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  Re: Kein 2. Kind? - Wünsche mir meine Lebensfreude zurück…
   Reisemaus
schrieb am 28.04.2016 23:19
Liebe Rosa,

den Schalter gibt es nicht, dass weißt Du ja selbst - es ist ein langer Prozess, der Kraft kostet.

Alles, was Du geschrieben hast, hört sich eher wie ein "Nein" für ein 2. Kind an - ich glaube auch nicht, dass ich mit 44 die Kraft gehabt hätte so oft nachts aufzustehen. Für mich war das schon mit 39 so, dass ich dachte ich durchlebe "Guantanamo", weil ich alle 2-3 Stunden und später dann oft alle 3-4 Stunden nachts auf den Beinen war und nur mit einem Fläschen Milch konnte die Kleine wieder einschlafen und dass ging 3 Jahre so. Wir haben Sie auch noch bis weit über das 3. Lebensalter bei uns im Schlafzimmer schlafen lassen, weil ich einfach nicht die Kraft gehabt habe, so oft nachts auch noch ins Kinderzimmer nebenan zu laufen. Mir hat es schon gereicht, die Fläschen im Halbschlaf fertig zumachen, ihr zu geben und zu warten bis sie diese ausgetrunken hat, damit ich wieder unter die Bettdecke kriechen könnte.
Ich frage mich, wie ich es durchgehalten habe und ich muss sagen, dass ich zwar insgesamt jetzt weniger Schlaf brauche als früher, aber dieses Durchschlafenkönnen gerade zwischen 2 und 4 Uhr nachts, wo man in der Regel eine Tiefschlafphase hat, einfach toll ist.
Jetzt steht sie am WE schon auf, macht ihre CD an oder bastelt und weckt und dann um 7 Uhr;-))

Bei mir kommt es so an, dass Dich eher dein Alter drängt, weil sich diese Entscheidung es nochmal zu versuchen nicht nach hinten verschieben lässt. Du führst viele gute Argumente an, die für Dich eigentlich für ein Einzelkind sprechen und Du scheinst auch mit einem Einzelkind gut leben zu können. Und wie Du schon geschrieben hast, Du hattest recht damit, dass dieses es hat doch beim 1. Mal so schnell geklappt, ein Teil des Problems und des Festhalten an der Kiwu war. Es war einfach nicht vorstellbar, dass es nicht nochmal geklappt hat, weil ich es für möglich und ebenso leicht wiederholbar betrachtet habe und nicht unter das war ein Lottotreffer verbucht hatte. Dieser Umstand macht den Abschied dann auch ungeheuerlich schwer.

Bei Dir war es von Anfang an ein steiniger Weg. Und wenn ich ganz ehrlich bin, wenn ich 45 wäre und mit EZP ein Kind nach so langem Kampf bekommen hätte, dann hätte ich rational kein 2. haben wollen und mich ganz diesem Glückstreffer gewidmet. Und man muss auch ganz ehrlich zu sich sein - 1 Kind und 4 Erwachsenenhände sind doch etwas anderes als 2 Kinder-emotional, organisatorisch und auch finanziell.
Brauchst Du das 2. Kind zum Glücklichsein ? Bei mir kommt es eher so an, als würdest Du die Frage mit "Nein" beantworten. Du hast Dir schon so viele Artikel durchgelesen, die Dir bestätigen sollen und wohl auch haben, dass Einzelkinder nicht unglücklicher sind als welche mit Geschwistern und Du führst auch persönliche Argumente wie Streitigkeiten, Kontaktverlust über einen längeren Zeitraum aus persönlichen Erfahrungen an - also auch wieder Argumente, warum bei Geschwistern nicht alles eitler Sonnenschein ist.

Auch ich und meine Schwester sind so unterschiedlich - sowohl vom Aussehen als auch von unserem Charakter und ich sage immer - würde ich einer Frau vom Typ her wie meine Schwester auf einer Party treffen - ich käme nicht ins Gespräch mit ihr. Erst seit sie selbst eine Tochter hat, stehen wir uns wieder etwas näher. Vorher war sie die einzige Tante mütterlicherseits für meine Tochter und sie hat mit ihr nichts anfangen können und sich nicht viel für sie interessiert. Das war auch verletzend gewesen.

Dein Kopf hat Dir schon viele Argumente für dein Einzelkind gegeben und wenn die Zeit nicht so drängen würde, dann wäre das auch kein so großes Thema für Dich. Vielleicht hilft es Dir ja auch, wenn Du dir das Recht eingestehst, auch kurz bevor Du nach Prag gehst, Dir ein "Nein" für einen 2. Versuch, zugestehst. Wenn Du einfach merkst, dass dein Bauch bei dieser Frage auch rebelliert, dann ist es doch in Ordnung, dass Du ein Einzelkind hast.

Ich sage mir auch - bei allem Jugendwahn in der Gesellschaft den wir haben und sicherlich halten uns unsere Kinder fit, weil wir halt noch mit Ihnen Fangen spielen und Verstecken als wären wir 25-jährige Hühner, wir sind wirklich nicht mehr die Jüngsten
Mir wurde das so richtig bewusst als ich im letzten Jahr auf eine Gleitsichtbrille umsteigen musste und ich innerhalb eines halben Jahres meherer Blusen weggeben musste, die ich mir doch vor Kurzrm gekauft hatte, weil ich plötzlich runder/dicker trotz gleichen Gewichts auf der Waage geworden war. Übrigens habe ich heute gelesen, dass das damit zusammenhängt, dass man irgendein Enzym oder so ähnlich, weniger produziert das für den Körperfettabbau zuständig ist, und das wiederum hängt mit dem Östrogenhaushalt zusammen, der sich eben bei über 40 jährigen ändert.

Wenn unsere Kinder 20 sind, bin wir um die 60 - o.k. ich werde vielleicht nicht wie eine 60jährige Wirken, weil ich ja heute auch nicht wie eine 47 Jährige wirke, aber man darf nicht vergessen, dass der Körper seinen eigenen Weg geht, ob man das will oder nicht.
Dass wir Übrigen alte Eltern sind, bekommen die Kinder spätestens mit, wenn sie in der Schule sind - das hat unsere Tochter auch veranlasst nachzufragen, warum wir denn nicht so jung sind, wie die Eltern der meisten Klassenkameraden und mein Mann wird übrigens für ihren Opa gehalten (was optisch auch zutrifft, aber das hängt auch viel mit seiner Erkrankung zusammen).

Ich schreibe Dir das alles, weil ich dein Gefühlschaos gut verstehen kann, andererseits scheint mir als Aussenstehende nach allem, was Du schreibst, deine Antwort rational eigentlich schon festzustehen. Dein persönliches Glück hast Du eigentlich schon gefunden - nur dein Alter und die Unaufschiebbarkeit bringen Dich ins Wanken, aber auch, dass Du jetzt noch eine Entscheidung treffen kannst, später aber Dir die Entscheidung einfach abgenommen wird. Ich glaube, dass ihr auch zu dritt ganz glücklich sein könnt.

Horch einfach nochmal in Dich hinein und wenn dein Herz dafür spricht es nochmal zu versuchen, damit Du dann einen Abschluss finden kannst, ist das auch fein. Ansonsten hole Dir ein kleines Buch und schreibe die schönen Erlebnisse mit deiner Tochter hinein und sei versichert, dass der Schmerz, so groß er jetzt auch sein mag, irgendwann nachlässt - nur den Hebel zum Umschalten gibt es nicht.

Deine Reisemaus


  Re: Kein 2. Kind? - Wünsche mir meine Lebensfreude zurück…
   Cita79
schrieb am 29.04.2016 21:11
Liebe Reisemaus, liebe Rosa

Ich greife doch nochmals in die Tastatur, denn was ihr schreibt, ist genau das, was auch ich durchleben - ich weiss, das habe ich schon das letzte Mal geschrieben, aber es ist einfach so und es tut wirklich einfach gut, zu wissen, dass man nicht alleine ist mit diesen Gefühlen Wut, Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung, Unsicherheit...

Ja, diese Frage nach dem Warum...habe ich mir gerade heute wieder gestellt. Ich wäre so was von bereit! Mein Körper, meine Nerven, unsere Haus, einfach alles! Aber es soll einfach nicht sein. Dafür - einmal mehr - wieder rundum bei allen andern :o( Aber es gibt wohl keinen anderen Weg, als einfach zu akzeptieren, dass es mir nicht noch einmal vergönnt ist. Anders als ihr mache ich mich jedoch weniger Gedanken, ob unsere Kleine ein Problem damit haben wird, kein Geschwisterchen zu haben. Natürlich rechne ich damit, dass sie auch mal fragen wird, wieso sie kein Geschwister hat - und ich habe mich entschieden, dann ganz ehrlich zu ihr zu sein. Dass ich ihr von Herzen gern ein Geschwisterchen geschenkt hätte. Und dass ich alles versuchte habe (wenn wir die EMS mal aussen vor lassen). Aber das es uns einfach nicht gelungen ist. Es gibt da dieses Buch von Brigitte Blöchlinger "Lob des Einzelkindes". Und es ist wirklich ein Lob, ein schon übertriebener Lobgesang auf das Einzelkind und sollte sicherlich auch etwas mit Vorsicht gelesen werden. Die Kernaussage aber finde ich sehr zutreffend und ich bin überzeugt, dass sie stimmt: Nicht die Geschwister sind es, die ein Kind prägen, sondern seine Beziehung zu den Eltern. Diese muss stabil sein, diese muss dem Kind Unsicherheiten nehmen und Nestwärme geben können. Nicht die Geschwister. Klar ist es schön, solche zu haben, aber ich glaube, man darf ihre Bedeutung nicht überbewerten. Selbst streiten kann man ausser Hause lernen, Teilen soweiso. Wie Rosa schrieb: Als Kind kann man sich als Geschwister sehr nahe sein und als Erwachsene überhaupt nicht - genau so ergeht es mir mit meinen zwei Brüdern. Ich weiss, ich wäre auch als Einzelkind glücklich gewesen, denn es waren meine Eltern, die mir meine glückliche Kindheit und viel Liebe gegeben haben. Zudem sind die heutigen Schulkinder sozial viel aktiver als noch vor ca. 30-50 Jahren. Heute haben alle ihre Hobbies, ihre Vereine, sie treffen Freunde ausser Haus und haben viel sozialen Kontakt. Wenn es uns also gelingt, unsere Maus zu einem sozialen Menschen heranzuziehen, wird sie nicht allein sein. Sie wird Freunde haben und sich auf diese stützen können. Und auch das Alter macht mir keine Angst. Heute lässt sich alles im Voraus rechtlich regeln. Ich habe jetzt schon niedergeschrieben, wie ich was einmal haben möchte, wohin welches Vermögen gehen soll. Unsere Tochter wird sich noch um genügend anderes kümmern müssen in diesem Moment, da möchte ich ihr abnehmen, was jetzt schon entschieden werden kann.

Nein, der Wunsch, nochmals ein Kind zu haben, hat einen ganz anderen Nährboden: Ich möchte nochmals Mutter werden, ich möchte nochmals spüren, wie Leben in mir wächst. Ich wünschte mir sehnlichst, ich könnte nochmals mein eigenes kleines Baby bekommen, Tag und Nacht für es da sein und es mit Liebe umgeben. Ich will, ich will, ich will!

Und da sind wir beim nächsten und euch offensichtlich auch bekannten Thema, der Mann. Natürlich hätte ich noch genügend Zeit, aber eben, wenn er nicht will...Du hast mir aus dem Herzen gesprochen, Reisemaus, denn auch ich ging stets alleine zu den Untersuchen, Transfers (nicht Punktionen, da Frischsperma), aber bis auf das Erstgespräch und die Punktionen habe ich alle Termine immer alleine bewältigt. Nur schon wenn ich wieder daran denke, kommt mir der Frust, die Wut und einfach die Galle hoch!!! Die Männer haben es da einfach, die blenden das wohl einfach aus, haben nicht die leiseste Ahnung wie es ist, mit Eierstöcken so gross wie kleine Blumenkohle herumzulaufen, sich täglich eine Ladung Hormone zu geben etc. Ansonsten würden sie einen doch mehr unterstützen? Ich töne wie eine wirklich frustrierte Frau, wenn ich an diese Behandlungen denke...was ich eigentlich nicht bin, denn wie schon geschrieben, hätten wir dieses Problem nicht, wäre alles sensationell in Butter. Aber diese Sache geht bei mir tief unter die Haut...

Noch was zu Reisemaus: Ich führe auch ein Buch mit schönen kleinen Momenten, die ich mit unserer Maus erlebe. Mal ist es auch einfach nur eine kleine Anekdote, eine Zeichnung, ein Foto, mal ein ausführlicher Beitrag...Ich will nie, nie vergessen, wie es war, als sie klein war. Und ich führe auch zwei Fotoalben. Eines für mich und eins für sie, das sie dann mal mitnehmen darf, wenn sie möchte. Videos hätte ich auch, aber da herrscht leider Chaos mangels technischem Geschick...

Und zu Rosa: Ich kenne Deine Unsicherheit, ob Du es nochmals wagen sollst oder nicht....Ich habe 1,5 Jahre gebraucht, um mich für die letzte ICSI zu entscheiden. Einerseits hoffte ich irgendwie, ich fände vorher den Abschluss und müsste die Prozedur nicht nochmals durchmachen, andererseits fragte ich mich aber auch ständig, ob mir ein dritter Versuch nicht etwa doch noch zu einem Kind verhelfen würde....Ich habe mich fast wahnsinnig gemacht, habe ständig hin&her geschwankt zwischen "ja, ich mach's" und "nein, muss nicht mehr sein". Irgendwann fand ich das ewige Treten an Ort so lästig, dass ich mir sagte, ich mache es jetzt einfach nochmals, damit ich wenigstens sagen kann, ich hätte es probiert. Und so ist es nun, ich habe es gemacht, bin viel Geld ärmer und einige Negativs reicher, aber ich habe es gemacht. Ich muss mich nicht mehr fragen, ob ich es nicht doch nochmals hätte machen sollen. Ich habe es gemacht und das Resultat ist - noch immer, aber immerhin! - dass ich ein wunderbares Kind habe. Dieses will ich jetzt einfach nur noch geniessen, nicht mehr in Kliniken fahren müssen, nicht mehr meinen Mann überzeugen müssen. Das Geld, das uns noch weitere Behandlungen ermöglichen könnte, geht jetzt aufs Konto unserer Tochter. Damit will ich Dir, Rosa, Mut machen, es durchzuziehen, wenn Du nun schon so weit bist. "Egal", wie es rauskommt (natürlich ist es nicht egal, aber ich meine hier eigentlich was anderes..), Du hast es dann probiert. Musst Dich nicht mehr hintersinnen. Mir hat dieser letzte Versuch eindeutig geholfen, ein bisschen mehr Frieden mit diesem Thema zu schliessen.

Irgendwie dachte ich einfach immer, hätte es nochmals eingeschlagen, wären wir rehabilitiert gewesen. Dann hätten wir diese doch schwierige Zeit des Kinderwunsches zwar nicht ohne seelischen Schaden, aber doch ohne das Gefühl der Unvollkommenheit überwunden. Aber was heisst schon Unvollkommenheit...unsere Maus macht uns ja bereits vollkommen! Nie, nie möchte ich ihr das Gefühl geben, sie hätte nicht genügt. Aber neben ihr hätte es halt einfach noch Platz gehabt: In unserem Leben, unserem Haus, unseren Herzen. Aber dieser Platz wird nun immer frei bleiben und es gilt, den Fokus anders zu richten und den Schmerz zu akzeptieren.

Und so gebe ich euch einmal mehr recht: Geniessen wir unsere Kinder, geben wir Ihnen das Beste, das wir in uns haben und schauen wir auf das im Leben, was wir haben. Mir scheint, wir leben alle drei in guten wirtschaftlichen Verhältnissen, haben gesunde und wunderbare Kinder und ein gutes Umfeld. Das ist schon so viel mehr als andere Leute je haben dürfen. Und da fällt mir noch ein, was Du geschrieben hast, Rosa: Dass Du gebetet hast, damit Du nur einmal auch ein Baby bekommen dürftest, nur einmal auch Du dran sein dürftest...Da wird mir bewusst, wie viel schwerer es ist, gar kein eigenes Kind zu haben. Denn auch wenn es weh tut, wenn jemand wieder freudig ihre Schwangerschaft verkündet...ich vergesse nie, dass ich auch mal sagen durfte "ich bin schwanger!", dass ich dieses Wunder auch erleben durfte und heute mitreden kann mit den andern. Du hast also noch viel mehr durchmachen müssen als ich und ich ziehe den Hut vor Dir und jeder anderen Frau, die so lange auf ein Kind warten und immer wieder von Neuem den Schmerz der Enttäuschung erleben muss/musste.

Danke für euren Austausch, er tut/tat so gut und kam genau im richtigen Moment.

Liebe Grüsse,

eure Cita


  Re: Kein 2. Kind? - Wünsche mir meine Lebensfreude zurück…
   curly37
Status:
schrieb am 15.05.2016 18:19
Hallo ich versteh euch so gut und bin erst ganz am Beginn meiner Trauer Phase . Ich habe mittels ivf 1 versuch 1 blastozyste eine Sohn im Feb 2014 bekommen . Da mein Problem die Eileiter durch gängigkeit War, waren wir überzeugt das es bald wieder klappen wird. Als er 14 Monate War begannen wir mit den kryos . Nichts. Dann ein 2. Kryo versuch nichts. Wir beschlossen uns zu eine. Vollversuch leider auch nichts. Da wir bereits mehr gemacht hatten als geplant . Beschlossen wir noch einen letzten kryo versuch mit 2 Stück . Eines vom versuch 2013 und eines von dem Vollversuch im Jänner. . Ich nahm Cortison und t Ass. Und wirklich hcg War am 11.4.16 positiv ich War so glücklich. Leider endete es in einer Eileiter ss. Da du Kasse nicht mehr zahlt und wir eben entschieden das nichts mehr gemacht wird belastet es mich sehr . Mein mann hat 2 da er eine ältere Tochter hat und hätte nur für mich noch eines bekommen . Dementsprechend ist er nicht so unglücklich drüber. Ihm belastet es nur mich so traurig zi sehen. Ich hab immer diese Gedanken dass ich nie wieder ein kind im Bauch spüren werde nie wieder stillen werde und so . Um mich Alles schwanger oder haben alle 2 Kinder . Ich will gar nicht mehr am Spiel Platz oder egal wohin überall mehr Kinder mama s. Dazu kann ich die zeit mit meinen 2 jährigen nicht genießen weil ich mit mir beschäftigt bin dann denk ich wieder ich erlebe es nur einmal und sollte es genießen . Wirklich mühsam. Alle sagen na du hast ein gesundes und so . Aber ich sag immer der Wunsch ist wie beim ersten mal . Ich überlege schon wegen einem psy Gespräch vielleicht kann mir da jemand helfen das zu verarbeiten . Schokiert bin ich wie lange das scheinbar dauern kann wenn ich eure Geschichte so lese. Danke für s aufschreiben dürfen.


  Re: Kein 2. Kind? - Wünsche mir meine Lebensfreude zurück…
   Glueck2105
Status:
schrieb am 28.05.2016 04:34
Hallo ihr Lieben

Ich muss mich tränenüberfüllt bei euch einreihen. Eure Worte könnten ALLE genau so von mir sein. Unser Kinderwunsch dauert nun beinahe 13 Jahre. Auch mein erstes Kind war und ist ein absolutes Wunschkind. Er entstand 2011 bei der zweiten IVF nach ei er negativen IVF und einer negativen Kryo. Davor war ich 2009 spontan schwanger...Hatte aber eine FG. Als er dann 2012 endlich auf die Welt kam waren wir echt überglücklich. Aber dieses Glück hielt leider nicht lange an. Schon nach einem Jahr kam der Kinderwunsch wieder in mir hoch. Wir wollten das Glück nochmal herausfordern. Ich hatte ja noch 2x3 Kryos und wollte diese abholen. Negativ. Nun ja...Also folgten 6 (!!!) weitere Frischversuche. Gerade gestern musste ich das Negativ kassieren.
Ich kann so langsam nicht mehr!!! Ich bin im Dauertrauermodus und komm nicht raus. Kann es nicht abstellen. Ich habe einen wunderschönen Sohn...Einen wunderbaren Mann...Einen tollen Beruf...tolles Haus ...Freundeskreis...Familie...Aber ich kann einfach nicht glücklich sein. Die Sehnsucht nach einem zweiten Kind ist so groß, dass es alles andere ausradiert...In den Schatten stellt. Oft habe ich das Gefühl, dass ich die tolle Zeit mit meinem Sohn absolut nicht genießen kann...Ich warte ja immer auf jemand anderen.
Hinzu kommt, dass sich mein Sohn sehnlichst ein Geschwisterchen wünscht. Es kommt beinahe täglich die Frage, wann er auch einen Bruder oder ein e Schwester bekommt. Es zerreißt mich innerlich...Wenn genau die Frage kommt, wenn wir gerade mal wieder ein Negativ kassieren mussten. Im KIGA hat er neulich sooo traurig geschaut, als alle einem neuen großen Bruder gratuliert haben. Daheim hat er mich dann gefragt, warum er kein großer Bruder sein darf.
Ich kann es einfach nicht ändern...Ich kann den Wunsch (noch) nicht ablegen...Ich kann es nicht. Und das nervt. Ich will glücklich sein...Will mit meinem Sohn ins Freibad gehen können ohne dass ich ständig auf Kinderwagen gucke....
Aber anders als bei manchen von euch merke ich, dass bei uns jemand fehlt. Wir sitzen auch an einem großen Tisch, aber ich fühle, hier fehlt noch jemand. Hier sollte noch jemand sitzen. Eben , wenn mein Sohn wieder mal alleine mit seinen vielen vielen Spielsachen spielen muss, sehe ich, dass er einsam ist. Hier eigentlich noch jemand sein sollte. Meine Familie wartet sehnlichst darauf, dass ich nun endlich verkünde, dass nochmal Nachwuchs kommt. Es zerreißt mich.
Ich tröste mich damit, dass es auch noch vereinzelte Einzelkind im Kiga gibt...Aber das hilft eig nicht. Einige davon haben Halbgeschwister oder eben viele Cousins oder Cousinen...Das hat mein Sohn auch nicht.
Ich habe eine 10 Jahre jüngere Schwester...Sie war ein absolutes Wunschkind meiner Eltern. Nach mir hat es einfach nicht mehr geklappt. Und auch ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie weh es jedesmal tat, wenn alle im Kiga und in der Schule Geschwister bekamen...Nur ich nicht. Ich habe manchmal nachts dafür gebetet. Ich will das meinem Sohn ersparen. Aber...Es geht nicht.
Ich bin 35..Werde im September 36...Habe aber das Gefühl, dass ich eig keine Zeit mehr habe. Mein AMH Wert ist schlecht und ich merke, dass jeder Versuch immer schlechter wird. Immer weniger Ausbeuten, schlechtere Qualität...Warum soll es dann beim 7. ...8. ...Versuch klappen?
Aber gestern haben mein Mann und ich uns entschieden, einen weiteren Versuch zu starten. Er soll nach dem Sommer sein, so dass ich wenigstens die Ferien mit meinem Sohn genießen kann und nicht wieder mitten in einem Versuch steck, wenn eigentlich Graf Badesaison im Freibad oder Urlaubsreisen stattfinden sollten...

Wer weiß, vielleicht darf ich nochmal so ein Wunder erleben...Wenn nicht, weiß ich momentan nicht, wie ich damit leben kann....

Ich danke euch ...Dass ihr mir zugehört habt.


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  Re: Kein 2. Kind? - Wünsche mir meine Lebensfreude zurück…
   curly37
Status:
schrieb am 16.08.2016 22:16
Hallo bin nicht oft hier aber vielleicht tröstet es dich das es mehreren so geht. Aber wie du sagst es macht eine sehr traurig. Hier haben gerade viele das 2. Kind bekommen und mir geht es schlecht überhaupt wenn es Mädchen sind. Ich weiß das ist blöd aber ich wollte immer gern ein Mädchen und am liebsten großer Bruder kleine Schwester. Man weiß natürlich nickt was es wird aber so hätte ich wenigstens die Chance gehabt jetzt ein Mädchen zu bekommen . . Ja es ist schwer und andere Kinder lose oder mehr Kind Eltern verstehen uns nickte. So viele versuche sind halt auch wahnsinn für den Körper und auch für die geld Tasche . Aber wenn ihr euch einig seid dann los ich glaube auch Ich würde weiter machen wenn nicht mein freund der Bremser wäre denn Vernunft ist in dem Fall leider nicht im vorder Grund. Alles liebe und schreib gern wieder. LG Curly




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