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  Re: Ist es ein wunder ?
   Tyleet
schrieb am 20.03.2017 22:04
Liebe stubbornstar, diskriminierend ist die Tatsache, dass eine medizinische Behandlung aufgrund von Übergewicht verweigert wurde.
Es ist ja alles richtig, was in deinem Link steht. Sowohl bzgl. einer KIWU-Behandlung als auch einer Schwangerschaft mit Übergewicht. Ja, Übergewicht senkt die Erfolgschancen bei Kinderwunsch und ja, Übergewicht erhöht die Risiken einer Schwangerschaft. Und nochmal ja, es ist richtig und wichtig, dass der behandelnde Arzt über diese Tatsache aufklärt. Ebenso wie über alle anderen erfolgslimitierenden Faktoren offen gesprochen werden sollte (hohes Alter, POF usw.). Dann aber sollten die Patienten entscheiden dürfen, ob sie unter Beachtung ihrer individuellen Ausgangslage und trotz evtl. limitierender Faktoren eine Behandlung wünschen. Das scheint hier nicht geschehen zu sein und das kritisiere ich. Ohne die von dir geposteten med. Fakten in Frage zu stellen. Ich hoffe, ich habe mich jetzt verständlich ausgedrückt.

Es passiert übrigens leider gar nicht so selten, dass Ärzte Ursachen für div. Symptome vorschnell auf evtl. vorhandenes Übergewicht schieben und zum Abnehmen raten, statt weiterführende Untersuchungen anzuordnen. Manchmal mit fatalen Folgen für den entsprechenden Patienten. Wer sich ein wenig mit dieser Materie beschäftigt, wird staunen, wie adipösen Mitmenschen mitunter begegnet wird. In der Medizin, aber leider auch in der Gesellschaft.

LG, Tyleet


Zitat
stubbornstar
Liebe Tyleet, es geht nicht um die Mehrkosten für die Solidargemeinschaft, sondern dass man versucht, die Mittel und Möglichkeiten optimal zu nutzen und dabei zusätzlich die Risiken für Kund und Mutter zu reduzieren, indem man etwas für seine Gesundheit tut. Was daran diskriminierend sein soll, erschließt sich mir nicht, denn selbst leichte Gewichtsverluste sind positiv durch Studien belegt.

Und dass Michelle natürlich schwanger geworden ist, beweist ja nicht, dass es Blödsinn ist, was die Ärzte empfehlen. Übergewicht führt ja nicht komplett zum erliegen des Zyklus, er kann jedoch sehr unregelmäßig werden und damit die Chancen auf eine Schwangerschaft erschweren. Ich denke, den meisten ist dies auch bekannt, wenn sie in Behandlung sind. Einem rauchenden Pärchin würde man auch zu Abstinenz oder Reduktion raten.



Zitat
Tyleet
Zitat
stubbornstar
Der Unterschied ist, dass man gegen Übergewicht etwas tun kann und gegen Alter nicht.

Und wir wissen nicht, was genau die Entscheidungsgrundlage der Ärztin war.

Ich halte es auch für sinnvoll - gegenüber der gesetzlich versicherten Patientinnen und der Solidargemeinschaft - die Chancen zu optimieren.

Zitat
Tyleet
Zitat
stubbornstar
Hallo Michelle,

wenn Ärzte Paaren mit Kinderwunsch zum Abnehmen raten, hat das nicht wirklich etwas mit Diskriminierung zu tun.

[www.kinderwunsch-uni-bonn.de]

Zitat
Tyleet
Liebe Michelle,

herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft :-)
Dass weiterhin alles gut geht und ihr bald euer Baby in den Armen haltet.

Ansonsten zeigt deine Geschichte mal wieder, wie sehr dicke Menschen in unserer Gesellschaft noch immer diskriminiert werden. Von der KIWU abgelehnt wg. dem Körpergewicht? Hallo???
Offenbar hattest du ja sogar Eisprünge. Bin echt fassungslos.
Nunja, bei euch hat sich ja glücklicherweise alles in Wohlgefallen aufgelöst *super*

LG, Tyleet

Nunja, in diesem Fall haben die Ärzte aber die Behandlung verweigert und nicht "nur" zum Abnehmen geraten.

Zu den Risiken des Übergewichts während der Schwangerschaft: Da dürften andere Risikogruppen aber auch nicht behandelt werden. Erhöhte Schwangerschaftsrisiken gibt es auch bei div. Vor- und Grunderkrankungen, nach EZ- oder Embryonenspende und auch aufgrund hohen Alters.

Wie oft wurde sich hier (zu Recht) schon darüber aufgeregt, dass manche Kliniken beispielsweise die Behandlung älterer Patientinnen ablehnen.
Übergewichtige Frauen abzulehnen, ist hingegen in Ordnung......?

LG, Tyleet

Das stimmt so pauschal dann eben auch wieder nicht.

Offenbar waren die Chancen bei der TE gar nicht so schlecht, wenn es dann sogar auf nat. Weg gefunzt hat.

Die Solidargemeinschaft wird mit jeder Risikoschwangeren belastet. Selbst mit solchen, bei denen die Schwangerschaft problemlos verläuft. Allein schon zusätzliche Ultraschalls, Beratungen, Untersuchungen usw. verursachen zusätzliche Kosten. Mal ganz zu schweigen davon, wenn dann tatsächlich etwas ist. Was also tun? Frauen, bei denen eine Risiko-Schwangerschaft abzusehen ist, die KIWU-Behandlung verweigern, um die Chancen für die Solidargemeinschaft zu optimieren, dass keine Zusatzkosten anfallen?

Grundsätzlich haben dicke Menschen dasselbe Recht auf med. Behandlung wie dünne. Das schließt auch die Behandlung von Unfruchtbarkeit mit ein (die ebenfalls eine Krankheit ist, da sind wir uns doch hoffentlich einig?). Alles andere nenne ich Diskriminierung.



  Re: Ist es ein wunder ?
   stubbornstar
schrieb am 21.03.2017 10:35
Liebe Tyleet,
Ich kenn es aus meinem eigenen Umfeld zu gut, dass Übergewichtige diskriminiert werden und auch von Ärzten, die sich blind aufs Gewicht als Ursache einschießen. So wurde u.a. Bei einem Familienmitglied Krebs als Ursache für Symptome übersehen, bis es fast zu spät war. Auch herrscht immer noch die Meinung vor, dass PCOS eine Folge von Übergewicht ist, auch wenn Studien nahelegen, dass es umgekehrt ist und dass "einfach etwas abnehmen" nicht möglich ist. Ich kenne aber auch Fälle, wo komplett abgelehnt wird, dass das Gewicht ein Gesundheitsproblem ist und immer die Ärzte nur ungerecht sind und alle diskriminieren und die Gesundheit dadurch steil bergab geht.
Wir kennen die Geschichte nicht im Detail, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Arzt ohne triftigen Grund eine Behandlung verweigert und nur bösartig gegenüber einer adipösen Patientin sein will. Wäre ja auch dumm, denn bezahlt wird er so oder so.




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