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  Re: Kinderwunschbehandlung bei Untergewicht
   Wolkenmusik
Status:
schrieb am 21.04.2017 12:23
Liebe Polly,

ganz vielen Dank für deine herzerwärmenden Worte *drueck*!

Ja, ich bin auch sehr froh, dass ich noch lebe. Und ich merke mit jedem Kilo, dass ich wieder mehr Kraft und Lebensfreude bekomme. War mir vorher lange gar nicht so klar, wie gut man sich überhaupt fühlen kann. Wenn das die nächsten Kilos so weitergeht mit dem "immer besser fühlen" - wow ;-).
Dass man als Mama ziemlich viel Kraft braucht, kann ich mir gut vorstellen. In der Anfangsphase sind bestimmt besonders auch die Nächte, das Stillen (falls es klappt) usw. extrem anstrengend. Du weißt sicher, wovon du sprichst ;-).

Ganz liebe Grüße und danke für deine lieben Worte,
Wolkenmusik


  Re: Kinderwunschbehandlung bei Untergewicht
   Wolkenmusik
Status:
schrieb am 21.04.2017 12:44
Liebe Hibbeline,

danke dir für deine Nachricht! Ich finde es toll, dass du "von der anderen" Seite schreibst! Ganz ehrlich habe ich auch schon oft gedacht, dass Über- und Untergewicht beim Kinderwunsch einige Parallelen zeigen. Insofern finde ich es total interessant, was du erzählst und auch, was du an negativen Erfahrungen berichtest. Hmm... Tut mir sehr leid, dass es bei dir auch so schwierig ist.

Und grandios, was du in so kurzer Zeit schon abgenommen hast! Total bewundernswert! Ich muss nochmal ganz tief in mich gehen - irgendwie muss das mit dem Zunehmen doch zu schaffen sein...

Danke dir und natürlich wünsche ich DIR auch ganz, ganz viel Erfolg, dass endlich, endlich eine dauerhafte Schwangerschaft eintritt!

Sei lieb gegrüßt!


  Re: Kinderwunschbehandlung bei Untergewicht
   Wolkenmusik
Status:
schrieb am 21.04.2017 12:47
Liebes Kinderwunsch-Team,

ich würde mich total freuen, wenn ich auch noch eine Expertenmeinung von Ihrem Team zu meinem aller ersten Post bekommen könnte. Wie schätzen Sie die Chancen einer Behandlung trotz des UG ein, wenn Menogon gewirkt hat, aber keine Schwangerschaft eingetreten ist? Kann dafür wirklich das UG ausschlaggebend gewesen sein (die Blutwerte waren ja total gut bis auf LH)? Oder können es nicht genauso gut andere Faktoren gewesen sein, die eine Schwangerschaft verunmöglicht haben?

Wenn Sie ebenfalls (aus neutraler Sicht und nicht befangen durch eigene Enttäuschung wie der behandelnde Arzt) vermuten, dass das UG ursächlich war: Macht eine Weiterbehandlung dann aktuell überhaupt Sinn?

Über eine Antwort würde ich mich total freuen!

Liebe Grüße,
Wolkenmusik


  Re: Kinderwunschbehandlung bei Untergewicht
   Solani
Status:
schrieb am 21.04.2017 13:03
Hallo Wolkenmusik,

ich habe eine Freundin, sie dürfte um die 10 Jahre jünger sein als du, die auch mit Untergewicht kämpft und keinen regelmäßigen Zyklus hat. Sie ist trotzdem zweimal spontan schwanger geworden (in einem Zeitraum von ca. 3 Jahren), sie hatte leider beide Male nach einigen Wochen eine Fehlgeburt. Die Gründe dafür sind nicht ganz klar. Ihr FA vermutet aber dass ihr Gewicht ein Faktor ist.
Problematisch waren für sie besonders die Übelkeit am Anfang, sie hat jeweils ein paar Kilo verloren und das ist bei ihrem Ausgangsgewicht nicht gut. Sie hat aber nicht erbrochen, sie hat aber gemeint, dass ihr schlecht wird wenn sie an Essen denkt, das hat ihren Freund schon richtig fertig gemacht.
Es gibt auch einige normalgewichtige Frauen die zum Beginn der Schwangerschaft z.T. stark abnehmen. Ich will damit sagen, dass du damit rechnen musst, dass es nicht so läuft wie du es dir jetzt vorstellst und dass du auf diese Situationen vorbereitet sein solltest. Hast du mit deinem Therapeuten schon über deinen Kinderwunsch gesprochen? Wenn nein solltest du das tun. Ein Fahrplan dafür wäre wichtig meiner Meinung nach. Nur weil du glaubst, dass du für das Kind essen kannst heißt das nicht, dass du es in der Situation auch schaffst und das soll jetzt nicht zu negativ rüberkommen. Aber Misserfolge und Fehlgeburten sind auch nicht gut für die Psyche und in Folge sicher auch nicht für dein Gewicht.
Du hast in einem vorangegangen Post erwähnt, dass sich die Kleinen im Bauch eh das holen was sie brauchen, soweit ich weiß stimmt das nur bis zu einem gewissen Grad. Denn sobald das Leben der Mutter in Gefahr ist dreht sich das.
Ich wünsch dir jedenfalls viel Glück, aber sprich unbedingt mit deinem Therapeuten und hör auch auf deinen behandelnden Arzt, immerhin war die Klinik ja bereit dich zu behandeln, sie glauben also daran, dass es funktionieren kann!

lg,
Solani


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  Re: Kinderwunschbehandlung bei Untergewicht
no avatar    Lucy0803
Status:
schrieb am 21.04.2017 13:36
Hallo liebe Wolkenmusik!

Also ich kann dir zwar zum Thema UG keine konkreten Erfahrungswerte da lassen, aber ich wollte noch was dazu schreiben, weil keine Schwangerschaft eingetreten ist:

Dein UG ist mit einem BMI von nicht mal 16 natürlich krass und auch nicht förderlich für den KiWu und natürlich solltest du zunehmen, aber gut, das weißt du selbst…
Dass es aber mit der Befruchtung/Einnistung häufig nicht klappt, ist ja auch bei Normalgewichtigen keine Seltenheit bzw ich verstehe da die Klinik nicht so ganz, wenn dort gesagt wird, dein Gewicht sei der Hauptgrund für die 2 negativen GvnP-Zyklen. Ich denke, hier wurde eher ein Grund gesucht, warum es nicht geklappt hat… Gründe gibt es jedoch vielzählige (oft ist es auch einfach Pech).

Wie „schlecht“ ist denn überhaupt das SG? Macht da GvnP überhaupt Sinn?

Ich wünsche dir alles Gute!!


  Re: Kinderwunschbehandlung bei Untergewicht
   Gina7
Status:
schrieb am 21.04.2017 17:26
Hallo Wolkenmusik

Ich kann bei der Gewichtsthematik nicht so mitreden, kenne mich einfach zu wenig aus. Aber bei der Gebärmutterschleimhaut wurde ich ein bisschen stutzig. Wieviele Primolut nimmst du pro Tag?? ALs bei mir die Gebärmutterschleimhaut bei 6.2 war, hat mein Arzt gesagt, alles was unter 7 ist, würde er gar keinen Transfer machen. Da die Eizelle besser Chancen hat sich einzunisten wenn diese dicker ist. Evt. wäre auch dass nochmals ein Punkt zum besprechen, weshalb transferieren die Ärzte wenn du eine zu ungenügende Schleimhautdicke aufweist? Ich würde das mal noch mit dem Arzt besprechen, vielleicht wäre dass auch noch hilfreich.


Ich drücke dir auf jeden Fall die Daumen dass es doch noch klappt und du auch weiterhin so toll weiter machst mit dem Gewicht zunahme.



Gruss Gina


  Re: Kinderwunschbehandlung bei Untergewicht
   stubbornstar
schrieb am 21.04.2017 19:20
Ich kann natürlich nur aus persönlicher Erfahrung sprechen, aber zu denken, dass ein Kind so mächtig ist, dass man sein Leben leicht umkrempelt, dass kann ich so nicht bestätigen. Disziplin während der Schwangerschaft funktioniert noch ganz gut, wenn die Gesundheit mitspielt. Aber nach der Geburt ist man in so einer Ausnahmesituation, allein durch den Schlafmangel, dass man kaum die Kraft hat, normal zu funktionieren. Meine Ernährung ist unter aller Kanone, denn Priorität Nr. 1 ist das Kind. Ob man will oder nicht. An manchen Tagen komm ich erst weit nach Mittag zum essen und auch nur das, was im Weg liegt und schnell geht. Das kann auch der Rest Kuchen von Ostern sein. Zum Frühstück um 7. oder um 13 Uhr. Man merkt den Hunger nicht oder man muss ihn ignorieren, weil jemand anderes es nicht mal zulässt, ein Brot zu schmieren. Kochen tagsüber? Nope. Wenn Essen dann eh schwierig ist und man im Dauerstress ist, dann hat man keine Reserve für Vernunft.
Und man sollte nicht unterschätzen, wie sehr die körperliche Veränderung an einem nagt. Ich war nie obsessiv, was meinen Körper angeht. Aber eitel genug, all zu stolz darauf gewesen zu sein. Ich kann mir rational 10 mal sagen, dass es egal ist, dass mein Bauch so weich ist, da ich jetzt mein lang ersehntes Baby habe. Ich wiege 61 Kilo bei 175 cm und der Bauch schwabbelt durch die gedehnte Haut. Die Bauchmuskeln sind irgendwo dadrunter. Das allein wäre schon ein Grund für Frust. Aber wenn dann noch so Faktoren hinzu kommen, wie jede Menge Nähte von der Geburt durch einige Risse und einen absurd asymmetrischen Busen (links c rechts e), da die eine Brust viel mehr Milch produziert als die andere, dann kann ich sagen, dass ich mich zum ersten Mal in meinem Leben vor meinem Körper ekel. Ist nicht mehr meiner. Und ich habe da keine Kontrolle drüber. Ich werde mich daran gewöhnen - aber dass ich das hier so unnötig ausführlich auf Deine Eingangsfrage hin schreibe, zeigt dass es in mir nagt. ich kann mir vorstellen, dass solche Veränderungen bei Frauen mit Essstörungen schlimm triggern und noch mal härter zuschlagen.

Es ist leider naiv zu glauben, dass ein Kind alles bessert. Man würde zwar für sein Kind sterben, aber man ist auch bereit, sich selber maximal zu vernachlässigen. Wenn man da eh Tendenzen zu hat, dann kann es arg werden. Das soll Dich nicht davon abbringen, Deinen Kinderwunsch zu verfolgen, aber erwarte nicht zuviel von der heilenden Magie einer Schwangerschaft.
Ich weiß nicht, wieviel meine Kusine gewogen hat, als sie schwanger wurde, aber im dritten Monat wog sie nur noch 50 Kilo bei 175 cm. Ab da war sie mehr im Krankenhaus als daheim. Und ihr hat die Schwangerschaft körperlich alles abverlangt, was sie immer noch stark im Alltag beeinträchtigt. Jeder Infekt, den die Kleine aus der Kita mitbringt, haut sie wochenlang um. Ein BMI von 18 wäre sicher schon vorher gut, statt sich aus der Affäre zu schlawinern, dass es die Schwangerschaft schon für einen richten wird.
Aber vermutlich ist Dir das längst klar, oder?


  Re: Kinderwunschbehandlung bei Untergewicht
   r2d2
schrieb am 21.04.2017 21:50
Zitat
stubbornstar
Man würde zwar für sein Kind sterben, aber man ist auch bereit, sich selber maximal zu vernachlässigen.

Sowas in der Art ging mir beim Lesen auch durch den Kopf. Ich bin mit Normalgewicht gestartet und habe im ersten Lebensjahr immer mehr abgenommen, ob das nun am Stillen oder am Stress, Essen vergessen, mehr Energieverbrauch durchs Rumtragen oder was auch immer lag, keine Ahnung.
Am Tiefpunkt war ich so etwa 5kg unter dem Vor-Schwangerschafts-Gewicht und ein ziemlicher Hungerhaken. Ich hab gefühlt nur noch hochkalorisches Zeugs in mich hineingestopft und nichts blieb hängen...
Das ist sicherlich nicht bei jeder Frau so, ich kenne genügend andere Beispiele, die ihre Schwangerschaftspfunde nicht wieder loswerden, aber ich wollte auch zu bedenken geben, dass es eben auch so rum passieren kann.
In den ersten 3 Monaten der Schwangerschaft habe ich auch erst mal abgenommen, die Übelkeit (den ganzen Tag über) hat mir völlig den Appetit geraubt. Da habe ich mich richtig zum Essen zwingen müssen.

Ich wünsche dir alles Gute!


  Re: Kinderwunschbehandlung bei Untergewicht
   Xolummar
Status:
schrieb am 21.04.2017 23:51
Liebe Wolkenmusik,

als ehemals Essgestörte und aktuelle Kiwupatientin muss ich mich nochmal zu Wort melden.
Ich habe zum Zeitpunkt der ersten Behandlung keine Anorexie mehr gehabt, aber dennoch war mein Essverhalten restriktiv (habe also nicht alles gegessen). Bei mir hing das allerdings mit schlimmen Hautproblemen zusammen, die bei mir leider weder mit Pille, noch unschwanger, schwanger oder nach der Stillzeit verschwanden. Darum versuche ich mich vollwertig zu ernähren, meide übermäßig viel Zucker und Weißmehlprodukte und Magermichprodukte, weil es da ja wissenschaftlich belegt Zusammenhänge geben soll.
Zum Zeitpunkt meiner ersten Behandlung wog ich bei einer Körpergröße von 1,66m 48 kg und nahm dann in der Schwangerschaft rund 10kg zu.
Damit hatte ich null Probleme, weil ich einfach nur überglücklich bin, Mutter geworden zu sein. Mich quälte wie dich nämlich die Frage, ob mein Körper dazu überhaupt in der Lage sein würde. Ich muss sagen, dass meine Esstörung leider noch vor der ersten Periode einsetze und ich Blutungen immer nur hatte, wenn ich die Pille nahm.
Zu meinen schlimmsten Zeiten wog ich nur noch 32 kg, habe mich aber nach 2 stationären Therapien aus eigener Kraft da herausgearbeitet.
Heute besitze ich nicht einmal mehr eine Waage, habe aber das Gefühl, dass ich meinen Stoffwechsel nachhaltig geschädigt habe, weil ich trotz richtig viel Futtern vor allem abends einfach nicht großartig zunehme. Ich passe wieder in meine alten Klamotten vor der Schwangerschaft hinein, obwohl ich direkt nach der Entbindung großzügig alle Hosen in 34 aussortiert hatte, weil ich froh und stolz war, nun in 36 zu passen. Ich verfluche noch immer diese beschissene Krankheit, weil ich eben genau weiß, dass ich nur deshalb nur mit medizinischer Hilfe schwanger werden kann und der Weg bis zur ersten Schwangerschaft mit so vielen Tränen und Ängsten verbunden war. Ich würde alles dafür geben, wenn ich die Zeit zurück drehen könnte:(.

Zu meiner Kiwubehandlung:
Sprich deinen Doc auf jeden Fall noch einmal auf die Pumpe an. Wir haben vor der Pumpe 3 Zyklen mit Clomifen und dann 9 Zyklen mit Menogon stimuliert. Ich brauche nur ganz geringe Dosen zur Stimulation (bei Menogon damals nur 1/2 Ampulle für ca 10 Tage). Die Pumpe ahmt perfekt einen ganz natürlichen Zyklus nach und führt zu einem besseren Ergebnis. Klar, die Behandlung ist teurer als das Menogon, aber was bringen denn letzten Endes 10 Zyklen mit Menogon, die nicht fruchten, wenn es mit der Pumpe doch viel bessere Chancen gibt. O-Ton in meiner Klinik: "Damit haben wir bisher noch Jede schwanger bekommen".
Meine Schleimhaut liegt mit Pumpe immer zwischen 7 und 8mm und ich habe meist um die 1 bis 2 schöne Follikel.
In diesem ersten Zyklus musste ich die Pumpe nur 7 Tage tragen, um den Eisprung auslösen zu können.
Falls du bei Menogon bleiben musst, sprich den Doc mal auf Progynova 21 an. Das ist zusätzliches Östrogen für den Schleimhautaufbau. Außerdem trinke auch ich in der ersten Zyklushälfte Himbeerblättertee und in der zweiten Frauemantelkrauttee und bin von der Wirkung begeistert.

Für weitere Fragen kannst du dich jederzeit gerne melden.

PS: Eine paar Kilos mehr sind auf jeden Fall gut und ich hoffe, dass es dir wie mir geht, dass dir dein Gewicht irgendwann total egal ist.

Liebe Grüße

Xolummar


  Re: Kinderwunschbehandlung bei Untergewicht
   Wolkenmusik
Status:
schrieb am 22.04.2017 00:25
Hallo ihr Lieben,

ich bin ganz gerührt, wie viele Mitglieder sich hier zu Wort melden, etwas beisteuern, zu bedenken geben, Kritik äußern, aber auch Mut aussprechen und Hoffnung geben. Erstmal dankeschön an alle!

Ich hoffe, es ist ok, wenn ich auf alle Beiträge zusammen antworte:

Ich verstehe die Einwände und Bedenken, dass natürlich niemand vorhersagen kann, wie sich die Schwangerschaft mit dem Untergewicht entwickelt. Mir ist bewusst, dass es kein Spaziergang werden wird/würde. Da mache ich mir nichts vor, sondern bin glaube ich durchaus realistisch. Ich finde auch den Einwand sehr bedenkenswert, dass es natürlich ebenfalls sehr stressig und schwierg würde, wenn das Kind da wäre, r2d2 - in dieser Situation, wenn das Kind die volle Aufmerksamkeit braucht, noch auf die eigene Ernährung zu achten, würde sich nicht leicht werden. Auch die körperlichen Veränderungen, die du, stubbornstar, beschreibst, wären ganz, ganz sicher nicht leicht zu verkraften.

Es wäre gelogen zu sagen, dass ich vor all dem nicht auch Angst habe. Natürlich habe ich das! Aber ganz ehrlich: NOCH mehr Angst habe ich, zu lange zu warten, es ohne Kinderwunschbehandlung nicht zu schaffen (weder weiter zuzunehmen, weil das konkrete Ziel dann noch unerreichbarer ist, noch den Kinderwunsch ansich zu erfüllen). Meine Angst, niemals Kinder zu haben und irgendwann zu alt zu sein, bzw. dass es dann mit höherem Alter und ggf immer noch zu geringem Gewicht NOCH schwieriger ist und gar nicht mehr klappt - diese Angst ist größer als alle Zweifel darüber, dass es mir körperlich durch die Schwangerschaft oder das Kind noch schlechter gehen könnte als jetzt. Diese psychische Belastung, unbedingt ein Kind zu wollen und nicht haben zu können, ist für mich größer als alle Zweifel.

Ich glaube, es ist für einen Nichtbetroffenen einfach wahnsinnig schwer zu verstehen, warum das "einfach Essen" trotz Kinderwunsch eben nicht so einfach funktioniert. Vielleicht mag es für Außenstehende auch naiv sein zu glauben, dass sich durch eine Schwangerschaft das Essverhalten ändern würde. Warum ich glaube, dass es nicht naiv ist? Weil ich es für über 10 Jahren, als ich mal eine gesunde Phase hatte, innerhalb kurzer Zeit eben doch geschafft habe, meine Ernährung komplett umzustellen. Weil damals eine ähnliche Schwellensituation da war, die mir diese Kraft gegeben hat. Es frustriert mich ja selbst, dass es mir immer erst dann gelingt, wenn das Ziel konkret ist - und eben nicht vorher so vage daraufhin zu arbeiten in der Hoffnung, dass evtl. doch noch ein Wunder geschieht.

Xolummar, du bestärkst mich darin, dass eine Schwangerschaft und Kind eben doch sehr vieles ändern können. Eine andere Userin mit ehemaliger Esssstörung und nun eingetretener Schwangerschaft schrieb mir heute privat etwas Ähnliches. Auch bei ihr hat sich durch die Schwangerschaft alles geändert.
Ich möchte damit nicht sagen, dass es eine Garantie dafür gibt, dass es bei mir so sein wird. Aber ich möchte damit verdeutlichen, dass es auch nicht total naiv ist, sondern auch durchaus realistisch sein kann.
Ich werde auf jeden Fall nochmal mit dem Arzt über die Pumpe sprechen- das klingt so vielversprechend! Ich habe in 2 Wochen meinen nähsten Termin dort und werde dann danach fragen. Ganz, ganz vielen, lieben Dank, dass du mir deine Hilfe anbietest! Vielleicht schreibe ich dich auch nochmal privat an, auch in Bezug auf den gestörten Stoffwechsel (das viele Essen und dennoch nicht zunehmen)?! Ich finde es unglaublich toll, was du geschafft hast und ja: Ich verstehe deinen Frust auf dich selbst, nichts mehr an der Vergangenheit ändern zu können und nun auf die Hilfe der Ärzte angewiesen zu sein, soooo gut. Danke, dass du so ehrlich bist und mir einen Austausch anbietest.

Lucy, du hast Recht: Vermutlich würde mich der Arzt gar nicht behandeln, wenn er nicht auch einen Funken Hoffnung hätte. Das hast du toll formuliert! Und ich dachte eigentlich auch, dass es relativ "normal" ist, mehrere Versuche zu benötigen, weil es halt unglaublich viele andere Faktoren gibt, die ebenfalls ursächlich sein könnten. Ich habe nur Angst, dass der Arzt sich jetzt so auf das Gewicht festnagelt, dass jeder weitere Versuch, der nun noch scheitert, ihn irgendwann dazu bewegt, mich als "hoffnungslos" aufzugeben.

Gina: Bisher hatten wir ja noch keinen Transfer, sondern nur GvnP. Deshalb war der Arzt bei der Schleimhaut evtl. auch nicht so anspruchsvoll. Allerdings hatte ich auch so den Eindruck, dass er bei der Schleimhaut generell ein bisschen zu optimistisch ist. 4mm fand er schon kritisch, aber bei 6mm war er absolut bester Dinge. Werde ihn nochmal drauf ansprechen, wie es aussieht, wenn die Schleimhaut auch bei der Insemination oder künstlichen Befruchtung nur bei 4mm oder 6 mm liegt. Man liest und hört ja immer wieder, dass man sich den Transfer dann ja eigentlich sparen kann, weil die Chance so gering ist. Hm. Muss ich auch nochmal mit ihm besprechen.

Ich hoffe, mein Text war jetzt nicht unhöflich oder klingt so, als wenn ich eure Bedenken nicht Ernst nehme. Ich wollte nur noch einmal meine Sicht erklären - freue mich aber weiterhin über alle positiven und negativen Rückmeldungen!

Habt ganz vielen Dank, ihr Lieben!


  Re: Kinderwunschbehandlung bei Untergewicht
no avatar    Sweet Angel
Status:
schrieb am 22.04.2017 01:31
Ich habe lange überlegt mich zu Wort zu melden, denn selber kenne ich nur den Kampf mit den überschüssigen pfunden. Ich möchte aber noch zu bedenken geben, das eine Schwangerschaft und wie man sich verhalten möchte, Theorie undPraxis durchaus stark abweichen kann. was habe ich mir vorgenommen in meiner ersten intakten Schwangerschaft mich gesund zu ernähren, letzlich hat nichts funktioniert, da ich an hypermensis litt und erstmal schön 10 Kg abgenommen habe. Letzlich war ich froh,wenn etwas drinnen blieb, egal was es war. Mein Körper hat einfach nichts bei sich behalten können, weder Nahrung und, noch Flüssigkeit. Ich musste letzen endes in der Klinik per Infusion Nährstoffe bekommen, da mein Körper angefangen hatte zu hungern, wie die Ärzte sich ausgedrückt hatten, so kannes einem auch ergehen. Da finde ich es schon wichtig, das man genug Reserven hat, damit es nicht ums überleben nachher geht. Du hast ja chon ein wirklich geringen BMI.

Meine Schwägerin ist auch sehr untergewichtig und hat Kinderwunsch, leider probieren sie es schon seit Jahren ohne Erfolg. Sie hat eine hormonelle unbekannte Erkrankung, das sie nicht zunehmen kann. kein Arzt konnte ihr bisher helfen. Sie muss unheimlich viel hochkalorisch essen am Tag, damit sie nicht weiter abnimmt. Ich vermute zumindest bei meiner Schwägerin, das ihr gewicht durchaus mit Schuld an der Kinderlosigkeit ist. der Körper handelt auch aufgrund Selbstschutz und versucht eine einnistung zu verhindern, weil der Körper auch weiß, das man unter umständen eine Schwangerschaft nicht überstehen könnte. Eine befruchtete Eizelle ist immer ein Frenmdkörper und der Körper möchte das unbekannte wesen immer abstoßen, auch bei gesunden normalgewichtigen Frauen, daher ist es für eine Einistung ja auch oft vom Vorteil, wenn man gerade etwas angekränkelt ist, da der Abwehrmechanismus sich dann eher auf die Erkrankung konzentriert und die befruchtete Eizelle unbehindert sich einnisten könnte.

Und wie schon erwähnt wurde, sollte man die Zeit nach der Geburt nicht unterschätzen. Schlafmangel, vernachlässigung können seinen Tribut fordern, je nach dem was für ein Kind man bekommt. meine 2 Jungs waren einfahc zu händlen gewesen, aber meine Tochter..Ich hab seit gut 2 Jahre keine Nacht länger als 2 bis 3 Stunden geschlafen. Anfangs kam ich nicht mal zum essen, auch wenn manes sich vorgenommen hat. Arzttermine? ich bin seit zwei jahren nicht mehr für mich zum Arzt gekommen. Keine Zeit.

Stillen kann auch seinen Tribut fordern, vor allem wenn man ein Clusterbaby hat, das war Monate teilweise sogar so, dass das Abendessen komplett ausfiel, oder mein Mann mir etwas in den Mund schieben musste, damit ich überhaupt was zu mir nahm. Ich möchte dich eindringlich bitten, es nicht zu unterschätzen. Es kommt immer anders, als man sich ausgemalt hat.

In deinem Fall sind ein paar kilo mehr, eher vom Vorteil, auf der anderen seite möchte ich noch zu bedenken geben, das auch ein gesundes normales Paar bis zu einem Jahr probieren kann und es nicht zu einer Einnistung kommen muss. daher würde ich auch nicht automatisch sagen, das dein Gewicht alleine nun der Grund gewesen war. Es müssen einfach viele Faktoren passen, damit eine intakte Schwangerschaft entstehen kann.

meine Mutter war auch sehr dünn, sie wog bei 170 cm gerademal 49 Kg in ihren besten Zeiten, sie hatte keine Probleme 2 Kinder zu bekommen udn hatte unauffällige Schwangerschaften.Als sie mit mir Hochschwanger war (42. ssw), wog meine Mutter gerade mal 54 kg.


  Re: Kinderwunschbehandlung bei Untergewicht
   Solani
Status:
schrieb am 22.04.2017 12:10
Hallo Wolkenmusik,

weil du leider meine Frage nicht beantwortet hast möchte ich sie nochmal stellen:
Hast du mit deinem Therapeuten schon über deinen Kinderwunsch gesprochen?
Vielleicht hätte ich noch fragen sollen, ob du überhaupt noch regelmäßig in Therapie bist.
Ich will dir damit sicher nicht auf die Nerven gehen, aber ich denke schon, dass therapeutische Behandlung in deinem Fall wichtig ist. Damit deine Erfolgsaussichten für beide deiner Wünsche (Kind und Normalgewicht) maximal gut sind.

lg,
Solani


  Re: Kinderwunschbehandlung bei Untergewicht
   Wolkenmusik
Status:
schrieb am 22.04.2017 15:18
Liebe Solani,

tut mir leid, es war nicht meine Absicht. Deine Frage ist irgendwie untergegangen. Ja, ich bin regelmäßig in Therapie und ja: NATÜRLICH habe ich über meinen Kinderwunsch mit meinem Therapeuten gesprochen, bzw. eigentlich sprechen wir seit über einem Jahr fast nur noch darüber. Teilweise habe ich fast das Gefühl, dass andere Themen deshalb untergehen. Mein Therapeut hat mir sogar das jetzige Kiwu-Zentrum empfohlen, weil er davon so viel Gutes gehört hat. Natürlich ist auch das Therapieziel, dass mein Gewicht für den Kinderwunsch weiter steigen soll. Der Arzt und Therapeut haben sich sogar schon einmal telefonisch ausgetauscht.
Insgesamt finde ich es natürlich toll, da so eine Unterstützung zu haben. Gleichzeitig glaube ich aber, dass man sich manchmal zu viel von einer Therapie verspricht. Irgendwann ist halt alles "ausgequatscht", gerade nach zig Jahren Behandlung. Der Rest liegt nun an mir und meiner Umsetzung. Ich möchte damit nicht sagen, dass die Therapie gar nichts bringt - allein für meinen Kiwu-Arzt ist es ein guter Rückhalt, dass er die Verantwortung nicht alleine trägt. Dennoch bin ich selbst skeptisch, ob ich mittlerweile nicht auch ohne Therapie an demselben Punkt stünde. Es ist ja wie gesagt alles lang und breit besprochen, das Ziel ist klar, die Probleme immer wieder durchgekaut - ICH muss es nun umsetzen.
Ich hoffe, ich habe deine Frage dadurch beantwortet?!

Liebe Angel,

deine Worte geben mir natürlich auch sehr zu denken. Es wurde ja nun von mehreren Mitgliedern geschrieben, wie belastend die Zeit auch nach der Geburt ist. Natürlich macht mir das auch ein bisschen Sorge...
Oh ja und was du schreibst von deiner Bekannten mit dem niedrigen Gewicht: Ich hatte auch ohne Essstörung schon immer ein absolut geringes Gewicht, konnte essen was ich wollte und nur einen knappen 18er BMI - damals kam mein Zyklus total regelmäßig und ich bin mir sicher, dass ich damals ohne Probleme schwanger hätte werden können. Ich hoffe, dass ich es mir jetzt durch das jahrelange Hungern nicht verdorben habe. Naja, aber insofern ist evtl. auch verständnlich, weshalb die Zunahme halt nicht so schwer ist. Neben der psychischen Hemmschwelle kommt noch hinzu, dass ich halt einfach enorme Mengen brauche. Hab ich ja wie gesagt schon immer benötigt, um nur annähernd Normalgewicht zu halten. Deshalb ist halt alles so schwer. Ich kann aber verstehen, wenn es als Außenstehende nicht leicht nachvollziehbar ist.


  Re: Kinderwunschbehandlung bei Untergewicht
   Solani
Status:
schrieb am 22.04.2017 16:04
Hallo Wolkenmusik,

ja, Frage beantwortet. :)
Und ich finde es auch nicht schlecht, dass es offensichtlich auch eine Verbindung zwischen deinem Therapeuten und der KiWu Klinik gibt. Ich kann mir gut vorstellen, dass ihr viele Themen vielleicht auch schon zu Tode geredet habt, aber wenn man das nicht tut vergisst man auch vieles bzw. tritt manches in den Hintergrund. Und wenn du schwanger wirst bzw. wenn die Behandlung nicht einfach wird werden sicher wieder neue Themen auftauchen und deshalb finde ich es so wichtig, dass du jetzt schon die nötigen Ansprechpartner hast.
Wieso ich eigentlich so nachgebohrt habe ist, dass die Freundin, die ich in meinem vorherigen Post erwähnt habe, ihre Therapien immer wieder abbricht, besonders auch in Situationen wo es ihr wieder schlechter geht, das aber noch nicht wirklich offensichtlich ist. Also eigentlich genau dann, wenn sie es am Nötigsten hätte, meiner Meinung nach.

lg,
Solani


  Re: Kinderwunschbehandlung bei Untergewicht
   Wolkenmusik
Status:
schrieb am 22.04.2017 16:32
Liebe Solani,

ah, ok, dann verstehe ich dein Nachbohren jetzt wirklich auch besser. Danke für deine Erklärung! Hm, nein, die ambulante Therapie habe ich noch nie abgebrochen. Es ist eher so, dass ich regelmäßig hingehe und mich danach oft frage, warum ich überhaupt da war, weil es halt immer dasselbe ist. Aber ich gebe dir total Recht, dass eine Verbindung zwischen Kiwu-Arzt und Therapeut auf jeden Fall gut ist. Ist ja auch nicht selbstverständlich, dass sich beide Zeit zum Austauschen nehmen und ich weiß es schon sehr zu schätzen.
Genau das, was du sagst, war meinem Kiwu-Arzt nämlich auch sehr wichtig: Dass ich Rückhalt habe, falls die Behandlung schwierig wird, nicht klappt o.ä. Stimmt schon, dass es gut ist so.

Dass mit deiner Freundin tut mir leid und klingt wirklich ein bisschen schwierig. Naja, irgendwie ist es das bei dem Thema, bzw. der Kombi ja leider immer irgendwie. Ich hoffe auf jeden Fall, dass sie auch noch die Kurve bekommt! Lieb, dass du mitfühlst!

Lg,
Wolkenmusik




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