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  Erfahrungswissen von low-responderinnen und Niedrig-AMHlerinnengefragt:-)
   Ringfinger
schrieb am 21.04.2017 07:32
Liebe Mitleserinnen,

ich suche Ideen wie ich meine magere Eizellausbeute verbessern koennte, bevor ich in meine 3. ICSI starten werde.
Also, zu mir, bin 36Jahre, AMH ca.0.7, FSH niedrig (TAG 3: 7,5).

Meine erste ICSI im Agonisten-Protokoll musste nach Tag 6 der Downregulierung mit Decapeptyl abgebrochen werden, wegen Unvertraeglichkeit des Medikamentes.
Danach Wechsel auf Antagonistenprotokoll (300UI Puregon ab 5. Zyklustages, und dann 5x Urgulutran als Antagonist, Ausloesen mit Ovitrelle an BeginnStimu+10.) Es wuchsen 5 Follis heran, davon konnten 2 punktiert und eine dann befruchten werden und am Tag 2 als 2-Zeller transferiert werden (neg).

Was haltet ihr von einer niedrigen Stimulation, dafuer aber auf einen laengeren Zeitraum verteilt? Oder sollte das Puregon ersetzt werden? Oder ist das eine durchschnittliche Ausbeute mit meinen Voraussetztungen und ich muss mich damit zufrieden geben? Meine Aerztin hat nur immer wieder betont, dass ich mit meinem guten FSH wert gut auf Stimmu ansprechen werde, das kommt mir nun gerade nicht so vor.

Freue mich sehr ueber eure Erfahrungswerte.
Ringfinger


  Re: Erfahrungswissen von low-responderinnen und Niedrig-AMHlerinnengefragt:-)
no avatar    Lucy0803
Status:
schrieb am 21.04.2017 08:55
Hallo!

Also bei einem AMH von 0,7 würde ich mal sagen, dass nicht viel mehr Follis rauszuholen sind. Zu deiner Frage, ob das also eine durchschnittliche Ausbeute für deine Voraussetzungen wäre... Ähh „ja“. Sehr gut ist aber, dass dein FSH offenbar noch nicht erhöht ist, somit hast du bestimmt noch gute Chancen.

Ich hatte mit 31 Jahren einen AMH von ca. 0,3.
Die ersten 3 ICSIs mussten entweder vor oder nach der PU abgebrochen werden, weil ich keine Follis bzw EZ hatte. Bei der 4. ICSI in einer anderen Klinik hatte ich dann 2 EZ, davon wurde 1 befruchtet und ist jetzt schon 3 Jahre alt :-)

Wenn ich nun den positiven Versuch revue passieren lassen, was anders war im Vergleich zu den ersten 3 (vielleicht hilft dir das ja weiter):

- Es wurden vor Stimu-Beginn die Antralfollis gezählt. Ich hatte 2 Follis, also wurde gestartet. In der ersten Klinik wurde einfach sinnlos drauf los stimuliert, obwohl die Voraussetzungen schlecht waren.



- Engmaschige US-Kontrollen. Insgesamt hatte ich zwischen Stimu-Beginn und PU 4x einen US, so konnte der bestmögliche Auslösezeitpunkt bestimmt werden, um auch bestimmt keinen der wenigen wertvollen Follis bzw EZ zu gefährden. Dadurch konnten aus den 2 Follis 2 reife EZ gewonnen werden.


- Blutabnahme vor der PU (hatte ich in der 1. Klinik auch nie).


- 3 Monate vor der Stimu DHEA-Einnahme. Tgl. 50 mg.
Ansonsten noch Top-Vitamin D Spiegel angestrebt und tgl. Kräuterblutsaft.
(weiß man ja nie, was hilft, aber ganz umsonst war`s m.M. nach definitiv nicht).

In der Klinik, in der ich den positiven Versuch hatte, wurde mir gesagt, dass es immer besser wäre bei niedrigem AMH die ersten Tage erstmal hoch zu stimulieren und dann die Dosis sukzessiv zu reduzieren.
Soweit ich mich noch erinnern kann musste ich mit 450 IE Fostimon starten (sorry, ich weiß leider nicht mehr wie lange). Nach diesen paar Tagen habe ich Fostimon auf 300 IE reduziert und Merional kam dazu (dieses wurde wiederum tageweise gesteigert). Ausgelöst habe ich mit Ovitrelle.

Meine Daumen sind gedrückt und nicht aufgeben!!

lg


  Re: Erfahrungswissen von low-responderinnen und Niedrig-AMHlerinnengefragt:-)
   Merle_77
schrieb am 21.04.2017 09:35
Liebe Ringfinger,

mein AMH lag vor 3 Jahren auch bei ca. 0,7, bei den ersten beiden ICSIs hatte ich damit 7 bzw. 6 Eizellen. Der AMH ist dann weiter gefallen, vor einem Jahr lag er bei 0,19, seitdem habe ich nicht mehr messen lassen.

Innerhalb des letzten Jahres, d.h. seit dem niedrigen Wert, hatte ich 4 Versuche. Dabei musste zweimal abgebrochen werden (einmal keine verwertbaren Eizellen, einmal vorzeitiger Eisprung). Bei den anderen beiden Versuchen hatte ich jeweils 4 Eizellen, davon einmal 2 Embryonen, einmal 1.

Mein "Standard"-Protokoll ist ein Antagonistenprotokoll mit 300 Einheiten Menogon und 75 Einheiten Gonal, ab 7. ZT Cetrotide zur Eisprungunterdrückung.

Ich denke allerdings, jede Frau reagiert da anders. Meine Ärztin hat daher ein bisschen mit mir "rum probiert", ob ich bei anderem Behandlungsplan vielleicht eine größere Ausbeute habe. War aber nicht so. Das wurden dann die gescheiterten Versuche...

Ob man mit Nahrungsergänzungsmitteln und gesunder Ernährung irgendwas pushen kann, daran scheiden sich glaube ich die Geister. Ich selbst hab allerdings auch schon einiges probiert. Femibion und Vitamin D soll ich sowieso nehmen. Ansonsten versuche ich, so gesund wie möglich zu leben, vor allem viele Vitamine, Gemüse, Nüsse, Leinöl, Vollkorn,... Außerdem hab ich die letzten Male noch Q10 und L-Arginin genommen und die "Feigenkur" gemacht. Ob irgendwas geholfen hat - keine Ahnung...

Alles Gute!

Merle


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 21.04.17 13:51 von Merle_77.


  Re: Erfahrungswissen von low-responderinnen und Niedrig-AMHlerinnengefragt:-)
   Giannina9
Status:
schrieb am 21.04.2017 11:52
Liebe Ringfinger,
Ich bin 33 und mein AHM ist bei 0.42. Also auch sehr schlecht.
Ich stimuliere jetzt den zweiten Versuch. Beides mal Antagonistenprotokoll mit 225 Puregon und 2 Ampullen Menogon.
Die erste Ausbeute waren 3 Eizellen, nur 1 konnte befruchtet werden. Mal schauen wieviele es diesmal werden.
Ich hab mich dann auch versucht schlau zu machen und nehme seitdem das DHEA aber 75mg. Zusätzlich Vitamin D und Q10 und natürlich Folsäure.
Ich hab auch meine Schilddrüse nochmal checken lassen und die Werte waren zwar an sich ok, aber an der Grenze und bei kinderwunsch etc ist es besser wenn sie niedriger sind, daher nehme ich jetzt auch noch l-thyroxin (50).
Alles in allem ist es aber so, dass mir die Ärzte jetzt nicht zu grosse Hoffnung machen, dass es mal viel mehr Eizellen werden, der Wert ist nunmal niedrig.
Aber ich denk mir, jede Eizelle zählt, daher der VitaminCocktail.
Speziell zum DHEA sei gesagt: es gibt Studien aus Amerika, die besagen, dass das DHEA sich positiv auswirken kann. Leider sind es noch recht wenige Studien, so dass man von keinem Arzt ein eindeutiges "Ja" dazu hören wird, da es so noch kein gesichertes Ergebnis ist. Aber ich hab sie mir durchgelesen und auch mein Mann (selbst Arzt und hat daher eindeutig mehr davon verstanden als ich) und sie klingen jedenfalls vielversprechend :-)

Ich drück dir die Daumen.
Viele Grüße


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  Re: Erfahrungswissen von low-responderinnen und Niedrig-AMHlerinnengefragt:-)
   CaraHope
schrieb am 21.04.2017 12:22
Mein AMH war altersgemäß auch nicht mehr so hoch, allerdings reagierten meine Eierstöcke super und ich hatte stets viele Antralfollikel am Start. Die würde ich vor einer Stimu auch mal zählen lassen. Bei mir war also immer weniger Stimu mehr, weil ein guter FSH-Wert vorhanden war, und das im Antagonistenprotokoll und ohne Progynova im Vorzyklus. Eine hohe Dosis erbrachte hingegen nur ein ungleiches Wachstum, sodass alles in ein paar wenige Eizellen schoss und früher punktiert werden musste.

Ich drück dir auch die Daumen!

Cara


  Re: Erfahrungswissen von low-responderinnen und Niedrig-AMHlerinnengefragt:-)
   lissi22
schrieb am 21.04.2017 19:49
Hallo du,

bin 33 habe einen AMH von 0,5 und normalen FSH Wert.
Habe 4 stimulierte ICSIS gemacht , 2 im langen, 2 im kurzen Protokoll. Immer verschiedene Medis. Nur einmal kam es zum Transfer, da hatten wir 6 Eizellen, sonst waren es 1-4 Eizellen, die sich nicht haben befruchten lassen oder unbrauchbar waren.

Inzwischen bin ich bei NC ICSI angelangt. Keine Hormone. Man entnimmt die eine sich bildende Eizelle. Bisher leider auch nicht erfolgreich. Einmal war die Eizelle unreif und einmal schon gesprungen. Nächste Woche ist der dritte NC Versuch.
Aber großer Vorteil bei NC: keine Hormone, keine Narkose, viel geringere Kosten , man kann es jeden Zyklus versuchen.
Die Enttäuschung, wenn es nicht klappt, ist auch nicht so schlimm, weil man nicht vorher so viel geopfert hat (spritzen, Ultraschall usw...)

Viel Erfolg uns allen hier!


  Re: Erfahrungswissen von low-responderinnen und Niedrig-AMHlerinnengefragt:-)
   Freya_tami
schrieb am 21.04.2017 23:21
Hallo, mein Arzt - der speziell sehr viel Erfahrung mit Lowies und älteren Kinderwunsch-Frauen hat - ist generell der Meinung, dass Viel nicht unbedingt Viel bringt. D.h, bei niedrigem AMH lieber auch niedriger dosiert stimuliert werden sollte.
Vor meiner 1. ICSI hatte ich einen AMH von nur 0,14. Trotz Stimu mit 3 Amp. Menogon (+Synarela zur Downregulierung) hatte sich nur ein Follikel gebildet, der war leider auch noch leer. Der Doc meinte, dass bei mir das Synarela eventuell die Eierstöcke lahm gelegt hat. Das wäre möglich, wenn die Eierstockfunktion schon sehr beeinträchtigt ist.

Das 2. Mal wurde dann nur mit 2 Amp. Menogon (+ Synarela) stimuliert. Es konnten 4 Eizellen erbeutet werden, von denen sich 3 per ICSI befruchten liessen. Ob das 1. Mal nur ein Fehlschuss war oder ich auf die niedrigere Dosis tatsächlich besser angesprochen habe, kann ich nicht sagen. Leider negativ.
Beim 3. Versuch die gleiche Dosierung, wieder 4 Eizellen, alle liessen sich per IVF befruchten, 3 haben sich weiter entwickelt. Transfer war schon nach 2 Tagen. Und es hat eingeschlagen. Meine Maus ist jetzt 4 Jahre alt.

Was mir erst im Nachhinein aufgefallen ist: ich hatte einen Fehler gemacht. Statt 2 x 2 Sprühstösse Synarela habe ich beim letzten Versuch versehentlich nur eine Dosis von 2 x 1 genommen. Bei der 2. ICSI mit den ebenfalls 4 Follies war es wahrscheinlich auch so. Vielleicht habe ich bei der 1. ICSI die volle Dosis Synarela genommen (ich weiß es nicht mehr) und meine Eierstöcke haben daraufhin gestreikt.
Das wäre vielleicht auch noch ein Ansatz für Dich, den Du mit deiner Ärztin besprechen könntest. Natürlich keine Empfehlung, es mit meiner Synarela-Dosis zu versuchen, denn wahrscheinlich hatte ich nur Glück, dass kein vorzeitiger Eisprung stattgefunden hat. Aber vielleicht etwas weniger downzuregulieren?

Die Antralfollikel wurden vor Beginn jeder Stimu auch gezählt. Bei meinem niedrigen AMH waren 3 bis 5 große Follis entscheidend für den Startschuss, da mit mehr Ausbeute nicht zu rechnen war und bei nur einem Antralfolli sich die Stimu nicht lohnen würde.

Mein KiWu-Doc war übrigens Neuem gegenüber sehr aufgeschlossen. Ich habe nach dem 1. versuch auch für 3 Monate DHEA bekommen.
Mein AMH hat sich danach auf 0,4 "verbessert", allerdings kann der Wert ja auch etwas schwanken.

Ich wünsche Dir viel Glück. Auch mit nicht so tollen Voraussetzungen kann es klappen!


  Re: Erfahrungswissen von low-responderinnen und Niedrig-AMHlerinnengefragt:-)
   Lisja
Status:
schrieb am 22.04.2017 20:19
Hallo,
ich habe auch immer nur sehr niedrig stimuliert im Antagonistenprotokoll und 150 i.E. Menogon ab ZT 3 oder 4. Bei mir hat eine höhere Stimulation gar nichts gebracht. Ich kann mich meinen Vorrednerinnen nur anschließen, auch bei mir wurde ein Antralfollikelcount gemacht und ich hatte sehr häufige US mit Blutabnahmen, um den optimalen Zeitpunkt für die Punktion zu ermitteln.
Viel Glück wünsche ich Dir!
Liebe Grüße, Lisja


  Re: Erfahrungswissen von low-responderinnen und Niedrig-AMHlerinnengefragt:-)
   Dongsaeng
Status:
schrieb am 23.04.2017 22:08
Mein AMH hat zwischen nicht messbar und 0,39 geschwankt, FSH war normal.
Im erste Versuch hatte ich 1 EZ, nicht befruchtet.
Im zweiten Versuch hatte ich keine EZ, waren schon degeneriert.
Ab dritten Versuch vom Antogonistenprotokoll zum Langen mit Synarela. Brachte nicht mehr EZ, aber die eine EZ ließ sich befruchten. Der fünfte Versuch war dann erfolgreich.


  Re: Erfahrungswissen von low-responderinnen und Niedrig-AMHlerinnengefragt:-)
   Ringfinger
schrieb am 24.04.2017 08:21
Herzlichen Dank euch allen fuer eure ausfuehrlichen Rueckmeldungen, die in Ihrer Bandbreite wohl nicht unterschiedlicher haetten ausfallen koennen. Jetzt habe ich wohl einige Gespraechspunkte fuer mein naechsten Besuch in der KIWU.
Euch allen das noetige Quentchen Glueck und viel, viel Durchhaltevermoegen auf eurem Weg!
Ringfinger




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