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  Neu hier, herzliches Hallo und viel Unsicherheit
   Anna1989
Status:
schrieb am 20.03.2017 16:45
Hallo ihr alle,

ich möchte mich hier erstmal vorstellen und ein bisschen unsere Geschichte erzählen.

Ich bin 27, mein Mann ist 31. Das wir Kinder haben möchten, war für uns schon immer klar, aber erst seit unserer Hochzeit im Juli 2016 versuchen wir es wirklich, bisher leider ohne Erfolg.

Wir haben relativ früh Hilfe und Rat in einer Kiwu-Praxis gesucht und dort wurde folgendes festgestellt:
- schlechtes Spermiogramm (ein genaues Ergebnis haben wir nicht bekommen *?* , der Arzt sagte nur, es liegen Einschränkungen vor, aber es geht auch noch schlechter)
- ich habe einen super unregelmäßigen Zyklus (8/16 bis 12/16 gar keine Blutung, seit 12/16 Zykluslängen von 15-21 Tagen)
- organische Probleme bei mir:
Im Januar wurde bei mir eine BS gemacht, dabei wurde festgestellt, dass links der EL um den Eierstock gewickelt und nicht durchlässig ist. Auf der rechten Seite konnte der Arzt nichts sehen, da alles von Bauchfell überwachsen war, eine Eileiterdurchgängigkeitsprüfung war aber auch hier negativ. In dieser endoskopischen OP war es nicht möglich, die Verwachsungen zu lösen, deswegen wurde mir eine zweite OP empfohlen.
Diese Laparotomie wurde am 6.3. durchgeführt. Dabei konnte der Arzt den linken Eileiter lösen, dieser ist auch durchgängig, aber die Muskelschicht ist gering ausgeprägt. Auf der rechten Seite ist kein Eierstock vorhanden und der Eileiter ist kurz nach dem Austritt aus der GM abgeschnitten. Der Verdacht liegt nahe, dass der Eierstock im Rahmen einer Binddarm-Not-OP 1999 mit entfernt wurde*achso*
Der operierende Arzt sagte nach der OP, dass mit der linken Seite eine natürliche Schwangerschaft möglich wäre.

Jetzt war ich am Donnerstag zur Nachkontrolle in der Kiwu-Praxis, dort sagte der Arzt dann, natürlich probieren macht keinen SInn mit unseren Diagnosen und gab mir ein Antragsformular für eine IUI mit.
Ich war so geschockt, dass ich gar nicht richtig nachfragen konnte. Er sagte nur, dass man nach so einer OP innerhalb von 6 Monaten versuchen sollte schwanger zu werden, sonst bilden sich wieder Verwachsungen und die OP war umsonst. Könnt ihr so einen Zeitdruck bestätigen, macht das Sinn?

Mein Mann und ich hatten eigentlich geplant, nach der OP erstmal ein halbes Jahr so zu versuchen. Schließlich ist jetzt ja erst der eine EL durchgängig und somit überhaupt die Chance auf einen Eisprung und eine Schwangerschaft gegeben.
Gerne würde ich auch etwas wie GVnP versuchen, da ich mit meinem Zyklus überhaupt nicht weiß, wann es klappen könnte. Aber davon sagte der Arzt überhaupt nichts...

Was meint ihr, was macht an weiterem Vorgehen Sinn?
Ich fühle mich auch nicht mehr wirklich gut verstanden in der Kiwu-Praxis, vielleicht sollten wir nochmal wechseln, bevor wir noch tiefer in der Behandlung drin sind? Oder uns eine zweite Meinung einholen (geht das in solchen Spezialpraxen so einfach)?

Tut mir leid, ist doch ziemlich lang geworden unsere "Geschichte".
Ich hoffe in diesem Forum auf guten Austausch und ein wenig Beistand auf unserem Weg zum Wunschkind.

Liebe Grüße Anna


  Re: Neu hier, herzliches Hallo und viel Unsicherheit
   RoteBeete
schrieb am 20.03.2017 17:40
Hallo Anna und herzlich willkommen!

Es tut mir leid, du hast ja schon einiges über dich ergehen lassen müssen!

Weißt du woher die Verwachsungen kommen? Hast Du Endometriose? Bei Endometriose ist es tatsächlich so, dass sie meistens wiederkommt. Aber wenn die Frau jung genug ist, kann man 6-9 Monate es noch mal natürlich probieren.Vorausgesetzt das Spermiogramm passt und alles andere auch!

Zitat
Anna1989
Auf der rechten Seite ist kein Eierstock vorhanden und der Eileiter ist kurz nach dem Austritt aus der GM abgeschnitten. Der Verdacht liegt nahe, dass der Eierstock im Rahmen einer Binddarm-Not-OP 1999 mit entfernt wurde*achso*
Der operierende Arzt sagte nach der OP, dass mit der linken Seite eine natürliche Schwangerschaft möglich wäre.

Blöde Frage, aber: haben das deine Eltern gewusst?

Man kann sicher keine natürlich Schwangerschaft ausschließen, aber falls ihr jetzt ein Kind wollt, dann hat die KiWu tendenziell Recht...Die Frage ist auch, wie schlecht genau das SG ist.

Es ist für alle ein ziemlicher Schock, wenn man erfährt, dass es "normal" nicht geht oder sehr schwer ist. Weil ihr doch noch jung seid, würde ich es 3 Monate probieren, aber danach schon Nägel mit Köpfen machen. Und eventuell eine zweite Meinung einholen, einfach damit ihr Euch sicher fühlt, dass ihr das Richtige macht.

Alles Liebe und, dass deine Zeit hier ganz schnell vorbei ist ;-)


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 20.03.17 17:42 von RoteBeete.


  Re: Neu hier, herzliches Hallo und viel Unsicherheit
   Anna1989
Status:
schrieb am 20.03.2017 18:11
Danke für deine schnelle Antwort und die lieben Wünsche RoteBeete,

also Endometriose habe ich nicht, hat jedenfalls noch nie jemand was von gesagt. Und auch eine Infektion mit Chlamydien liegt nicht vor. Ich vermute, dass die Verwachsungen im Zusammenhang mit der Bilnddarm-OP stehen, da dort bestimmt eine Entzündung des Bauchfells vorlag und die Verwachsungen auslösen kann. Aber dann würden die ja nicht wieder kommen, wenn sie nun einmal entfernt sind, oder? Was gibt es denn noch für Gründe, dass die Eileiter wieder verkleben?

Das genaue Ergebnis vom Spermiogramm will ich auf jeden Fall auch gerne haben, genauso wie die Ergebnisse von meinem Zyklusmonitoring. Finde es auch etwas merkwürdig, dass man die Ergebnisse nicht sowieso mitbekommt, oder ist das normal?

Meine Eltern wussten nichts von der wahrscheinlichen Entfernung des Eierstocks, haben aber auch keinen OP-Bericht bekommen. Die Umstände waren damals wohl ziemlich dramatisch, mit Not-OP nach Blinddarm-Durchbruch und es war über eine Woche nicht klar, ob ich überlebe.
Der Arzt, der mich jetzt operiert hat, meinte es kann sein, dass der Arzt damals es entweder nicht gemerkt hat, dass er auch einen Eierstock entfernt hat (sagte im Bauch sieht es nach Bilnddarm-Durchbruch aus, als wenn man eine Schüssel Vanillepudding runter schmeißt) oder er war der Meinung, der ist so entzündet und hat später eh keine Funktion mehr. Aber dann fänd ich es wirklich unmöglich, wenn man die Eltern nicht informiert. Einen OP-Bericht können wir leider nicht mehr bekommen, weil die OP ja deutlich länger als 10 Jahre her ist. Aber an der jetzigen Situation würde das ja leider auch nichts ändern...


  Re: Neu hier, herzliches Hallo und viel Unsicherheit
   RoteBeete
schrieb am 21.03.2017 17:04
Warum die Eileiter wieder verkleben, wenn keine Endometriose vorherrscht und keine Chlamydien, weiß ich leider auch nicht :-(

Das SG oder alle weiteren Unterlagen bekommt man nicht einfach so mit, man muss immer extra danach fragen! Und wenn du etwas nicht verstehst, frag bei deiner Klinik nach. Eine gute Klinik gibt dir Antwort. Ich bohre immer solange nach, bis ich es kapiert habe :-)

Ich gehe mal davon aus, dass der Arzt es nicht gemerkt hat, dass er dir einen Eierstock entfernt. Sonst hätte er es wirklich deinen Eltern sagen müssen...Aber du hast Recht, jetzt hat es sowieso keine Bedeutung mehr.


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  Re: Neu hier, herzliches Hallo und viel Unsicherheit
no avatar    Alvar
schrieb am 21.03.2017 17:43
Hallo Anna,

soweit ich weiß, müssen Berichte mindestens 30 Jahre aufbewahrt werden oder sogar bis über den Tot hinaus. 10 Jahre gilt für die Lagerung von Röntgenbildern, aber auch nur bei Erwachsenen, bei Kindern müssen sie bis zum 28. Lebensjahr aufbewahrt werden, die Berichte dazu müssen länger aufbewahrt werden. Also gehe ich davon aus, dass es bei OP-Berichten auch so sein muss.

Liebe Grüße

Alvar


  Re: Neu hier, herzliches Hallo und viel Unsicherheit
   Anna1989
Status:
schrieb am 21.03.2017 18:13
Hallo ihr beiden,

eine Freundin von meiner Mutter ist Krankenschwester in dem Krankenhaus in dem die Blinddarm-OP war und die meinte, die Berichte werden nur 10 Jahre aufbewahrt. Vor allem war dazwischen auch noch die Umstellung auf komplett digitalisierte Patientenakten...

Heute hat meine Neugier gesiegt und ich habe in der Kiwu-Praxis angerufen und die Ergebnisse vom SG und vom Zyklusmonitoring angefordert. Dann kann ich damit immerhin schon mal etwas googlen, oder euch um Rat fragen, wie problematisch die Diagnosen sind. Den nächsten Termin haben wir durch die Osterferien und viel Terminen auf Arbeit nämlich leider erst Ende April. Wir überlegen aber jetzt, den Antrag für die IUI einfach schon mal bei den KK einzureichen, dann könnten wir bei Bedarf sofort ohne Wartezeit starten. Und in der Praxis hat man mir gesagt, dass ein genehmigter Antrag ein Jahr lang gültig ist. Stimmt das?

Danke, für eure Hilfe!




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