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  Reisewarnung für Schwangere in deutschen Regionen
   CaraHope
Status:
schrieb am 13.07.2017 10:11
Bewusste Panikmache in Form von einer plakativen "Reisewarnung!" bringt natürlich nichts, aber im Kern ist die Lage v.a. in manchen Regionen tatsächlich angespannt (siehe Hebammenmangel, geschlossene Geburtenstationen etc.). Wollte euch den Artikel jedenfalls nicht vorenthalten und vielleicht ist man in seiner Lieblingsurlaubsregion außerhalb Deutschlands ja sogar besser versorgt, als wenn man vorsichtshalber daheim urlaubt ;):

[www.focus.de]

Cara


  Re: Reisewarnung für Schwangere in deutschen Regionen
no avatar    desidera
Status:
schrieb am 13.07.2017 10:26
Ich finde den Artikel echt total schwachsinnig. Ich mein, klar, Deutschland hat ein Problem mit der Versorgung, aber das so aufzubauschen ist total unnötig. Und die Menschen die dort leben ziehen am besten mit der Einnistung sofort um...


  Re: Reisewarnung für Schwangere in deutschen Regionen
   selkai
Status:
schrieb am 13.07.2017 10:27
Hallo liebe Cara,

danke für Deinen Beitrag! Das ist schon ein bisschen reißerisch, aber die Kernaussage 'schlechte Versorgung von Schwangeren' leider nicht ganz von der Hand zu weisen...
Komme aus Bayern und habe selbst erfahren wie es ist, wenn die Hebammen in SSW 10 einem eine Absage erteilen, weil sie 'schon voll' sind, unser nächster Kreissaal hat über die Sommermonate geschlossen und selbst zwei der favorisierten Geburtsvorbereitungskurse waren in der 24. SSW schon voll.
Trotzdem glaube ich, dass man hier ganz toll Urlaub machen kann 😂. Auch als Schwangere 😂. Und ich persönlich würde ab der 36. SSW auch keine allzu große Sprüngen mehr machen.

Aber die entscheidende Frage ist: Was können wir tun? Gibt es eine Initiative/Unterschriftenaktion oder sonstiges, das auf dieses Problem hinweist? Kennt da jemand was? Vielleicht eine Seite im Internet?


  Re: Reisewarnung für Schwangere in deutschen Regionen
   CaraHope
Status:
schrieb am 13.07.2017 11:04
@Selkai: Hier gibt es z.B. Infos und Unterstützungsmöglichkeiten: [www.unsere-hebammen.de]


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  Re: Reisewarnung für Schwangere in deutschen Regionen
   selkai
Status:
schrieb am 13.07.2017 13:20
@Cara - Danke! Sowas hab ich gemeint! Da muss ich mir an die Nase greifen, dass ich mich noch nicht so dafür "interessiert" hab. Ich finde, das ist ein superwichtiges Thema und kann nicht genug Beachtung finden. Zumal tatsächlich manche Frauen hebammentechnisch leer ausgehen und im Wochenbett halt dann keine Betreuung haben.
Und eigentlich möchte ich schon ganz gern hier wohnen bleiben. Würde vielleicht helfen, wenn wir nicht so einen begehrten Arbeitsmarkt hätten... Dann würden die paar Hebammen, die noch bereit sind für den Lohn zu arbeiten auch reichen...


  Re: Reisewarnung für Schwangere in deutschen Regionen
   maulwurfn
schrieb am 14.07.2017 07:39
Hallo Selkai, kommst du zufällig aus der Erdinger Gegend? Komme da nur drauf wegen der Aussage, dass der Kreißsaal im nächsten KKH über den Sommer geschlossen hat.


  Re: Reisewarnung für Schwangere in deutschen Regionen
no avatar    Juna30
Status:
schrieb am 14.07.2017 15:19
"Bei normalen Verkehr könne es bis zum nächsten Kreißsaal über 45 Minuten dauern."

Das war in meiner Geburtsregion (hier im Bild übrigens nicht rot!) schon immer so. 50 Min. bis zum nächsten Kreissaal. In meiner gesamten Kindheit/ Jugend lernte ich genau 1 Person kennen, die auf dem Weg dorthin geboren wurde. Die meisten Geburten dauern ja doch zum Glück etwas länger als 45 Minuten.

Dass ein ganzes BL überall die gleichen Probleme stark ausgeprägt hat, stimmt wohl auch nicht *fluester* ich hab hier - auch spontan - die Wahl zwischen 6 Kliniken, die innerhalb von 15-30 Minuten zu erreichen sind. Das verdient nicht unbedingt eine orangene Farbe. Oder?


  Re: Reisewarnung für Schwangere in deutschen Regionen
   silberstuhl
Status:
schrieb am 15.07.2017 10:12
OMG! Hilfe!
Ich wohne in einem tiefroten Bundesland - und kann in 45 min 4 Kliniken und 2 Geburtshäuser erreichen.
Klar kann es dort in der touristischen Hochsaison mal etwas enger werden, aber ich habe bisher noch nie davon gehört, dass jemand abgewiesen wurde!

In einer Klinik mit 5 (!) Kreißsälen kamen in der letzten Woche innerhalb von 24 Stunden 26 Kinder zur Welt! Trotzdem wurde niemand an der Tür abgewiesen...


  Re: Reisewarnung für Schwangere in deutschen Regionen
   stubbornstar
schrieb am 15.07.2017 11:06
Fragt sich dann nur, wie schön das Geburtserlebnis der 26 Frauen war. ;)

Scherz beiseite, eine Freundin hat wegen überfüllter Kreißsäle und zu wenig Hebammen ihr Kind in einem normalen, winzigen Behandlungszimmer bekommen und war zeitweise sogar bei den Presswehen nur mit ihren Mann im Raum. Bis zur Nachversorgung dauerte es dann auch Ewigkeiten. Die Realität hatte da wenig mit den rosa Welt der Info Abende zu tun.

Eine Kollegin wurde im letzten Sommer bei der Klinik, wo sie angemeldet war, abgewiesen und sie wurde mit dem RTW in ein kleines Krankenhaus außerhalb der Stadt gebracht. Die Geburt war wohl ok, der Kreißsaal klein aber ganz nett. Dumm, dass sie kein Auto besitzen und der Mann jeden Tag ewig unterwegs war.

Und wenn man dann so etwas liest, im REICHEN Bayern!!!, dann kann man nur noch die Wut bekommen.

"Der Hebammenmangel wird immer gravierender: Das Klinikum Erding schließt nun wegen "schwerwiegender Personal-Engpässe" von Juli bis Ende September seinen Kreißsaal. Babys werden in der Kreisklinik vorerst nur noch per geplantem Kaiserschnitt auf die Welt kommen."
[www.sueddeutsche.de]

So etwas ist einfach Mist. Und wäre vermeidbar.


  Re: Reisewarnung für Schwangere in deutschen Regionen
   Beltaine
Status:
schrieb am 15.07.2017 19:56
Ich finde es ehlich gesagt schockierend, wie einige hier auf eine solche Nachricht reagieren. Ja, der Titel ist reißerisch, das Problem ist aber einfach vorhanden und wird immer dramatischer.

Ich wohne in einem Ballungszentrum und habe hoffentlich nicht solche Probleme, da ich ebenfalls mehrere Krankenhäuser zur Wahl habe, in ländlichen Gegenden sieht es allerdings ganz anders aus. Die Klink in Rostock, in der 26 Kinder innerhalb von 24h zur Welt gebracht wurden, ist nunmal die einzige Klinik in einem großen Umkreis. Die zweite Station in der Stadt hat vor 15 Jahren zugemacht (komme ursprünglich aus Rostock). Da können sie die Frauen ja schlecht abweisen, da es keine Ausweichmöglichkeit gibt. In ländlichen Gegenden ist es nunmal so, dass Frauen teilweise lange Fahrzeiten haben, um ins nächste Krankenhaus zu kommen, da die Kreißsäle in kleineren Krankenhäusern immer häufiger geschlossen werden. Ob das nun immer ein neues Problem ist oder wie Juna schrieb schon immer ein Problem war, sei mal dahin gestellt.

Hausgeburten oder Geburten in Geburtshäusern werden immer seltener, da die Versicherungssituation für Hebammen katastrophal ist. Frauen, die nichts über die Hebammensituation wissen und sich erst in der zweiten Schwangerschaftshälfte nach einer Hebamme für die Nachsorge suchen, finden keine mehr. Von dem Wunsch nach einer Beleghebamme mal ganz zu schweigen.

Und ich glaube kaum, dass sich die Autoren dieser Artikel es ausdenken, wenn sie schreiben, dass Frauen in den Wehen vom Krankenhaus abgewiesen wurden, weil keine Kapazitäten vorhanden waren. Gerade in großen Städten kann ich mir gut vorstellen, dass so etwas passiert, da es einfach die Möglichkeit gibt die Frauen woanders hinzuschicken.


  Re: Reisewarnung für Schwangere in deutschen Regionen
   selkai
Status:
schrieb am 19.07.2017 16:11
@maulwurf: Ja, genau! Konnte garnicht glauben, was ich in der Zeitung gelesen hab. Schockiert mich, dass es so weit kommen musste!

@Beltaine: Ich begreife auch nicht, wie lapidar manche die Situation abtun. Schließlich sind wir ALLE in der GLEICHEN SITUATION. Jeder von uns möchte in der Schwangerschaft bestmöglich versorgt werden. Was das für den einzelnen bedeutet (Vorsorge-, Nachsorge-, Beleghebamme, Geburtshaus, Hausgeburt oder was auch immer) ist dabei doch egal! Schön, wenn es für manche in Ordnung ist, 45 min zur nächsten Klinik zu fahren. Wenn wir von einer unproblematischen Geburt ausgehen, dann ist das bestimmt auch nicht so tragisch.
Vielleicht fühlt sich die werdende Mama mit dem Gedanken an 45 Minuten Autofahrt auch nicht besonders wohl. Bleibt einem wohl nur der Umzug in die Nähe einer Klinik. Am besten ab Einnistung, denn auch während der Schwangerschaft kann es gut und gerne zu Situationen kommen, die einen Krankenhausaufenthalt notwendig machen. Aber auch hier sind 45 min sicherlich überhaupt kein Thema.
Und ja, dass sie einen in der Wunschklinik dann doch nicht nehmen wegen Auslastung ist auch hier (nicht Erding) schon vorgekommen. Stell ich mir wunderbar vor, nach 45 min Autofahrt abgewiesen zu werden.
Und auch wenn in 24 Std. soundso viele Babys geboren werden (können): Sehr gut! Ich möchte aber lieber nicht von Hebammen, Ärzten, Krankenschwestern, Pflegern usw. behandelt/betreut werden, die an ihre Belastungsgrenze gehen müssen. Denn in solchen Fällen passieren Fehler. Und darauf können wir alle getrost verzichten.

Vielleicht also ein bisschen mehr Zusamenhalt. Sch***egal wie reißerisch der Artikel war, ob man jetzt selbst im Umkreis 27 Geburtskliniken hat oder nur eine: Die Versorgung von Schwangeren wird trotz des medizinischen Fortschritts immer, mmmh... knapper, enger gestrickt oder wie man es auch immer nennen will. Unsere Körper vollbringen Wunderbares! Wir haben ein Recht darauf, dass wir für unsere Bedürfnisse optimal versorgt werden. Nur scheint es, dass man hier immer mehr Einsparpotential sieht und nutzt und das kann es doch echt nicht sein, oder?




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