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  Wichtige Info für Schwangere die Teilzeit arbeiten in Elternzeit
   TraumFrau
Status:
schrieb am 11.01.2017 16:06
Liebe Community,

Durch den Hinweis einer Bekannten bin ich auf etwas Wichtiges gestoßen.

Viele Frauen arbeiten ja nach einer Schwangerschaft und ggf. Pause dann Teilzeit in Elternzeit. Wenn man dann innerhalb der Teilzeit in Elternzeit erneut schwanger wird, gibt es eine Möglichkeit im Mutterschutz wieder sein volles Gehalt (und nicht nur ein Teilzeitgehalt) bezahlt zu bekommen. Dazu muss man nur dem Arbeitgeber schriftlich die vorzeitige Beendigung der Teilzeit in Elternzeit rechtzeitig mitteilen. Macht man das nicht, bekommt man wie gesagt deutlich weniger Geld im Mutterschutz. Die Regel gilt auch, wenn man im Beschäftigungsverbot ist! Das alles ist im Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz unter Paragraph 16, Absatz 3, Satz 3 geregelt.

Vielen meiner Freundinnen ist dadurch Geld durch die Lappen gegangen, viele Arbeitgeber wissen das auch nicht (oder stellen sich quer).

Vielleicht hilft das dem ein oder anderen von Euch.

Gerne beantworte ich Euch dazu weitere Fragen (sofern ich kann). LG


2 mal bearbeitet. Zuletzt am 11.01.17 16:18 von TraumFrau.


  Re: Wichtige Info für Schwangere die Teilzeit arbeiten in Elternzeit
no avatar    GlücklichSchwanger
Status:
schrieb am 11.01.2017 20:18
Interessant!
Bin zwar noch nicht soweit aber könnte ja hilfreich sein!
Habe 3 Jahre Auszeit und gegen Ende wohl wieder eine Kiwu Behandlung angedacht... falls ich dann etwas arbeite, wäre das ja diese Situation!
Danke :)


  Re: Wichtige Info für Schwangere die Teilzeit arbeiten in Elternzeit
   TraumFrau
Status:
schrieb am 11.01.2017 20:42
Ich denke selbst wenn Du innerhalb der Elternzeit gar nicht arbeitest besteht die Möglichkeit die Elternzeit dann vorzeitig zu beenden und das volle Mutterschutzgeld zu bekommen.

Der Gesetzestext lautet nämlich:
Die Elternzeit kann zur Inanspruchnahme der Schutzfristen des § 3 Absatz 2 und des § 6 Absatz 1 des Mutterschutzgesetzes auch ohne Zustimmung des Arbeitgebers vorzeitig beendet werden; in diesen Fällen soll die Arbeitnehmerin dem Arbeitgeber die Beendigung der Elternzeit rechtzeitig mitteilen.


  Re: Wichtige Info für Schwangere die Teilzeit arbeiten in Elternzeit
no avatar    Kurva
schrieb am 11.01.2017 21:04
...bringe ich denn da nicht u.U. meinen Arbeitgeber in Schwierigkeiten, wenn bspw. mein Teilzeit-Stellenanteil (zusammengezogen mit weiteren "freien" Teilzeit-Stellenanteilen von Kollegen) ausgeschrieben wurde und jemand auf der Stelle sitzt? Mein Arbeitgeber (bin Beamtin) zahlt dann den Teilzeitanteil ja doppelt aus, oder sehe ich das gerade falsch?
Lg Kurva


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  Re: Wichtige Info für Schwangere die Teilzeit arbeiten in Elternzeit
   TraumFrau
Status:
schrieb am 11.01.2017 21:35
Die Zeit des Mutterschutzes ist ja sehr begrenz (in der Regel 14 Wochen) und es steht Dir laut Gesetz zu. Ich würde mir da keine Sorgen machen ehrlich gesagt.


  Re: Wichtige Info für Schwangere die Teilzeit arbeiten in Elternzeit
   stubbornstar
schrieb am 11.01.2017 22:15
Laut meiner Anwältin ist die Beendigung der Teilzeit aber von der Zustimmung des Arbeitgebers abhängig. Die berühmte Teilzeitfalle. Steht in der Passage, dass das nicht während der Elternzeit gilt?
Ich knobel nämlich gerade noch herum, was ich als niedrigste Teilzeit dauerhaft stemmen könnte, falls mein Arbeitgeber mich nicht in Vollzeit nach drei Jahren zurück lässt.


  Re: Wichtige Info für Schwangere die Teilzeit arbeiten in Elternzeit
   Nozilla
schrieb am 11.01.2017 23:09
Zitat
Kurva
...bringe ich denn da nicht u.U. meinen Arbeitgeber in Schwierigkeiten, wenn bspw. mein Teilzeit-Stellenanteil (zusammengezogen mit weiteren "freien" Teilzeit-Stellenanteilen von Kollegen) ausgeschrieben wurde und jemand auf der Stelle sitzt? Mein Arbeitgeber (bin Beamtin) zahlt dann den Teilzeitanteil ja doppelt aus, oder sehe ich das gerade falsch?
Lg Kurva

Der AG bekommt dein Mutterschaftsgeld über das U2 Umlageverfahren wieder zurück. Deshalb hatte ich überhaupt kein schlechtes Gewissen die EZ für die Große vorzeitig zu beenden (und die nicht genommene EZ an die EZ des Babys dran zu hängen.) ;-)

LG Nozilla


  Re: Wichtige Info für Schwangere die Teilzeit arbeiten in Elternzeit
no avatar    Luzie***
schrieb am 11.01.2017 23:30
Zitat
stubbornstar
Laut meiner Anwältin ist die Beendigung der Teilzeit aber von der Zustimmung des Arbeitgebers abhängig. Die berühmte Teilzeitfalle. Steht in der Passage, dass das nicht während der Elternzeit gilt?
Ich knobel nämlich gerade noch herum, was ich als niedrigste Teilzeit dauerhaft stemmen könnte, falls mein Arbeitgeber mich nicht in Vollzeit nach drei Jahren zurück lässt.

Ich habe für meine Teilzeit in EZ einen befristeten Teilzeitvertrag mit meinem AG geschlossen. Nach Beendigung (bzw. Kündigung) der Teilzeit und Ende der EZ gilt wieder der normale Vollzeitarbeitsvertrag.


  Re: Wichtige Info für Schwangere die Teilzeit arbeiten in Elternzeit
   stubbornstar
schrieb am 11.01.2017 23:34
Das hat mir die Anwältin auch geraten, die Frage ist, ob sich mein AG darauf einlässt...


  Re: Wichtige Info für Schwangere die Teilzeit arbeiten in Elternzeit
   TraumFrau
Status:
schrieb am 11.01.2017 23:42
@ stubbornstar

Im Falle einer erneuten Schwangerschaft brauchst Du eben nicht die Zustimmung des Arbeitgebers. Die entsprechende Stelle im Gesetzestext habe ich Dir fett markiert. Ich habe das auch Telefonisch von der Servicestelle des Bundesministeriums für Familie bestätigen lassen.

(3) Die Elternzeit kann vorzeitig beendet oder im Rahmen des § 15 Absatz 2 verlängert werden, wenn der Arbeitgeber zustimmt. Die vorzeitige Beendigung wegen der Geburt eines weiteren Kindes oder in Fällen besonderer Härte, insbesondere bei Eintritt einer schweren Krankheit, Schwerbehinderung oder Tod eines Elternteils oder eines Kindes der berechtigten Person oder bei erheblich gefährdeter wirtschaftlicher Existenz der Eltern nach Inanspruchnahme der Elternzeit, kann der Arbeitgeber unbeschadet von Satz 3 nur innerhalb von vier Wochen aus dringenden betrieblichen Gründen schriftlich ablehnen. Die Elternzeit kann zur Inanspruchnahme der Schutzfristen des § 3 Absatz 2 und des § 6 Absatz 1 des Mutterschutzgesetzes auch ohne Zustimmung des Arbeitgebers vorzeitig beendet werden; in diesen Fällen soll die Arbeitnehmerin dem Arbeitgeber die Beendigung der Elternzeit rechtzeitig mitteilen. Eine Verlängerung der Elternzeit kann verlangt werden, wenn ein vorgesehener Wechsel der Anspruchsberechtigten aus einem wichtigen Grund nicht erfolgen kann.


  Re: Wichtige Info für Schwangere die Teilzeit arbeiten in Elternzeit
   TraumFrau
Status:
schrieb am 11.01.2017 23:45
Das schrieb die Servicestelle des Bundesministeriums für Familie meiner Freundin auf die Frage, ob man die Elternzeit vorzeitig beenden kann:

Die vorzeitige Beendigung der Elternzeit hat zur Folge, dass das ruhende Arbeitsverhältnis in der Mutterschutzfrist in vollem Umfang wieder auflebt. Somit besteht für den (verbleibenden) Zeitraum der Schutzfristen auch ein Anspruch auf den Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld gemäß § 14 Mutterschutzgesetz (MuSchG). Die Höhe des Arbeitgeberzuschusses richtet sich nach der Höhe des Arbeitsentgeltes, das die Arbeitnehmerin nach Beendigung der Elternzeit wieder verdient hätte, wenn sie sich nicht in der neuen Mutterschutzfrist befinden würde.

Dieser Anspruch ist nicht davon abhängig, dass die Arbeitnehmerin nach Beendigung der Elternzeit eine tatsächliche Arbeitsleistung erbracht hat. Die Höhe des Arbeitgeberzuschusses richtet sich in diesem Fall nach dem Arbeitsentgelt für das Arbeitsverhältnis, das nach Ablauf der Elternzeit wieder aufgelebt wäre, wenn nicht die neue Mutterschutzfrist eingetreten wäre. Dies stellt sicher, dass die Arbeitnehmerin in der Mutterschutzfrist finanziell nicht schlechter gestellt wird und das Entgelt erhält, das sie nach Beendigung der Elternzeit wieder verdient hätte, wenn sie sich nicht in der neuen Mutterschutzfrist befände.
Es ist zwar richtig, dass nach dem Wortlaut des § 14 Absatz 1 Satz 2 MuSchG grundsätzlich die letzten drei abgerechneten Kalendermonate vor Beginn der Mutterschutzfristen zur Berechnung des Arbeitgeberzuschusses zum Mutterschaftsgeld herangezogen werden. Dieser Satz kann aber dann nicht herangezogen werden, wenn die Frau während dieser Zeit Elternzeit (ggf. mit geringerem Einkommen) in Anspruch genommen hat. In diesem Fall muss entweder auf den Zeitraum vor der Elternzeit und somit in der Regel auf den Zeitraum vor der Mutterschutzfrist des älteren Kindes abgestellt werden oder eine gleichartig Beschäftigte nach § 14 Absatz 1 Satz 7 MuSchG herangezogen werden. Dies ergibt sich aus dem Sinn und Zweck der Vorschrift.
Dem Arbeitgeber entstehen keine zusätzlichen Kosten: im Rahmen des U2-Umlageverfahrens der gesetzlichen Krankenkassen werden den Arbeitgebern auf Antrag die Aufwendungen bei Mutterschaft bis zu 100 % von den Krankenkassen erstattet. Erstattungsfähig sind der Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld nach § 14 MuSchG, die Entgeltfortzahlung bei Beschäftigungsverboten während der Schwangerschaft nach § 11 MuSchG und die auf diese Leistungen entfallenden Arbeitgeberanteile an Beiträgen zur Sozialversicherung sowie Beitragszuschüsse des Arbeitgebers zu einer privaten Kranken- und Pflegeversicherung.

Eine Arbeitnehmerin, die während der Elternzeit in Teilzeit arbeitet, erhält, wenn sie Ihre laufende Elternzeit aufgrund neuer Mutterschutzfristen vorzeitig beendet, während der Mutterschutzfristen (sofern anspruchsberechtigt) Mutterschaftsgeld der Krankenkasse sowie den Arbeitgeberzuschuss bemessen am ursprünglichen Einkommen aus dem Hauptarbeitsverhältnis. Beendet sie ihre Elternzeit nicht vorzeitig, erhält sie neben dem Mutterschaftsgeld den Arbeitgeberzuschuss bemessen an der Höhe des Teilzeitverdienstes.

Eine Arbeitnehmerin, die während der Elternzeit nicht in Teilzeit arbeitet, erhält, wenn sie Ihre laufende Elternzeit auf Grund neuer Mutterschutzfristen vorzeitig beendet, während der Mutterschutzfristen (sofern anspruchsberechtigt) Mutterschaftsgeld der Krankenkasse sowie den Arbeitgeberzuschuss bemessen am ursprünglichen Einkommen aus dem Hauptarbeitsverhältnis. Beendet sie ihre Elternzeit nicht vorzeitig, erhält sie nur das Mutterschaftsgeld der Krankenkasse.




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