Die Kinderwunsch-Seite
Home Theorie News Zentren Bücher Interaktiv FAQ Links Forum


Persönliches
Willkommen!
Gast
Benutzername:

Passwort:


amicella Network
 
Forum Funktionen
 
 

Interaktives
 
Service
 
  Embryonenspende im Ausland
   doso
schrieb am 17.02.2017 10:36
Moin Moin, Servus und Hallo - je nachdem wer von wo hier so liest -

meine Frau und ich wünschen uns nun bereits seit 3 Jahren ein Kind. Da ich das Klinefeltersyndrom habe, war es bereits ein Wunder das wir zwei künstliche Versuche mit meinem Sperma durchführen konnten, die jedoch negativ verlaufen sind.

Aufgrund psychischer Bedenken (ich habe Angst) wäre eine Samenspende für mich keine Frage und wir beschäftigen uns mit dem Thema der Embryonenspende. Das Netzwerk in Bayern ist, vllt auch zu Unrecht, so kontrovers in der Diskussion, das wir nun überlegen ins Ausland zu gehen. Am erfolgreichsten scheint hier Spanien, Tschechien oder auch Griechenland zu sein. Dänemark leider nicht, wobei als Norddeutsche hier eine hohe Ähnlichkeit der Anlagen ein Gedanke war.

Nun drehen wir uns bereits seit Wochen im Kreis... Womit? Mit der Wahl der Klinik... Obwohl das Thema nicht so selten ist, kaum einer teilt mit, wo er war und warum und ob es erfolgreich war. Nun hoffe ich über diesen Weg mein Wissen zu erweitern und damit meine Frau zu unterstützen, die mittlerweile nervlich extrem angespannt ist, weil sie das Gefühl hat auf einem Karrussel zu sitzen.und es dreht sich und dreht sich.

Vllt gibt es hier ja Paare die sich ebenfalls ins Ausland mit einer Embryonenspende gewagt haben und die positiv oder auch negativ berichten können. Wenn nicht teilsöffentlich hier im Formum auch gerne per Mail, danke!

VG Doso


  Re: Embryonenspende im Ausland
   silberstuhl
schrieb am 17.02.2017 16:06
Moin ,-)

Ich komme auch aus Norddeutschland, bin aber in Tschechien in Behandlung. Wir haben ganz pragmatisch nach dem finanziellen Aspekt entschieden. Habe mich im geschützten Bereich bei klein-putz angemeldet, dort existiert u.a. eine Tabelle mit den Erfolgen der einzelnen Kliniken. Daran hab ich mich orientiert. Habe mich für Prag entschieden, weil man da mit allen Verkehrsmitteln sehr gut hinkommt.

Was die Ähnlichkeit angeht: du kannst einen Fragebogen mit Wünschen ausfüllen: Phänotyp, Haarfarbe etc, Blutgruppe, Schul/Bildungsabschluss...

Du musst dir natürlich darüber im Klaren sein, dass die Spenden anonym sind und du/dein Kind nicht nach den Spendern suchen dürft/könnt.


  Re: Embryonenspende im Ausland
no avatar    Juna30
Status:
schrieb am 17.02.2017 18:25
Wir haben 2012 nach einigen negativen Versuchen, einem Spätabort und Fehlgeburten Embryonen in Tschechien für EMS reservieren lassen.

Allerdings... wäre eine EMS für mich/ uns nicht in Frage gekommen, wenn wir nicht so viele Baustellen und so viel Erfahrung gehabt hätten.

Darf ich fragen, warum eine Spermienspende dir Angst macht, eine Embryonenspende aber nicht?

Ich finde, man sollte sich vor einem solchen Schritt mit den Konsequenzen fürs Kind auseinandersetzen und diese Entscheidung gut überlegen.
Versteh mich nicht falsch, ich habe keine Vorbehalte ggü. der Embryonenspende - hatten uns ja selbst dafür entschieden. Aber wenn eine Spermaspende ausreicht, um eine Schwangerschaft herbeizuführen, hat das Kind auch genetische Wurzeln in der Familie, was für Kinder irgendwann von großer Bedeutung sein kann.

Wenn es keine andere Möglichkeit (mehr) gibt als die EMS ist das eine großartige Möglichkeit für Paare auf diesem (letzten) Weg zu ihrem Wunschkind zu kommen. Aber unter diesen Umständen kann man als Familie auch ganz anders mit der unbekannten genetischen Herkunft des Kindes umgehen.

Liebe Grüße,
Juna


  Re: Embryonenspende im Ausland
   henriette
schrieb am 18.02.2017 22:47
blut zu spenden hat aber längst nicht die gesundheitlichen risiken wie das spenden von eizellen....


  Werbung
  Re: Embryonenspende im Ausland
   risa74Berlin
Status:
schrieb am 20.02.2017 11:10
Zitat
henriette
blut zu spenden hat aber längst nicht die gesundheitlichen risiken wie das spenden von eizellen....


Erstmal ist es nicht risikoreich sondern risikoarm. Dann gelten die gesundheitlichen Risiken ja genauso für Frauen, die sich für ihren eigenen Kinderwunsch ihre eigenen Eizellen punktieren lassen. Der Unterschied sind die Motive: die eine macht es aus purem Egoismus (um es mal sehr zugespitzt zu formulieren), die andere macht es um zu Helfen/ um Geld zu verdienen. Die Spenderinnen werden auch über die Risiken aufgeklärt, ich denke, davon kann man ausgehen. Also wieso ist es für die rein egoistisch handelnde Frau in Ordnung, sich Eizellen punktieren zu lassen, für die auch altruistisch handelnde Frau aber nicht? Weil letztere Geld bekommt? Sollen wir also alles verbieten, wo Menschen sich für Geld Risiken aussetzen? Darf es dann keine Fernfahrer (Gefahr tödlicher Verkehrsunfälle), Möbelpacker (Gefahr von Rückenschäden) Chemielaboranten (Gefahren durch toxische Stoffe) oder oder oder mehr geben? Inwiefern ist die Sache, wenn es um die Fortpflanzung geht, anders gelagert? Weil es sich anders anfühlt? Oder weil Fortpflanzung heilig ist oder von "der Natur" (als sei sie ein Subjekt) entschieden werden sollte? Ich finde es gibt keine rationalen Gründe für diese Unterscheidung.

Liebe Grüße!


  Re: Embryonenspende im Ausland
   henriette
schrieb am 20.02.2017 15:33
puhhh, das ist schon eine erstaunliche sicht der dinge.

blutspenden: gesundheitliches risiko für den spender minimal, nutzen für den empfänger gegebenenfalls lebensrettend.


embryonenspende, oder sollte man nicht eher sagen emryonenverkauf: risiko für spenderin existent, die überstimulation ist nicht zu unterschätzen, kann in ganz wenigen einzelfällen sehr, sehr gefährlich sein, nutzen für den empfänger: eventuelle erfüllung eines wunsches, des kinderwunsches.
man sollte dies mindestens auf die selbe stufe stellen wie eine organspende, wobei eben auch wieder ein spenderorgan normalerweise leben rettet, zumindest aber signifikant verlängert...

die spendende frau stetzt sich unmittelbar gesundheitlichen risiken aus. wenn sie genügend geld hätte, würde sie es in den meisten fällen nicht tun. arm nutzt reich für die erfüllung eines wunsches aus. bei der leihmutterschaft wird dann das ganze ausmass dieses geschäfts noch wesentlich deutlicher.

und man sollte immer, wobei das jetzt ein ganz anderer aspekt sein, das recht des kindes auf die kenntniss seiner genetischen wurzeln im blick halten.


  Re: Embryonenspende im Ausland
   Tyleet
schrieb am 20.02.2017 19:42
Zitat
henriette
puhhh, das ist schon eine erstaunliche sicht der dinge.

blutspenden: gesundheitliches risiko für den spender minimal, nutzen für den empfänger gegebenenfalls lebensrettend.


embryonenspende, oder sollte man nicht eher sagen emryonenverkauf: risiko für spenderin existent, die überstimulation ist nicht zu unterschätzen, kann in ganz wenigen einzelfällen sehr, sehr gefährlich sein, nutzen für den empfänger: eventuelle erfüllung eines wunsches, des kinderwunsches.
man sollte dies mindestens auf die selbe stufe stellen wie eine organspende, wobei eben auch wieder ein spenderorgan normalerweise leben rettet, zumindest aber signifikant verlängert...

die spendende frau stetzt sich unmittelbar gesundheitlichen risiken aus. wenn sie genügend geld hätte, würde sie es in den meisten fällen nicht tun. arm nutzt reich für die erfüllung eines wunsches aus. bei der leihmutterschaft wird dann das ganze ausmass dieses geschäfts noch wesentlich deutlicher.

und man sollte immer, wobei das jetzt ein ganz anderer aspekt sein, das recht des kindes auf die kenntniss seiner genetischen wurzeln im blick halten.

Wie rückschrittlich dieses Land im Vergleich zu so vielen anderen doch ist... hierzulande dürfen Frauen nicht selbst entscheiden, ob sie ihre Eizellen spenden möchten. Hier wird ihnen von div. Moralaposteln diktiert, was angeblich(!) gut oder auch schlecht für sie ist.
Soviel also zum Selbstbestimmungsrecht der Frau über ihren eigenen(!) Körper. In Deutschland. Im Jahre 2017.
Wie armselig und traurig :-(

LG, Tyleet


  Re: Embryonenspende im Ausland
   pmami
schrieb am 20.02.2017 23:37
Ja, und stell Dir mal vor, ich darf auch nicht entscheiden, ob ich jemand anderen, der reicher aber kränker ist als ich, eine meiner Nieren oder einen Teil meiner Leber oder vielleicht einen Lungenflügel spenden möchte oder nicht. Statt dessen diktieren mir Moralapostel, dass das nicht gut für mich ist, so lange ich nicht tot bin. Soviel also zum Selbstbestimmungsrecht des Menschen über seinem Körper. In Deutschland. Im Jahr 2017.

Omg, bin ich froh, hier und heute zu leben.......

Viele Grüße pmami


  EMS auch in Deutschland möglich
   Kuepa
Status:
schrieb am 21.02.2017 11:40
Zitat
henriette
embryonenspende, oder sollte man nicht eher sagen emryonenverkauf: risiko für spenderin existent, die überstimulation ist nicht zu unterschätzen, kann in ganz wenigen einzelfällen sehr, sehr gefährlich sein, nutzen für den empfänger: eventuelle erfüllung eines wunsches, des kinderwunsches.

die spendende frau stetzt sich unmittelbar gesundheitlichen risiken aus. wenn sie genügend geld hätte, würde sie es in den meisten fällen nicht tun. arm nutzt reich für die erfüllung eines wunsches aus. bei der leihmutterschaft wird dann das ganze ausmass dieses geschäfts noch wesentlich deutlicher.

und man sollte immer, wobei das jetzt ein ganz anderer aspekt sein, das recht des kindes auf die kenntniss seiner genetischen wurzeln im blick halten.

Ich klick mich mal hier mit rein. Gut, aktuell kann ich sagen, zum glück bin ich nicht in der Situation auf EMS angewiesen zu sein. Aber da mein Mann Kallmansydrom hat und damit die Wahrscheinlichkeit das eine ICSI klappt auch nicht hoch war, haben wir uns sehr früh bereits mit EMS außeinander gesetzt.

Für uns kam aus persönlichen Gründen eine Samenspende nie in frage. Einfach, wir wollten ein Kind. Unser Kind. Und nicht ein halbes Kind von mir und von irgendeinem Fremden. Für andere ist das kein Problem, aber ich hätte irgendwie immer das Gefühl gehabt, Fremd gegangen zu sein.

Da wir uns früh mit Adoption und Pflegeelternschaft auseinander gesetzt haben, war ein Kind das mit uns überhaupt nicht verwand ist kein Probelem.
IN unsere KIWUKlinik haben wir dann gelesen das man in Deutschland auch "übrige" Embryonen eingesetzt bekommen kann. Das sind nicht extra gemachte Babys, sondern Babys von Paaren die auf Hilfe angewiesen sind, ihr Kinderwunsch jedoch abgeschlossen ist und sie diese nicht vernichten lassen können.

Es ist so das in Deutschland das Möglich ist, und wir uns somit diesen weg als plan B im Hinterkopf behalten hatten. Hier kann man sich Informieren [www.netzwerk-embryonenspende.de]

Da die EMS in Deutschland nicht kommerziell ist, ist sie nebenher auch oft günstiger. Vorallem weil die Reisekosten wegfallen.

Leider ist die Embryonenspende in Deutschland nicht so populär... daher ist es schwer auf die Liste zu gelangen. Aktuell ist sie geschlossen.


  Re: Embryonenspende im Ausland
   Tyleet
schrieb am 23.02.2017 07:33
Zitat
pmami
Ja, und stell Dir mal vor, ich darf auch nicht entscheiden, ob ich jemand anderen, der reicher aber kränker ist als ich, eine meiner Nieren oder einen Teil meiner Leber oder vielleicht einen Lungenflügel spenden möchte oder nicht. Statt dessen diktieren mir Moralapostel, dass das nicht gut für mich ist, so lange ich nicht tot bin. Soviel also zum Selbstbestimmungsrecht des Menschen über seinem Körper. In Deutschland. Im Jahr 2017.

Omg, bin ich froh, hier und heute zu leben.......

Viele Grüße pmami

Das Skurrile ist ja, dass du durchaus bestimmte Organe oder deren Teile (Nieren, Teile der Leber) an dir nahe stehende Personen spenden bzw. sie von ihnen empfangen darfst. Aber keine Eizellen.... *hammer*

Ich habe ja nun schon ein paar ICSI's hinter mir und kann sagen, dass ich eine Follikelpunktion als geringeren Eingriff in meine körperliche Unversehrtheit einstufe als eine Organspende.

Wieso schützen besagte Moralapostel mich eigentlich nicht vor mir selbst bei Tabak- oder Alkoholabusus? Beides ebenfalls riskanter für meine Gesundheit als eine Follikelpunktion..... *still*

Scheinheilige Doppelmoral....

LG, Tyleet


  Re: Embryonenspende im Ausland
   siska72
schrieb am 05.03.2017 17:53
Hallo Silberstuhl,

könntest du mir bitten den Link dieser Tabelle von Kleinputz schicken? Habe mich dort schon durchgewühlt, aber die Tabelle nicht gefunden.
In welcher Klinik bist du in Prag? Bin noch am grübeln welche die richtige Klinik, für eine Embryonenspende, ist.
Es ist wirklich nicht einfach da eine Entscheidung zu treffen. Ich tendiere auch zu Prag, auch wenn Karlsbad oder Pilsen näher wären...
Könntest du mir deine Erfahrungen mitteilen?
Ganz viel Erfolg und Glück.




Zum Antworten klicken Sie bitte auf" "Beitrag antworten" oder "Beitrag zitieren" unter dem gewünschten Beitrag auf den Sie antworten möchten.



Bitte beachten Sie: In unseren Foren können nur allgemeine Informationen zum Inhalt der Fragen gegeben werden. Ferndiagnosen sind nicht möglich. Die Antworten sind unverbindlich und können aufgrund der räumlichen Distanz keine Beratung für den Einzelfall darstellen. Bitte wenden Sie sich dazu an die Ärztin oder den Arzt Ihres Vertrauens.

Starflower
Home | Theorie | Zentren| Bücher| Links | Forum | Chat | News | Impressum | Datenschutz

© wunschkinder.de 1998-2017