen Übeltäter finden und ihn vor Gericht zerren ;) Hab noch nie - nicht mal als Kind - aus Wut was zerdeppert. Vileleicht sollte ich das mal, fühlt sich vielleicht besser an als Trauer. Wenn ich wütend bin, schimpfe ich eher - ich bin eher der Kommunikationstyp (hätte man nicht gedacht bei meinen vielen Beiträgen hier ;))

Ja und wie gesagt, man sollte mehr im Moment leben, der Moment ist eben die Realtität und nicht das "Hirngespinst" "MIT KIND". Wir Menschen sind eben mit einer Art Phantasie ausgestattet, und vielleicht sollten wir sie nur anders leiten, unsere Vorstellungen? Also unser Leben uns "sinnvoll" vorstellen, als freiwillige Helfer in einem Sozialprojekt z.B? Denn das finde ich eigentlich als einen edleren Sinn als Kinder zu haben, das doch überall als tollen Verdienst gilt? Zumindest in der westlichen Gesellschaft. Vielleicht will das Leben uns sagen, wacht auf und schaut noch mal genauer hin, was es noch so alles zu entdecken gibt - und dabei meine ich nicht noch eine tollere Reise oder ein größeres Haus! Darf aber sein, muss aber nicht! Übrigens hab ich in irgendeinem Buch was intersantes gelesen, wer sich in der Freizeit sozial engagiert, empfindet es, als hätte er MEHR Freizeit. Da gibt es sogar mehrere Studien dazu, die alle dasselbe rausgefunden haben. Also sogar das Zeitgefühl ändert sich!


  Re: Was hilft Euch, ein Leben ohne eigene Kinder zu akzeptieren?
   RoteBeete
schrieb am 04.07.2016 21:59
Zitat
libby123

Ich perönlich glaube nur nicht, dass hinter den Schwierigkeiten, die man im Leben hat, eine höhere Absicht steckt. Ich glaube, dass das alles blinder "Zufall" ist, bzw. eben ungesteuert passiert, einfach so. Das finde ich auch irgendwie erleichternd - niemand kann was dafür, man kann nur versuchen, das Beste daraus zu machen.

Aber das sehe ich bei Weitem nicht jederzeit so - oft könnte ich vor Wut platzen und finde das alles einfach völlig ungerecht. Ich möchte mein "Recht" (das es leider nicht gibt) unbedingt einklagen, und zwar mit Schmackes ;-) Habe vor Wut auch schon diverse Einrichtungsgegenstände zerdeppert. Diese Wut kann ich auch durch Sport nicht beherrschen - nach dem Sport wächst die Wut einfach wieder nach. Sie geht dann irgendwann, ohne das ich etwas tue, irgendwann vorbei.

Liebe Grüße

Es klingt jetzt widersprüchlich, aber ich glaube auch nicht, dass die Unfruchtbarkeit genau für mich bestimmt war. Das hätte genauso gut jemanden anderen treffen, nur dummerweise hat es mich erwischt und es ist unfair. Das kann allen passieren, genauso wie eine Krebserkrankung.
Die Aufgabe besteht in der Art, wie ich damit umgehe. Wenn es nicht Unfruchtbarkeit wäre, dann wäre es etwas anderes und ich würde denken, wie schlimm das ist...Und dann wäre es - wenn wir jetzt das 0815 Leben nehmen - wahrscheinlich nicht mal annäherend so schlimm wie das jetzt.

Ich bin auch oft soooo wütend. Wütend, dass:

-es mich erwischt hat
-dass die Gesellschaft einen großen Teil dazu beiträgt, dass mich das so unglücklich macht, weil wir Frauen irgendwo tief drin unser Selbstwertgefühl aus der Mutterschaft ziehen
-ich scheinbar ein "Fake" bin: eine Frau, die kein Kind in ihrem Bauch wachsen lassen kann

Das sind die Gedanken meiner dunklen Stunden.

Es tut so gut, mich mit Euch darüber auszutauschen!


  Re: Was hilft Euch, ein Leben ohne eigene Kinder zu akzeptieren?
   RoteBeete
schrieb am 04.07.2016 22:04
Und danke, fürs Erfolg wünschen Libby :-)

@Chorus: wie alt bist du und wie lange versucht ihr es schon?


  Re: Was hilft Euch, ein Leben ohne eigene Kinder zu akzeptieren?
   Libby123
schrieb am 05.07.2016 11:05
An schlechten Tagen fühle ich mich auch als Fake, habe mich letztens erst mit meinem Mann darüber unterhalten, dass ich manchmal denke, ich bin eine "Mogelpackung": Dem Anschein nach eine Frau, aber irgendwie doch nicht so ganz...

Das scheinen manche Männer übrigens auch zu kennen. Ein Kollege, der auch große Probleme hatte, Vater zu werden, sagte mir mal, dass er sich auch manchmal nicht als richtiger Mann fühlte, weil er nicht dafür sorgen konnte, dass seine Frau schwanger wurde (in dem Fall lag es an ihm).

Für Andere hat man ja immer einen guten Rat und ich sagte ihm, das sei ja völliger Quatsch. Natürlich ist es das auch, aber irgendwo sind wir doch auf eine ziemlich ursprüngliche Art leistungsorientiert in diesen Dingen, und ich glaube nicht, dass man das so einfach abstellen kann.

Vielleicht brauchen diese urmenschlichen Dinge eine urmenschliche Antwort. Wenn ich in der Hinsicht "Frau-Sein" deprimiert bin, mache ich mich oft extra schön, ziehe ein Kleid an, schicke Schuhe, drehe mir die Haare auf, nehme eine schöne Body-Lotion oder ein Parfum und Schmuck.Ehrlich gesagt, lege ich es dann auch ein bisschen auf Komplimente an. Das hilft mir dann tatsächlich, obwohl es oberflächlich ist - macht ja nichts... Mein Gedanke, dass nur eine Mutter eine richtige Frau ist, ist ja auch oberflächlich.

Liebe Grüße
Libby

P.S.: Ich bin auch in einem lehrenden Beruf - ist ja witzig :-)


  Re: Was hilft Euch, ein Leben ohne eigene Kinder zu akzeptieren?
   Ehemals Rheila
schrieb am 05.07.2016 12:27
Guten Tag zusammen,

ich bin hier nur noch selten aktiv, aber ich möchte noch gerne etwas in die Runde werfen. Zum Thema "perfektes Glück". Ich glaube dass man als kinderlose Person (dazu gehöre ich), oftmals eine völlig falsche Vorstellung davon hat, wie ein Leben mit Kind dauerhaft aussieht. Natürlich hat man Bekannte und Verwandte mit Kindern und bekommt einiges mit. Vielleicht hat man auch ein enges Verhältnis zu Kindern von Freunden oder der Familie. Dennoch ist das alles nicht gleichbedeutend mit Alltag. Wir alle haben bei dem Gedanken an "unser potentielles Kind" meistens ein frisch geborenes Baby im Kopf. Wir denken an all die Glücksgefühle und den Stolz mit dem wir dieses kleine Wesen betrachten würden. An die Zeit danach (etwa bis an sein eigenes Lebensende), denken die wenigsten, schon allein deshalb, weil das ja dann echt kaum noch vorstellbar ist. Was will ich euch genau damit sagen? Es geht in Richtung Realitätscheck. Ich habe meine endgültige Kinderlosigkeit mittlerweile mit einigen Freunden besprochen. Diese Freunde haben Kinder. Und das Gute ist: Sie erzählen mir ihre ganz persönliche schonungslose Wahrheit. Ein guter Freund sagte einmal zu mir: Am Anfang, also direkt nach der Geburt, ist das Glücksgefühl schon echt krass. Aber nach einigen Wochen bist du voll im Alltag. Und empfindest es nicht mehr nur als wahnsinniges Glück, dass da jetzt dein Kind vor dir liegt. Es ist dann einfach zur Normalität geworden, dass es da ist. Und manchmal nervt es dich genauso, wie dein Partner dich manchmal nervt.

Mir hat das damals irgendwie die Augen geöffnet. Glück ist kein dauerhafter Zustand. Wir würden auch mit Kind nicht mehr oder weniger viele glückliche oder unglückliche Momente erleben. Unser Leben wäre sehr anders. Aber nicht zwangsweise glücklicher. Gegenüber der krassen Liebe, die man wohl als Mutter für sein Kind im Normalfall empfindet, steht die ständige Sorge und die jahrelange Verantwortung. Licht und Schatten. Im Umkehrschluss heißt das, dass unser Leben ohne Kind nicht zwangsläufig unglücklich zu sein hat. Dies wird uns gerne von der Öffentlichkeit suggeriert. Dabei sind Werbeslogans wie "was wäre ein Leben ohne Kinder" gerne in Gebrauch. Auch von der Politik wird fleißig Werbung für die 4-köpfige Familie gemacht. Aber doch nicht, weil das Leben mit Kindern stets perfekt ist. Sondern um viele neue Rentenzahler zu produzieren. Der Politik geht es doch nicht darum, dass wir alle glücklich sind. Ein weiterer Aspekt sind die Mütter selbst. Was wird nicht alles tagtäglich bei Facebook über die lieben kleinen veröffentlicht? Zumindest in meiner Freundesliste postet niemand so viel wie die Gruppe der Mütter. Warum wohl?
Insgesamt möchte ich euch eigentlich nur dazu anregen, euer Leben nicht selbst schlecht zu reden. Euer Leben ist das, was ihr daraus macht. Mit oder ohne Kinder. Mit oder ohne Partner. Mit oder ohne Job. Einiges lässt sich ändern bzw. selbst beeinflussen, anderes nicht. Aber lasst euch nicht einreden, dass ein Leben nur schön sein kann, wenn man ein Kind bekommen hat. Und hört auf, nach dem perfekten Glück zu streben. Das gibt es nicht. Es gibt glückliche Momente. Und je mehr man lernt, diese auszukosten, desto schöner wird das Leben. Überlegt mal kurz, wann ihr das letzte Mal einen besonders glücklichen Moment erlebt habt? War das geplant oder habt ihr das Glück dabei plötzlich empfunden?

Ich wünsche euch allen ein schönes Leben mit vielen glücklichen Momenten

LG Rheila (die mittlerweile kinderwunsch-los glücklich ist)


  Re: Was hilft Euch, ein Leben ohne eigene Kinder zu akzeptieren?
   Libby123
schrieb am 05.07.2016 17:44
Ja, das stimmt wirklich, ich stelle mir eigentlich auch immer Babys vor, und auch auf ziemlich romantische Art: Das Baby im Arm halten, während es schläft (und nicht schreit), es füttern (wobei es sich nicht bekleckert) und im Kinderwagen herumfahren (bei schönem Wetter, wobei das Kind nicht schreit). Aber jedes Kind ist ja nur ungefähr ein Jahr lang ein Baby, und so rosarot wie in meiner Vorstellung wäre es sicher nicht.

Trotzdem glaube ich, ich bin noch nicht so weit, dass ich fest glaube, irgendwann einmal ein glückliches (oder sagen wir mal, häufig glückliches) Leben ohne Kinder zu führen. Manchmal habe ich die eigentlich irrationale Angst, dass wir auch kein Pflegekind aufnehmen können! Aber auch wenn wir einmal ein Pflegekind aufnehmen - besser wäre es schon, wenn ich bis dahin auch mit mir selbst und auch ohne das Kind zufrieden wäre, sonst lastt auf dem Kind auch zu viel Druck.

Aber Rheila, es tut sehr gut, von Dir zu lesen, dass Du es geschafft hast. Ich freue mich für Dich und es ist natürlich toll zu hören, dass es möglich ist. Vielleicht schaffe ich es ja doch. Habe mir schon lange gewünscht, mal mit einer Frau zu reden, die ungewollt kinderlos ist und trotzdem zufrieden - in meinem Bekanntenkreis gibt es nur ein solches Paar, mit denen ich aber nicht eng genug bekannt bin, um von Angesicht zu Angesicht darüber zu reden.

Es gibt da übrigens auch ein Buch zu dem Thema von einer solchen Frau, sie heißt Iris Enchelmaier und macht auch Beratungen zu diesem Thema.

Ja, vielleicht können Freundinnen mit Kindern einen da tatsächlich etwas auf den Boden der Tatsachen zurückholen, indem sie von sich erzählen. Das kommt vielleicht auch darauf an, was sie für ein Typ sind. Meine beste Freundin ist ein bisschen überschwänglich und total verliebt in ihre kleine Tochter. Sie hält sich damit zurück, wenn ich dabei bin, weil sie Bescheid weiß, aber man merkt natürlich, wie glücklich sie ist. Dazu muss man sagen: Sie arbeitet nicht, hat einen reichen Mann geheiratet, der jeden Tag kocht (das finde ich das Erstaunlichste!) und ein Haus, ohne finanzielle Sorgen. Das ist schon eine Ausnahmesituation. Der Alltag sieht bei vielen Müttern ja anders aus. Andere Freundinnen wirken häufiger auch ein bisschen entnervt und abgekämpft.

Noch eine Frage: Habt Ihr Erfahrungen mit einer Psychotherapie, um mit dem Thema klarzukommen? Ich habe mal eine gemacht. Mir hat sie nur wenig geholfen, da die Chemie mit der Therapeutin nicht ganz gestimmt hat. Wir haben uns einigermaßen gut verstanden, aber ich glaube, für eine erfolgreiche Therapie muss man sich so richtig wohl fühlen und das war hier nicht der Fall.

Meine Therapeutin hat mich die Nachteile eines Lebens mit Kindern aufzählen lassen - die fand ich jedenfalls damals alle belanglos - und angezweifelt, dass mein Kinderwunsch tatsächlich besteht - das fand ich sehr kränkend, da der Wunsch bei mir sehr tief sitzt. Ich konnte ihr irgendwie nicht so richtig klarmachen, was mich wirklich bewegt.

Habt Ihr vielleicht bessere Erfahrungen gemacht? Was hat der Therapeut oder die Therapeutin Euch für Anregungen gegeben?

Liebe Grüße
Libby


  Re: Was hilft Euch, ein Leben ohne eigene Kinder zu akzeptieren?
   Ehemals Rheila
schrieb am 05.07.2016 21:46
Hallo Libby,

also ich weiß nicht, ob dir das hilft, aber ich habe mich tatsächlich nach der Beendigung der Kiwu-Behandlungen sehr intensiv mit der Frage "was genau lässt mich so sehr an meinem Kinderwunsch festhalten" beschäftigt. Ich habe versucht, diese Dinge bewusst aufzuschreiben und dabei genauesten zu formulieren, worum es mir geht. Da standen dann natürlich Dinge wie "mit dem Kind kuscheln, backen, Quatsch machen", "dem Kind Dinge erklären", zu hören "Mami ich hab dich lieb", "erste Schritte und Wörter", und vieles mehr. Ich habe dann auch aufgeschrieben, welche Dinge ich nicht so toll finden würde (wie vermutlich fast jeder). Das Ganze hat jetzt nicht zu einem AHA-Effekt oder sowas geführt. Aber ich habe meinen eigenen Wunsch einfach besser "begreifen" können. Konnte dem Ganzen sozusagen mal das Abstrakte nehmen und meinen eigenen Wunsch von dem der anderen Menschen abgrenzen.

Ein ganz wichtiger Punkt in meinem Leben ist aber, dass ich viele verständnisvolle Menschen in meiner Umgebung habe. Ich hatte immer fürchterliche Angst nicht mehr dazu zu gehören. Aber diese Sorge wurde mir schnell genommen. Ich habe ganz offen kommuniziert, dass ich gerne ganz normal behandelt werden möchte, dass ich mich über aktuelle Kinderbilder genauso freue, wie über ein paar Stunden Zeit mit den Kindern. Ich habe also ganz aktiv versucht, aus meinem Schneckenhaus herauszukriechen und einen normalen Kontakt mit den Kindern meiner Umgebung zu pflegen. Irgendwann habe ich dann gemerkt, dass mir diese Zeiten mit Kindern wieder viel Freude bringen. Das ging natürlich nicht von heute auf morgen. Und es war harte Arbeit an mir selbst. Aber Schritt für Schritt wurde es besser. Durch den intensiven Kontakt habe ich auch viel Offenheit von der Gegenseite erfahren. Und damit einher ging eben die Erkenntnis, dass nicht alles rosarot ist, sobald der Wunsch einmal erfüllt ist. Aber keine Sorge, ich habe mich nicht nur auf die negativen Seiten konzentriert. Das würde ja wieder in Richtung Verdrängung gehen, denn natürlich ist das Leben mit Kindern oft spannend und voller Freude, Liebe und Glück. Aber eben nicht nur.

Eine Therapie habe ich zu diesem Thema nie gemacht. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass mir das was bringen würde. Denn einen Wunsch kann man nicht wegreden. Ich wollte mir den Wunsch auch nicht abtrainieren. Wie soll das auch gehen?
Mittlerweile denke ich mir, dass ich den Wunsch irgendwie immer noch in mir habe, aber ich eben für mich akzeptiert habe, dass es ein Wunsch bleibt.

Weißt du, nachdem die ganzen Behandlungen beendet waren, steckte ich in einem dermaßen tiefen Loch, dass ich kurz davor war depressiv zu werden. Dieser Zustand war furchterregend für mich selbst. Ich habe nur noch über unser Schicksal und meine Sehnsucht nachgedacht. War abgrundtief verzweifelt. Ich habe mich quasi dagegen gewehrt, es zu akzeptieren, obwohl es doch logisch betrachtet unausweichlich war. Irgendwann merkte ich, dass das eine große Gefahr für meine Ehe ist. Männer trauern ja nunmal anders. Und dann habe ich eingesehen, dass ich an mir arbeiten muss, wenn ich nicht alles verlieren will. Dass ich wieder lernen muss, dass was ich habe, anzuerkennen und zuzulassen. Dass nicht alles schlecht ist, nur weil mir ein Kind fehlt. Dass schöne Momente auch in einer Phase der Trauer auftauchen können. Es zog viel Zeit ins Land aber irgendwann konnte ich es besser annehmen. Ich weiß auch, dass ich immer wieder Momente der Trauer haben werde. Und das ist völlig in Ordnung. Denn es ist traurig.
Das Thema Pflegekind hatten wir auch begonnen. Irgendwann wurde uns aber klar, dass wir nicht die richtigen Menschen für diese Aufgabe sind. Denn es ist ja meistens nicht ganz klar, was für ein Päckchen das Kind mitbringt. Außerdem hätten wir es emotional nicht geschafft, den Eltern zu begegnen, was bei unserem Jugendamt aber eingefordert wurde. Somit war Plan B dann wieder vom Tisch.

Weißt du, das Leben ist ein stetiges Auf und Ab. Daran kann man leider nichts ändern. Auch das gilt es zu akzeptieren. So schwer es ist.
Ich habe mir immer gewünscht, ein gutes und glückliches Leben zu führen. Und deshalb habe ich entschieden, dass ich mir selber diese Möglichkeit nicht nehmen will. Das habe ich selbst in der Hand. Alles andere muss ich auf mich zukommen lassen. Aber wenn ich eines Tages mal abtrete, möchte ich nicht das Gefühl haben, dass ich mein Leben einem unerfüllbaren Wunsch geopfert habe.

Ich wünsche dir alles Gute auf deinem Weg. Gib dir Zeit. Es ist ein anstrengender Weg. Aber es lohnt sich. Und vielleicht nehmt ihr ja tatsächlich ein Pflegekind bei euch auf und werdet eine kleine Familie. Ich kenne Menschen, die mit diesem Weg sehr glücklich geworden sind.

LG Rheila


  Re: Was hilft Euch, ein Leben ohne eigene Kinder zu akzeptieren?
   RoteBeete
schrieb am 05.07.2016 21:56
Jetzt hat sich mein Beitrag mit Rheilas überschnitten. Ich lasse ihn jetzt trotzdem so drin :-)

Liebe Rheila, danke Dir für den Post! Es tut wahnsinnig gut zu lesen, dass man ein gutes Leben ohne Kinder führen kann.

Mit der Vorstellung von Kindern ist es bei mir so eine Sache....Das stimmt zwar, dass ich mir nur die schönen Momente vorstelle. Aber ich stelle mir kaum ein Baby vor, sondern es beginnt erst so bei 2-3 Jahren. Und dann bin ich schon sehr traurig wenn ich denke, ich würde nie sehen wie mein Kind Fahrrad fahren lernt, nie den ersten Schultag und nie erleben, wie sich mein Kind das erste Mal verliebt...
Deswegen würde sehr gerne über Auslandsadoption nachdenken, aber mein Mann lehnt es komplett ab. Er ist vor Kurzem 40 geworden, wenn er jünger wäre würde ich denken, dass sich das noch ändern kann. Jetzt würde mich das sehr wundern, wenn er es sich doch anders überlegt.

Bei einem Therapeuten war ich noch nicht, würde aber gerne. Ich war schon mal wegen anderer Sachen für 2-3 Monate in Therapie und es hat mir gutgetan. Aber hier bin ich extrem vorsichtig und zwar aus dem selben Grund wie du Libby geschrieben hast: wenn der/die mir dann weißzumachen versucht, dass ich in meinem Inneren keinen Kinderwunsch hätte (ja, ich hasse haushalt und ja, ich finde spielen mit kleinen kindern langweilig und trotzdem will ich eines - ich meine, ein mann muss das alles nicht lieben und keiner macht es ihm streitig, dass er kinder will).
Meine Klinik arbeitet mit einem Therapeuten zusammen, ich habe seine Kontakdaten vor mir liegen. Ist ein Mann. Kann ich mit einem Mann darüber reden? Irgendwie traue ich mich nicht so recht. Aus welcher Region bist Du Libby? Vielleicht kommt mir ja was unter wenn ich wieder nach Therapeuten suche.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 05.07.16 22:11 von RoteBeete.




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