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  Noch jemand, der mit 39 fürs Geschwisterkind aufgegeben hat?
no avatar    Kurva
schrieb am 08.05.2016 15:15
Hallo zusammen,
ich schaue eben zum ersten Mal in dieses Forum herein, habe Eure Posts überflogen, der vorletzte hat mich direkt angesprochen (nicht genau gelesen, sorry, mir schwirrt gerade der Kopf zu sehr).

Ich lese im Kiwu-Forum (irgendwie ja auch berechtigterweise) immer nur "Bei wem hat es mit Ü 40 noch geklappt".
Mal umgekehrt, mich interessiert auch die Frage: "Wer hat mit Mitte 39 den Wunsch nach einem Geschwisterkind an den Nagel gehängt"?

Gerade bin ich, sind wir am Zweifeln, wie es weitergehen soll.
Ich bin 39,5, wir haben aus einer ersten IVF vor 2,5 Jahren einen kleinen munteren Sohn. Natürlich kam dann schnell der Wunsch nach einem Geschwisterkind. Mit 13 Monaten habe ich ihn - schweren Herzens und unter ziemlichem Protest - komplett für eine weitere IVF abgestillt, in der Hoffnung, das Stillen auch noch einmal erleben zu dürfen. Zwei IVFs später bin ich jetzt ziemlich ernüchtert, ob es noch einmal klappen wird bzw. ob wir es überhaupt noch einmal versuchen sollen. An sich ist angeblich immer alles Top, immer zw. 5-11 befruchtete EZ, immer was für Kryo übrig, AMH gut, aber auch nicht zu hoch. Mittlerweile merke ich, dass mich dieses ständige Warten, Hoffen, Bangen ziemlich fertigmacht. Deswegen würde mich mal interessieren, wie viele von euch denn irgendwann für sich beschlossen haben: "Gut, das war es jetzt", wann das war und ob es so etwas wie eine "Knackpunkt" gab, oder einen Auslöser.
Wir sind eh von jeher Selbstzahler gewesen, die magische 40 ist daher für uns keine finanzielle Grenze - und ich habe so ein bisschen Angst vor mir / uns selber, ob wir dann einfach den Punkt verpassen, mal realistischerweise aufzuhören.

So, das soll's jetzt erstmal von mir gewesen sein. Es tut mir wie gesagt leid, dass ich gar nicht auf Eure Postings eingegangen bin. Habe nur vorhin das negativ dieser Warteschleife kassiert und eigentlich ist mir gerade so richtig nach Erdloch oder Schneckenhaus zumute...

Trotzdem viele liebe Grüße und dankeschön für jede Antwort vorab!
Kurva


  Re: Noch jemand, der mit 39 fürs Geschwisterkind aufgegeben hat?
   mylove1
Status:
schrieb am 08.05.2016 22:13
Liebe Kurva,
ich kann dich sehr gut verstehen, denn ich befinde mich in einer ähnlichen Situation.
Ich bin allerdings bereits 41,5 Jahre alt und habe einen knapp 13 Monate alten Sohn. Ich wollte eigentlich längst abgestillt haben, aber das gestaltet sich als garnicht so einfach. Derzeit stille ich noch abends zum Einschlafen und bei Bedarf nachts.
Solange ich stille, werden wir keinen Geschwisterchenversuch durchführen. Theoretisch hatten wir vor, im Februar/März diesen Jahres zu starten. Der Kleine besteht jedoch auf sein abendliches stillen und ich möchte auch nicht unter Zwang abstillen. Tja, und so geht die Zeit ins Land und ich werde immer älter.
Wir sind auch von jeher Selbstzahler. Ich werde mir noch ein Jahr Zeit geben und nochmals maximal 3-4 Versuche innerhalb dieses Jahres durchführen. Unser Kleiner entstand damals im 4. Ivf Versuch.
Falls das nicht klappen sollte, ist dann für uns Schluss.
Wir sind über unseren Kleinen sehr dankbar und auch durch ihn voll ausgelastet. Wahrscheinlich wäre eine erneute Schwangerschaft zu diesem Zeitpunkt auch garnicht so einfach.
Eine Freundin von mir, war mit mir zusammen schwanger und bekommt jetzt ihr 2. Kind, ET ist im November. War komplett ungeplant, eher eine Art "Unfall". So kann es auch gehen.
Ich wünsche dir viel Erfolg.
Liebe Grüße, Mylove


  Re: Noch jemand, der mit 39 fürs Geschwisterkind aufgegeben hat?
   Cita79
schrieb am 09.05.2016 06:18
Liebe Kurva

Ich bin - wenn auch zwei Jahre jünger als Du - in der gleichen Situation wie Du. Nach 3 ICSI's (1. ICSI schenkte uns unsere Tochter, danach nur noch Negativs) bin ich auch an dem Punkt, wo ich mir sage, vielleicht ist es wirklich besser, aufzuhören und nur noch zu geniessen, was man hat. Hauptpunkt in meinem Fall ist aber auch die Tatsache, dass mein Mann genug hat von dem ganzen KiWU-Zirkus und so muss ich mich mit dem Gedanken abfinden, dass wir einfach eine ganz kleine - aber dennoch sehr glückliche - Familie bleiben. Und das ständige Bangen und Hoffen, die unzähligen Klinikbesuche (die sich nebst Kind ja auch nicht so ohne organisieren lassen) haben erheblich an meiner Substanz gezehrt. Manchmal wünsche ich mir, ich könnte das Thema mit wirklich gutem Gefühl ablegen und hinter mir lassen. Es würde mir so viel emotionalen Stress nehmen. Noch bin ich nicht so weit, auch wenn es keine weiteren Behandlungen mehr geben wird bei uns. Das Ganze tut noch weh und wühlt immer wieder auf - vor allem, wenn andere aus unserem Umfeld mir-nichts-Dir-nichts schwanger werden.

Ich habe mich vor ein paar Wochen sehr gut mit anderen Forumsteilnehmerinnen austauschen können, siehe Beiträge zum Thema " Kein 2. Kind? - Wünsche mir meine Lebensfreude zurück…" Vielleicht findest Du dort auch ein paar Zeilen, die auf Dich zutreffen und Dir zeigen, dass Du nicht die einzige bist, die diese schwierige Entscheidung zu treffen resp. diese schwierige Tatsache, dass es evtl. bei einem Einzelkind bleibt, zu akzeptieren hat hat. Mir hat es sehr gut getan zu merken, dass da draussen Frauen sind, die die genau gleichen Gedanken in sich tragen, wie ich.

Ich wünsche Dir jedenfalls viel Glück auf Deinem Weg, eine Entscheidung zu treffen. Auch wenn wir in der glücklichen Lage sind, ein Kind zu haben, das Thema tut einfach weiterhin sehr weh und erfordert einen Abschiedsprozess, der nicht von heute auf morgen vollzogen ist.

Alles Gute und beste Grüsse,

Cita79




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