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  Frage zum Blastozystenstadium
   Lissy17
Status:
schrieb am 16.03.2017 12:10
Hallo,
ich hätte eine Frage zu diesem Thema:
Es konnten 10 Eizellen (für ICSI) bei mir punktiert werden. (Ursprünglich waren noch mehr Follikel vorhanden, aber nicht alle waren erreichbar).
8 davon waren wohl verwendbar, 1 war unreif und die andere irgendwie "auffällig". Erfolgreich befruchtet wurden letztendlich nur 2 Eizellen. Man vermutet, dass die niedrige Befruchtungsrate an den Spermien liegt, deren Anzahl nicht nur überaus gering, sondern die auch scheinbar sehr auffällig (unbeweglich etc.) sind. Der Transfer steht kurz bevor. Eigentlich sollte eine verlängerte Embryonenkultur gemacht werden, dies wird bei diesen zweien nun nicht empfohlen.
Wenn ich ehrlich bin, erscheint mir das alles wenig aussichtsreich. Wenn schon nur 2 befruchtet werden konnten - wer sagt denn, dass ausgerechnet diese beiden das Blastocystenstadium überhaupt jemals erreichen?
Kann mir jemand sagen, von welchen Faktoren dies abhängt?
Ich habe gefragt, wie denn die Qualität der Eizellen bei den beiden befruchteten war. Da hieß es: Die eine wäre durchschnittlich, die andere wäre sehr gut.
Meine ganze Hoffnung hängt nun an dieser befruchteten Eizelle mit scheinbar sehr guter Qualität. Abstrakt gefragt würde mich interessieren: Was hat jetzt Einfluss darauf, ob das Blastozystenstadium jemals erreicht wird, wenn man mir die befruchtete Eizelle mit sehr guter Qualität einsetzt? Wenn die Befruchtung einer sehr guten Eizelle erfolgt ist, kann es dann beispielsweise noch am Spermium liegen, wenn wir es noch nicht einmal zur Blastozyste schaffen oder oder kann das Spermium nach der Befruchtung nicht mehr das "Problem" sein?


1 mal bearbeitet. Zuletzt am 16.03.17 12:11 von Lissy17.


  Re: Frage zum Blastozystenstadium
   Sonnenschein2408
Status:
schrieb am 16.03.2017 12:33
Hallo Lissy,
ich kann dir leider keine deiner Fragen beantworten, würde aber gerne wissen, warum es dir so wichtig ist, die Eizellen als Blastozysten zurück zu bekommen? Ich bin der Meinung, dass sich eine Eizelle - da wo sie herkommt - am wohlsten fühlt. Ich hatte vor ein paar Wochen Transfer (es konnten auch nur 2 befruchtet werden und das Sperma meines Mannes ist grottenschlecht), meine Eizellen konnten sich in der Kultur bis Tag drei leider nur zu einem fünf- sowie einem sechszeller entwickeln und man sagte mir, dass die Qualität durchschnittlich wäre aber die Entwicklung zu langsam ist. Wir haben auf Grund dieser Aussage beide zurück genommen und das Ende vom Lied ist - ich bin in der 10. Woche mit Zwillingen schwanger *megafreu*. Kein Kulturmedium ist so gut wie die Flora einer Frau *lollol*

Schöne Grüße und alles Liebe


  Re: Frage zum Blastozystenstadium
no avatar    Chrischtl
Status:
schrieb am 16.03.2017 13:18
1. halte ich bei zwei Embryonen überhaupt nichts von einer verlängerten Kultur, weil was soll sie bringen? Normalerweise dient sie zum Selektieren aber was soll man da noch aussuchen? Nimm die zwei zurück (sofern ihr zwei nehmen wollt) und fertig. Ob invivo besser ist als invitro kann zwar keiner sicher sagen aber meines Wissens kann man davon ausgehen, dass es zumindest nicht schlechter ist. Und kostengünstiger dürfte es allemal sein.

2. diagnostisch ist das Balstozystenstadium in sofern interessant, als dass die ersten 3 Entwicklungstage die Eizelle ihr eigenes Programm durchzieht. Erst danach bringt sich auch das Spermium ein, so dass die Entwicklung eben stehen bleiben könnte, gerade weil das Spermium nicht intakt ist. Also ja, beide Gameten haben Einfluss auf eine gesunde Entwicklung.


  Re: Frage zum Blastozystenstadium
   Lissy17
Status:
schrieb am 16.03.2017 16:38
@ Sonnenschein: Vielen Dank für Deine Antwort. Das macht mir wenigstens wieder ein bisschen Mut ;). Dir noch alles Gute für die weitere Schwangerschaft!

@ Chrischtl:
Es war ursprünglich angedacht, bei meiner "Ausbeute" von 10 bzw. 8 Eizellen, eine verlängerte Embryonenkultur durchzuführen. Da es jetzt aber nur 2 befruchtete Eizellen sind, machen wir das natürlich nicht, sondern nehmen eben nur diese beiden zurück und zwar am 3. Entwicklungstag.

Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, wurde uns die verlängerte Kultur empfohlen, weil man da besser selektieren kann, weil viele befruchtete Eizellen gar nicht erst das Stadium einer Blastozyste erreichen.

Meine Sorge ist deshalb, dass die 2 befruchteten Eizellen, die bei uns "übrig" sind und die wir am 3. Tag einsetzen lassen , also nie das Blastozystenstadium (und etwaige Phasen darüber hinaus) erreichen. Denn ich habe in Erinnerung, dass nicht alle das Blastozystenstadium erreichen. Deshalb wäre es wichtig, für mich zu erfahren, an welchen Faktoren liegt es, dieses Stadium (und noch mehr Phasen) zu erreichen. Bei zweien, die ohne Auswahlmöglichkeit eingesetzt werden, erachte ich die Chance, dass es weiter geht, als ziemlich gering, wenn die Aussage im Raum steht, dass viele gar nicht erst das Blastozystenstadium (jetzt mal abgesehen, ob in künstlicher Embryonenkultur oder in der natürlichen Flora) erreichen.
Wenn ich Dich richtig verstanden habe, bringt sich das Spermium überhaupt erst nach dem 3. Entwicklungstag ein?
Ich verstehe dann nur nicht, wieso nur 2 von 8 Eizellen überhaupt befruchtet werden konnten. Demnach müsste es ja bis zum 3. Tag allein an der Eizelle liegen? Vermutet wird nämlich, dass die niedrige Befruchtungsrate bei uns auf die Spermien (zumal grottenschlechtes Spermiogramm) zurückzuführen ist.


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  Re: Frage zum Blastozystenstadium
   iola20
Status:
schrieb am 16.03.2017 16:40
Bei mir wurden bei der vierten ivf zwei von 8 eizellen befruchtet, habe diese an tag 3 als durchschnittliche embryonen grad b zurückbekommen und es sind zwillinge geworden.

Bei der ersten ivf sind 5 von 8 punktierten eizellen zu blastozysten geworden, drei davon sehr gut und es hat trotzdem nicht geklappt. ..

Ich würde nicht auf blastos setzen bei zwei befruchteten eizellen

Alles Gute


  Re: Frage zum Blastozystenstadium
no avatar    Sweet Angel
Status:
schrieb am 16.03.2017 17:55
bei mir war ursprünglich bei meiner letzten ICSI auch eine Blastokultur gewesen. Ich hatte dann 14 eizellen, von den waren 10 brauchbar, aber es hatten sich nur 4 befruchten lassen. Mit 4 wollte cih auf keinen Fall eine Blastokultur wagen. Bei meiner letzten Kultur blieben von 6 nur 2 Morule unter 5 würde ich es nicht wagen. Wenn du dir 2 zurückgeben lassne willst, erschließt sich mir der Grund für eine Blastokultur bei dir auch nicht.

Von den 4 habe ich zwei zurück bekommen und eine davon hat es geschafft, also auch mit einer schlechten Befruchtungsrate heisst das nicht, das es nicht klappt!


  Re: Frage zum Blastozystenstadium
   kaeferlieschen
Status:
schrieb am 17.03.2017 17:07
Hallo,
ich denke, ob eine Zelle es ins Blastozystenstadium schafft, liegt an der Zellteilung der Zelle selbst. Die Mitose (Zellteilung) ist ein komplizierter Vorgang und wenn es aufgrund der Zelle (oder in dem Fall Zygote) selbst zu Teilungsfehlern kommt, dann bleibt die Entwicklung einfach stehen. Ähnlich dem Alles-oder-Nichts-Prinzip. Ich denke auch, dass man von der Qualität der Zelle nicht auf ihre Teilungsfähigkeit schließen kann. Die Kriterien, ob eine Zelle gut aussieht oder nicht betrifft ja nicht die Genetik selbst, sondern nur wie abgrenzbar die Zellen sind oder ob Pollkörperchen vorhanden sind.
Meine Kinderwunschklinik äußert deswegen nie etwas zur Qualität. Eben weil es nicht unbedingt eine Aussagekraft hat.

Ich würde die Hoffnung trotz der nur 2 Zellen niemals aufgeben. Vielleicht sind das ja die beiden Kämpfer die es schaffen!
Liebe Grüße


  Re: Frage zum Blastozystenstadium
   Kala1005
Status:
schrieb am 17.03.2017 21:36
Liebe Lissy,

ich hatte nie eine Kultivierung bis zur Blasto, weil immer viel zu wenig EZ da waren.
Meistens kamen wir gar nicht bis zum Transfer. *ohnmacht*
Ich hatte 3x Transfer an PU+2 mit Vierzellern. 1x negativ (2 Eizellen, 2 Embryos transferiert), 1x biochem. Schwangerschaft (1 Eizelle,1 Embryo transferiert) und 1x schwanger (2 Eizellen, 2 Embryos transferiert).
Man braucht keine Blastos um schwanger zu werden. Unsere Biologin meinte immer, bei Mama ist es am schönsten und ich denke, in der Gebärmutter schaffen es Embryonen, die es in der "ungemütlichen" Petri-Schale vielleicht nicht geschafft hätten. Also gib die Hoffnung nicht auf. Du hast 2 Eizellen, 2 Embryonen, also 2 Chancen auf eine Schwangerschaft. Glaub an die Beiden.

Viel Glück.
LG Kala




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