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  Krankschreibung & wie geht's weiter...
   annebaby
Status:
schrieb am 15.03.2017 19:38
Hallo Mädels,
ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen oder auch gerne eure Gedanken mitteilen.
Meine Situation:
Ich bin zum zweiten Mal schwanger durch ICSI. Meine erste Schwangerschaft verlief bis zur 35. SSW gut, dann vorzeitiger Blasensprung und zwei Tage später war unser Schatz da...
Meine zweite Schwangerschaft ist gezeichnet von leichten bis starken Blutungen und in der 25. SSW wurde endlich mal festgestellt warum! Tiefliegende Plazenta die immer wieder anfängt zu bluten...
Ich soll mich schonen und nicht heben. (Was mit einem 2 jährigen Sohn eine Herausforderung ist!)
Meine Gyn schreibt mich seit 3 Wochen krank und will mich bis zum Mutterschutz krank schreiben! Das heißt für mich, ich falle ins Krankengeld und habe dadurch einen finanziellen Nachteil! Das möchte ich nicht und bitte seit Wochen darum, dass Sie mich ins BV schickt! Das kann Sie nicht, das könnte nur mein Arbeitgeber, so ihre Antwort! Mein Arbeitgeber sagt, dass sei Aufgabe meiner Gyn!
Warum trägt man das auf meinem Rücken aus & warum muss ich einen finanziellen Nachteil erdulden?!?
Ich bin Physiotherapeutin und arbeite in einem Krankenhaus.

Danke für eure Antworten und eure Gedanken zu diesem Thema!

LG annebaby


  Re: Krankschreibung & wie geht's weiter...
   penelope29
Status:
schrieb am 15.03.2017 19:50
Hallöchen Anne,
also ich finde die Aussage von deiner FA sehr komisch...ein Bv kann nur der Arzt aussprechen und niemals der Arbeitgeber. Ich bin auch gerade schwanger nach Icsi und war auch die ersten 6 Wochen krank geschrieben, da ich direkt ab positiv ne fette Überstimmu hatte und 10 Tage ins KH musste. Mein FA hat mich danach sofort BV gesetzt, da als Begründung alleine schon IVf/ Icsi reicht, zusätzlich arbeite ich im KH ( allerdings in der Verwaltung) und selbst da besteht eine hohe Ansteckungsgefahr. Als Physiotherapeut kannst du sofort ins Bv, da würde ich bei dem Arzt nochmal Drück machen oder auf den Hausarzt zurück greifen. Das ist total verantwortungslos...

Liebe Grüße und dir und den Spatz alles Gute!


  Re: Krankschreibung & wie geht's weiter...
   jennyeilig
schrieb am 15.03.2017 19:50
Dein Gyn kann es ausstellen wenn Gefahr für das wohl der Mutter oder fürs Kind besteht was bei dir der Fall ist. Würde dort nochmal nachhaken. Oder gegebenenfalls einen anderen gyn aufsuchen.


  Re: Krankschreibung & wie geht's weiter...
   Jalia1
schrieb am 15.03.2017 20:49
Bei mir war es der Betriebsarzt.
Wenn du im Kh arbeitest,dürfte es dort bestimmt auch einen geben und der könnte dich ins Bv schicken.


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  Re: Krankschreibung & wie geht's weiter...
   annebaby
Status:
schrieb am 15.03.2017 20:53
Die Betriebsärztin sagte mir, es sei Aufgabe meiner Gyn mich ins BV zu schicken! Ich fühle mich von beiden Seite nicht verstanden! Was mich auch sehr bewegt & traurig stimmt...


  Re: Krankschreibung & wie geht's weiter...
no avatar    Knuffi85
schrieb am 15.03.2017 20:56
Zitat
penelope29
Hallöchen Anne,
also ich finde die Aussage von deiner FA sehr komisch...ein Bv kann nur der Arzt aussprechen und niemals der Arbeitgeber.

Das stimmt so nicht. Mich hat damals meine Chefin ins BV geschickt.

LG und alles Gute. Knuffi


  Re: Krankschreibung & wie geht's weiter...
no avatar    Erdbeersahne
Status:
schrieb am 15.03.2017 21:01
Also zunächst kann ein BV sowohl ein Arzt aussprechen (wenn das Leben/Wohl von Mutter oder Kind gefährdet ist), aber auch der Arbeitgeber (wenn dein Arbeitsplatz nicht schwangeren-geeignet ist, das heißt es Gefährdungen oder Verstöße gegen das Mutterschutzgesetz gibt und er dir keinen alternativen Arbeitsplatz zur Verfügung stellen kann - er muss dazu nur eine Bescheinigung ausstellen und mit dieser bei der zuständigen Krankenkasse eine Erstattung der kompletten Lohnkosten aus der Umlageversicherung beantragen).
Bei einer Plazenta prävia sollst du dich ja grundsätzlich körperlich schonen und wenn es bis jetzt noch eine ist, muss man ja leider davon ausgehen, dass es so bleibt, bzw. das bis zur Geburt gilt - soweit ich jetzt weiß.
Einerseits besteht wenn du weiter arbeitest ja definitiv eine Gefahr für dich und das Kind bei starken Blutungen/körperlicher Überlastung. Andererseits ist es wohl auch dein Arbeitsplatz mit körperlicher Belastung, der ganz besonders ein Problem ist.
Ohne jetzt Experte zu sein würde ich sagen, dass beide eines ausstellen könnten.
Ich weiß auch nicht, warum sich da so angestellt wird. Der Arbeitgeber hat zum Beispiel keine Vorteile, wenn das jetzt die FÄ macht - das Geld aus der Umlageversicherung erhält er so und so, egal WER es ausstellt. Von daher kann ich das nicht nachvollziehen. Weil einen Bürojob könntest du ja vielleicht weiter machen...
Aber eher sollte das BV denke ich von der FÄ kommen. Oder denkt sie, dass es doch noch besser wird wegen der Plazenta??

Die Idee, zur Betriebsärztin zu gehen finde ich auch nicht so schlecht...


  Re: Krankschreibung & wie geht's weiter...
   berlink
Status:
schrieb am 15.03.2017 21:42
hallo,

wenn hier im folgenden link alles richtig ist, handelt die gyn. folgerichtig.
[www.aerzteblatt.de]

aus dem Artikel:

Vom individuellen Beschäftigungsverbot zu unterscheiden ist die Arbeitsunfähigkeit, welche entweder aus einer Erkrankung oder einem Unfall ohne Kausalzusammenhang zur Schwangerschaft entsteht oder sich aufgrund eines pathologischen Schwangerschaftsverlaufs entwickelt (zum Beispiel vorzeitige Wehentätigkeit, Blutungen, Gestosen). Arbeitsunfähigkeit (AU) liegt nach der Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses vor, wenn die Versicherte aufgrund von Krankheit ihre zuletzt ausgeübte Tätigkeit nicht mehr oder nur unter der Gefahr der Verschlimmerung der Erkrankung ausführen kann (§ 2 Absatz 1 Satz 1 AU-Richtlinie). Entscheidend ist also, dass hier Beschwerden vorliegen, welche einen Krankheitswert haben (6). Die Abgrenzung zum individuellen Beschäftigungsverbot ist nicht immer leicht, sollte aber immer gewissenhaft erfolgen (4).

Die finanziellen Folgen dürfen nie ausschlaggebend für ein BV sein!

aus dem Artikel:
Finanzielle Interessen der Arbeitnehmerin oder anderer Beteiligter dürfen nicht dazu führen, dass anstelle einer Arbeitsunfähigkeit ein Beschäftigungsverbot attestiert wird. Neben zivilrechtlichen Ansprüchen, können sich nach § 278 Strafgesetzbuch bei vorsätzlichem Handeln auch strafrechtliche Konsequenzen ergeben.

Aus dem, was Du geschrieben hast, trägt zumindest die Ärztin nichts auf Deinem Rücken aus, sie handelt im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen.


2 mal bearbeitet. Zuletzt am 15.03.17 21:46 von berlink.


  Re: Krankschreibung & wie geht's weiter...
   berlink
Status:
schrieb am 15.03.2017 21:53
@penelope:
Als Begründung reicht eine ICSI/IV ganz sicher nicht aus, wieso auch? Man muss auch ein BV nicht annehmen, übrigens. Ich war nach Übersimulation mit Zwillis schwanger und war ca. 1 moant AU und im Urlaub, und habe dann so ca. ab 10. ssw erstmal weiter auf Station in der Klinik gearbeitet.
Warum soll man als Physio direkt ins BV? Unsinn. Wenn der AG eine andere Stelle anbieten kann, muss das nicht direkt sein. Viele unserer Krankenschwestern sind dann eben statt auf der Station in den Ambulanzbereich gewechselt, andere blieben auf ihren Stationen und haben Pat. Begleitungen gemacht. Ärztinnen waren zumindest in "meiner" Klinik weiter auf ihren Stationen. Physios haben auch weiter gearbeitet, wenn gesundheitlich nichts dagegen sprach.


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 15.03.17 21:58 von berlink.


  Re: Krankschreibung & wie geht's weiter...
   annebaby
Status:
schrieb am 15.03.2017 22:02
Danke für eure Antworten.

Ich habe nächste Woche nochmal ein Termin bei der Betriebsärztin. Mal sehen was sie dazu sagt...


  Re: Krankschreibung & wie geht's weiter...
   Silvesterkind
Status:
schrieb am 16.03.2017 09:04
Es gilt zu unterscheiden zwischen einem BV, das daraus resultiert, dass die Arbeit grundsätzlich mit einer Schwangerschaft nicht kompatibel ist (schweres Heben, Arbeit mit Chemikalien, mit gefährlichen Menschen usw.) und einem BV, der aus einer Komplikation der Schwangerschaft resultiert, die das Leben des ungeborenen Kindes gefährdet. Im ersten Fall ist der Betriebsarzt zuständig (nicht der Chef!) , im zweiten Fall dein FA.

Ich hatte in der zweiten Schwangerschaft ein riesiges Hämatom an der Plazenta, was immer wieder für Blutungen gesorgt hat. Ich musste zwei Monate liegen und durfte nirgendwohin. Hätte sich das Hämatom gelöst, wäre das Leben meines Kindes gefährdet gewesen. Deswegen habe ich vom FA ein BV bekommen. Ich war aber auch zunächst an einen sturen Arzt geraten, der mir immer wieder Krankschreibungen gegeben hat. Dann bin ich zu einem anderen Arzt, der sehr sorgfältig und penibel ist und niemals gegen geltendes Recht verstoßen würde. Er meinte, in einem Fall, in dem das Leben des Kindes gefährdet ist (wie bei dir) darf der FA selbstverständlich ein BV aussprechen. Was nicht geht, und was viele Ärzte dennoch gerne tun, ist eine Schwangere ins BV zu schicken, weil sie Rückenschmerzen, zu niedrige Eisenwerte oder andere schwangerschaftsbedingte Wehwehchen hat. In so einem Fall ist nur eine Krankschreibung gerechtfertigt.

@berlink: Es kommt darauf an, wie heftig die Blutungen sind. Gefährden sie das Leben des ungeborenen Kindes, ist ein BV sehr wohl gerechtfertigt.


  Re: Krankschreibung & wie geht's weiter...
no avatar    Sweet Angel
Status:
schrieb am 16.03.2017 09:12
Das klingt so, als ob du bei meiner Gyn warst, die hat sich auch konkret geweigert mir ein BV auszusprechen, dabei hatte ich vorzeitige Wehen seit der 20. ssw, verkürzter Gebährmutterhals,es war eine reine Liegeschwangerschaft und lag insgesamt 4 Monate inder Schwangerschaft im Krankenhaus, nacher 7 Wochen an der Tokolyse. meine Jungs kamen bei 34+4ssw und dennoch hat sich meine Gyn geweigert mir ein BV auszustellen. Ich war seit der 8.ssw krank geschrieben (hatte noch bis 24.ssw mit starker Hypermensis zu kämpfen, daher so früh)

Solche verbohrten Frauenärzte gibt es leider, ich denke dir bleibt nur eine Möglichkeit und zwar den Gyn zu wechseln, bei meiner 2. Schwangerschaft hab ich diesbezüglich eine andere Gyn gewählt und da war das Thema alles überhaupt kein Problem.


  Re: Krankschreibung & wie geht's weiter...
   berlink
Status:
schrieb am 16.03.2017 10:45
Die TE hat sich eingangs nicht über dinge beklagt, weshalb sie ihre Arbeit nicht ausführen kann. Sie soll u.a. nicht schwer heben, was bei dem 2jährigen nicht gehe, so schreibt sie. Dafür aber gibt es kein BV. desweiteren beklagt sie finanzielle Nachteile. Auch das explizit kein Grund für ein BV. Der focus liegt hier im Finanziellen. Nachdem, was die TE bisher beschrieb , ist die Gyn. weder verbohrt noch trägt sie etwas auf dem Rücken der te aus. Siehe die Grundlagen für ein BV , was vom Arzt ausgestellt wird. Dabei geht es nicht um Gefälligkeiten. Wie der Arzt Spielräume nutzt, ist allein seine Sache, für die er letztlich auch die Verantwortung trägt.


  Re: Krankschreibung & wie geht's weiter...
   Sternchen1981
Status:
schrieb am 16.03.2017 16:32
Zitat
berlink
Die TE hat sich eingangs nicht über dinge beklagt, weshalb sie ihre Arbeit nicht ausführen kann. Sie soll u.a. nicht schwer heben, was bei dem 2jährigen nicht gehe, so schreibt sie. Dafür aber gibt es kein BV. desweiteren beklagt sie finanzielle Nachteile. Auch das explizit kein Grund für ein BV. Der focus liegt hier im Finanziellen. Nachdem, was die TE bisher beschrieb , ist die Gyn. weder verbohrt noch trägt sie etwas auf dem Rücken der te aus. Siehe die Grundlagen für ein BV , was vom Arzt ausgestellt wird. Dabei geht es nicht um Gefälligkeiten. Wie der Arzt Spielräume nutzt, ist allein seine Sache, für die er letztlich auch die Verantwortung trägt.

Sehe ich im Text der TE etwas anders. Sie schreibt von einer tiefsitzenden Plazenta, die auch immer wieder zu Blutungen führt. Auch ihr Beruf (Physiotherapeutin im Krankenhaus) kann als ein Grund für ein BV je nach Einsatzbereich/Stationen auf denen sie tätig ist herangezogen werden. Das mit dem heben und dem 2 jährigen ist etwas was zu der weiteren Problematik dazu kommt.
Wenn man immer wieder trotz objektiver Gründe die zumindest nach Schilderung der TE gegeben sind mit AU's abgespeist wird ist es nicht schön und es treten finanzielle Nachteile auf, die nicht sein müssen (natürlich nur bei Gründen die für ein BV sprechen, sind diese nicht gegeben hat man leider Pech gehabt - da bin ich Deiner Meinung). Besonders auch in Hinblick auf das Elterngeld.


  Re: Krankschreibung & wie geht's weiter...
   +emmi+
schrieb am 16.03.2017 18:09
eben. die tiefsitzende placenta führt zu blutungen. nicht die berufstätigkeit.
also gibts AU. auch wenn das zu finanziellen nachteilen führt.

wenn die arbeit nicht dem mutterschutzgesetz entspricht: BV vom AG
wenn berufstätigkeit zu einer gefahr für leib und leben der schwangeren/des kindes führt: BV durch arzt
wenn eine erkrankung zur gefahr für mutter oder kind führt: AU

weiß nicht, wo da ein verständnisproblem ist. sollte das schwere heben auf der arbeit zu vorzeitigen wehen führen, kann man über ein BV nachdenken. hier ist die ursache eine tiefliegende placenta. die resultert nicht aus dem beruf.

schließe mich berlink vollumfänglich an. die zitierten grundlagen sind ja da auch eindeutig.




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