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  Strategie gesucht
   xephia
schrieb am 10.02.2010 22:41
Hallo,

habe jetzt einige Beiträge durchstöbert aber keine konreten Vorschläge gefunden.

Ich möchte nicht mehr unglücklich suchend sein, sondern mit meinem Leben zufrieden.
Ohne Partner zu bleiben kann ich mir noch ganz gut vorstellen, aber der Wunsch nach einem zweiten Kind macht es echt schwierig.

Wer kann mir konkrete Strategien nennen, wie man das schaffen kann.
Mit welchen positiven Gedanken kann man die negativen ersetzen?
Vielleicht muss man nach Dingen suchen auf die man sich freuen kann?

Ich freue mich darauf mit meinem Sohn die Welt noch einmal neu zu entdecken.
Es ist doch gut für meinen Sohn, dass er nicht die Eifersucht auf Geschwister erleben muss.

Wer weiß noch ein paar positive Gedanken?

Was soll ich mit der Angst machen, dass meinem Sohn etwas passieren könnte?

Wer hat ein paar Tips und Denkanstöße?

schon mal vielen Dank,
Xephia


  Re: Strategie gesucht
   xephia
schrieb am 11.02.2010 22:42
??

seid ihr alle so planlos? *fragend schau*


  Re: Strategie gesucht
   Juley
schrieb am 12.02.2010 16:06
Hallo Xephia,

vielleicht könnte ich Dir da etwas helfen und bin weniger "planlos", denn viele Mädels hier haben gar kein Kind und Du/wir haben doch ein Kind. Vielleicht kommen deswegen keine Antworten, was ich ehrlich gesagt verstehen kann. Ich kann Dich aber auch gut verstehen, da ich mir auch sehr ein 2. Kind wünsche, mein Mann partout aber keins will (er hat schon 2 aus einer vorhergehenden Beziehung). Da ich schon 39 bin, bleibt da auch nicht mehr viel Zeit zum Diskutieren oder ihn-Überzeugen, somit habe ich seine Entscheidung nun akzeptiert, es fällt dennoch schwer. Halte Dir immer wieder vor Augen, dass du doch ein Kind hast und nicht KINDERLOS bist, das ist ein Unterschied. Findest du es wirklich weniger schlimm, auf Dauer ohne Partner zu sein als auf Dauer "nur" ein Kind zu haben?? Das kann ich kaum verstehen. Zu Kindern gehört doch auch immer ein Vater bzw. das Kinderbekommen an sich basiert- oder sollte es zumindest- doch immer auf einer Beziehung. Vielleicht hilft dir auch der Hinweis, dass viele Studien ergeben haben, dass Einzelkinder keineswegs "verwöhnter" sind und später schlechter teilen können. Einzelkinder erben mehr. Einzelkinder bekommen zum Teil mehr Aufmerksamkeit, Einzelkinder können sich gut allein beschäftigen,....Die Angst, dass dem Kind etwas zustößt und man dann kein Kind mehr hat, habe ich auch....und sage mir immer, dass die Wahrscheinlichkeit doch gering ist und der Schmerz genauso groß ist, wenn man eins von mehreren verliert. Konzentrier Dich auf dein Kind und genieße das Zusammensein mit ihm. Konzentrier dich auf deine EIGENEN Bedürfnisse/Interessen, denn mit einem Kind hat man tatsächlich viel mehr Zeit für sich - auch ein Pluspunkt!

LG Juley


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 12.02.10 16:08 von Juley.


  Re: Strategie gesucht
   xephia
schrieb am 12.02.2010 17:30
Mir ist klar, dass es andere gibt die gar kein Kind haben, was sicher noch 1000 mal schwieriger ist und ich kann auch verstehen, dass die wenig Verständnis haben. Aber ich dachte deswegen gibt es hier eben 2 Foren.

Ich spreche hiermit in erster Linie Mütter/Väter an, die sich auch ein zweites oder weiteres Kind wünschen. Die anderen können natürlich auch gern antworten.
Ich möchte hier auch nicht rumjammern, sondern versuche eben nach vorn zu schauen und die positiven Aspekte zu sammeln. :)

Hallo Juley,

danke für die Antwort. :)
Einige Deiner Punkte sind sehr gut.
Ich fasse die mal zusammen:

Einzelkinder erben mehr.
Einzelkinder bekommen zum Teil mehr Aufmerksamkeit,
die Wahrscheinlichkeit dass man sein Kind verliert sind gering, je mehr Kinder man hat ist die Wahrscheinlichkeit eins zu verlieren höher.
und der Schmerz genauso groß , wenn man eins von mehreren verliert.

Danke :)

Einzelkinder keineswegs "verwöhnter" sind und später schlechter teilen können.
Einzelkinder können sich gut allein beschäftigen,

Da mein Sohn derzeit 8 Stunden täglich in der Kita zubringt (muss ja unseren Lebensunterhalt allein verdienen :( ...) ist er im Grunde kein richtiges Einzelkind in diesem Sinne. In seine Gruppe sind 16 Kinder, da hat er Sozialverhalten sehr früh gelernt.

mit einem Kind hat man tatsächlich viel mehr Zeit für sich (Zeit für mich bleibt leider kaum, da ich leider so viel arbeiten muss, aber ich kann einem Kind aufgurnd meiner Situation sicher besser gerecht werden als mehreren )

Zitat

Findest du es wirklich weniger schlimm, auf Dauer ohne Partner zu sein als auf Dauer "nur" ein Kind zu haben?? Das kann ich kaum verstehen. Zu Kindern gehört doch auch immer ein Vater bzw. das Kinderbekommen an sich basiert- oder sollte es zumindest- doch immer auf einer Beziehung.
[\quote]

Leider hat der Vater meines Sohnes mich nach 5 Jahren Beziehung, beidseitigem Kinderwunsch und Heiratsantrag verlassen als ich schwanger war, wegen einer anderen. :(
Inzwischen bin ich drüber weg, aber ich finde einfach keinen neuen Partner. Ich verliebe mich einfach nicht und ich habe das Gefühl, dass ich mit Suchen nicht weiter komme.
Daher habe ich auch für mich beschlossen zu lernen mit meiner Situation zufrieden zu sein.
Und wenn ich mich mal so umschaue merke ich wie dankbar ich eigentlich sein kann.

Ich habe einen wundervollen Sohn, komme sehr gut auch ohne Mann klar, bin gesund, einen Job (zumindest bis Sommer)
und genieße die wenige Zeit die ich mit meinem Sohn habe.
Ich muss mich nicht über einen Partner ärgern, der mich nicht genug unterstützt, kann alles allein entscheiden und habe jedes zweite WE frei.



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  Re: Strategie gesucht
   Goldlöckchen
schrieb am 13.02.2010 00:40
Meine persönliche Liste, bitte schön :-) Meine hängt auf einem schönen Blatt Papier ausgedruckt an meiner Pinnwand.


Ein Kind macht weniger Arbeit.

Es kostet weniger. Man hat selbst mehr Geld zu Verfügung und kann auch dem Kind mehr bieten.

Ein Kind kann man leichter mal unterbringen wenn man ausgehen möchte.

Mit einem Einzelkind braucht man nicht unbedingt ein zusätzliches Hotelzimmer, wenn man in den Urlaub fährt.

Man kommt leichter wieder in den Job.

Einzelkinder haben immer ganz tolle Eltern ;-)

Man hat mehr Zeit, auf die Wünsche und Bedürfnisse des Kindes einzugehen, kann es mehr fördern, weil man einfach mehr Zeit hat, es zu diversen Kursen/Sportarten etc. zu bringen oder auch dabei zu bleiben.

Man macht viele Dinge nur einmal durch: durchwachte Nächte, Babyjahre, Zahnen, Kinderkrankheiten, diverse "Schübe", Entwicklungen.

Es geht ruhiger zu, denn der ständige Streit unter Geschwistern entfällt.

Man kann alle seine Liebe auf ein Kind konzentrieren.

Man hat mehr Zeit für den Partner.

Man kann viel schönere Autos fahren, denn ein Kind kriegt man in fast jedes Auto noch rein.

Man muss das Zweite nicht dauernd wecken, weil das Erste wohin muss.

Man kann mit dem größeren Kind ins Kino, Kasperltheater, Schwimmkurs, turnen usw. ohne das das 2. stört.

Man kann mehr schlafen, weil man nicht durch das 2. dauernd geweckt wird und morgens trotzdem früh raus muss.

Man hat ein Zimmer frei für eigenen, privaten Raum.

Man kann das 1. Kind genießen (z.B. fertig vorlesen) statt dauernd aufzuspringen.

Man kann in Ruhe essen statt zwei verschiedene Essen zu machen, eins zu füttern, dem anderen zu helfen und selber nicht zu essen.

Der Bauch ist nicht so ausgeleiert!

Die Krankheiten dauern nur 1x so lange.

Wer kann sagen ob das zweite Kind genauso süß, pflegeleicht, und vor allen Dingen gesund ist? Es könnte schlimm krank zur Welt kommen. Oder gar nicht. Früh- und Fehlgeburt wäre möglich.


  Re: Strategie gesucht
   xephia
schrieb am 14.02.2010 12:19
Danke für die Liste :)

Da sind eine Menge Punkte die ich für mich übernehmen kann.

Außer das mit dem Partner ... aber das kann ich ja vielleicht auf Freunde ummünzen.

Ein freies Zimmer habe ich zwar nicht, aber dafür muss ich auch nicht umziehen. Da ich direkt neben der Grundschule wohne in die mein Sohn später kommt ist das ja perfekt.

noch ein Punkt fällt mir ein:

Ich hätte nicht zwei Kinder von unterschiedlichen Vätern.

Ich habe weiterhin jedes zweite WE Kinderfrei.

Da ich selber zwei Geschwister hatte, weiß ich wie ätzend diese ewige Eifersucht unter den Geschwistern ist, was meinem Sohn so erspart bleibt.

Auch mit einem Sohn kann man vielleicht ja Oma werden.


  Re: Strategie gesucht
   karottensaft
schrieb am 23.02.2010 19:35
hehehe... ihr heitert mich wieder ein bissl auf *knuddel* *rofl*

glg!!!


  Re: Strategie gesucht
   Gwennie
schrieb am 05.03.2010 13:14
Ich bedanke mich auch für die Listen! Habe leider keine Ergänzungen dazu, kämpfe derzeit selber damit, mich ggf. mit nur einem Kind abzufinden. Und daher kann ich es gut verstehen, wie schwer es ist. Leider, leider, leider ist es kein Trost zu hören "sei doch froh, Du hast doch wenigstens ein Kind". Objektiv gesehen stimmt das, aber der Wunsch nach dem Zweiten ist genauso groß wie der nach dem Ersten...

Aber ihr helft mir hier, das muss ich wirklich sagen. Danke dafür!




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