Ich bin sehr dankbar, dass ich dieses Buch von so vielen Betroffenen empfohlen bekam, und gebe diese Empfehlung hiermit weiter:
Hannah Lothrop "Gute Hoffnung - jähes Ende", Fehlgeburt, Totgeburt und Verluste in der frühen Lebenszeit. Begleitung und neue Hoffnung für Eltern, 13. akutalisiertere Auflage München 2007.
Die Vorgeschichte
Kinderwunsch bestand eigentlich immer, aber als ich in den Zwanzigern war, hatte ich zum keinen Partner, mit dem sich der hätte realisieren können. Damals dachte ich auch, wenn ich dann jemanden teffe, mit dem ich eine Familie gründen will, dann wird das auch klappen. Mit 26 setzte ich die Pille ab, weil ich der Meinung war, 10 Jahre Hormone würden reichen. In den Folgejahren verschlechterte sich mein Allgemeinbefinden... Als ich anfing, der Sache nachzugehen, hieß es lange Zeit: "o.B." und ich bekam die Empfehlung, in Psychotherapie zu gehen. Mit dem Überschreiten der Dreißiger fing ich dann auch an, intensiver die Partnersuche zu betreiben - leider oder zum Glück erfolglos bis 2005 (gab einige "Griffe ins Klo").
Denn am 1.4.05 habe ich meinen Traummann getroffen, den, mit dem ich auch wirklich alt werden möchte!!!
Als wir beschlossen, den Kinderwunsch jetzt "ernsthaft" anzugehen (Sommer 2006), kam ich als Schmerzpatientin ins KH: Verdacht auf Sigma-Divertikulitis bestätigte sich nicht, auch sonst im Dickdarm alles i.O. => BS zum Ausschluss von Endometriose: BINGO! Es ist Endo! Außerdem Verschluss eines EL und der andere ist auch nur minimal durchlässig.
4 Monate künstliche Wechseljahre zum Eintrocknen der Endo-Herde und des Myoms, das auf meiner GM sitzt (Durchmesser ca. 4 cm)
Am 31.10.2006 heiraten wir heimlich während unseres Urlaubs auf Fehmarn. Unsere Familien sind teilweise etwas unterbegeistert über die Heimlichtuerei, aber wir wollen ja sowieso noch in die Kirche...
Erneute BS mit "Wegkokeln" der Endo-Herde; das Myom lassen wir drin, weil keiner sagen kann, ob es irgendwelche Probleme in einer machen würde und ob die Mediziner es rauskriegen, ohne die GM zu verletzen, was zu einer weiteren Verzögerung führen würde.
Nach der OP(12/2006) entscheiden wir, es zunächst "spontan" zu versuchen - mein Herzallerliebster ist Optimist !
Mein 39. Geburtstag kommt, das Zeitfenster wird enger...
Nach einem halben Jahr Probierens liegen meine Nerven blank und wir fangen mit den "Vorarbeiten" für die KB an: Hormonspiegel bestimmen und SG.Ergebnis: Wir brauchen eine ICSI. Außerdem Shiatsu für mich, weils einfach schön ist. Humangenetik und Hämatologie liefernkeine Hinweise auf zu erwartende Probleme. Zwischendurch feiern wir am 28.7.2007 unsere kirchliche Hochzeit
September 2007 dann Vorgespräch in WI und wir entscheiden uns fürs Pendeln statt vor Ort die Wartehallenatmosphäre weiter zu "genießen".
Am 18.10.2007 setze ich mir dann die erste Spritze.
Am 31.10.2007 (unser Hochzeitstag !) werden mir 4 Eizellen entnommen und befruchtet.
Am 5.11.2007 bekomme ich 2 Blastos wieder zurück; die anderen beiden konnten leider nicht eingefroren werden, da sie Wassereinschlüsse aufwiesen.
Am 21.11.2007 heißt es: BT positiv ... ich kann es kaum glauben
Am 04.12.2007 findet noch ein US in der KIWu-Klinik statt: - positive Herzaktion WOW!!!!
Ansonsten passiert während der folgendes: Zu meiner bekannten Laktoseintoleranz finden wir heraus, dass ich auch eine Fruktosemalabsorption habe. Viele Obstsorten führen bei mir zu Magen-Darm-Beschwerden (Bekommt das Kind auch wirklich alles, was es braucht?) Mein Myom wächst auf einen Durchmesser von ca. 13 cm und drückt etwa ab Mitte März/ca. 22. SSW auf meinen Magen. Nachdem ich meine im Büro bekanntgegeben habe, mobbt mich mein Chef. Da ich mich gegen FU entschieden habe, lassen wir FD in der 21. SSW durchführen: ein , außerdem Singuläre NSA, diskreter Nierenbeckenstau => Kontrolle in der 29. SSW: Nieren mittlerweile unauffällig, Kind ist etwas schmal um den Bauch, aber "regelrechte Entwicklung", erhöhte FW-Menge (hatte auch meine Gyn in der Vorwoche gesagt) => Diabetologe wg. Verdacht auf SSD. OGTT lässt sich wegen ständiger Übelkeit und Erbrechens (seit 22. SSW) nicht durchführen => Langzeitprotokoll: Ernährungsberaterin und Gyn sagen, weiterhin BZ kontrollieren und aufpassen, was ich esse, aber Werte sind okay.
Übungswehen seit der 27. SSW, GMH auf 2/3 verkürzt, aber MuMu geschlossen => Bryophyllum-Pulver und viel Magnesium, außerdem schonen!
Alias Bauchumfang bewegt sich kontinuierlich am unteren Rand des Normbereichs. FW-Menge bleibt erhöht. Es gibt immer wieder zwei, drei Tage, an denen ich unsere Kleine kaum bis gar nicht spüre - sie hat durch das viele FW sehr viel Platz und ihre Bewegungen werden abgepuffert.
Am 18.06.2008 findet die stille Geburt unserer Tochter Alia Guiomar statt.
Der Ärzt-Parcours geht weiter
29.07.2008 - Routinetermin bei meiner Gyn; GM wieder normale Größe, Myom immer noch ca 77 mm im Durchschnitt, Eierstock wieder aktiv => erste Mens in etwa drei Wochen
29.07.2008 - direkt weiter zur Internistin, damit die abklärt, ob bei mir im Oberbauch alles okay ist (wegen der vielen ): sonografisch alles soweit unauffällig bis auf ein Hämangiom in der Leber und ein paar kleine Gallensteinchen, die aus der stammen könnten; machen noch ein großes Profil von meinem Blut und schicken dann auch mir eine Kopie der Ergebnisse
02.08.2008 - erster Eisprung
04.08.2008 (verschoben auf 11.08. wg. Autoproblem *grummel*) - Radiologie wg SD-Kontrolle: immer noch 3 kleine Knötchen; soll wieder Jodid 100 nehmen
15.08.2008 Besprechung des Pathologie-Berichts bei meiner Gyn; noch offene Fragen wird sie versuchen, direkt zu klären
16.08.2008 - erste Blutung setzt pünktlich ein; Tampons schmerzen vermutlich wegen des Myoms und ich steige wieder auf Binden um
01.09.2008 - Blutbank um ein komplettes Thrombophilie-Screening machen zu lassen; so lange müssen wir auf alle Fälle mechanisch verhüten
Sept. 2008: vorbereitendes Gespräch wegen der Entfernung meines Myoms im Klinikum geplant
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