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  Knoten in Brust durch KiWu-Therapie? Was tun?
no avatar    Siselle
schrieb am 18.04.2017 18:01
Hallo.

Bei mir wurde im Brust-MRT eine Anreicherung / Gewebeverdichtung gefunden, ca. 4 mm. Das ist so die Grenze, wo man von Knoten spricht.

Im Brust-MRT bin ich alle zwei Jahre, weil meine Mutter jung an Brustkrebs erkrankte.
In den letzten sechs Jahren (ohne Hormontherapien) hatte es nie MRT-Auffälligkeiten bei mir gegeben. (Außer Zysten.)

Die Hormone im Rahmen der Kinderwunschbehandlung hatte ich der MRT-Ärztin gegenüber angegeben, diese wurden auch als Risiko für Knoten oder Krebs gesehen.

(Bisher ein Zyklus Clomifen, einen Progestan, diesmal erste Zyklushälfte FSH und ab jetzt soll ich Prolutex 50 spritzen.)

Zunächst wird die Auffälligkeit per Ultraschall überwacht werden. Bei Größenzunahme würde eine Biopsie angeraten. Hormongaben könnten auch gutartige Tumore wachsen lassen, die sonst nicht biopsiert werden müssten bzw. sich sogar zurückbilden könnten.

Biopsien stehe ich skeptisch gegenüber, weil es mindestens eine Studie mit Hinweis darauf gibt, dass Krebs durch Biopsie streuen kann. (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed)

Ich stehe für mich vor der Frage, ob ich überhaupt die Hormontherapien für den Kinderwunsch weitermachen möchte. Die Angst vor Krebs bzw. Krebs selbst könnten mir mein Leben stärker "verderben" als Kinderlosigkeit.

Ich habe dem KiWu-Arzt den Befund faxen lassen, er wollte aber nichts dazu sagen, damit kenne er sich nicht aus. Damit war das Thema für ihn erledigt und er wechselte zu Empfehlungen für das normale KiWu-Programm. (Ab heute soll ich Prolutex nehmen.)

Ich sprach auch mit der Ärztin des MRT-Zentrums noch mal, diese sagte aber, mit den KiWu-Behandlungen würde sie sich nicht auskennen und ich soll den KiWu-Arzt fragen.

Oje. Der eine Arzt kennt sich mit Brustkrebs aus, der andere mit KiWu-Behandlung, und keiner der beiden überblickt das Zusammenspiel der beiden Themen. Ich sitze zwischen den Stühlen und habe gar keine Entscheidungshilfe. :(
(Meine "normale" Gynäkologin kenne ich so weit gut, dass ich dort erst Recht keinen Rat bekommen werde.)

Das Risiko ist überhaupt nicht einschätzbar oder greifbar für mich. Ich habe auch keine Studie gefunden, wonach Brustbiopsien bezüglich Krebs-Streuung sicher sind.

Ich habe auch keine Informationen, welche Hormone ich meiden sollte und welche ich vielleicht doch eher nehmen kann.

Doc, können Sie mir vielleicht irgendetwas zu meiner Situation an die Hand geben?
Ich wäre für alles dankbar.

Viele Grüße

Siselle


  Re: Knoten in Brust durch KiWu-Therapie? Was tun?
   silberstuhl
Status:
schrieb am 18.04.2017 18:14
Hallo Siselle,

habe jetzt auf die Schnelle nur das hier gefunden: www.wunschkinder.net Ist schon etwas älter, wird aber auch durch aktuellere Studien bestätigt. Vllt. Kann dich das etwas beruhigen?

Es scheint ja, wenn sich der Verdacht wirklich bestätigen sollte, eher genetisch bei dir veranlagt zu sein.

Ich drücke dir die *dd* dass bald Entwarnung gegeben werden kann!


  Re: Knoten in Brust durch KiWu-Therapie? Was tun?
no avatar    Siselle
schrieb am 18.04.2017 19:59
Danke Silberstuhl.

Wirklich beruhigend ist das für mich nicht, da dort seht, dass sich das Risiko genetisch vorbelasteter Frauen evtl. durch IVF erhöht.

(Ob ich genetisch vorbelastet bin, weiß ich auch nicht hundertprozentig, da es keine genetischen Untersuchungen gab und ich keine Daten zur Art des Krebses meiner Mutter habe.)

Danke dass du geschrieben hast. Ist emotional nicht grad angenehm, wo ich stecke. :(

Viele Grüße

Siselle


  Re: Knoten in Brust durch KiWu-Therapie? Was tun?
no avatar    Luzie***
schrieb am 18.04.2017 20:00
Liebe Siselle,

bisher wurde ein Zusammenhang zwischen Kiwu-Behandlung und Brustkrebs durch Studien nicht bestätigt.

Weißt Du was für eine Brustkrebsform Deine Mutter hatte? Hast Du Dich genetisch untersuchen lassen ob Du Du genetisch vorbelastet bist?
Warum wird denn gleich ein MRT gemacht? Normalerweise ist bei "jungen Brüsten" eigentlich eher Ultraschall das Mittel der Wahl. Und verdächtige Areale sind meist durch das Vorhandensein von Mikrokalk gekennzeichnet, der ist in der Mammographie recht zuverlässig darstellbar. MRT macht man eigentlich eher Unklarheiten bei einem der beiden vorgenannten Verfahren oder eingeschränkter Beurteilbarkeit.

Und was wäre denn die Alternative direkt zu einer Biopsie? Dann bleibt ja nur direkt eine OP und großzügige Resektion des Verdächtigen Bereichs.

Ich glaube Du machst Dich da unnötig verrückt.

VG, Luzie


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  Re: Knoten in Brust durch KiWu-Therapie? Was tun?
no avatar    Siselle
schrieb am 18.04.2017 21:41
Hallo Luzie,

nein, wie ich schrieb, kenne ich keine Details über den Krebs meiner Mutter.

Einen Gentest habe ich nicht gemacht, möchte ich auch nicht. Man kann sowieso noch bei weitem nicht alle genetischen Vorbelastungen testen, nur zwei ganz bestimmte Formen davon. (Angelina Jolie hat letztere in die Medien gebracht.)

MRT wird wegen meiner Familiengeschichte gemacht, und weil ich Brüste habe, die für andere bildgebene Verfahren zu dicht sind.

Ja, Alternativen zur Biopsie gibt es kaum. Wenn man die Tumorart nicht kennt, weiß der Operateur nicht, welchen Sicherheitsrand er mit herausschneiden muss. Hat er einmal operiert und dann erst den Tumor analysiert, dann ist es schwierig, den Sicherheitsrand nachzuoperieren, weil das im vernarbten Bereich schwieriger ist als das direkt bei der Herausnahme des Tumors zu machen.

Also Excision als erster Schritt auch nicht toll, wenn man sich nicht gleich die halbe Brust abschneiden lassen will. Bei mir sitzt der Knoten auch noch mittendrin, ganz blöd.

Deswegen würde ich eigentlich alles tun um zu vermeiden, dass das Ding wächst und irgendwas passieren muss. *exitus*

Viele Grüße

Siselle


  Re: Knoten in Brust durch KiWu-Therapie? Was tun?
   Hoffnungsvoll1977
Status:
schrieb am 19.04.2017 08:54
Liebe Siselle,

ich habe keine Erfahrungen mit knotigen Veränderungen, zumindest in der Brust. Jedoch würde ich persönlich das Risiko nicht eingehen, durch eine Hormonbehandlung z.B. Den Östrogenspiegel noch künstlich nach oben zu bringen, so lange nicht klar ist , um was es sich bei dir handelt. Sollte es ein kleiner Tumor sein, der östrogensensibel reagiert, kann das das Wachstum stark anfeuern. Es scheint eine gewisse genetische Disposition bei dir vorhanden zu sein und auch das sollte evtl genauer betrachtet werden. Im Op kann für einige Krebsarten ein Schnelltest gemacht werden, sollte der positiv ausfallen, würde sowieso mehr Gewebe entnommen. Bzgl. der Streugefahr, solltest du dich bei dem Arzt, der die Biopsie vornehmen soll, genau informieren. Ansonsten scheint dir, durch das dichte Gewebe, leider nicht viel an Untersuchungsmethoden übrig zu bleiben. Ganz persönlich würde ich zu diesem Zeitpunkt keine Kiwu Behandlung beginnen bzw fortsetzen. Das sollte die Kiwu Ärztin, auch wenn sie sich nicht auf Krebserkrankung spezialisiert hat, auch wissen.


  Re: Knoten in Brust durch KiWu-Therapie? Was tun?
   jalia
schrieb am 19.04.2017 09:33
Hallo Siselle. Vielleicht koenntest du eine Spect Szinitgrafie machen sofern das möglich ist. Das ist eine Untersuchung zum Ausschluss von Tumoren. Mir wurde das wegen meines Sd Knotens vorgeschlagen. Lg und das es gutartig ist.


  Re: Knoten in Brust durch KiWu-Therapie? Was tun?
no avatar    Siselle
schrieb am 19.04.2017 10:02
Hallo.

Danke für eure Beiträge.

Wie ihr selbst seht, gehen die Empfehlungen nach vier Antworten schon über das Spektrum von "du machst dich unnötig verrückt" bis "Hormon-KiWu-Behandlung sofort abbrechen und rausschneiden".

Es ist eine schwierige Situation.

Viele Grüße

Siselle


  Re: Knoten in Brust durch KiWu-Therapie? Was tun?
   littlemeamy
Status:
schrieb am 19.04.2017 10:16
...die Frage ist doch eher folgende: Wenn dir die Ärzte versichern, es gäbe keinen Zusammenhang, du nimmst die Medikamente und der Knoten wächst weiter - kannst DU den Ärzten weiterhin trauen bzw. dir nicht selbst irgendwann vorwerfen, deine Gesundheit aufs Spiel gesetzt zu haben?
Unabhängig davon, ob der Knoten nun tatsächlich allein wegen der Hormone wächst oder ob er auch ohne größer werden würde. Das sieht man ja erst mit der Zeit, also erst, nachdem du dich (nun erstmal) für einen Weg entschieden hast.


  Re: Knoten in Brust durch KiWu-Therapie? Was tun?
no avatar    wird schon
Status:
schrieb am 19.04.2017 10:38
Hallo,

ich kenne mich mit dem Thema gar nicht aus, aber würde (auch überregional) nach einem Ärzten suchen, die sich damit auskennen. Es ist natürlich großes Pech, dass du gerade bei zweien bist, die beide jeweils keine Ahnung/Verantwortung für das andere Fachgebiet übernehmen wollen. Aber es sollte doch auch Ärzte geben, die sich mit so etwas auskennen bzw. mit ihren Kollegen kooperieren.

In meiner alten kiwu hatten sie bspw. Flyer, da stand etwas über kiwu-Behandung und Krebs (ich glaube es war nach Krebsbehandlung, aber habe es leider nicht mehr im Kopf). Es müsste doch Ärzte geben, die Erfahrungen damit haben. Frauen, die bereits eine Krebsbehandlung hinter sich haben, sind ja sicher auch Risikorückfallpatientinnen.

Viel Glück!!!!


  Re: Knoten in Brust durch KiWu-Therapie? Was tun?
no avatar    Siselle
schrieb am 19.04.2017 11:05
Hallo.

Dass es gar keinen Zusammenhang gäbe, sagt mir kein Arzt.
Hormonbehandlungen gelten auf jeden Fall als Risiko, je länger, desto stärker.
Aber wie hoch das Risiko ist, keine Ahnung.

Die (Ober-)Ärztin, die ich beim MRT sprach, die ist hochspezialisiert auf Brustkrebs, wie das ganze Zentrum. M.E. ist das sogar deutschlandweit das beste Zentrum dafür. Sie hat mit mir verhältnismäßig lange gesprochen (alle Fragen fallen mir natürlich in dem Moment nicht ein), im Gegensatz zum KiWu-Arzt, der das ganze Thema abgewürgt hat. Also was ich weiß, weiß ich hauptsächlich von ihr.

Die Wahrscheinlichkeit, dass der Knoten wächst, ist groß. Auch ohne Hormonbehandlung. Denn auch viele gutartige Tumore, die in Frage kommen, sind wuchsfreudig.
Hormonbehandlung kann zusätzlich Wachstum bei guten wie bösen Knoten fördern.
Falls der Knoten gutartig ist, kann er durch Hormonbehandlung nicht entarten, also Krebs werden.
Es könnte sogar nur ein seltsam platzierter Lymphknoten sein, auch das ist nicht ausgeschlossen.

Ich habe bei der Ärztin zwischen den Zeilen herausgehört, dass sie es momentan eher für gutartig hält. Sogar teilweise wegen der Hormonbehandlung, die häufig Adenome auslöst.
Ich soll Ultraschalls machen und sie will mich in einem Jahr zum MRT wieder sehen und falls ich schwanger bin oder stille, soll ich sogar in dem Zeitraum gar nicht kommen und nicht extra deswegen abstillen.

Natürlich kann sie sich irren und es ist trotzdem bösartig, dann hab ich den Salat.

Viele Grüße

Siselle


  Re: Knoten in Brust durch KiWu-Therapie? Was tun?
   Solani
Status:
schrieb am 19.04.2017 11:35
Hallo Siselle,

es ist nachvollziehbar, dass sich die Ärztin im MRT-Zentrum und der KiWu-Arzt beide bedeckt halten. Ich glaube auch nicht, dass du einen Arzt finden wirst der dir eine klare Empfehlung geben wird bzw. kann. Die Studienlage ist offensichtlich nicht eindeutig und auch wenn es einen kausalen Zusammenhang zw. Kinderwunschbehandlung und Brustkrebs geben würde heißt das nicht, dass es in deinem konkreten Fall auch so wäre. Du könntest in jedem Fall die Ausnahme sein, oder eben auch nicht. Sogar bei eineiigen Zwillingen kann es ja sein, dass einer an einer Erbkrankheit erkrankt und der andere Zwilling nicht.
Ich stimme dir also zu, das Risiko ist für dich nicht abschätzbar, du musst also einen Weg finden, der sich für dich richtig anfühlt ... viel Glück damit. Ich persönlich würde ja erstmal abwarten und schauen wie sich der Tumor weiterentwickelt und die KiWu Behandlung aussetzen, aber vielleicht wäre auch eine Biopsie die richtige Lösung? Man kann es einfach nicht wissen und es geht ja um deine Gesundheit.

lg,
Solani


  Re: Knoten in Brust durch KiWu-Therapie? Was tun?
no avatar    Siselle
schrieb am 19.04.2017 13:14
Hallo,

für die nächsten zwei Wochen haben mein Mann und ich aktuell entschieden, es mit Prolutex (Progesteron subkutan) noch zu Ende zu bringen.
In der ersten Zyklushälfte bekam ich FSH subkutan. Einen möglichen Synergieeffekt möchten wir noch mitnehmen.
Die MRT-Ärztin meinte, lieber mehrere Hormone in kürzerem Zeitraum, als immer wieder einzelne über langen Zeitraum.

Danach verweigere ich möglicherweise erst mal lange alle Hormone. Wobei ich Schilddrüsenhormone (Thyrosin, Thybon) nehmen muss, da geht es ja nicht ohne.

Solani, Beobachten ist sicher richtig. Kann aber sein, dass es wegen meines dichten Brustgewebes im Ultraschall gar nicht möglich sein wird.
Eine Biopsie klingt toll, um schnell Gewissheit zu haben. Klar, wenn Gutartigkeit bestätigt wird, bin ich alle Sorgen los.
Aber: Wenn sich herausstellt, dass es Krebs ist, mache ich mir dann ewig Vorwürfe und Ängste. Wegen des Streuungsrisikos.

Macht KiWu-Behandlung ohne Hormone noch Sinn?
Das Spermiogramm meines Mannes ist leicht eingeschränkt (nicht unfruchtbar oder so), macht IUI im Spontanzyklus Sinn?

Viele Grüße

Siselle


  Re: Knoten in Brust durch KiWu-Therapie? Was tun?
   Hamamelis71*
schrieb am 19.04.2017 15:00
Ich hatte vor den Kinderwunschbehandlungen (Icsi) 2 Knoten (rechts und links) und habe sie vorher operativ entfernen lassen. Mir war das einfach sicherer.

da ich auch familiär vorbelastet bin, gehe ich regelmäßig zum Brustultraschall (die Knoten waren deutlich tastbar, aber in der Mammographie nicht sichtbar), habe mich aber während der Kiwu-Behandlung nicht verrückt gemacht.

Manchmal muss man für sich eine Entscheidung treffen, mir war die Kinderwunschbehandlung sehr wichtig. Krebs zu bekommen gehört für mich zum allgemeinen Lebensrisiko, man kann auch einen schlimmen Unfall haben usw. Und wenn man bedenkt, wo überall in der Nahrung mittlerweile Hormone vorkommen...

Daher habe ich die Kinderwunschbehandlung durchgeführt. Ich habe allerdings in meinem Leben nur wenige Jahre die Pille genommen.

alles Gute!

LG


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 19.04.17 15:12 von Hamamelis71*.


  Re: Knoten in Brust durch KiWu-Therapie? Was tun?
no avatar    Siselle
schrieb am 19.04.2017 15:56
Hallo Hamamelis,

danke, dass du geschrieben hast!
Interessant, natürlich.

Darf ich dich noch fragen, wie groß die Knoten bei dir waren?

Finde ich verrückt, dass das geht, deutlich tastbar, aber in der Mammographie nicht abbildbar.

Viele Grüße

Siselle




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