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  Antibiotika bei Blutungen?
   toma
schrieb am 07.08.2017 21:37
Hallo an alle, die leider Blutungen haben.
Würde bei Euxh bei ausgeprägten Blutungen(nicht bei Schmierblutungen)prophylaktisch eine Antibiose verabreicht, damit sich kein Infekt festsetzt?
Meine Freundin ist schwanger und blutet, Ihr Gynäkologe empfahl Ihr eine prophylaktische Gäbe eines Antibiotikums.Und da sie schon zum 3.Mal stark blutet, ist es schon die 3.Einnahme von jeweils unterschiedlichen Antibiotika.
Das das Blut letztendlich zu einer Infektion führen kann ist plausibel, bzw.dass das Hämatom sich superinfizieren kann, jedoch bin ich mir unsicher inwiefern eine prophylaktische Gäbe tatsächlich das Richtige ist.
Gibt es hier Erfahrungen dazu?
Viele Grüsse
Toma


  Re: Antibiotika bei Blutungen?
   mariechen74
schrieb am 07.08.2017 22:48
Hallo,
ich hatte von der 8.SSW bis 19.SSW immer wieder Blutungen, aber nie ein Antibiotikum. PH-Wert war immer in Ordnung und wegen der Blutungen habe ich prophylaktisch Progesteron und Magnesium bekommen und mich sehr geschont. Es wurde aber auch keine Ursache, wie ein Hämatom festgestellt, weiß nicht, ob es da anders ist....

LG, Mariechen


  Re: Antibiotika bei Blutungen?
   sonneblume1982
Status:
schrieb am 08.08.2017 07:49
Ich auch nie und ich hatte ja auch von Woche 6 bis 22 Blutungen in ganz starker Ausführung.


  Re: Antibiotika bei Blutungen?
   lilimarleen
Status:
schrieb am 08.08.2017 10:18
Liebe Toma,

wie weit ist Deine Freundin?
Du kennst meine Meinung zu den Antibiotika ja - im Nachhinein betrachtet finde ich besser zu viel / zu vorsichtig als zu wenig.
Bei mir hieß es immer "nö, da ist keine Infektion, wir kennen die Ursache für die Blutungen nicht". Beide Male hatte ich aber das Gefühl, eine Infektion zu haben, beide Male hat die Pathologie das dann bestätigt, beide Male hätte eine rechtzeitige Atibiose vielleicht mein Kind gerettet :-( Die Abstriche waren immer negativ, deshalb wollten die Ärzte nicht intervenieren…

Ich finde, so lange das jeweilige Medikament mit Embryotox vereinbar ist, sollte sie es auf jeden Fall nehmen. Im "Ernstfall", also bei einsetzenden Wehen o.ä. auch etwas Stärkeres.

Gut, dass sie einen Arzt hat, der die Blutungen ernst nimmt! Ist Progesteronmangel ausgeschlossen? Nimmt sie Utrogest o.ä.?

Alles Liebe und viele gedrückte Daumen, Lili

P.S. unser drittes Kind kam dann nach intensiver Antibiose VOR der Schwangerschaft und anschließendem FTMV gesund zur Welt


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 08.08.17 10:19 von lilimarleen.


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  Re: Antibiotika bei Blutungen?
   toma
schrieb am 08.08.2017 11:49
Danke Euch gürceure Erfahrungen!
Meine Freundin ist der 8.SSW,Progesteronspiegel ist top,das scheint nicht das Problem zu sein.
Sie hat sonst keine Anzeichen für eine Infektion,keine klinischen Symptome,Mikroskopie,pH Eert sind top,daher wundere ich mich über das Vorgehen.

Lilimarlen:herzlichen Glückwunsch,wie gut,dass alles gut gegangen ist.Du hast die Antibiose vor der Schwangerschaft gehabt?Weswegen?
LG Toma


  Re: Antibiotika bei Blutungen?
   lilimarleen
Status:
schrieb am 09.08.2017 21:08
Liebe Toma,

vielen Dank für die guten Wünsche!

Ich hatte in den beiden Schwangerschaften, in denen ich meine Söhne in der 15. bzw. 22. SSW tot zur Welt bringen musste, kurz zuvor das Gefühl gehabt, dass etwas nicht stimmt. Beide Male habe ich die Ärzte darauf hingewiesen, dass ich das Gefühl habe eine Infektion zu haben. Hatte Blutungen, aber die Abstriche waren immer negativ (einer davon sogar in der Uniklinik in Ffm).
Im Pathologiebericht stand beim 1. Mal "beginnende Amnioninfektion" (das habe ich aber erst später erfahren), beim 2. Mal "eitrige Amnioninfektion" (oder so ähnlich, ich mag jetzt nicht konkret reinschauen).
Nie, wirklich nie hatte ich in den Jahren zuvor auffällige Abstriche oder ähnliches. Mal nen Pilz, aber das wars. Nach der ersten Schwangerschaft folgten zwei biochemische SS, also ging ich zur Abortsprechstunde in die Uniklinik Bonn. Dort wurden zwar Ureaplasmen gefunden (Ureaplasma Urealyticum), man sagte mir aber, die hätte fast jeder und sie gehörten zur normalen Flora. Die Fehlgeburten seien wahrscheinlich immunologisch bedingt, ich bekam Intralipid, Prednisolon und Clexane verordnet. So ähnlich sah es meine Frauenärztin auch - Ureaplasmen seien "normal" und würden nicht behandelt. Selbst, als in der 2. Schwangerschaft die Probleme losgingen wurde nicht genauer geschaut, die "normalen" Abstriche waren negativ. Da mein 2. Sohn auch sehr auffällige Ultraschallergebnisse hatte (Hydrops Fetalis) und später eine Trisomie 21 durch den Bluttest festgestellt wurde, hat dann auch irgendwie keiner mehr nach den Infektionsanzeichen geschaut, wir hatten ja ganz andere Baustellen. Das bereue ich bis heute ganz bitterlich. Wie oft sage ich mir, ich hätte auf mein Bauchgefühl und nicht auf die Ärzte hören sollen. Dann hätte ich mir damals schon in der Schwangerschaft das entsprechende Medikament besorgt. :(

Erst danach habe ich angefangen zu recherchieren, was es mit den Ureaplasmen auf sich hat. Und sie stehen sehr wohl im Verdacht, die Ursache für habituelle Fehlgeburten zu sein. Es gibt wohl aggressivere und weniger aggressive Stämme. Aber da sie sehr selten festgestellt werden - die meisten sterben aufgrund zu langer Wege ins Labor oder der falschen Nährlösung ab, meistens wird auch gar nicht danach gesucht - sind sie nicht so sehr in der Diskussion. Da mir niemand ein Antibiotikum verordnen wollte habe ich dann auf eigene Faust recherchiert, wo die wenigsten Resistenzen auftreten, welche am besten wirken und nach welchem Schema andere Ärzte (u.a. Prof. Würfel in München) Antibiotika verordnen. Ich nahm daraufhin 3 Wochen Doxicyclin, dann 4 Wochen Pause, dann 12 Tage Avalox, dann wieder Pause, dann 7 Tage Azithromycin. War kein Problem, die im Türkeiurlaub in der Apotheke zu kaufen…

Man könnte das jetzt für anmaßend oder unverantwortlich halten. Aber ich war in vier verschiedenen Krankenhäusern (bin zwischendurch umgezogen) und keiner nahm das ernst bzw. hat niemand genau genug untersucht. Aber die nächste Schwangerschaft hielt. Und das sogar recht problemlos. Als ich in Speyer den FTMV gemacht bekam meinte die behandelnde Ärztin, dass man dort sehr wohl auf Ureaplasmen achten würde. Denn selbst, wenn die Schwangerschaft davon unbeeinträchtigt bliebe, würde dieser Keim bei einem eventuellen Frühchen auf der Neo massive Probleme bereiten und oft Neugeboreneninfektionen und Folgeschäden mit sich bringen. Doch vor der OP wurde alles gründlich untersucht und meine "Kur" hatte scheinbar angeschlagen - nix mehr nachweisbar. So konnte ich mich auch viel beruhigter auf den FTMV einlassen. Den ich vielleicht sogar gar nicht mehr gebraucht hätte, aber er gab mir auf jeden Fall ein sicheres Gefühl.

Hoffe, ich konnte Dir ein wenig weiterhelfen. Lese auch immer in der yahoo-Gruppe zum Blasensprung mit, bin aber kaum noch aktiv.
Wir sind sehr, sehr froh und dankbar für unseren kleinen Jungen! Wir feiern bald schon den 1. Geburtstag, kaum zu glauben…

Alles Liebe für Dich und ganz viele gedrückte Daumen für Deine Freundin!

Lili


  Re: Antibiotika bei Blutungen?
   toma
schrieb am 11.08.2017 12:17
Hallo Lilli, danke dir für deine ausführliche Antwort.
Ich denke es muss schon genau unterschieden werden, ob eine Infektion vorliegt oder nicht.Und du hattest ja eindeutig Symptome.
Ich wünsche Dir weiterhin Alles gute und freu mich in der Yahoo Gruppe von dir zu lesen, die anderen Frauen brauchen unsere Unterstützung so wie wir früher jemanden gebraucht haben, der uns geholfen hat.Daher bleib uns da erhalten und teile deine Erfahrungen!
Liebe Grüße
Toma




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