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no avatar    clydesbonnie
schrieb am 10.08.2011 21:59
Der Menstruationszyklus



Inhalt

A - Aus welchen Phasen besteht der Menstruationszyklus?
B - Wie viele Zyklen gibt es im Leben einer Frau?
C - Wann beginnt ein neuer Zyklus und wann endet er?
D - Wann fange ich ein neues Zyklusblatt an?
E - Wie berechnet man die durchschnittliche Zykluslänge?
F - Wann hab ich meinen Eisprung?
G - Welche Zykluslängen sind normal?
H - Welche Zyklusschwankungen sind normal?
I - Welche Zyklusstörung gibt es?
J - Welche Zyklusveränderungen können ein Hinweis auf die Wechseljahre sein?
K - Mein Zyklus nach Absetzen der Pille ist unregelmäßig und lang, was kann ich tun?
L - Was sind anovulatorische Zyklen?
M - Hilft die Zyklusregulation mit der Pille / Hormongaben?
N - Wann behandelt man mit Progesteron?
O - Ich bin schon ZT 15 und hatte noch keinen Eisprung. Kann der noch kommen?
P - Ich bin überfällig aber der Schwangerschaftstest ist negativ. Was ist da los?
Q - Ich habe einen regelmäßigen 28-Tage-Zyklus. Dann ist doch alles gut, oder?
(...)
Z - Menstruationzyklus und Mondzyklus

----------

A - Aus welchen Phasen besteht der Menstruationszyklus?

Im Verlauf eines Zyklus wird die Gebärmutterschleimhaut abgestoßen (Desquamation), anschließend wieder aufgebaut (Proliferation) und nach dem Eisprung auch umgebaut (Sekretion).
Währenddessen wird im Eierstock ein Ei zur Befruchtung bereitgestellt (Follikelreifung) und so lange am Leben erhalten, bis ein befruchtetes Ei bei Eintritt einer Schwangerschaft selbst für seinen Erhalt sorgen kann (Gelbkörperphase).
Gesteuert werden diese Vorgänge von Hypothalamus, Hypophyse und Ovar über verschiedene Hormone: Östrogen, Progesteron, LH und FSH sind zyklusphasenabhängig.

Der Zyklus wird in zwei Phasen unterteilt:

1. Der Abschnitt zwischen dem Eintritt der Menstruation und dem Eisprung wird als Desquamations- und Proliferationsphase oder Follikelphase bezeichnet und ist in seiner Dauer variabel.

2. Die Phase zwischen Eisprung und dem Beginn der nächsten Menstruation wird als Sekretions- oder Lutealphase bezeichnet. Sie ist relativ konstant und dauert zwischen 12 und 16 Tagen.

B - Wie viele Zyklen gibt es im Leben einer Frau?

Eine Frau hat im Laufe ihres Lebens rund 400-500 Mal ihre Periode, je nach individueller Zykluslänge.

Die ersten Periodenblutung nennt sich Menarche und findet gegen Ende der pubertären Entwicklung statt, signalisiert jedoch nicht eindeutig die Reproduktionsfähigkeit der Frau. Ein regelmäßiger Ovulationszyklus (ovulatorisch = mit Eisprung) tritt meist nach anderthalb bis zwei Jahren ein, bis zu diesem Zeitpunkt sind anovulatorische Zyklen (ohne Eisprung) nicht selten. Für Mädchen beträgt die Zeitspanne zwischen dem Auftreten erster Pubertätsmerkmale und der Menarche im Mittel zwischen 2,2 und 2,7 Jahren, kann jedoch interindividuell zwischen weniger als einem Jahr und mehr als sechs Jahren schwanken. In Deutschland findet die Menarche bei den meisten Mädchen etwa zwischen dem 10. und 16. Lebensjahr statt.

Die Menopause ist der Zeitpunkt der letzten spontanen Menstruation im Leben einer Frau, der retrospektiv betrachtet keine ovariell ausgelöste Blutung aus der Gebärmutter mehr folgt, womit die Fruchtbarkeit der Frau beendet ist. Die Übergangsphase der hormonellen Umstellung, die in den Jahren davor und danach stattfindet, wird als Klimakterium (Wechseljahre) bezeichnet. Die natürliche Menopause tritt gewöhnlich zwischen dem 40. und 55. Altersjahr ein, durchschnittlich im Alter von 50 bis 51 Jahren.

C - Wann beginnt ein neuer Zyklus und wann endet er?

Der weibliche Zyklus beginnt mit dem Einsetzen der Periode / Menstruation (= 1. Zyklustag) und endet am Tag vor dem Einsetzen der nächsten Blutung.

Schmierblutungen vor der eigentlichen Blutung haben meist eine hormonelle Störung als Ursache und zählen zum alten Zyklus, da es sich auch um Zwischenblutungen handeln kann. Zudem ist der Zeitraum, den diese Schmierblutungen anhalten, zu Beginn nicht bekannt.

Die Menstruationsblutung beginnt mit frischem Blut und ist "regelstark".

Streng genommen gilt nur derjenige Tag als 1. Zyklustag, an dem die Blutung vor 12 Uhr begonnen hat. Das handhaben auch viele Kinderwunschpraxen so. In den Gebrauchsanweisungen einiger Zykluscomputer ist dieser Startpunkt sogar noch strenger geregelt. Welche Grenze man für sich persönlich wählt, ist von individuellen Faktoren und Vorlieben abhängig und prinzipiell auch nebensächlich - man sollte es nur in jedem Zyklus gleich machen, da die eigenen Zykluslängen ansonsten nicht vergleichbar sind.

D - Wann fange ich ein neues Zyklusblatt an?

Ein Zyklusblatt beginnt man am 1. Zyklustag, auch wenn man die ersten Tage keine Eintragungen macht. Das ist wichtig, damit man einen besseren Überblick über die Zyklen hat und auch auf Anhieb die Länge der 1. Zyklushälfte erkennen kann. Bei myNFP wird automatisch eine Statistik über Kurven geführt, man kann festlegen, welche berücksichtigt werden und welche nicht. So sieht man schnell, wie lang die Zyklen im Durchschnitt sind, wann die 1. höhere Messung (1.hM) frühestens war und vieles mehr.

Wenn man sich das erste mal mit dem Thema befasst, muss man nicht die nächste Blutung abwarten, man kann jederzeit ein Zyklusblatt beginnen. Dann sollte man aus vorgenannten Gründen aber das Blatt mit dem 1. Tag der letzten Blutung beginnen. Möglicherweise ist man schon sehr weit im Zyklus, sogar nach dem Eisprung. Die Kurve kann in diesem Fall dann nicht mehr ausgewertet werden. Man kann sich aber mit dem Messen und Beobachten schon etwas vertraut machen, bevor es dann mit der ersten vollständigen Zyklusblatt losgeht.

Wenn nach einem anovulatorischen Zyklus eine Blutung einsetzt, kann man sich entscheiden, ob man ein neues Zyklusblatt beginnt oder nicht. Ich würde das auch ein wenig von der Länge abhängig machen - je länger man auf die Blutung gewartet hat, desto mehr "Sinn" macht es, ein neues Blatt zu beginnen (fühlt sich dann ein wenig mehr nach Neustart an, die Sache ansich ist schon frustrierend genug).
Bei einer frischen regelhaften Blutung würde ich immer ein neues Zyklusblatt beginnen, auch wenn es streng genommen nur eine Zwischenblutung ist. Länger anhaltende Schmierblutungen, die eben auch nur Zwischenblutungen sind, würde ich genau wie in ovulatorischen Zyklen behandeln und das alte Zyklusblatt weiter führen.

Wenn ein Zyklusblatt zu Ende ist, der Zyklus aber noch nicht, nimmt man die letzten 10 Werte und überträgt sie in ein neues Zyklusblatt - sofern man noch in Tieflage ist. Ist der Eisprung schon vorbei, trägt man alle Werte der Hochlage und die letzten 10 Werte der Tieflage in das neue Blatt ein. In beiden Fällen macht man beim 1. Tag im Blatt einen Hinweis, um den wievielten Zyklustag es sich handelt. (Tip.: myNFP bietet die Möglichket, wesentlich längere Zyklusblätter zu führen.)

E - Wie berechnet man die durchschnittliche Zykluslänge?

Die durchschnittliche Zykluslänge berechnet man, indem man alle Zykluslängen addiert und dann durch die Anzahl der vorliegenden bzw. beobachteten Zyklen dividiert.

Da die Zykluslängen im Leben einer Frau individuell schwanken, werden maximal die letzten 12 Zyklen, genauer nur die letzten 6 Zyklen berücksichtigt.

Zyklen aus dicht hintereinander folgenden Phasen können nicht miteinander verglichen werden, untereinander natürlich schon. Solche Phasen sind z.B.: Pillenzyklen, Post-Pill-Zyklen (1-6 Monate nach Absetzen), Spontanzyklen (das ist ein natürlicher Zyklus), stimulierte Zyklen (z.B. mit Clomi oder Puregon), Zyklen mit Lutealphasenunterstützung (z.B. Utrogest o. hCG-Gabe), Schwangerschafts- / FG-Zyklen, Zystenzyklen, sonstige Zyklen.

F - Wann hab ich meinen Eisprung?

Eines sei vorab direkt gesagt: den Eisprung kann man an Hand seiner Zykluslängen nicht berechnen. Man kann ihn nur mit Hilfe der symptothermalen Methode oder durch Nachweis von Hormonen nachträglich bestimmen bzw. zeitnah vorhersagen.

Man kann allerdings den Zeitraum, in dem der Eisprung sehr wahrscheinlich stattfinden wird, grob eingrenzen. Das ist bei relativ regelmäßigen Zyklen und in Kenntnis der individuellen Länge der zweiten Zyklushälfte möglich.

Man weiß heute, dass der Eisprung circa 12 - 16 Tage vor der nächsten Periode stattfindet. Die zweite Zyklushälfte nach dem Eisprung ist dementsprechend stabil. In der Literatur geht man von einer mittleren zweiten Zyklushälfte von 14 Tagen aus.

Ist die 2. Zyklushälfte regelmäßig kürzer als 10 Tage, muss man von einer Gelbkörperschwäche ausgehen. Ist sie dagegen nachweislich länger als 18 Tage, kann man mit relativ großer Sicherheit davon ausgehen, dass man schwanger ist.

In der Hälfte aller Zyklen findet der Eisprung erst nach dem 14. Zyklustag statt. In jedem 5. Zyklus kommt es erst am 20. Zyklustag oder später zu einem Eisprung.
Bei jungen Frauen ist dieses Phänomen häufiger: In der Altersgruppe der 20 - 25 jährigen findet der Eisprung nahezu in jedem vierten Zyklus am 20. Zyklustag oder später statt.
Man kann davon ausgehen, dass bei jugendlichen Frauen die Eireifungsphase noch deutlich stärkere Schwankungen zeigt, als bei älteren Frauen. Der Eisprung von jugendlichen Frauen findet häufig erst in der dritten, vierten oder fünften Zykluswoche statt.



G - Welche Zykluslängen sind normal?

Biologen, Mediziner und auch die allgemeine Literatur berichten überwiegend davon, dass eine Frau einem 28-Tage Zyklus unterliegt. In der Realität sind jedoch nur rund 13% aller Zyklen von nicht hormonell verhütenden Frauen tatsächlich 28 Tage lang. Diese Verallgemeinerung führt häufig zu falschen Annahmen und Vorstellungen.

Richtig ist, dass jede Frau ein Individuum ist und somit auch ihren persönlichen Zyklus hat. Gesunde Jugendliche haben noch seltener als erwachsene Frauen eine Zykluslänge von 28 Tagen. Jüngere Frauen unter haben tendenziell eher längere Zyklen, ältere Frauen eher kürzere Zyklen.



Viele Frauen haben die Befürchtung einer Abnormalität nur weil ihr Zyklus von der oft erwähnten 28-Tage-Länge abweicht. Der 27-Tage-Zyklus kommt zwar am häufigsten vor, Zykluslängen zwischen 23 und 35 Tagen gelten aus medizinischer Sicht aber als normal.

Längeren Zyklen kommen tendenziell häufiger vor, als die kürzeren. Jeder 6. Zyklus dauert 33 Tage oder länger. Und jeder 10. Zyklus dauert 24 Tage oder kürzer.
Immerhin noch 5% der Zyklen gesunder Frauen dauern länger als 35 Tage - die "Normgrenze" ist also relativ eng gezogen.



H - Welche Zyklusschwankungen sind normal?

Ein normaler Zyklus unterliegt individuellen Schwankungen und kann sich im Laufe des Lebens mehrfach verändern. Dies bedeutet ebenfalls, dass die Länge des Zyklus von Frau zu Frau und von Lebensphase zu Lebensphase stark variieren kann.

Der Zyklus ist ein natürlicher Vorgang, welcher Einflüssen unterliegt und somit auch schwanken darf. Eine Frau ist keine Maschine, sondern ein Zusammenspiel von vielen feinen körperlichen Abläufen.

Die meisten Frauen haben einen relativ unregelmäßigen Zyklus. Bei 42% betragen die Zyklusschwankungen bis zu sieben Tagen und bei den übrigen 58% gibt es eine noch größere Schwankungsbreite von mehr als sieben Tagen innerhalb eines Jahres.

Am regelmäßigsten ist der Zyklus bei Frauen im Alter zwischen 30 und 40 Jahren.

Schwankungen und Zyklusveränderungen von bis zu 3 Tagen um die individuelle Zykluslänge herum sind völlig unbedenklich.



I - Welche Zyklusstörung gibt es?

Störung der Blutungshäufigkeit lassen sich wie folgt unterteilen:

1) zu seltene auftretende Blutung (Oligomenorrhoe) - Zykluslängen zwischen 35 und 45 Tagen

Eine Verlängerung des Regelintervalls gehört zu den häufigsten Blutungsstörungen und resultiert aus einer Verzögerung der ersten Hälfte des Zyklus.
Die Oligomenorrhoe tritt vor allem in der Zeit nach der ersten Regelblutung (Menarche) und vor den Wechseljahren auf, da zu beiden Zeitpunkten eine Veränderung im Hormonsystem stattfindet.
Auch nach Absetzen hormoneller Verhütungsmittel sind verlängerte Zyklen häufig anzutreffen, der Hormonhaushalt sollte sich nach 6 bis 12 Monaten wieder normalisiert haben.

2) zu häufige auftretende Blutung (Polymenorrhoe) - Zykluslängen unter 25 (23) Tagen

Die Verkürzung des Regelintervalls kann verschiedene Ursachen haben: Entweder verläuft die Follikelphase oder die Gelbkörperphase oder beide Phasen verkürzt. Es ist aber auch möglich, dass keine komplette Eizellreifung mit nachfolgendem Eisprung stattfindet. Dafür können diverse hormonelle Störungen verantwortlich sein.
Die Polymenorrhoe tritt häufig kurz nach der ersten Regelblutung (Menarche) oder vor den Wechseljahren auf, da sich zu diesem Zeitpunkt das hormonelle System in einer Umgestaltungsphase befindet. Aber auch Stresssituationen sowie starke physische und psychische Belastungen können eine Polymenorrhoe auslösen.

3) ausbleibende Blutung (Amenorrhoe) - ab Zykluslängen von 45 Tagen

Die Amenorrhoe tritt in zwei unterschiedlichen Formen auf. Bei der primären Amenorrhoe ist bis zum 16. Lebensjahr eines Mädchens noch keine erste Regelblutung (Menarche) eingetreten. Im Falle der sekundären Amenorrhoe gab es bereits eine Regelblutung. Diese wird jedoch - obwohl keine Schwangerschaft besteht - durch Zeiträume von mindestens drei Monaten Dauer unterbrochen. In dieser Zeit kommt es zu keiner Regelblutung.
Ursachen der sekundären Amenorrhoe können zunächst psychische oder körperliche Belastungen sein, wie beispielsweise Stress, Reisen, Leistungssport, anstehende wichtige Entscheidungen oder familiäre Ereignisse. Was durch derartige Stressoren auf hormoneller Ebene passiert, ist noch nicht vollständig aufgeklärt. Man geht jedoch davon aus, dass solche Situationen Fehlfunktionen im Nervensystem auslösen können, die sich auf die Regulation der Hormone auswirken.
Vor allem bei jüngeren Frauen können auch große Gewichtsschwankungen oder starker Gewichtsverlust - häufig bei Magersucht - zum Ausbleiben der Periode führen.
Weiterhin kommen Hormonstörungen und Stoffwechselerkrankungen als Auslöser der sekundären Amenorrhoe in Betracht. So führt ein erhöhter Blutspiegel von männlichen Geschlechtshormonen, wie er beim PCOS auftritt zum Ausbleiben der Periode.
Seltenere Ursachen sind hormonproduzierende Tumoren im Eierstock, schwere Allgemeinerkrankungen und Medikamente, wie z. B. therapeutische Hormonpräparate oder Krebsmittel, aber auch Psychopharmaka und Tabletten zur Blutdrucksenkung.
Nicht zuletzt kann es auch nach dem Absetzen der Drei-Monats-Spritze, selten auch der „Pille", zum Ausbleiben der Periode, der so genannten „Post-Pill-Amenorrhoe" kommen, bis sich der Zyklus wieder normalisiert hat.

4) Zusatzblutung zur normalen Blutung (Metrorrhagie)

Der Rhythmus und die Dauer des Zyklus werden bis zum Einsetzen der Wechseljahre von hormonellen Vorgängen und Wechselwirkungen im Körper bestimmt. Störungen dieses hormonellen Gleichgewichts können zu Menstruationsstörungen führen.

J - Welche Zyklusveränderungen können ein Hinweis auf die Wechseljahre sein?

Etwa zwei bis sieben Jahre vor der letzten Regelblutung kündigt sich die erste Phase der Wechseljahre – die sogenannte Prämenopause – gewöhnlich durch Zyklusstörungen an: Meist sind die Zyklen verkürzt und die Blutungen stärker. Typisch ist hierbei eine Dauerblutung die mehrere Wochen andauern kann. Mediziner sprechen hier von einer klimakterischen Dauerblutung. Mit dem Übergang in die Prämenopause sind die Regelblutungen dann zunehmend seltener und kürzer; der Eisprung bleibt häufig ganz aus.

K - Mein Zyklus nach Absetzen der Pille ist unregelmäßig und lang, was kann ich tun?

Nach Absetzen hormoneller Verhütungsmittel sind Zyklusstörungen völlig normal. Es kann mehrere Monate dauern, bis sich wieder ein halbwegs normaler Zyklus eingestellt hat. Nur wenige Frauen haben direkt normale Bilderbuch-Zyklen. Meist ist der erste Post-Pill-Zyklus noch hormonell beeinflusst - die von außen zugeführten Hormone wirken nach. Der Körper braucht im Durchschnitt ein halbes bis ein Jahr, bis sich die hormonellen Vorgänge im Körper wieder reguliert haben.

Man sollte aber erst einmal abwarten und dem Körper ein wenig Zeit geben, wieder selbst in einen normalen Rhythmus zu finden. Die ersten 6 Monate nach Absetzen der hormonellen Verhütung ist ein Hormonstatus wenig aussagekräftig. Man wird unter Umständen Störungen finden, die sich von selbst mit der Zeit wieder geben und nicht behandlungsbedürftig sind. Je mehr man hormonell eingreift, desto weniger hat der Körper die Möglichkeit, selbstregulierend einzugreifen.

In der Wartezeit ist es hilfreich, den eigenen Körper möglichst gut kennen zu lernen. Seine Beobachtungen kann man in ein so genanntes Zyklusblatt eintragen und mit Hilfe einer Temperaturkurve lässt sich herausfinden, ob und wann man einen Eisprung hatte, wann die nächste Regelblutung fällig wäre und ob es horomonelle Unregelmäßigkeiten gibt. Mit der Zeit erkennt man auch die Veränderungen auf dem Weg zurück zu einem normalen Zyklus.

Die Selbstregulation kann man durch sanfte Hilfen etwas unterstützen. Hier bieten sich z.B. Teemischungen aus Heilkräuter an. Der sog. "Nestreinigungstee" hilft am Anfang, überschüssige und nicht mehr benötigte Hormone zu entsorgen. Diese können den Hormonhaushalt ungünstig beeinflussen. Nach einer Kur von ca. 6 Wochen kann man auf den sog. "Kindlein-Komm-Tee" umsteigen, der den Körper ganzheitlich unterstützt und viele wichtige Frauenkräuter enthält. Erst wenn die Zyklen maximal 40 Tage lang sind lohnt der Wechsel auf Zyklustee 1 und 2.
Hier kann man mehr lesen: [www.wunschkinder.net]

Hormonelle Verhütungsmittel entziehen dem Körper für die Fruchtbarkeit wichtige Nährstoffe. Besonders der B-Komplex, Folsäure und Zink sollten ergänzend eingenommen werden, um die Speicher wieder aufzufüllen. Hier kann man mehr lesen: [www.wunschkinder.net]

Hier noch ein Auzug aus "E. Raitha-Paul et.al., Natürliche Familienplanung heute. Modernes Zykluswissen für Beratung und Anwendung. Heidelberg: Springer, 2008", den Rumble uns zum Thema rausgesucht hat:

Zitat

Zur Rückkehr der Fertilität und zum Zyklusverhalten nach Absetzen der Pille liegen nur wenige Untersuchungsergebnisse vor. Dies ist erstaunlich, da trotz der Entwicklung neuer Ovulationshemmer (Pille der 2. und 3. Generation, "Mikropille" ) nach dem Absetzen vermehrt Zyklusstörungen und verspätete Eisprünge bis hin zur sog. Post-Pill-Amenorrhoe beobachtet werden.

Eine Studie der Forschungsgruppe NFP hat interessante Ergebnisse gebracht (175 NFP-Anwenderinnen direkt nach Absetzen der Pille; Kontrollgruppe: 284 Frauen, die noch nie Ovulationshemmer eingenommen haben).

In dieser Untersuchung hatte nur die Hälfte der Frauen nach Absetzen der Pille keine Probleme. 49% der Frauen hatten in den ersten Zyklen ohne Einnahme der Pille mehr oder weniger schwere Zyklusstörungen. Die Zykluslänge war bis zum 9. Zyklus signifikant verlängert im Vergleich zur Kontrollgruppe. Tendenziell hielt diese Verlängerung sogar noch bis in den 14. Zyklus an, einhergehend mit einer höheren Streubreite der Zykluslängen.

Die durchschnittliche Länge der Follikelphase war im ersten Post-Pill-Zyklus bei 20 Tagen (4 Tage über Durchschnitt der nichthormonell verhüteten Kontrollgruppe). Eine Lutealinsuffizienz (Gelbkörperschwäche) trat im 1. Post-Pill-Zyklus 3-mal so häufig auf wie in der Normalsituation und war auch nach einem Jahr fast doppelt so häufig (15,9% vs. 8,6%). Der 1. Post-Pill-Zyklus war zu 10% anovulatorisch. Bei 6% der Frauen kam es nach Absetzen der Pille zu einer Amenorrhoe, die bei 2% sofort einsetzte, bei den übrigen nach ein oder mehreren Blutungen innerhalb des ersten halben Jahres. Die Amenorrhoe dauerte zwischen 3 und 11 Monate und ging dann in eine Oligomenorrhoe über (weitere Ursachen für die Zyklusstörung, z.B. PCOS, Leistungssport, Anorexie, lagen nicht vor).

Bei den meisten Frauen mit Post-Pill-Zyklusstörungen setzt innerhalb etwa eines Jahres eine Normalisierung ein, ohne dass ein therapeutisches Eingreifen durch den Arzt notwendig ist. Aus den Erfahrungen der Arbeitsgruppe NFP ergibt sich durch hormonelles Auslösen der Blutung (z.B. durch Gabe von Progesteron oder der Pille) keine Verbesserung der Situation. Vielmehr bildet sich nach einem hormonellen Therapieversuch erneut eine Amenorrhoe aus.
Dauert die Amenorrhoe länger als ein halbes Jahr an, sollte ein Hormonstatus zum Ausschluss einer Hyperandrogenämie (zu viele männliche Hormone) und Hyperprolaktinämie (zu viel Prolaktin) und zur Klärung der Schilddrüsenfunktion erhoben werden. Gleichzeitig sollte die Patientin ihren Zervixschleim beobachten, denn eine beginnende ovarielle Aktivität zeigt sich noch während der Amenorrhoe durch gelegentliche Zervixschleimphasen, die durch Kontrollen des E2-Spiegels verifiziert werden können. In diesen Fällen kann weiter zugewartet werden.

L - Was sind anovulatorische Zyklen?

Zyklen ohne einen Eisprung werden als anovulatorische Zyklen bezeichnet. Die auf so einen Zyklus folgende Blutung ist streng genommen keine Menstruationsblutung sondern nur eine oft regelstarke Zwischenblutung.

Ein anovulatorischer Zyklus besteht nur aus einer meist verlängerten Follikelphase (1. Zyklushälfte). In dieser befindet man sich über den Zeitraum der Zwischenblutung hinaus bis zum nächsten Eisprung.

Auf einen anovulatorischen Zyklus folgt nicht selten ein sehr früher Eisprung, welcher auch vor Beendigung der Blutung stattfinden kann. Der Grund dafür sind die im Hintergrund unveränderten hormonellen Vorgänge.

Die auf einen anovulatorischen Zyklus folgenden Blutungen sind meist keine Hormonentzugsblutungen sondern lediglich Abbruchblutungen. Die Gebärmutterschleimhaut baut sich unter der fortdauernden Wirkung von Östradiol immer weiter auf, bis sie sich nicht mehr halten kann. Die Blutung kann regelstark sein aber auch durch länger anhaltende Schmierblutungen gekennzeichnet werden.

Bei mehreren aufeinander folgenden anovulatorischen Zyklen ist diese Follikelphase theoretisch sehr lang und wird von mehreren regelstarke Zwischenblutungen begleitet, die von der Frau oft als normale Menstruationsblutung verstanden werden.

M - Hilft die Zyklusregulation mit der Pille / Hormongaben?

Die Annahme, dass man mit Hilfe der Pille einen unregelmäßigen Zyklus regulieren könne ist weit verbreitet. Und leider raten Ärzte auch immer wieder zur Einnahme der Pille, wenn ihre Patientin die Probleme mit ihrem unregelmäßigen Zyklus beschreibt.

Die Einnahme der Pille erzeugt in einem solchen Fall lediglich einen künstlich gestalteten Rhythmus, welcher der Frau suggeriert, dass sie einen regelmäßigen Zyklus habe. Die Einnahme der Pille setzt jedoch das natürliche Zyklusgeschehen im Körper der Frau völlig außer Kraft. Meistens treten die Zyklusprobleme dann nach Absetzen der Hormone wieder ein. Aus diesem Grund kann man bei einer solchen Vorgehensweise keinesfalls von einer geeigneten Therapie sprechen, da das ursprüngliche Problem lediglich vorübergehend ausgeschaltet wird, anstatt es zu behandeln.

N - Wann behandelt man mit Progesteron?

Für die Gabe von natürlichem Progesteron (Progesteroncreme, Utrogest, Crinone) bzw. synthetischen Gestagenen (Duphaston) gibt es mehrere Gründe und Vorgehensweisen.

1. Minderung von PMS, z.B. bei Östrogendominanz: Einnahme meist unabhängig vom Eisprung ab ZT 12 oder 15 bis ZT 25/26 mit dem Ziel, die Symptome zu lindern, der Eisprung bleibt unbeachtet. Manchmal finden unregelmäßige Zyklen in einen regelmäßigen Rhythmus zurück.

2. Unterstützung der zweiten Zyklushälfte zum Ausgleich einer Gelbkörperschwäche bei Kinderwunsch: Einnahme nicht vor dem Eisprung !, Einnahme empfohlen ab ES+2/3 bis NMT (ES+14)

3. Auslösen der Menstruationsblutung bei sehr langen Zyklen (führt nur bewusst eine Zwischenblutung herbei und hat eher einen "psychologischen" Effekt): Einnahme zu jedem Zeitpunkt möglich, Dauer ca. 12 Tage, stößt selten eine Eizellreifung an, ist aber bei sehr langen Zyklen und Kiwu vorteilhaft, weil sich die Gebärmutterschleimhaut erneuern kann.

4. Therapie bei Gelbkörperzysten (gilt ab 3 cm als solche, wird in der 2.ZH oft mit dem Gelbkörper verwechselt): Sofern die Zyste nicht alleine innerhalb von 1-2 Zyklen verschwindet, Einnahme zu jedem Zeitpunkt möglich, Dauer ca. 12 Tage, Zyste kann durch den hormonellen Entzug im Rahmen der Blutung verschwinden (ist nicht immer der Fall), falls nicht wird ab einer Größe von > 5cm (oder 8cm ?) eine OP angeraten.

5. Unterstützung im Rahmen von Kinderwunschbehandlungen: höhere Dosis als unter Punkt 2 (da mehr Follikel), meist ab PU oder TF bis zum Test (PU+14)

Auch diese Therapien behandeln bei nachgewiesener Gelbkörperschwäche nur die Symptome, nicht jedoch die Ursachen. Besonders bei Kinderwunsch ist eine Unterstützung der meist gestörten Eizellreifung angezeigt.

O - Ich bin schon ZT 15 und hatte noch keinen Eisprung. Kann der noch kommen?

Gegenfrage: Warum sollte er denn nicht mehr kommen? Na klar kann der noch kommen! Es besteht kein Grund zur Panik. Auch ZT 17 oder 19 bestünde noch kein Grund zur Beunruhigung.

Bei einer durchschnittlichen 2. Zyklushälfte von 14 Tagen und einem 28-Tage-Zyklus hat man seinen Eisprung Zyklustag 15. NMT, also der Tag an dem man die Mens erwarten würde (oder eben verflucht) wäre in so einem Zyklus dann Zyklustag 29. Da dieser Tag schon zum nächsten Zyklus zählt, wäre der Zyklus bereits Zyklustag 28 beendet, also am Tag vor Eintritt der Mens.

Oben wurde schon erläutert, wie wenige Frauen einen 28-Tage-Zyklus haben und das Zykluslängen bis 35 Tagen medizinisch gesehen als normal gelten. Bei einer 2. Zyklushälfte von 14 Tagen hätte man dann den Eisprung "erst" Zyklustag 22, NMT wäre ZT 36 (ES+14).

Wenn man dann noch daran denkt, dass man den Eisprung in einem Zyklusblatt immer erst nachträglich erkennt, also frühestens an dem Tag, an dem die Temperatur in Hochlage geht und / oder das zweite Zeichen (z.B. Zervixschleim) deutlich schlechter wird, dann braucht man sich gar nicht wundern oder sorgen, wenn Zyklustag 15 noch keine Balken erschienen sind.

P - Ich bin überfällig aber der Schwangerschaftstest ist negativ. Was ist da los?

Die Erklärung ist meist ganz einfach: du bist noch nicht überfällig. Dein Eisprung war vermutlich später, als du vermutest und du hast noch einige Tage, bis deine Mens eintrudelt oder ein Schwangerschaftstest positiv ist. Wahrscheinlicher ist, dass die Mens kommt. Deine Anzeichen, die du hoffnungsvoll einer eingetretenen Schwangerschaft zuordnest, sind wahrscheinlich auch eher typische Zeichen, die Frauen um den Eisprung (Mittelschmerz ) oder in der zweiten Zyklushälfte (PMS) haben.

Weißt du sicher, wann dein Eisprung war oder vermutest du es nur?

"Ich habe einen Eisprungrechner benutzt." oder "Mein Zyklus dauert immer 28 Tage." oder "Ich bekomme immer am 10. im Monat meine Mens." - solche Antworten gelten nicht. Es gibt kein "immer" und berechnen kann man den Eisprung nicht! Auch nicht bei sonst sehr regelmäßigen Zyklen. Es kann immer zu Schwankungen in der Zykluslänge kommen und auch bei gesunden Frauen können mal anovulatorische Zyklen vorkommen.

Nur wenn du deinen Eisprung bestimmt hast (mit Hilfe einer Temperaturkurve und einem zweiten Zeichen) und nur, wenn du auch die Länge deiner zweiten Zyklushälfte aus Erfahrung kennst, kannst du ermitteln, (1) wann deine nächste Mens eintreffen müsste, (2) wann ein Schwangerschaftstest beim Ausbleiben der Regel frühestens anzeigt (3) und wann du von einer Schwangerschaft ausgehen kannst.

(1) Überfällig bist du dann, wenn deine zweite Zyklushälfte länger dauert als sonst. Wenn du also sonst am 12. Tag nach dem Eisprung immer deine Mens bekommst, bist du ab dem 13. Tag nach dem Eisprung überfällig. Schwanger musst du dennoch nicht sein, denn es gibt immer mal Ausnahmen, auch bei der sonst sehr konstanten zweiten Zyklushälfte - und vielleicht hast du dich auch getäuscht und dein Eisprung war ein oder zwei Tage später. Das passiert schnell, wenn man sein Zyklusblatt nicht ordentlich und vollständig führt.

(2) Erst wenn mindestens 14 Tage ab Eisprung vergangen sind, müsste ein Ultrafrühtest zuverlässig eine Schwangerschaft anzeigen. Hier kannst du dir in einer Tabelle anschauen, ab wann welcher Test anzeigt: hCG-Tabelle

(3) Wenn du 18 Tage nach dem Eisprung noch immer nicht die Mens hast, bist du mit großer Sicherheit schwanger.

Wenn du kein Zyklusblatt führst, solltest du von deinem bisher längsten Zyklus ausgehen und noch vier Tage dazu rechnen. Lagen deine Zykluslängen zum Beispiel zwischen 26 und 32 Tagen, kannst du am 36. Zyklustag einen Test wagen. Wenn der negativ ist, versuche es ein paar Tage später noch einmal. Sollte auch dieser Test negativ sein, solltest du davon ausgehen, wahrscheinlich keinen Eisprung gehabt zu haben. Wenn du starke Schmerzen hast, geh zum Arzt, da eine Zyste für das Ausbleiben der Regelblutung verantwortlich sein kann.

Wenn du erst vor kurzem hormonelle Verhütungsmittel abgesetzt hast, solltest du erst Punkt K in dieser Lektion lesen, bevor du einen Termin vereinbarst - natürlich nur, sofern du keine Schmerzen hast, die sollte frau immer abklären lassen, wenn sie nach einem Tag nicht verschwunden sind.

Q - Ich habe einen regelmäßigen 28-Tage-Zyklus. Dann ist doch alles gut, oder?

Frauen, die einen relativ regelmäßigen Zyklus von z.B. 28 Tagen haben, wird vermittelt, dass ihr Zyklus völlig normal ist. Sie basteln seit Monaten an einem Baby, werden aber nicht schwanger. Bisher haben sie immer einen Eisprungkalender genutzt, also in der fruchtbaren Zeit in Zyklusmitte Verkehr gehabt. Dann beginnen sie ihre erste Zykluskurve zu führen und fragen sich, warum tagelang kein Temperaturanstieg angezeigt wird. Wenn dann die Balken erscheinen, wundern diese Frauen sich, dass der Zyklus plötzlich viel länger sein soll. Das kann doch nicht sein, der Zyklus ist doch sonst so regelmäßig?! Möglicherweise ist er das auch.

Ein 28-Tage-Zyklus muss kein "gesunder" Zyklus sein. Es ist möglich, dass der Eisprung immer erst so spät ist. Dann kommt die Mens nur einfach viel zu früh. Die 1. Zyklushälfte ist verlängert, die 2. Zyklushälfte verkürzt.

Ein Beispiel: Zwei Frauen haben einen 28-Tage-Zyklus.
Bei Frau A. ist alles gut, sie hat zwei gleich lange Zyklushälften: 14 Tage bis zum Eisprung und 14 Tage nach dem Eisprung.
Bei Frau B. ist es nur scheinbar gut. Sie hat ihren Eisprung erst nach 20 Tagen. Die zweite Zyklushälfte ist sehr kurz mit nur 8 Tagen.
Beide Frauen benutzen einen Eisprungkalender und basteln fleißig um den 14./15. Zyklustag an ihrem Kinderwunsch. Frau A. wird irgendwann schwanger, bei Frau B. klappt es aber nicht, weil sie nicht weiß, dass sie und ihr Mann immer zum falschen Zeitpunkt herzeln, die beiden aber auch sonst keine Chance hätten, da sich bei dieser kurzen 2. Zyklushälfte ja nichts einnisten kann.

(...)

Z - Menstruationzyklus und Mondzyklus

In früher Zeit gab es eine enge Verbindung von der inneren Natur der Frau und der äußeren Natur der Erde und des Kosmos. (…) Die größte Ähnlichkeit zwischen einem Naturzyklus und dem der Frau zeigt sich wohl am Mond. (…) Der Mond wird genauso regelmäßig voll und wieder leer wie die Gebärmutter der Frau und geht ebenso wie sie jede Woche in eine andere Phase über. (…) Von manchen Kulturen wissen wir, dass die Frauen tatsächlich bei Neumond menstruieren. Nomadenfrauen, die im Freien schlafen, menstruieren fast immer gleichzeitig zu Neumond und bei Vollmond haben sie ihren Eisprung. (…) Alte Mondkalender waren immer zugleich Menstruationskalender, die zur natürlichen Geburtenregelung dienten. (…) Heute wenden wir uns langsam diesen Verbindungen mit der Natur wieder zu. Besonders der Mond ist wieder modern geworden. Wir wissen, dass er z.B.: Flüssigkeiten beeinflusst, nicht nur die Gezeiten der Meere, sondern auch Körperflüssigkeiten wie die Menstruation. Er hat auch Auswirkungen auf die Gefühle und Träume von Menschen. Wir alle sind oft mehr von Naturereignissen beeinflusst, als uns lieb ist. So sind wir z.B.: unserem Biorhythmus unterworfen, sind wetterfühlig und freuen uns auf den Sommer. (…)

Die spezielle Beziehung von Menstruation-, Mond-, und Naturzyklus fasst Jutta Voss in ihrem Buch “Das Schwarzmondtabu” folgendermaßen zusammen:

Zitat

Die Phase der Eireifung, wenn das Ei im Eierstock heranreift, entspricht dem zunehmenden Mond. Im Jahreskreislauf der Fruchtbarkeit ordnet sie diese Phase dem Frühling zu. Hier kann der Körper besonders gut aufnehmen, zum Beispiel Heilmittel, Vitamine und Nährendes.
Die Phase des Eisprungs, wenn das Ei in den Eileiter wandert, entspricht dem Vollmond, der im Jahreskreislauf dem Sommer zugeordnet wird. Hier werden zum Beispiel Gefühle besonders intensiv erlebt, die Empfindsamkeit nimmt stark zu und es kann zu Exzessen kommen.
Die prämenstruelle Phase, in der die Gebärmutter dazu stimuliert wird, die aufgebaute Schleimhaut wieder abzustoßen, entspricht dem abnehmenden Mond und dem Herbst. Der Körper gibt hier leichter ab, Entschlackung und Reinigung, aber auch zum Beispiel Operationen können hier leichter und erfolgreicher durchgeführt werden.
Die Menstruationsphase, in der die Schleimhaut dann tatsächlich abgestoßen wird, entspricht dem Neumond und dem Winter. Die Phase eignet sich besonders gut für Fastentage und für Neuorientierung. Die Kraft kann wie im Winter in den Wurzeln gesammelt werden, um im Frühling wieder neu auszutreiben. Viele Frauen haben auch tatsächlich kurz vor und während der Blutung ein starkes Bedürfnis nach Rückzug, eine gewisse Sehnsucht nach sich selbst und den eigenen Wurzeln.

Das ist eine Möglichkeit, diese Zusammenhänge zu beobachten und zu nutzen. In unserer modernen Zeit hat jede Frau ihren eigenen Rhythmus, das beschrieben Schema sollte nicht als anzustrebendes Ideal gesehen werden, sondern einfach nur neugierig machen auf den eigenen Rhythmus. „Beobachten Sie einmal ihren Zyklus, ihr psychisch-seelisches Befinden und die Stellung des Mondes. Sie werden auf ihre ganz persönlichen Verbindungen stoßen.“

Autorin: Gabriele Pröll – Quelle: [www.rotermond.de]


2011 © clydesbonnie

Quellen: Wikipedia, Frauenärzte im Netz, Qualimedic, babyzauber

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Hier sind die älteren Threads zum NFP-Online-Kurs zu finden:

die Idee: [www.wunschkinder.net]
Einführung und Musterkurve: [www.wunschkinder.net]
Lehrplan: [www.wunschkinder.net]


27 mal bearbeitet. Zuletzt am 24.08.11 23:25 von clydesbonnie.


  Kommentar und Hausaufgaben
no avatar    clydesbonnie
schrieb am 10.08.2011 22:01
So ihr Lieben .. ich dachte mir: wenn schon denn schon, also wenn ich es mache, dann mache ich es richtig *ichwarsnicht*

Damit keine Missverständnisse aufkommen, das stammt nicht ausschließlich aus meiner Feder. Dr. Googel hat eine große Bibliothek und dan Copy&Paste ist das ratzfatz zusammen gesucht. *g*

Viel Spaß beim Lesen. Morgen frag ich ab *lol*

Nee .. ihr könnt euch aber mal eure Zyklen und Kurven anschauen und überlegen, ob das alles im normalen Rahmen liegt oder eben nicht.

Eure Bonnie


Edit: Ihr dürft natürlich Fragen stellen, wenn sie zum Thema sind. Und wer noch Ergänzungen hat - immer her damit. Es wäre schön, wenn wir zusammen aus diesen Threads ein "Rundum-glücklich-Nachschlage-Thread" machen, der die wichtigsten Infos zu den Einzelthemen enthält *ja*.


2 mal bearbeitet. Zuletzt am 11.08.11 11:49 von clydesbonnie.


  Re: Kommentar und Hausaufgaben*party3*
no avatar    Beckimaus28
Status:
schrieb am 10.08.2011 22:07
*party3* Wow alle achtung.....lese grade schon ganz brav durch....und hoffe ich kann es mir auch merken*ohnmacht*


  Re: Kommentar und Hausaufgaben
no avatar    shrek188
schrieb am 10.08.2011 22:08
Also, dann hab ich Bilderbuchzyklen, mal von gedopten abgesehen - 28/29 Tage!!!

Super Informativ!!!

Ganz lieben Dank liebe Bonnie


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  Re: Kommentar und Hausaufgaben
no avatar    Sarina07
Status:
schrieb am 10.08.2011 22:44
Wow...Vielen Dank, Bonnie!!! Falls Du eine schöne anovulatorische Kurve benötigst, ich bastel gerade unfreiwillig an einer und könnte diese beisteuern...,-)
Mir fällt da auch spontan eine Frage ein, darf man hier auch Fragen zu den behandelten Themen stellen?


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 10.08.11 23:49 von Sarina07.


  Re: NFP-Online-Kurs, Lektion 1: der Menstruationszyklus
no avatar    cori1505
Status:
schrieb am 11.08.2011 06:53
@ Bonnie, dass ist ja echt der Hammer.. sooooo viel Mühe.. du bist echt klasse.. *super*

Vielen DANK


LG cori


  Re: NFP-Online-Kurs, Lektion 1: der Menstruationszyklus
   gertrud11
schrieb am 11.08.2011 07:28
Vielen Dank!!!!!!!!!


  Re: NFP-Online-Kurs, Lektion 1: der Menstruationszyklus
no avatar    CrazyEye*
Status:
schrieb am 11.08.2011 07:56
Auch von mir vielen lieben Dank!
Echt nen riesen Haufen Arbeit den du dir da machst...


  Re: Kommentar und Hausaufgaben
   kitti-lilli
Status:
schrieb am 11.08.2011 08:49
Hallo Bonnie,

das ist echt toll u. war schon mal sehr informativ.


  Re: Kommentar und Hausaufgaben
no avatar    ^^GrueneGurke^^
Status:
schrieb am 11.08.2011 09:18
  Re: Kommentar und Hausaufgaben
   mcmarie
Status:
schrieb am 11.08.2011 09:29
vielen Dank für deine Mühe!!!*knuddel*

Großartiges Projekt - zur Zeit schaue ich nicht täglich rein und bin gerade sprachlos und begeistert!!*megafreu*
Natürlich werde ich nun versuchen wieder täglich zu lesen und vielleicht hab ich ja auch Kurven, die da als Beispiel verwendet werden könnten....

Marie


  Re: Kommentar und Hausaufgaben
no avatar    Rumble-Cat
schrieb am 11.08.2011 09:45
*knutschen*
Chapeau!


  Re: Kommentar und Hausaufgaben
no avatar    bibi007
Status:
schrieb am 11.08.2011 09:59
Zitat
kitti-lilli
Hallo Bonnie,

das ist echt toll u. war schon mal sehr informativ.

Sehr interessant und VIELEN DANK für die Mühe! LG Bibi


  Re: Kommentar und Hausaufgaben
no avatar    Bianca0815
schrieb am 11.08.2011 10:20
Boah Bonnie...klasse.....
Auch wenn Herr Googel und Frau Wiki mitgeholfen haben, war es doch eine riesen-Arbeit.
Beispielkurven kann ich nicht viele beisteuern, ausser vielleicht einige ss mit etwas späteren ES, aber ich war ja eher nachlässig mit führen...


  Re: Kommentar und Hausaufgaben
no avatar    clydesbonnie
schrieb am 11.08.2011 11:53
*g*

@ Sarina - na klar darfst du was fragen. Dafür ist der Kurs ja da.

@ mcmarie - du musst nicht täglich reinschauen. Ich werde es nicht schaffen, täglich eine neue Lektion zu schreiben. Wird wohl alle paar Tage mal eine kommen im Durchschnitt, manchmal mehr, manchmal weniger. Findest jederzeit alle Links in meinem Profil oben.

@ Bianca - ich werde in den nächsten Tagen mal einen Aufruf im Forum machen und dort dann eine Liste einstellen, an Hand derer ihr Beispielsuchen raussuchen und dort per Antwort verlinken könnt. Ich brauche die erst etwas später, erst mal kommen ein paar Grundlagen.




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