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User Profil : faith47
Hallo und herzlichen Willkommen ;-)

Hier findet ihr ein paar Infos zu mir, unserem Kiwu und der Geburt unseres wundervollen Söhnchens Erik Bjarne.

Also viel Spaß
*elefant*

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Ein paar Infos zu mir
Mein Name im Forum: faith47
ein paar Infos zu mir

Also kurz zu mir.

Ich bin 22 Jahre jung und lebe mit meinem Ehemann (26 Jahre alt) und unserem wundervollen Söhnchen (geb. 03.04.08) in Rheinland-Pfalz. Ich bin eine gebürtige Mecklenburgerin und durch meine Eltern hatte es mich mit 8 Jahren ins wunderschöne Thüringen verschlagen. Auch mein Mann ist Thüringer, aber die Arbeit hat uns nun hierher getrieben.

Am 31.03.2007 haben mein Mann und ich in Thüringen geheiratet. Unser Kinderwunsch besteht allerdings schon seit seit Januar 2006, da haben wir auch die Pille abgesetzt.
Als es bis Oktober 2006 noch nicht geklappt hatte, hab ich mich an meinen FA gewandt, der mich an einen Endokrinologen überwies, welcher widerrum PCO(S) bei mir diagnostizierte.
Ab Januar 2007 nahm ich dann Metformin. Von März07 bis Mai07 habe ich, auf Grund von unserer Hochzeit und Flitterwochen, das Metformin abgesetzt und im Mai 2007 wieder damit begonnen.
Am 21.07.2007, dem Geburtstag meines Mannes, hielt ich ENDLICH den lang ersehnten positiven Schwangerschaftstest in den Händen. Unsere Freude war überwältigend.

Die Schwangerschaft verlief relativ normal. In der 15. SSW haben wir erfahren, dass wir einen *mann* bekommen werden.
Leider ging es mir in der Schwangerschaft nicht besonders gut. Ich hatte leichte vorzeitige Wehen, starke Wassereinlagerungen, schlimmes Sodbrennen und andere Wehwechen. Ich war auf Grund von den vorzeitigen Wehen dann schon ab November 2007 krank geschrieben und somit zu Hause.
Die letzten Wochen der *ss* zogen sich wie Kaugummi und ich konnte den Tag der Geburt kaum noch erwarten.

Am 31.03.08 (dem ausgerechneten Geburtstermin) löste sich bei mir der Schleimpfropf und am 02.04.08 ging es engültig los...den Geburtsbericht könnt ihr weiter unten lesen.

Am 03.04.2008 kam um 0:41 Uhr per Not-Kaiserschnitt unser atemberaubend süßes Baby Erik Bjarne auf die Welt-und ein neuer Stern war geboren *love1*
Seitdem stellt unser Schatz unser Leben auf den Kopf und bereichert uns jeden Tag aufs Neue.



Geburtsbericht Erik Bjarne *love1*


Der eigentliche Endspurt begann schon am 31.03.08. An dem Tag ging mir mein Schleimpfropf ab und ich habe Freudensprünge im Bad vollzogen, dass es nun endlich losgeht. Aber wie es im Leben so ist, kommt es eben immer anders, als geplant. Beim CTG bei meinem FA wurde ich dann erstmal wieder in meiner Euphorie gebremst, da ich zwar Wehen hatte, aber alles nichts aussergewöhnliches. So wehte ich dann mal mehr, mal weniger, mit sehr viel spazieren gehen, bis Mittwoch dem 02.04.08 vor mich hin und verlor jeden Tag mehr vom Schleimpfropf.

Am Mittwoch, als ich auf der Toilette war, ist mir wenig helles Blut aufgefallen. Und da man von allen Seiten hörte, dass man beim Auftreten von hellem Blut ins KH fahren sollte oder zum FA, haben wir das dann auch gegen 13:00 Uhr getan. Zum Glück hatte ich meine Kliniktasche schon wochenlang gepackt herumstehen, weil ich sonst alles vergessen hätte.

Gegen 14:00 Uhr kamen wir im Kreißsaal an und ich wurde erstmal ans CTG gehängt und musste Blut und Urin abgeben. Und tatsächlich hatte ich alle 5-8 Minuten Wehen. Darunter waren auch einige starke Wehen, bei denen allerdings die Herztöne von unserem Schatzl jedes Mal in den Keller gegangen sind. Somit wurde mir nach 45 Minuten CTG eröffnet, dass ich erstmal zur Beobachtung im KH bleiben muss, weil die Herztöne kontrolliert werden müssen. Es wurde als nächstes ein US gemacht, wobei allerdings nichts Auffälliges gefunden wurde.

Gegen 17 Uhr wurden wir dann für eine Stunde zum Spazieren gehen geschickt, um die Wehen anzuregen.

Nach der Stunde kamen wir dann wieder ins Vorwehenzimmer und es wurde ein erneutes CTG geschrieben. Auch hier fielen bei jeder starken Wehe die Herztöne des Kleinen ab. Ich wurde daraufhin erstmal in den Kreißsaal verlegt und bekam eine Braunüle zur Vorsorge gelegt. Während der ganzen Zeit hing ich am CTG, leider besserten sich die Herztöne nicht.

Gegen 22 Uhr wurde mir dann zu einer PDA geraten, damit ich und das Kind sich erstmal ausruhen konnten.

Zu diesem Zeitpunkt war ich mit meinen Nerven jedoch schon fast am Ende und habe vor Angst eigentlich nur noch geweint. Ich wollte nie eine PDA und die Wehen waren auch noch gut auszuhalten. Da mir zwischendurch aber immer schon wieder Wehenhemmer gespritzt wurden, waren mein Kreislauf und meine Psyche am Ende. Auf die Wehenhemmer habe ich mit starkem Zittern und Herzrasen reagiert und konnte mich überhaupt auf nichts mehr konzentrieren. Das Setzen der PDA war für mich leider auch der absolute Horror. Ich musste so sehr auf die Toilette, war müde, hatte einfach nur Angst und somit taten mir diese zwei kleinen Stiche unendlich weh.

Als die PDA dann nach einer gefühlten Ewigkeit lag, entspannte ich mich auch und konnte ein wenig dösen.

Die PDA hatte allerdings auch zur Folge, dass die Wehen komplett weg waren und sich somit, gegen 23:45 Uhr, entschieden wurde, die Wehen wieder durch eine viertel Tablette anzuregen.

Von da an ging alles sehr schnell und es kam mir nur noch wie ein unsagbar schrecklicher Traum vor. Mir wurde die viertel Tablette verabreicht und ca. 10 Minuten später fingen die Wehen wieder an. Sie kamen jedoch so heftig, dass die Herztöne auf einmal nur noch bei 30-60 waren. Auf einmal war der Raum voller Leute und ich bekam schreckliche Angst. Mir wurde ein starkes wehenhemmendes Mittel gespritzt. Ich lag auf meinem Bett und hab gewimmert und geweint. Eine Ärztin beugte sich über mich und meinte, dass jetzt keine Zeit für Erklärungen sei, wir müssten jetzt sofort in den OP und mein Baby holen. Mir war, als müsste ich in diesem Augenblick sterben. Ich hatte solche Angst, ich lag auf dem Bett, wurde in den OP geschoben, überall Menschen, grelles Licht. Ich hab dauernd gebettelt, dass doch mein Mann auch mitkommt und dass ich Angst habe. Im OP wurden dann, während der Vorbereitungen, weiterhin die Herztöne beobachtet und da ich schon eine PDA hatte und ohne Wehen die Herztöne in Ordnung waren, durfte mein Mann dann zu mir.

Die OP war für mich das schlimmste Erlebnis in meinem Leben. Ich habe so stark gezittert, hab solche Panik gehabt etwas zu spüren, mein Blutdruck und Puls waren so hoch, dass ich dauernd hyperventiliert habe und mich übergeben musste.

Zu allem Überfluss kam es auch noch dazu, dass der Kleine in mir feststeckte und die Ärzte ihn nicht herausbekommen haben. 30 Minuten wurde an mir herumgedrückt, gezerrt, geschoben, aber der Süße wollte einfach nicht raus. Die Ärzte haben sich so stark auf meinen Brustkorb gestemmt, dass ich wirklich das Gefühl hatte zu ersticken.

Letztendlich musste dann eine Zange genommen werden um den kleinen herauszubekommen. Er hatte sich die Nabelschnur um den Hals und den Körper gewickelt und bei jeder Wehe wurde die Versorgung abgedrückt, eine normale Geburt wäre also nie möglich gewesen.

Dann war es 0:41 Uhr und der kleine wunderhübsche Mann war geboren.

Name: Erik Bjarne

Gewicht: 3400g

Größe: 53 cm

Kopfumfang: 36 cm

Jedenfalls wurde der Kleine dann sofort zum Kinderarzt gebracht, ohne uns zu zeigen, da er nicht geatmet hatte. Ca. 10 Minuten später wurde er uns dann ganz kurz gezeigt und ein Meer von Gefühlen brach über mich herein. Ich habe so sehr geweint vor Glück und Erschöpfung und ich bin so verliebt in den Kleinen.

Mein Mann durfte dann mit zum Wiegen und Messen und ich wurde zugenäht.

1:45 Uhr wurde ich dann zurück in den Kreißsaal geschoben, wo meine beiden Männer schon auf mich warteten. Dort habe ich den Kleinen auch das erste Mal angelegt. Nach ca. einer Stunde ging es dann auf Station.

Nun ist unser Schatz schon eine Woche alt und quietschfidel. Ihm geht es sehr gut.

Leider ist der Alltag nicht ganz so, wie ich es mir vorgestellt habe. Das Stillen klappt nicht wirklich, da ich viel zu wenig Milch produziere und wir bei jeder Mahlzeit zufüttern müssen. Ausserdem leide ich ziemlich unter Wochenbettdepressionen und könnte von früh bis spät nur weinen. Ich hoffe sehr, dass ich diese traumatische Geburt bald verarbeitet habe und einigermaßen ein Alltag einkehrt.

Trotz allem muss ich sagen, dass der Kleine das wundervollste in meinem Leben ist, was mir passiert ist und ich ihn für kein Geld der Welt wieder hergeben würde. Ich liebe ihn unsterblich.

Auch meinem Mann möchte ich unendlich danken. Während der ganzen schweren Stunden stand er mir tapfer zur Seite und hat mich unterstützt wo er konnte. Im KH hatten wir ein Familienzimmer, sodass er die ganze Zeit bei uns war. Ohne ihn hätte ich das wohl nicht geschafft. Danke.


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