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  Re: Wo ist der Knopf zum Aufhören?
   Heroine
schrieb am 10.02.2016 08:58
Hallo Behappy,

es ist recht unwahrscheinlich, dass Du das noch liest. Immerhin hat sich der User jetzt schon aus dem Forum verabschiedet. Während Du hier gepostet hast, war ist in meinem dritten und wie es sich nun herausstellte erfolglosen Versuch für ein ersehntes erstes Kind.

Der einzige Weg zur Glückseligkeit ist über das Erkennen der Faszination jeden einzelnen Moments, über das Leben im Jetzt und mit allem wie es ist. Und ich glaube, dass das Beobachten eigener Gedankengänge auch eine Menge Unfug aufdecken kann und man durch Meditation alte Denkmuster verlassen kann.

Ich persönlich glaube, dass wenn sich jemand nach einem dritten Kind sehnt - sei es das Schwangersein, das Babyhaben, die Aufmerksamkeit die man als Mutter mit Baby bekommt etc. das Festhalten und sich hineinsteigern in ein Bedürfnis ist, das im Extremen auch zu psychischen Störungen führen kann. Wenn Du selbst ergründest, warum Du dieses drittes Kind so sehr möchtest und welche Gründe ganz tief in dir wiederum hinter diesem warum stehen können, dann wird dir das helfen, die Abwegigkeit dieser Gedankengänge zu erkennen.

Wir leben in einer Welt, in der es uns an so wenig fehlt und wir uns fast alles besorgen können, was wir haben wollen. Umso geringer ist unsere Akzeptanz, einiges auch nicht erhalten zu können.

Ich hoffe sehr, dass Deine Unzufriedenheit nicht zu stark auf Deinen Mann und Deine Kinder (das unkomplette Trio) ausstrahlt. Sie können nichts dafür. Und sehr leicht in einem familiären System kannst Du Dein Leid zu deren Leid machen.

Liebe Grüße, H


  Re: Wo ist der Knopf zum Aufhören?
   baldur2006
schrieb am 10.02.2016 16:27
...toll geschrieben...kann ich zu 100% unterschreiben!!!!

Lg Baldur.


  Re: Wo ist der Knopf zum Aufhören?
   Gästin
schrieb am 11.02.2016 14:13
Hallo nochmal,

was aus meiner Sicht den Kinderwunsch (erster und folgender) unterscheidet, ist eben die Erfahrung.

Beim ersten hat man Vorstellungen, Sehnsüchte und Ideen, die durchaus schmerzhaft sind und absolut berechtigt.

Beim Folgewunsch hat man ja schon eine wunderbare Erfahrung gemacht. Bei mir gehörte dazu leider auch eine Beinah-Fehlgeburt, eine Unterversorgung und andere Sorgen.
Trotzdem war und ist dieses Kind wundervoll und genau deswegen, weil ich jetzt nicht nur eine Vorstellung habe (dass die Belastung nachts größer ist als erwartet und das Glück größer als geglaubt). Deswegen ist der immerschon bestehende Wunsch nach KinderN noch größer geworden als er es zu Beginn war.

Diese seelischen Leiden sollte man nicht gegeneinander ausspielen. Es geht um Trauerbewältigung und auch um irrationale Dinge. Ich bemühe mich in Kinderwunschforen immer darum, mich zurückzuhalten, mein Kind nicht als erstes zu nennen. Was uns verbindet ist der Kinderwunsch und jetzt eben die Trauer um das Kind, das wir nicht bekommen durften.

Also seid doch bitte entweder höflich zueinander oder antwortet nicht. Trauer in der KiWu um ein Folgekind ist tatsächlich ein Tabuthema, auch in den Praxen.


  Re: Wo ist der Knopf zum Aufhören?
   Heroine
schrieb am 16.02.2016 15:00
Gästin, ich bin völlig bei Dir, dass sich hier einige mächtig im Ton vergriffen haben.

Ich wollte mit meinem Post betonen, dass jede von uns ihre eigenen Dämonen hat, die sie verfolgen und ich wollte Wege aufzeigen, wie man denen auf die Spur kommen kann.

Mit Pech muss ich mich mit meiner völligen Kinderlosigkeit genauso abfinden wie Du mit der Geschwisterlosigkeit für Dein Kind.


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  Re: Wo ist der Knopf zum Aufhören?
   Gästin
schrieb am 18.02.2016 15:08
Hallo Heroine!

Ich meinte auch weniger Deinen Post.

Mein Mann hat mich damals auch immer wieder gefragt, WARUM ich unbedingt ein Kind möchte, warum mir eine Paarbeziehung nicht "reicht"?

Und auch jetzt stellen sich diese Fragen wieder, etwas abgeändert.

Und auch in einem weiteren Punkt hast Du Recht: es darf sich nicht zu einer psychischen Belastung/Störung entwickeln, die auf die ganze Familie ausstrahlt.

Trotzdem - und das ist auch im echten Leben meine Devise - muss man mit Respekt miteinender sprechen.
Ich verstehe die Trauer, Wut und Verzweiflung, wenn es so gar nicht geht. Das kenne ich alles über Jahre hinweg. Da bin ich voller Mitgefühl. Wenn bei mir die Wut auf die ganze Welt im Vordergrund stand, habe ich keine Kommentare geschrieben und "Geschwisterkind"-Posts nicht gelesen.

Ich bitte darum zu respektieren, dass die Gefühle bei einem Geschwisterkind mindestens die gleichen sind. Da steht man am Kinderbett und heult, weil da ein Kind fehlt, weil wieder ein Versuch negativ war....meine Cousine bekommt grade ihr 2.; eine gute Bekannte auch.


Also ihr Lieben,

lasst uns gemeinsam um unser nicht-bekommenes Baby trauern und uns nicht zerfleischen und kategorisieren (wer jetzt mehr leiden darf oder weniger).




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