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  Deprimiert, sorry fürs jammern
   ihope
Status:
schrieb am 06.08.2017 15:00
Ich weiß nicht wo ich sonst meinen Frust rauslassen kann, bitte verzeiht meine ego Post hier.
Heute ist Pu+10, alle 10er Baby Tests bislang negativ, kein Hauch.
Ja, zu früh um aufzugeben.
Nach 3 Jahren Kiwu Behandlung (insgesamt. 11 "ach so schöne blastos", biochem.ssw, fg, oder keine Einnistung) bin ich mehr Realist und Pessimist als Optimist. Und da liegt das Problem: mein Mann wirft mir das sehr vor, "wie solle das mit meiner Einstellung klappen. Solle doch endlich mal positiv denken".
Ja, wir haben diesmal endlich gute Vorraussetzungen mit 6 Embryonen nach PGS.
1. TF negativ.
Jetzt 2.TF: Ja, ich denke schon früher als notwendig darüber nach was ich tue wenn wieder negativ als mich auf ein positives Ergebnis zu konzentrieren. Vor 3 Jahren war das nicht so, und: es hat keinen Unterschied gemacht.
Ich darf keine Sorgen oder Zweifel äußern, dass der Versuch negativ sein könnte, er will das nicht hören, weil er damit ganz anders umgeht und MEGA positiv ist, schön, aber ich bleib irgendwie auf der Strecke.
Unsere Beziehung ist verliebt, stabil, vertraut, harmonisch: außer in diesen aktiven Kiwu Zeiten, die Zeit nach dem TF ist am schlimmsten. Da streiten wir viel und driften auseinander anstatt halt zu geben.
Es deprimiert mich, es ist so traurig und ich schaffe es nicht zu ändern. Konkret darüber zu sprechen wird derzeit in der WS konsequent abgeblockt.
Manchmal Zweifel ich so stark, dass ich mir denke den Kiwu aufzugeben wäre für unsere Beziehung besser. Oder wir wären eh keine guten Eltern, wenn wir in schwierigen Zeiten uns so wenig gegenseitig helfen können.
So jetzt hab ich das mal ausgesprochen oder niedergeschriebn. Das tut gut. Ein bisschen wirr, aber bin auch sehr aufgewühlt durch alles und in der WS.
Sorry nochmal für das Ego Gejammer, ihope/ipsi


  Re: Deprimiert, sorry fürs jammern
no avatar    Alvar
schrieb am 06.08.2017 15:32
Hallo ihope,

also die Einstellung hat nichts damit zu tun, ob es klappt oder nicht. Aber ich kann auch deinen Mann verstehen, dass er nichts negatives von dir hören will. Bei mir und meinem Mann ist es genau andersherum. Ich verkrafte es nicht, wenn er immer sagt, es ist doch eh negativ, dass macht mich unnötig traurig und ich finde es unfair wenn er diese Gedanken nicht wenigsten in den zwei Wochen Warteschleife für sich behalten kann. Aber ich finde der Mann muss in dieser Situation mehr Rücksicht nehmen, da die Emotionen der Frau durch die Hormone sowieso so durcheinander sind. An PU +10 ist es zu früh für einen Test, aber das weißt du sicher selbst.

Ich drücke dir die Daumen


Alvar


  Re: Deprimiert, sorry fürs jammern
   Wolkenmusik
Status:
schrieb am 06.08.2017 16:40
Liebe IHope,

fühl dich bitte bloß nicht zusätzlich schlecht, weil du nach den bisher fehlgeschlagenen Versuchen einfach nicht mehr optimistisch sein kannst. Ich finde das total verständlich. Es ist natürlich wirklich schwierig, wenn dein Mann ganz anders "tickt". Ich bin mir aber sicher, dass sein grenzenloser Optimismus halt einfach nur Hoffnung ist und er unbewusst vielleicht auch versucht, dich auch ein wenig aufzubauen und hoffnungsvoller zu stimmen. Es geht ja jeder anders mit seinen Gefühlen um.
Ich schließe mich aber Alvar an, dass man bei einer Kiwu-Behandlung schon mehr Rücksicht auf die Frau nehmen sollte und ihr nicht auch noch Vorwürfe machen sollte, dass es angeblich wegen der schlechten Einstellung scheitert. Das ist Quatsch!

Mich erinnert das ein bisschen an die WS mit meinem eigenen Mann: Ich traue mich dann auch immer kaum zu sagen, dass ich sicher bin, dass es schon wieder nicht geklappt hat. Mein Mann hat mir da auch schon vorgeworfen, dass es nur daran gescheitert ist - hätte ich einfach den Bluttest abgewartet und nicht schon vorher die Flinte ins Korn geworfen... Ich weiß, dass es einfach seine Traurigkeit und Frust ist - irgendjemand muss ja Schuld sein, dass es nicht geklappt hat. Mittlerweile behalte ich meine Gefühle während der WS für mich und wir sprechen dann halt erst über das definitv negative Ergebnis. Eine optimale Lösung ist das natürlich auch nicht, aber evtl. wäre das auch ein Weg für euch, wenn dein Mann so gar nicht darüber reden mag?

Ich wünsche dir, dass es diesen Zykus evtl. doch noch klappt/geklappt hat!

LG, Wolkenmusik


  Re: Deprimiert, sorry fürs jammern
   childwish2015
schrieb am 06.08.2017 18:35
du darfst dich hier ruhig auskotzen, das sollst du sogar. 3 Jahre behandlung und immer wieder Rückschläge sind schrecklich. wir versuchen es seit 2 Jahren und ich bin schon fast am zerbrechen. bei mir ist das ähnlich wie bei dir, ich mache mir auch kaum Hoffnungen weil man auch einfach schon so viel schlimmes mitgemacht hat und man sich fragt wer einem hier das recht gibt ernsthaft noch mit einem positiv und einer Schwangerschaft zu rechnen, wenn es bisher auch nicht geklappt hat. mein mann baut mich sehr gut auf und ist felsenfest davon überzeugt dass wir Eltern werden. aber es geht auch nicht spurlos an uns vorbei. du arme, echt. was sagen denn die Ärzte woran es vermutlich bei euch liegt? habt ihr mal die Klinik gewechselt bzw. ein anderes protokoll probiert? wenn du schreibst dass du so viele schöne blastozysten hattest, ist das ja eigentlich ein tolles Zeichen, genau das ist nämlich unser problem. alles ist super bis auf meine Zellteilung. toll. diese kommt wohl von der endometriose, dass sie so schlecht ist. ich mache diverse Therapien (Akupunktur, chinesische Medizin) und versuche über den weg die Qualität zu verbessern. da wir wie auch ihr jetzt Selbstzahler sind geht das langsam auch finanziell an die Substanz, obwohl wir gut bezahlte jobs haben. wenn es nur mal klappen würde! dann wäre das geld ja auch egal! aber so gibt man ständig tausende von euro aus für nix

*rauchen2*

ich wünsche dir von herzen dass es bald klappen wird, denn unsere Kinder wären die größten und geliebtesten Kinder. kopf hoch! redet ihr manchmal auch über Themen wie Leihmutterschaft bzw. adoption? ich brauche immer eine backup Lösung, aber mein mann will davon noch nichts wissen. wobei du mit tollen bastozysten da deutlich bessere Chancen auf erfolg hättest als ich mit schlechter Zellteilung :(((


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  Re: Deprimiert, sorry fürs jammern
   ihope
Status:
schrieb am 07.08.2017 09:22
Liebe Alvar! Liebe Wolkenmusik!
Vielen lieben Dank für eure Antworten und Worte, die mir sehr geholfen haben.
Ich habe gestern das Thema "es könne ja auch negativ sein" noch einmal ganz vorsichtig angeschnitten und dabei ganz klar erkannt, wie weh es meinem Mann tut. Er stellt sich dann die Frage Warum? auf die es aber keine greifbare Antwort gibt. Und solange er nicht muß (sprich vorgeschriebener BT von der Kiwuklinik) kann und will er sich nicht damit auseinandersetzen.
Ich habe- auch dank eurer Berichte einfacher- für mich akzeptieren können, dass wir da komplett unterschiedlich ticken ohne dass unsere Beziehung dadurch "schlecht" ist. Ich brauche halt für mich Plan A/B/C, das beruhigt mich und gibt mir ein sichereres Gefühl in diesem emotionalen Ausnahmezustand. Zumindest bislang.
Viele liebe Grüße, ihope




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