Jahrgang 1966, Göttergatte 1974
Kinderwunsch seit 1999
1999:
Frauenärztin: bleiben Sie locker, lassen Sie die Pille weg, dann wird das auch was.
2000:
Frauenärztin: tja, ist ja ärgerlich, dass Sie Ihre Tage so unregelmäßig bekommen, sieht aber alles super aus, gucken Sie mal, man kann die Eibläschen hier deutlich sehen, wie kleine Perlen liegen sie da. Das wird schon.
2001:
Wechsel zu anderem Frauenarzt: sehen Sie, hier liegen die Eibläschen wie kleine Perlen, das ist gar nicht gut, wahrscheinlich PCO. Von alleine wird das nix
in 2001 und Anfang 2002: 8 Inseminationen: alle negativ
2002:
Wechsel zum Kiwu-Doc. Bauchspiegelung, alles bestens, Eileiter durchgängig, aber definitiv PCO.
1. IVF, Juli 2002: negativ
2003:
2. IVF, Januar 2003: negativ
3. IVF: positiv, Fehlgeburt Juli 2003 in der 8. SSW
2004:
4. IVF: positiv,
20. SSW Herzfehler festgestellt, Fruchtwasseruntersuchung durchgeführt, Ergebnis nach 3 Tagen, kein genetischer Defekt.
Herzfehler ist schwerwiegend, aber Überlebensrate bei über 50%.
Endergebnis Fruchtwasseruntersuchung nach 14 Tagen: Spina bifida festgestellt. Diverse Untersuchungen in Unikliniken Bonn und Köln: alle Ärzte raten zu Abbruch wegen äußerst schlechter Prognose: Krankenhausdaueraufenthalte, etliche Operationen, die Diagnosen haben keine gemeinsame Ursache, behindern sich bei der Behandlung aber gegenseitig. Überlebenschance ist gering.
Abbruch in der 28. SSW, ein Junge, Benedict. Wir sind unendlich traurig
1. Kryo September 2004: negativ
2005:
5. IVF Februar 2005: EileiterSS endet in der 6. SSW
2. Kryo Juni 2005: negativ
6. IVF September 2005: negativ
3. Kryo November 2005: negativ
2006:
7. IVF Stimmubeginn März 2006. Wenn möglich werden am 3. Tag nach PU 2 Embryonen rückgeführt und am 5. Tag nach PU zusätzlich eine Blastozyste. Tja, mit der Blastozyste hat es nicht geklappt, dafür aber Transfer am 20.03. von einem 7- und einem 10-Zeller in A-Qualität, SST am 03.04., POSITIV, HCG 243
In der Nacht vom 9. auf den 10. April habe ich Blutungen, ist alles aus? Am nächsten morgen direkt zur FÄ, es sind zwei FH zu sehen, aber nur eine scheint intakt zu sein, der HCG-Wert liegt bei 4335.
Keine weiteren Blutungen, am 13.04. Kontrolltermin, alles in Ordnung, beide FH wachsen, aber immer noch ist eine unförmig und zerfranst. Direkt nach dem Arztbesuch stelle ich zu Hause Blutungen fest, hellrotes Blut. Ärztin angerufen, ich soll Nachmittags wiederkommen. Nachmittags ist weiter alles in Ordnung, der HCG-Wert ist inzwischen auf stolze 10769 geklettert!
Heute, am 18. April, bei SSW6+4, war ich wieder bei der FÄ, Blutungen gab es keine mehr. Und das Herzchen schlägt, mein Gummibärchen ist 6,2 mm groß. Die Erleichterung ist riesig. Das zweite hat es leider nicht geschafft.
Am 25.04., bei SSW7+4 ein weiterer Arztbesuch, das Gummibärchen ist genau einen Zentimeter groß
Blutungen bei 9+4, im Krankenhaus wird festgestellt, dass das Herz nicht mehr schlägt
Ich kann nicht mehr!
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