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  Niedriger amh-wert!!!
   christina-80
schrieb am 26.02.2011 23:51
Hallo zusammen,

Ich hab am Freitag meinen amh-wert von 0,08 erhalten, laut meiner Ärztin ist eine Schwangerschaft für mich sehr gering ( 1:100).Für mich ein großer Schock, da ich erst 30 geworden bin. Sie meinte allerdings das wir es mit Clomifen versuchen sollen aber das es wahrscheinlich nichts bringen wird.
Die letzten zwei Tage hab ich sehr viel gelesen über Frauen die sogar unter meinem Wert schwanger geworden sind.

Freue mich über jede Antwort die mir etwas Hoffnung gibt!!
Ps: Vielleicht kennt ja jemand eine sehr gute Kiwu???

Lg


  Re: Niedriger amh-wert!!!
   Ulrike78
Status:
schrieb am 27.02.2011 09:20
Hallo,

meine erste Reaktion auf meinen AMH-Wert war ähnlich wie Deine.

Meiner war plötzlich unter der Nachweisgrenze. Nicht einmal zwei Monate später lag er bei 0,5 (auch kein toller Wert, aber immerhin).
Ich würde mit diesem Wert allerdings nicht bei der "normalen" Gynäkologin bleiben, sondern in eine KiWu, um von ersten Versuch an optimal zu stimulieren (für GV nach Plan).
Keiner kann sagen, wie Dein Wert in 6 Monaten oder in 2 Jahren aussieht. Vielleicht steigt er nochmal und bleibt dann auch dort. Vielleicht ist es aber auch wirklich so, dass Du keine Zeit mehr zu verlieren hast.

Übrigens waren meine Stimus nie der Knaller (einmal 4 Eizellen, einmal 2), aber die die Befruchtungsrate war sehr gut und die TF immer erfolgsversprechend.

Drücke Dir die Daumen und gebe Dir den Rat, Dich direkt an einen Spezialisten zu wenden.

P.S. Wie hoch ist Dein FSH (der spielt nämlich eine nicht unerhebliche Rolle, auch im Zusammenhang mit dem AMH-Wert)???


  Re: Niedriger amh-wert!!!
   Guery
schrieb am 27.02.2011 09:58
Was ist eine reduzierte Eizellreserve?
Jede Frau wird mit einer bestimmten Anzahl von Eizellen geboren, die in den Eierstöcken gelagert sind. Mit Einsetzen der Pubertät gehen jeden Monat mehrere Eizellen verloren, auch wenn normalerweise pro Zyklus nur eine Eizelle zur Reife gelangt. Im Gegensatz zu Männern, bei denen die Spermien aus Stammzellen das ganze Leben lang neu gebildet werden, kann sich die Eierstockreserve bei Frauen nicht regenerieren. Irgendwann sind alle Eizellen aufgebraucht und die Menstruationszyklen hören auf. Diesen Zustand nennt man Menopause. Normalerweise kommt eine gesunde Frau mit 50 – 55 Jahren in die Menopause. Die reduzierte Eizellreserve kann sich jedoch schon etwa zehn Jahre vorher bemerkbar machen. Die Menstruationszyklen werden kürzer und unregelmässiger. Auch die Blutungsdauer und Intensität verändert sich. Es tritt eine Reihe von hormonellen Veränderungen ein, die eine spontane Schwangerschaft schwierig machen können.

Eine reduzierte Eizellreserve kann aber auch schon bei jüngeren Frauen vorliegen. Man spricht dann von einer vorzeitigen Ovarialinsuffizienz. Dies kann viele verschiedene Ursachen haben, von denen die meisten noch nicht vollständig geklärt sind. Frauen mit Kinderwunsch und einer reduzierten Eizellreserve sind meist sehr schwierig zu behandeln, weil die Eierstöcke nicht mehr so gut auf eine Hormonstimulation reagieren. Es gibt in Europa nur sehr wenige Zentren, die Erfahrung mit der Behandlung von Frauen mit reduzierter Eizellreserve haben. Man unterscheidet vier verschiedene Stadien der Ovarialinsuffizienz, von denen jede eine andere Behandlung erfordert.

Im ersten Stadium der Ovarialinsuffizienz hat die Frau noch regelmässige, normal lange Zyklen. Man erkennt die beginnende Ovarialinsuffizienz jedoch daran, dass der FSH-Wert zu Beginn des Menstruationszyklus erhöht ist. Auch der AMH-Wert ist meist schon erniedrigt. FSH und AMH sind wichtige hormonelle Marker zur Bestimmung der Eizellreserve. Frauen in diesem Stadium der Ovarialinsuffizienz werden meist mit sehr hohen Hormondosen stimuliert, um trotz der müden Eierstöcke noch eine ausreichende Anzahl Eizellen für eine IVF Behandlung zu gewinnen. Neue Studien haben aber gezeigt, dass dies genau der falsche Weg ist. Aus Gründen, die noch nicht ausreichend erklärt sind, reagieren die Eizellen von Frauen mit Ovarialinsuffizienz besonders empfindlich auf eine starke Hormonstimulation. Sie sind anschliessend meist von geringer Qualität und führen selten zu einer Schwangerschaft. Frauen in diesem Stadium der Ovarialinsuffizienz profitieren eher von einer extrem milden Stimulation oder einer Natural Cycle IVF Behandlung.

Im zweiten Stadium der Ovarialinsuffizienz hat die Frau verkürzte Zyklen von weniger als 25 Tagen. Der FSH-Wert zu Beginn des Zyklus ist jedoch meist normal, obwohl der AMH-Wert erniedrigt ist. Bei diesen Frauen ist der Zyklus verkürzt, weil der Follikel schon im vorhergehenden Zyklus anfängt zu wachsen. Wenn die Menstruationsblutung einsetzt, sind es nur noch wenige Tage bis zum Eisprung. Die Gebärmutterschleimhaut ist nach so kurzer Zeit jedoch noch nicht bereit eine Schwangerschaft aufzunehmen. Der Grund für diese Verschiebung des Zyklus ist wahrscheinlich der Wegfall eines hemmenden Hormons aus den Eierstöcken bei Frauen mit geringer Eizellreserve. Es ist möglich diesen Zustand mit einfachen Mitteln medikamentös zu beheben und anschliessend eine Natural Cycle IVF Behandlung oder eine sehr milde Stimulationsbehandlung durchzuführen. Wenn diese Zyklusverschiebung die einzige Ursache für die Sterilität war, ist nach einer Behandlung sogar der Eintritt einer spontanen Schwangerschaft möglich.

Auch im dritten Stadium der Ovarialinsuffizienz sind die Menstruationszyklen auf weniger als 25 Tage verkürzt. Hier ist der FSH-Wert zu Beginn des Zyklus erhöht und der AMH-Wert erniedrigt. Der Follikel fängt ganz normal zu Beginn des Zyklus an zu wachsen, gelangt aber nicht zur Reife. Der Eisprung findet in diesem Stadium der Ovarialinsuffizienz mit unreifen, zu kleinen Follikeln statt. Die Eizellen, die aus diesen unreifen Follikeln springen sind qualitativ sehr schlecht und führen nur selten zu einer Schwangerschaft. Auch hier ist der Grund wahrscheinlich der Wegfall eines hemmenden Hormons aus den Eierstöcken. Dieser Zustand kann ebenfalls mit einfachen Mitteln medikamentös behandelt werden, um anschliessend eine Natural Cycle IVF Behandlung durchzuführen. Eine Stimulationsbehandlung ist in diesem Stadium der Ovarialinsuffizienz nicht mehr möglich. Auch hier kann nach der medikamentösen Behandlung eine spontane Schwangerschaft eintreten, wenn die Follikelreifungsstörung die einzige Ursache der Sterilität war.

Im vierten Stadium der Ovarialinsuffizienz werden die Menstruationszyklen lang und sehr unregelmässig. Es kommt nur noch sporadisch zu einem Follikelwachstum und zu einem Eisprung. Der FSH-Wert ist fast durchgehend sehr hoch und der AMH-Wert meist nicht mehr nachweisbar. Dies ist das letzte Stadium vor der Menopause. Die Eizellen, die unter diesen Bedingungen natürlicherweise noch entstehen können sind qualitativ meist schlecht und führen zu keiner spontanen Schwangerschaft mehr. Es ist jedoch auch in diesem Stadium noch möglich durch eine medikamentöse Behandlung und Natural Cycle IVF eine Schwangerschaft zu erzielen, vor Allem wenn die Patientin noch relativ jung ist.

Dieser Text wurde verfasst von Herrn Dr. Nitzschke vom Kinderwunschzentrum Milagro in Kreuzlingen (www.milagro.ch). Er ist wirklich gut! Vielleicht kannst Du mal mit ihm sprechen.

LG Guery


  Re: Niedriger amh-wert!!!
   Sirin11
Status:
schrieb am 27.02.2011 12:32
Hallo Christina,

mein amh liegt bei 0.1. Mein damaliger FA schließte eine Schwangerschaft komplet aus bei mir. Ich habe in eine Kiwu gewechselt, dort hats nicht geklappt (war auch mit dem Arzt sehr unzufrieden). Jetzt hatte ich in der Türkei meine 3. ICSI, hatte nur eine EZ und es hat geklappt.

Ich kann deine Sorge verstehen, mir gings damit auch sehr schlecht. Gib nicht die Hoffnung auf, es gibt viele Frauen die mit einem niedrigen Amh schwanger geworden ist.

LG


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  Re: Niedriger amh-wert!!!
   Breolg
schrieb am 27.02.2011 16:18
Hallo!
Hab auch schon einen Beitrag zum AMH geschrieben. Ich bin 27 und mein AMH liegt bei 0,46. Hinzu kommt, dass mein Mann ein sehr schlechtes Spermiogramm hat und wir deshalb schon voher in der Kinderwuschpraxis für Vorgespräche waren. Als ich die Werte meines AMH bekommen habe war ich völlig fertig. Habe gegen Abend nochmal in der KIWUklinik angerufen und mit der Ärztin gesprochen. Sie war ganz optimistisch, sie meinte wir bekommen bestimmt nicht so viele Eizellen wie andere Frauen mit einem "normalen"AMH- Wert, aber ein paar Eizellen werden bestimmt bei rumkommen. SIe meinte gut das wir den Wert haben, um nun optimal zu stimulisieren. Glaube nicht, dass die Ärztin mich nur beruhigen wollte mit ihrer Aussage, da die Ärzte ja sonst immer ziemlich direkt und ehrlich sind. Trotz so schlechter Werte von mir und meinem Mann habe ich ein gutes Gefühl!
Nächsten Zyklus geht es mit der 1. Stimulation und der 1. ICSI los.


  Re: Niedriger amh-wert!!!
   christina-80
schrieb am 27.02.2011 18:37
Hallo Ulrike,

danke für deine Antwort,
Ich bin bereits in einer Kiwu.... mein Fsh-40,3, Lh-25,9!!!!
Ich dachte die Werte können nur schlechter werden???


  Re: Niedriger amh-wert!!!
   christina-80
schrieb am 27.02.2011 18:57
Hallo Sirin,

Weisst du denn wie deine anderen Werte waren, Fsh????
Mir wurde gesagt das eine künstliche Befruchtung bei uns auch nicht in Frage kommt!!!
Wie heisst denn die Klinik in der Türkei, ich würde überall hin gehen und wie bist du darauf gekommen!

Lg




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