Die "Phase" machen wohl die meisten mit ihrem ersten Kind mit /durch.
Der Mann fühlt sich vllt. anfangs überfordert, da er auf einmal bei seiner Frau nicht mehr Nr. 1 ist, Geld ranschaffen soll und dann sich von 0 auf 100 zu einem liebevollen Papi verwandeln soll, obwohl er 9 Monate das Kind nicht in seinem Bauch gespürt hat. Gerade Männer ziehen sich gerne zurück, wenn sie zuviel Verantwortung, Arbeit oder ungelöste Dinge bewältigen müssen.
So auch die Frau, die sich auf einmal einem Riesenberg von Verantwortung gegenüber sieht, ein kleines Wesen, das vollkommen auf sie angewiesen ist und zu allem Überfluss auch noch körperlich mit so einigem zu kämpfen hat (Hormone, chronischer Schlafdefizit, usw.)
Beide sind müde, erschöpft und wollen doch gerne auch mal wieder etwas für sich machen, geht aber nicht, wegen Kind und Partner oder so ähnlich.
Wichtig ist, dass man sich bewusst macht, dass man einige Monate sozusagen im Ausnahmezustand lebt, bis man sich mit der neuen Situation und Rolle als Mutter und Vater, aber nicht auch zu vergessen, als Partner vertraut gemacht hat. Das kann schon dauern ...
Wichtig ist, den Mann wirklich mit einzubeziehen und ganz spielerisch Dinge, was das Kind angeht, zu überlassen. Bei uns ist es z.B. der Papa-Tag, wenn Mama unterwegs ist oder das Baden mit Paps in der Wanne, das Spielen abends, wenn ich koche usw. usf. Dabei ruhig den Papa die Dinge anders machen lassen, als das Mama üblicherweise tut. Das stärkt das Selbstvertrauen des Partners und motiviert, weiter zu machen bzw. sich was Neues einfallen zu lassen ;-) *pfeif*
Mein Standardspruch gegenüber meinem Mann, wenn wir mal wieder beide kaputt, lustlos und müde sind: "Das läuft uns nicht davon und wird alles nachgeholt!" Seitdem benutzt er ihn gerne mal selber ;-)
Lasst' Eucht Zeit, Raum für
Euch zusammen, aber auch für jeden für sich alleine, um abschalten zu können und nur reden hilft, um das Ganze irgendeinen Rahmen zu geben.
Zum Beispiel könnt Ihr einen bestimmten Tag ausmachen, der nur für Euch gemeinsam reserviert ist und jeweils für sich alleine.
Beispielsweise gönnt mir mein Männe sonntags meine Motorradausfahrten und ich wiederum "scheuche" ihn zu seinen Kumpels, um mal um die Häuser zu ziehen und ein Bierchen zu zischen!
Seitdem wir einander etwas loslassen, haben wir wieder mehr Spass miteinander, da jeder mal Zeit zum "Ausschnaufen" hat und sich doch mehr auf den anderen wieder freut ;-) *g*
Aber, das, was Du beschreibst ist normal für diese Zeit *ja* ... Wird auch bestimmt wieder besser *versprochen*