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  Re: Krankschreibung & wie geht's weiter...
   sonneblume1982
Status:
schrieb am 16.03.2017 21:54
Ich hatte auch Blutungen und ein BV vom Betriebsarzt. Mein Gyn hätte es mir aufgrund der Blutungen und der tiefsitzenden Plazenta auch ausgestellt.
Und ich hatte nur einen Bürojob


  Re: Krankschreibung & wie geht's weiter...
   Silvesterkind
Status:
schrieb am 16.03.2017 22:10
Zitat
+emmi+
eben. die tiefsitzende placenta führt zu blutungen. nicht die berufstätigkeit.
also gibts AU. auch wenn das zu finanziellen nachteilen führt.

wenn die arbeit nicht dem mutterschutzgesetz entspricht: BV vom AG
wenn berufstätigkeit zu einer gefahr für leib und leben der schwangeren/des kindes führt: BV durch arzt
wenn eine erkrankung zur gefahr für mutter oder kind führt: AU

weiß nicht, wo da ein verständnisproblem ist. sollte das schwere heben auf der arbeit zu vorzeitigen wehen führen, kann man über ein BV nachdenken. hier ist die ursache eine tiefliegende placenta. die resultert nicht aus dem beruf.

schließe mich berlink vollumfänglich an. die zitierten grundlagen sind ja da auch eindeutig.

Nein, so ist es definitiv nicht. Wie ich oben schrieb: es gilt zu unterscheiden zwischen einem BV das ausgesprochen wird, weil der Arbeitsplatz generell nicht schwangerschaftskompatibel ist (--->Betriebsarzt begutachtet und entscheidet) und einem individuellen Beschäftigungsverbot, das der Frauenarzt aussprechen darf, wenn das Leben und die Gesundheit von Mutter und/oder Kind gefährdet sind. Das muss mit dem Arbeitsplatz an sich nichts zu tun haben. Wenn eine Schwangere wegen Blutungen oder vorzeitige Wehen streng liegen muss, dann ist es total egal, was für einen Beruf sie sonst ausübt. Selbst zu einem Bürojob kann sich nicht hinfahren, da sie auf der Couch liegen muss. Würde sie aufstehen und zu ihrer Arbeit fahren, würde sie die Schwangerschaft gefährden. (Das war bei mir der Fall in meiner zweiten Schwangerschaft und ein klarer Grund für ein BV, das ich auch bekommen habe.) Der Grund für das BV liegt in diesem Fall sehr wohl in der schwangerschaftsbedingten Krankheit. Hier ist alles nochmal sehr schön und detailliert erklärt.

Was anderes wäre, wenn die TE eine schwangerschaftsbedingte Übelkeit oder Ischiaschmerzen hätte, denn damit würde sie die Schwangerschaft nicht wirklich gefährden, wenn sie arbeiten gehen würde. Dann wäre eine AU gerechtfertigt und kein BV. Auch eine einmalige, nicht starke Blutung würde erst zu einer AU führen. In diesem Fall ist also zu unterscheiden: gefährden die Blutungen und die tiefsitzende Plazenta ernsthaft die Schwangerschaft? Wenn ja--->BV Wenn nein--->AU

Was die TE zu Hause macht, ist außerdem wirklich irrelevant. Natürlich liegt es in ihrem Interesse, sich auch zu Hause zu schonen, das kann aber kein Arzt nachprüfen und hat mit dem BV nichts zu tun.


  Re: Krankschreibung & wie geht's weiter...
   berlink
Status:
schrieb am 16.03.2017 23:13
@sonneblume1982: Es gibt, wie schon beschrieben, Unterschiede. Musstest Du nicht sogar einige Wochen wegen starker Blutungen liegen, so dass Du Deinen Mann als Haushaltshilfe über die KK sozusagen angestellt hattest/anstellen lassen wolltest? Dein Arzt hat so entschieden, Dir ein BV zu geben. Sein Recht, sein Spielraum, seine Entscheidung, für die er die Verantwortung trägt. Das ist offenbar bei der TE anders.

@silvesterkind: In dem Fall und zu dem Zeitpunkt schätzt aber wohl offenbar diese Gyn. die Situation so ein, dass sie kein BV ausstellt. Das kann man gut finden oder nicht, es ist allein ihre Entscheidung und hat so ganz und gar nix mit dem hier tw. genannten negativen Bewertungen zu tun. Die TE bekam den Rat, nicht schwer zu heben. Ob sie den einhält oder nicht, ist Angelegenheit der Patientin. Für ein BV ist es - wie Du richtig schreibst - irrelevant, was zu Hause läuft. Die TE hat aber sinngemäß ausgeführt, dass sie dem Rat, sich mit dem Heben zurückzuhalten, wohl nur schwer folgen kann. Deswegen aber tritt kein BV ein. Wenn ein Aufstehen/Weg zur Arbeit eine Gefährdung darstellt, dann ist es eben genau dies: das Aufstehen und nicht die Beschäftigung an sich, nicht die Arbeit, die Beschäftigung als Gegenstand sozusagen. Daher würde auch hier ein AU dem Rechnung tragen.


3 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.03.17 23:59 von berlink.


  Re: Krankschreibung & wie geht's weiter...
   +emmi+
schrieb am 16.03.2017 23:18
in grenzfällen gilt:
behandlungsbedürftige erkrankung auch ohne arbeiten: GKV sprich AU
Gefährdung: BV


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  Re: Krankschreibung & wie geht's weiter...
   berlink
Status:
schrieb am 16.03.2017 23:51
@sonneblume:
hier hat eine anwältin im übrigen genau das beschrieben, was @emmi und ich sagen und im ärzteblatt nachzulesen ist.

[www.rund-ums-baby.de]


  Re: Krankschreibung & wie geht's weiter...
   Silvesterkind
Status:
schrieb am 17.03.2017 10:28
Diese Rechtsanwaltskanzlei sieht das scheinbar anders.

https://www.flegl-rechtsanwaelte.de/beschaeftigungsverbot-schwangerschaft

Demnach reichen sogar starke Rückenschmerzen um zu sagen, die Gesundheit von Mutter und Kind sei gefährdet. Aber, wie auch immer, wir können, glaube ich, stundenlang Links posten, die entweder der TE oder ihrer Ärztin Recht geben. Letztendlich ist es Ermessensache des Arztes und es gibt keine klare Richtlinie. Schon gar nicht in solchen Fällen, da die TE stark eingeschränkt ist und Blutungen hat, aber nicht streng liegen muss o.ä..
Es daher durchaus möglich, dass ein anderer Arzt die Situation anders bewertet.


  Re: Krankschreibung & wie geht's weiter...
   Befouryou
schrieb am 17.03.2017 17:05
Das stimmt nicht, sowohl der Arbeitgeber,als auch der Fa kann ein BV aussprechen.


  Re: Krankschreibung & wie geht's weiter...
   +emmi+
schrieb am 17.03.2017 18:33
  Re: Krankschreibung & wie geht's weiter...
   Befouryou
schrieb am 17.03.2017 19:04
Zitat
+emmi+
was stimmt nicht?

Was der Arbeitgeber der Threaderstellerin sagt.. Ein Arbeitgeber kann genauso wie der Arzt das BV aussprechen


  Re: Krankschreibung & wie geht's weiter...
   +emmi+
schrieb am 17.03.2017 19:07
Zitat
Befouryou
Zitat
+emmi+
was stimmt nicht?

Was der Arbeitgeber der Threaderstellerin sagt.. Ein Arbeitgeber kann genauso wie der Arzt das BV aussprechen

icg dachte, das wäre schon geklärt?


  Re: Krankschreibung & wie geht's weiter...
   Befouryou
schrieb am 17.03.2017 19:09
Zitat
+emmi+
Zitat
Befouryou
Zitat
+emmi+
was stimmt nicht?

Was der Arbeitgeber der Threaderstellerin sagt.. Ein Arbeitgeber kann genauso wie der Arzt das BV aussprechen

icg dachte, das wäre schon geklärt?


Da ich mir nicht eure Kommentare durchlese, sondern mich nur auf den Beitrag der Threaderstellerin beziehe,sollte es mir doch gestattet sein, meine Meinung und Erfahrung rein auf ihren Post kund zu tun.




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