Kinderwunsch: Nachrichten aus Fach- und Laienpresse

Warum klappt es eigentlich nicht?

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Das ist die Frage, die sich jede/r nach einer künstlichen Befruchtung stellt, wenn der Schwangerschaftstest negativ ausfällt. Wie kann es sein, dass trotz optimaler Voraussetzungen der ersehnte Erfolg ausbleibt?

Im Forum wurde diese Frage heute gestellt und ich habe sie ein wenig ausführlicher beantwortet. So ausführlich, dass ich denke, dass es auch etwas für die News ist. Sehen Sie mir nach, dass der Text etwas stürmisch heruntergeschrieben wurde, er ist also im typischen „Forenductus“ gehalten, aber ich hatte keine Lust, den Text nun umzuschreiben.

Natürlich ist das immer ein heftiger Niederschlag. Je besser die Voraussetzungen sind, desto tiefer ist der emotionale Fall danach. Einer der wichtigsten Gründe für eine ausbleibende Schwangerschaft ist die Tatsache, dass es beim Menschen naturgegeben ist, dass trotz optimaler Voraussetzungen Schwangerschaften nicht immer eintreten. Wenn alle Voraussetzungen perfekt sind, dann tritt pro Eisprung auf normalem Wege nur in 25% der Fälle eine Schwangerschaft ein. Das ist bedauerlicherweise in der Biologie des Menschen so vorgegeben und damit müssen wir alle leben.

Das gilt dann auf höherem Niveau auch für die IVF-Behandlung. Auch dort tritt nur in maximal 60% der Behandlungen eine Schwangerschaft ein, wenn alles perfekt ist, was leider auch bedeutet, dass die Frau für solche irrsinnig hohen Erfolgsraten jünger als 30 Jahre alt sein muss. Natürlich hat man auch mit knapp über 40 noch eine ordentliche Chance auf eine Schwangerschaft, diese beträgt aber leider nur ca. die Hälfte dieser Quote, wenn alles optimal ist.

Und das ist leider der Fall, auch wenn alle Voraussetzungen gut sind. Erklären kann das letztlich niemand so recht, es liegt jedoch in der Biologie des Menschen begründet, auch ohne, dass eine krankhafte Veränderung die Chancen auf eine Schwangerschaft mindert.

Natürlich ist es sinnvoll, nach greifbaren Gründen zu forschen, wenn Behandlungen trotz optimaler Voraussetzungen nicht funktionieren. Gebärmutterspiegelung, Gerinnung, ausführlicher Hormonstatus, Immunologie und sogar Genetik kann man abklären. Jedoch darf man nicht glauben, damit die Natur des Menschen übertölpeln zu können. Mit der entsprechenden Diagnostik und Therapie kann man maximal eine Normalisierung der Chancen erreichen und die sind weit weg von 100%.

Je weiter man darüber nachdenkt und -forscht, desto häufiger wird man mit vermeintlichen Wundermitteln konfrontiert, wie z. B. die hier beschriebene Gebärmutterspülung. Jedoch darf man dabei nicht übersehen, dass die Wirkung der meisten dieser Wundermittel auch nur gering ist oder wenn mehr versprochen wird, nur mäßig mit entsprechenden Studien belegt.

Es mag ein wenig fatalistisch klingen aber es ist leider so, dass zwei Behandlungen ohne Erfolg ein statistisches Ereignis von recht hoher Wahrscheinlichkeit ist. Beruhigend mag sein, dass es die statistische Wahrscheinlichkeit für eine Schwangerschaft im dritten, vierten oder gar 5. Versuch nicht mindert. Wie gesagt, diese Aussage ist nicht wirklich fatalistisch (=Schulterzuckend, ist halt so), aber realistisch. Natürlich, das sei noch einmal hinzugefügt, sollte einen das natürlich nicht davon abhalten, mögliche Ursachen einer ausbleibenden Einnistung abzuklären und zu behandeln. Leider gibt es jedoch offenbar zahlreiche dieser Gründe, die wir nicht kennen und konsequenterweise daher auch nicht gezielt behandeln können. Solche Situationen sind in der Medizin ein Einfallstor für Scharlatanerie, vor der man sich hüten sollte.


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Kommentar

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42 Kommentare
  1. mainkatze schreibt

    Dieser Artikel, lieber Herr Breitbach, hilft allgemein bestimmt sehr, das Vertrauen zum jeweils behandelnden Arzt/zur Ärztin nach einem fehlgeschlagenen ICSI-/IVF-Versuch aufrechtzuerhalten. Es irritiert nämlich zunächst schon, dass der Arzt/die Ärztin auf die Frage, warum denn nun im speziellen Falle keine Einnistung statt gefunden hat, keine Antwort hat außer „vielleicht klappt es beim nächsten Mal“. Für einen Laien (und Laie ist man/frau nun mal als KiWu-Patient/-in) ist es einfach schwer zu verstehen, dass die Medizin hier an ihre Grenzen stößt.
    Ihr Artikel hat mich aber nun wirklich ermutigt, zu meiner Ärztin weiterhin Vertrauen zu haben und sie als „meine gute Fee“, als die ich sie bezeichne, zu behalten.
    Viele Grüße!

  2. Elmar Breitbach schreibt

    Das freut mich. Und viel Glück (was es ja nun leider auch braucht)

  3. shirin schreibt

    ja ich denke auch das vertrauen auf jeden fall die vorraussetzung sein sollte. ich tue es immer noch sehr, obwohl wir nach dem 5. Negativ einfach nur traurig sind….ja und es ist eben die natur- und auch wenn es in unserem korntoll-zeitalter schwer fehlt…es ist nicht alles beeinflussbar- gerade dann wenn keine gründe vorliegen und man es eben hin nehmen muss….

    liebe grüße

  4. Nauka schreibt

    Hach ja… warum klappt es nicht. Das haben wir uns jetzt auch schon oft gefragt. Und es sitzt einem die große Angst im Nacken, dass es gar nicht klappen könnte…
    Wir haben jetzt schon viel abklären lassen. Sollten wir diesmal wieder ein negatives Ergebnis haben, wenden wir uns an Fr. Dr. Reichel-Fentz.
    Und ansonsten… fragt man sich, wie oft es Sinn macht. Aber schön zu hören, dass man auch beim fünften Mal noch die gleichen Chancen hat. Rechnen Sie da die Kryoversuche eigentlich mit ein? Oder gar nicht?
    Grüße…

  5. Elmar Breitbach schreibt

    Kryo spielt da statistisch keine Rolle

  6. Enita schreibt

    Der Artikel ist klasse!
    Vor allem, weil ich inzwischen schon von mehreren Frauen gehört habe, dass die Ärzte selbst sie verunsichern, da die Ärzte die Frage stellen, warum es nicht geklappt hat, wo doch alles optimal lief.
    Eine solche Bemerkung vom behandelnden Arzt finde ich persönlich völlig verkehrt, das macht das Paar noch unglücklicher und verzweifelter. Daher danke für diese klare und ausführliche Aussage!

  7. Hope schreibt

    Die Hoffnung stirbt zuletzt… Genau aus den von Ihnen geschilderten Gründen werden wir es im Dezember mit der 6. IVF versuchen. Trotzdem: Nach bisher 4 erfolglosen IUI und 5 erfolglosen IVF (jeweils mit 2 A-Achtzellern am 3. Tag bzw. 2 Blastos am 5. Tag) fällt es immer schwerer, den Mut nicht zu verlieren.

    Wieviele Hormonbehandlungen kann man seinem Körper zumuten? Was war die höchste Zahl an IVF-Behandlungen, die Sie bei einem Paar durchgeführt haben?

  8. Marijke schreibt

    Auch von mir danke dafür, dass Sie diese mir eigentlich bekannten Tatsachen noch einmal so klar zusammengefasst haben – für mich die richtigen Worte zum richtigen Zeitpunkt.

  9. Nixe schreibt

    Ja, danke für den Bericht. Die Frage nach dem „warum“ schwirrt ständig im Kopf herum und dann neigt man zu einer hohen Erwartungshaltung dem behandelnden Arzt gegenüber, um eine Antwort zu bekommen. Ist für einen Arzt bestimmt nicht einfach manchmal..
    Viele Grüße Nixe

  10. AnnetteFR schreibt

    Sehr geehrter Herr Dr. Breitbach, liebe Forumsbesucher!

    Vielen Dank, dass Sie diese alle KiWu-Paare doch so sehr bewegende Frage, die leider besonders in den schulmedizinischen aber auch anderen Foren ein großes Tabuthema zu sein scheint, thematisieren! Ich finde es so enorm wichtig, dass die Grenzen jeder vom Menschen gemachten Medizin und ihrer Vertreter (auch ich gehöre dazu) benannt, anerkannt und ,ja, auch gewürdigt werden. Wir können von Ärzten nicht erwarten, Gott zu spielen und uns das Risiko und die unendlichgeheimnisvollen, vor uns liegenden Tiefen des Lebens völlig abzunehmen.

    Zu mir: Ich bin 43, gehöre zu den „idiopathischen“ Fällen und nun nach dem zweiten ICSI-Versuch tatsächlich (zum ersten Mal im Leben) schwanger geworden. Oft hatte ich mir gewünscht, „wenigstens“ ein schulmedizinisch erfassbares Problem zu haben, dann hätte ich ja noch versuchen können, an mir was zu „verbessern“!
    Ich konnte es anfangs wirklich kaum glauben, war die statistische Wahrscheinlichkeit ja so gering. ….Nun geht es mir erstaunlich gut, ich fühle mich bombig und sowohl mein Mann als auch ich sehen diese Empfängnis als ein großes Geschenk des Himmels an.

    Ja, ich sage bewusst und möchte dies ins Blickfeld rücken: „Geschenk“ und „des Himmels“!

    Ich habe mir, bevor wir das IVF-Verfahren angingen, sehr intensiv die Frage gestellt, wie weit ich wohl gehen würde, d.h. wieviele Versuche ich wohl machen würde, bevor ich ablasse. Dies vorab zu klären, fand ich für mich ganz persönlich unerlässlich, weil mir immer klar war, dass auch die allerbeste(Schul)Medizin nur die eine Seite der Medialle ist und -zum Glück- immer bleiben wird.

    Die andere Seite ist die des Himmels- und der Seele, die da kommen will- oder eben nicht. Dass alles Menschlich-Machbare nur 50% der Sache ausmacht. Hier setzt Karmatheorie/Gott/ Schicksal/ Allahs Wille o.a. an. Natürlich war auch ich verzweifelt, solange es nicht klappte, fragte mich,warum ich solche Sehnsucht spüre und doch keine Kind kommt, womit ich das verdient habe, was die Lernaufgabe ist usw.usf.
    Aber ich wäre nicht auf die Idee gekommen, von meinem IVF-Prof. eine Antwort auf diese existenzielle Frage zu erwarten. Dafür sind meines Erachtens Priester, Spiritelle Meister, Karmatherapeuten, Seher usw. verantwortlich.

    Drei Versuche setzte ich für mich vorab als Grenze, was mein Dr. Geisthövel (CERF Freiburg) in Anbetracht meines hohen Alters als Maximalgrenze für sinnvoll hielt.
    Ich war mir dabei immer bewusst, dass ich letztlich nicht weiß, ob denn da oben/draußen eine Seele schwebt, die tatsächlich auch zu UNS will? Ich hatte keine Recht, vom Himmel ein Kind zu erwarten.

    Auch kannte ich mich gut genug, um zu ahnen, dass ich mitten im Prozess evtl. kein Ende, keine Grenze würde akzeptieren können. So musste ich sie mir vorab klar setzen. Als dann der erste Versuch scheiterte, war ich dennoch trotz aller „Vernunft“ wie alle total am Boden und enttäuscht. Aber mir war auch bei aller Verzweiflung klar, dass Plan B ran musste, dass ich nicht nur auf IVF hoffen kann, dass das zu eng wäre.
    So kümmerten wir uns recht bald intensiver um das auch sehr schwierige Thema Adoption (was wir vorher schlichtweg aus Kostengründen an die 2. Stelle gestellt hatten, da wg. unseres hohen Alters nur noch eine Auslandsadoption in Frage kam und die kostet 20.000 Euro. Da ist ne IVF billiger…) Bald fanden wir eine Vermittlungsstelle, die uns sehr zusagte, und ich war drauf und dran, supersuperschweren Herzens den 2. ICSI-Versuch abzublasen, da ich einfach nicht mehr daran glaubte, resignierte, für mich beschloss, das eigene Kind ganz und gar loszulassen.
    Gleichzeitig begann ich, mich ehrlich für das „Abenteuer Adoption“ zu interessieren. Es war dann mein Mann, der mich mit seiner Engelszunge überredete, den 2. Versuch parallel doch zu vollziehen….

    Tja, und dann war beim 2. Versuch im wahrsten Sinne des Wortes alles MERKWÜRDIGerweise besser: bessere „Ernte“ an Eizellen, mehr befruchtete Embryos- und eine Schwangerschaft. Parallel zur IVF hatte ich schon lange mein ganzes System mit vielen anderen Mitteln -ich möchte mal sagen- aufgebaut, gestärkt, sowohl psychisch als auch physisch.
    Es klingt so abgefeimt, so doof, so nach dem, was mir alle immer sagten und ich doch nie was hatte mit anfangen können: aber ich hatte offensichtlich tatsächlich LOSGELASSEN- und das Kind fand nach Aussage einer sprituellen Heilerin jetzt den seelischen Raum vor, den es brauchte, um kommen zu können.

    Ich habe wie es aussieht schlussendlich diesen ganzen furchtbar anstrengenden IVF-Prozess benötigt,diesen Kampf, dieses ewige Ringen, das Niedergworfen-werden und mich- wieder-Aufrappeln, alles was dazu gehört, um irgendwann total in Demut und mit gesenkten Haupt vor dem Wunsch nach einem eigenen Kind zu kapitulieren.
    Ich, die ich als langjährige ganheitlich-alternativ, psychoemotional orientierte Physiotherapeutin immer eine Psycho-Lösung parat gehabt hatte, der Schulmedizin sehr bzw. zu kritisch gegenüberstand, mich erst über Jahre mit dem Gedanken einer IVF überhaupt anfreunden konnte, als langjährige Buddhistin mich intensivst mit dem Karmagedanken befasst hatte,erst drch ein hochpotenziertes homöopathisches Mittel (das ich eigentlch wegen Abschied vom Kinderunsch auf natürlichem Weg nahm) überhaupt meinen Kampgeist erweckte,ich erlebte nun paradoxerweise meinen Weg durch die von mir gefürchtete, regelrecht dämonisierte IVF-Klinik als meinen bisher größten persönlichen Kreuz- und LERNweg.

    Mit Staunen und viel mehr Respekt vor dem Leben und den Möglichkeiten der Schulmedizin sitze ich nun da und bin dankbar, dass es meinen Prof. und all seine Helfershelfer gibt, eine Haltung, die ich für mich niemals für möglich gehalten hätte!
    Anfangs war für mich ein Argument, was mir half, mich überhaupt auf „die böse“ IVF einzulassen, zu sagen, wenn nur Gott oder Karma entscheidet, und Gottes Wille ist in allem bzw. ich kenne meine Karma ja noch nicht, dann müssen doch auch Schulmediziner letztlich ein Instrument oder Vertreter Gottes sein bzw. zu meinem karmischen Weg gehören dürfen. Es klingt vielleicht total crazy, aber mich hat meine harter IVF-Weg – ein perfektes Gegenargument für alle Kritiker der „technologischer Machbarkeit“ von IVF- mehr Demut vor dem Wunder der Schöpfung gelehrt, als ich je vermutet hätte…………

    Nun weiss ich aber auch, dass es hier, genau wie ÜBERALL Grenzen zu akzeptieren gibt und wir alle müssen für uns selbst herausfinden, welche höhere Bedeutung unsere Leiden evtl. haben bzw. welche Bedeutung wir ihnen geben möchten. Und wie lange und wie weit wir gehen….Da gibt es keine allgemeinen Regeln.

    Nun verstehen Sie mich aber bitte nicht falsch, ich möchte hier niemandem den Rat geben „loszulassen“. Das wäre Schwachsinn, denn das ist gar nicht machbar! Das kann nur passieren….Ich möche auch nicht verbreiten, man müsse daran glauben, dass das Kind etwas erwartet, oder sonstwie eine Allgemeinplatz aus meiner Erzählung machen. Wirklich nicht. Auch ist mir bewusst, dass jede noch Unschwangere jedes Recht der Welt hat, zu sagen, ja die hat ja gut reden, die ist schliesslich jetzt schwanger.
    Ich möchte lediglich daran erinnern, dass es für jeden von uns in diesem Prozess wichtig ist, dass ganze auch von einer spirituellen Seite zu sehen und uns zu fragen, welche Aufgaben wir zu lernen haben.
    Ich wünsche mir, dass sich Schulmedizin und Alternativmedizin auch in diesem Gebiet annähern könnten, einen Dialog führen könnten. Denn den vermisse ich, das scheint noch in weiter Ferne. Ich erinnere sehr wohl, dass ich anfangs vor dem IVF-Weg die Seite von Deutschlands Eso-Kinderwunsch-Guru Birgit Zart voller Erwartung las. Sie will ja nur Leute im Forum, die sich asschliesslich für spirituelle Empfängnis entscheiden, das warmir bei aller Spiritualität zu dogmatisch!
    Mag es ja geben, aber warum immer und überall diese schwarz-weiss Malerei?! Warum neigen wir dazu, im unbedingten Glauben an die Schulmedizin das Mysterium des Göttlichen zu vergessen, und warum lehnen wir im unbedingten Glauben an Karma und Gott die Schulmedizin als zu unspirituell ab?
    Ich habe in meinem Prof. viel Spiritualität entdeckt, viel Demut vor dem Leben- UND SEINEN GRENZEN. Dies sollten wir jedem Mediziner zugestehen. Und genauso finde ich sollten wir uns daran erinnern, dass keine Medizin, kein Arzt uns die Interpretation für unser Leben zu liefern hat. In dem Moment machen wir uns zu Sklaven der Schulmedizin. Gleichzeitig wünsche ich mir aber auch von der Schulmedizin, dass sie Begriffe des Mysteriums des Göttlichen/ des Schicksals/ von Karma oder ähnliches zu gebrauchen wagt, da die Patienten dieses so dringend brauchen. Ich fand es immer sehr schade, mit Prof. Geisthövel derartiges nie auch nur thematisieren zu können und war froh, viele andere Quellen geistig-seelischer Hilfe zu kennen. Auch ein IVF-Patient ist ein seelisch-emotionaler Mensch, und dies doch immer wieder ausgeklammert zu sehen bei einem so intensiven Prozess finde ich schade. Warum haben Sie als Arzt Angst davor, mal klar zu sagen, der Rest liegt in Gottes/ Buddhas/ Mohhamneds/ des Karmas/ IHRER geistigen Hand???

    Auf eine kontroverse Diskussion freut sich
    Hochachtungsvoll
    AnnetteFR

  11. reaba schreibt

    liebe anette,

    glückwunsch zur schwangerschaft.
    ich wollte lediglich anfügen:
    es gelingt auch schwanger zu werden ohne ein jota alternativmedizin bei ausschließlich am prozeß betreiligten atheisten.
    nur mal so als zusatzbemerkung angefügt; ich gönne dir deine wie du sie beschreibest sichtererweiternde spirituelle erfahrung durchaus. für eine gesunde schwangerschaft nötig ist sie nicht.
    das ist vielleicht das wirklich geile an der sache: es kann jeden treffen 🙂

  12. Elmar Breitbach schreibt

    Liebe Anette,

    Sie versuchen hinsichtlich der Spiritualistät oder des Loslassens einen Kausalität herzustellen. Meine Aussage in diesem Artikel war, dass es manchmal keine fassbaren Gründe gibt und es letztlich wenig Sinn macht, Fehlversuche grundsätzlich zu pathologisieren. Weder schulmedizinisch noch spirituell möchte ich nun hinzufügen.

  13. AnnetteFR schreibt

    Lieber Dr. Breitbach, liebe Reaba!

    Eine allgemein gültige Kausalität herstellen wollte ich nicht, habe das wohl aber falsch dargestellt.
    Aber für mich gibt es sie, und ich akzeptiere die Grundlage nicht, auf der sie meinen, mir ganz persönlich die Kausalität absprechen zu können. Ich stimme Ihnen und Reaba völlig zu, dass es diese nicht unbedingt und allgemein gibt/ geben muss. Ich meine aber,dass es sie genauso geben kann wie nicht geben kann. Auch das ein unlösbares Rätsel, ein Paradoxon. Die Argumente, die in der Regel aus Sicht der Naturwissenschaft angeführt werden, um KEINE Kausalität zu belegen, können streng genommen argumentativ genauso für die Begründung des Gegenteils verwendet werden. Wenn keine Kausalität belegt werden kann, da in der Regel keine Kriterien zur Verfügung stehen, diese jenseits des üblicherweise akzeptierten Rahmens zu messen, wie kann dann behauptet werden, die Nicht-Kausalität wäre ausreichend begründet?
    Was ich sagen wollte: es kann sehr helfen, wenn man in seinem Leid und Frust und der so unglaublichen Verzweiflung versucht, eine persönliche spirituelle Dimension zu finden. Das ist hammerschwer. Aber allemal besser, als in Verzweiflung,Bitterkeit und dem Gefühl, vom Schicksal hängengelassen zu werden, zu verharren. Dies gilt natürlich nicht nur für den Umgang mit unerfülltem Kinderwunsch, sondern für jede schwere Hürde im Leben.Und ich wünsche mir ledglich, dass diese Dimension menschlichen Daseins auch von Schulmedizinern angesprochen würde. Ich bin sicher, dass dies- von einem Arzt gesprochen- manchen Paaren leichter machen verzweifelnden Paaren vielleicht ein wenig helfen könnte, diese spirituelle Dimension für sich zu entdecken bzw. etablieren anstatt in fragender Verzweiflung ohne Antwort eines Arztes zu verweilen.

    Beste Grüße
    AnnetteFR

  14. Elmar Breitbach schreibt

    Sie korellieren die Auseinandersetzung mit dem „Abenteuer Adoption“ mit einer besseren Eizellausbeute.

    Ich gebe Ihnen recht, wenn sie sagen, dass es auf dem Gebiet Spiritualistät/Psyche/Religion vieles gibt, was einem besser durch die Kinderwunschbehandlung helfen kann. Das steht außer Frage. Es macht jedoch nicht schwanger. Und das ist belegbar.

  15. Hope schreibt

    Lieber Herr Dr. Breitbach,

    vielen Dank, diese ganze Sache mit dem „Loslassen“ kann und will ich nicht mehr lesen.

    Bitte beantworten Sie mir doch noch meine Fragen: Wie oft kann man seinem Körper eine Hormonbehandlung zumuten? Was war die höchste Anzahl von IVF-Versuchen, die Sie bei einem Paar vorgenommen haben?

    Ich werde im Dezember 40 und habe das erste Mal im Leben, das Gefühl, dass mir die Zeit davonrennt…

    Ich freue mich auf eine Antwort. Herzlichen Dank!

  16. Greta schreibt

    ich hab einfach Glück gehabt, dass Gott/Buddha/Karma/Zufall/Schicksal? mir eine wunderbare Doktorin auf diesen Planeten geschickt hat, deren Finger/Geist/Seele durch Gott/Buddha/Karma/Zufall/Schicksal? zu überzeugender und erfolgreicher Arbeit geleitet wurden.

    Wer auch immer die „Schuld“ daran trägt, dass es klappt – oder auch nicht – ist ja letztlich völlig egal und kann auch jeder mit sich selbst ausmachen.

    Ein WUNDER ist die Entstehung des Lebens aber jedes Mal aufs neue 🙂

    Egal, ob mit oder ohne Hilfe. Von wem auch immer.

    Das ist aber auch das einzige Wunder, an das ich glaube und was Mut machen kann 😉

  17. Greta schreibt

    @Hope: ich habe 24 hormonelle Stimus mit Auslösen und weiterer hormoneller Nachbehandlung sowie dann folgender Schwangerschaft mit hormoneller und immunologischer Unterstützung „überstanden“….

  18. Elmar Breitbach schreibt

    Liebe Hope,

    das kann man nicht pauschal beantworten. Ich denke, dass finanzielle und psychische Grenzen immer schneller erreicht werden als medizinische, denn später auftretende Nebenwirkungen (insbesondere Krebs) sind durch solche Stimulationen nicht zu erwarten

  19. Hope schreibt

    Liebe Greta,
    lieber Herr Dr. Breitbach,

    vielen Dank für die Antworten.

    Greta, ich bewundere sehr, dass Du 24 Stimulationen ausgehalten hast. Mit den vier hormonell unterstützten IUI (mit Auslösen)- und den fünf IVF-Behandlungen bin ich dann auch schon bei 9 Stimulationen, nicht gerechnet die mit Clomifen unterstützten 3 Zyklen als letzten verzweifelten Versuchs meines normalen Frauenarztes in 2008…

    Auf 24 Versuche werde ich es allerdings wohl kaum bringen, da sich mein Mann weigert, bei mehr als acht IVF-Versuchen mitzuwirken (ohne Mann geht es nunmal nicht und diese acht Versuche als Grenze waren ein sehr harter Kampf mit ihm).

    Danke für die klare Aussage, was die Nebenwirkungen angeht. Das ist nämlich der Spruch, den ich mir zur Zeit von Freunden und Familie am häufigsten anhören muss. „Hör rechtzeitig auf, sonst hast Du mit 50 kein Baby, sondern Krebs!“ Gerne gefolgt von „Du brauchst einen Plan B! Es gibt soviele arme Kinder in der dritten Welt!“

    Bevorzugt von denen, die gerade ihr zweites oder drittes Kind im Arm halten…

    @Greta: Was hast Du als immunologische Unterstützung gemacht? Mein Kinderwunsch-Prof rät von Heparinspritzen nach Transfer und Partnerblutimmunisierung strikt und kategorisch ab (O-Ton: „Das ist alles Voodoo!“). Seiner Meinung nach steht der Aufwand dafür in keinerlei Verhältnis zum Nutzen.

    @Dr. Breitbach: Was halten Sie von Heparinspritzen bzw. Partnerblutimmunisierung?

    @alle: Wo kann man das notwendige Quentchen Glück kaufen??? 😉

  20. Greta schreibt

    Konkret

    NICHT geklappt hat:

    Stimu (Spritzen, Clomi, Auslösen, Utro/Crinone, weitere HCG Spritzen, Aspirin, Folsäure normale stärke)

    Was aber habe ich beim letzten Versuch anders gemacht? Ich hab alles checken lassen, heraus kam:

    Blutgerinnungsstörung, immunologische Probleme, oll, Endometriose, etc etc. Dann also:

    – Stimu wie immer, daran lags ja nicht
    – Heparin täglich, im Vorzyklus Gingko
    – Folsäure 5mg
    – BVitamine
    – Leukonorm (anstelle Partnerimmu, denn es lag nicht an den beiden Partnern, sondern an MIR…)
    – utro/crinone, HCG nachspritzen, etc.
    – vitamine (und sei´s für die Nerven 😉 )

    Warten…….

    Das wars schon.

    Wenn Dein Doc alles, was mehr als seine 10 Finger ist, für Zauberei hält, hat er einen Überwertigkeitskomplex und hilft Dir nicht weiter. Praxis wechseln, Blut untersuchen lassen.
    Morgen mehr, wenn Du magst.
    🙂

  21. Hope schreibt

    Liebe Greta,

    wir haben auch einiges checken lassen:

    Die Schiddrüsenunterfunktion hat bereits mein normaler Frauenarzt diagnostiziert. Weiterhin habe ich eine Gelbkörperschwäche. Bei der Überprüfung einer Blutgerinnungsstörung ergab sich bei mir ein PAI-1 4G/5G Polymorphismus. Dieser Befund rechtfertigt aber nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen keine Heparingabe, ich habe hier lange und heiß mit meinem Kinderwunsch-Professor diskutiert, aber auch die von mir eingeholte Zweitmeinung kam zu diesem Ergebnis. Es wurde vor den IUIs die Duchgängigkeit der Eileiter geprüft (alles ok), nach der dritten fehlgeschlagenen IVF haben wir eine Gebärmutterspiegelung gemacht, war auch bestens. Allerdings bin ich Low Responder, das heißt, dass wir trotz relativ hoher Hormongabe (4-6 Ampullen Mengon HP/Tag) nur wenige Eizellen erhalten (2,2,4,7 und 5). Seit dem dritten IVF-Zyklus nehmen wir das kurze Protokoll mit Pille im Vorzyklus, die Down Regulation im 2. Zyklus war eine Katastrophe, ausgelöst haben wir bei 20mm und 14 (!) mm, trotzdem beide befruchtet und beide A). Die wenigen Eizellen haben aber immer eine sehr gute Qualität und unsere Befruchtungsrate ist überdurchschnittlich (2 von 2, 2 von 2, 3 von 4, 4 von 7 und 5 von 5). Das Spermiogramm meines Mannes (41)ist in Ordnung. Festgestellt wurde bei der Genetikuntersuchung nach der 3. fehlgeschlagenen IUI bei meinem Mann allerdings eine Inversion auf dem Chromosom 21. Nach dem Gutachten der Humangenetik hat dies keinen Einfluss auf die Fruchtbarkeit, da es bei der Keimzellbildung allerdings zu Deletionen bzw. Inversionen kommen kann, ist die Wahrscheinlichkeit ein behindertes Kind zu bekommen, leicht erhöht (weit unter 10%, schriftlich wollte uns das keiner geben, mündlich haben aber alle von einer Wahrscheinlichkeit um 2% gesprochen, da liegt in unserem Alter leider auch die Wahrscheinlichkeit für Trisomie 21), aber 100%ige Sicherheit auf ein gesundes Kind hat niemand. Wir hatten ursprünglich an eine PID in Brüssel gedacht, aber das Chromosom 21 gehört nicht zum Standardtest. Überprüft werden können nach heutigem Stand der Wissenschaft maximal 8 Chromosomen, der Standardtest umfasst die 7 wichtigsten. Es kann aber ein individueller Forschungsauftrag erteilt werden, dann wird ein Test speziell für das Paar entwickelt (mit ca. EUR 1000 relativ günstig), allerdings dauert das 6-8 Monate, so dass wir davon Abstand genommen haben und mit den IVF-Behandlungen in Deutschland angefangen haben. Angesichts meiner Low Response wohl die richtige Entscheidung… Richtig viel mehr fällt mir nicht mehr ein, wahrscheinlich fehlt uns einfach Glück…

  22. Hope schreibt

    Oops, ich meinte eine Inversion auf dem Chromosom 17. Sorry, allmählich vernebelt sich schon mein Hirn vor lauter Grübeln, warum es nicht funktioniert…

  23. greta schreibt

    hm, vieeel gecheckt, hört sich auch alles vernünftig an, also alles, was wir HEUTE WISSEN, ist da drin, alles andere bezeichnen wir ja gerne als zufall oder glück.

    ich würde einfach gingko zum blutverflüssigen (wirkt sehr stark in hoher dosierung) trotzdem schon machen, auch im vorzyklus, weil es die eierstöcke gut durchblutet, gute ausbeute und so… wir oldies UND lowies (bin ich auch…) sind ja eh nicht so frisch durchblutet, generell. außerdem folsäurespeicher füllen, weil wir oldies die folsäure aus der nahrung nicht mehr gut aufnehmen, es ist ja eh wenig drin im essen. und neuralrohrdefekte sind halt das, was gerne früh und unerkannt endet. die gehirnhälften des embryos schließen sich sehr früh – oder nicht. an männes genetik lässt sich nix ändern, aber ich denke auch, altersbedingt sind die andren fehler (trisomien aller art) wahrscheinlicher. mit kurz vor 40 wird man langsam gestresst, weiß ich, ich hattte den positiven test 1 monat vor dem 40. geburtstag… und heutzutage ist 40 nicht starre grenze, außer bei den KK und politikern….

    also – dran bleiben.

    bis morgen!

    N8 von greta

  24. Hope schreibt

    Hallo Greta,

    nach dem fehlgeschlagenen 5. Versuch habe ich mit Akupunktur begonnen. Zweimal in der Woche war ich dort. Die Ärztin wurde mir empfohlen, sie ist SChulmedizinerin, macht aber nunmehr hauptsächlich Akupunktur und TCM. Ich habe meine Ernährung umgestellt: Morgens keine Milchprodukte mehr und nichts kaltes (und das mir als Joghurt-Junkie…), sondern warmen Haferbrei, dazu Floradix Kräuterblut (abends, morgens passt das nicht zu den Schilddrüsenmedikamenten). Soll die Durchblutung und die Eisenbildung fördern. Mit Wasser gemacht schmeckt Haferbrei grauenhaft, habe jetzt aber Reisdrink und Haferdrink entdeckt (Soja geht nicht wegen Östrogenen). Am Abend vor dem Transfer und zwei Stunden nach dem Transfer war dann nochmal Akupunktur. Leider hat auch das keinen Erfolg gezeigt, ich überlege derzeit, ob ich das weitermache, da Akupunktur von meiner privaten Krankenkasse nicht gezahlt wird (wissenschaftliche Wirkung nur bei Schmerztherapien nachgewiesen, nicht bei Infertilität). Folsäre nehme ich seit Dezember 2006, ich habe im März 2007 die Pille abgesetzt (nach 19 Jahren) und da es ja etwas dauert, bis der Folsäurespiegel passt, habe ich das alles generalstabsmäßig geplant…nur das Kind fehlt bisher.

  25. Greta schreibt

    Nunja, Hope, an der Eizellqualität ändert die Aku meist nix, die ist altersabhängig und eine leicht zerknitterte EZ wird durch nix wieder frisch. Vor allem nicht direkt beim Transfer. Die reifenden Eizellen werden ja im Vorzyklus ausgewählt – stehen bereit – und es kann dabei natürlich auch wieder mal eine knittrige am Start sein. Daher Durchblutung fördern mit Gingko im Vorzyklus, um ggf. eine bessere Ausbeute = mehrere EZ zu haben. Mir fällt da noch ein, meine Mitstreiterin Marlene2 hat Metformin bekommen, obwohl sie eigentlich weder übergewichtig noch insulinresistent ist/war. Aber es hat damit tatsächlich geklappt. Gleichzeitig hat sie glutenfrei gelebt, weil da Antikörper nachweisbar waren, obwohl sie keine Zöliakie hat/hatte. Also da gibt es noch immer wieder was, was man machen kann. Bis denni!

  26. Hope schreibt

    Hmm. Ab wann hast Du Ginkgo genommen? Wenn es so toll wirkt, ist es doch ein Problem bei der PU, oder? Ist das rezeptfrei? Welche Medikamente gibt es da? Werde meinen Kinderwunsch-Prof gleich mal darauf ansprechen…ich glaube, der verteufelt manchmal das Internet :-)! Die Akupunktur war gedacht zur besseren Durchblutung der Gebärmutter, da es bei mir ja immer an der Einnistung hapert.

  27. Greta schreibt

    Gingko gibts z. B. Tebonin intens, wird beworben fürs Hirn 😉 zur Durchblutung der feinsten Blutgefäße. Man sollte es vor der PU irgendwann lassen, steht glaube ich auch ws im Beipackzettel, wie lange vor geplanten OPs. Es wirkt ziemlich gut – aber wenn Dein Doc schon Heparin ablehnt und so… wird er sowas auch nicht mögen.

    Ich hatte halt ne gute, innovative Ärztin 🙂

  28. Elmar Breitbach schreibt

    Bitte den/das Gingko mit dem Arzt kommunizieren, niocht, dass es sich wundert, wenn Sie aus allen (Punktions-)Löchern bluten bei der Einzellentnahme…

  29. Hope schreibt

    Liebe Greta,
    lieber Doc Breitbach,

    keine Sorge, ich spreche alles mit dem Professor ab. Die Punktionen verliefen bisher recht unblutig (waren ja auch nicht soviele Eizellen zu entnehmen…), bis auf die vierte PU, da dachte ich, ich liege auf der Schlachtbank, es tat zwar nicht weh wegen der Sedierung, aber da ich kein Blut sehen kann, sind mir nur noch die Tränen runtergerollt. Das ganze OP-Team war aber total lieb zu mir und der Professor voll besorgt, weil ich sonst relativ hart im Nehmen bin. Mein Frauenarzt bietet mir seit der 3. fehlgeschlagenen IVF an, mir Heparin ab Transfer zu verschreiben, aber der Professor lehnt das strikt ab und hinter seinem Rücken möchte ich das nicht machen.

    Lieber Dr. Breitbach, was halten Sie von Heparin? Ist Gingko harmloser? Bei der 4. IVF habe ich ab Transfer Aspirin genommen (laut meinem Professor hilft das nichts aber schadet auch nicht, falls es mich glücklich macht, sollte ich es probieren, während beim Heparin der mögliche Nutzen kleiner als der mögliche Schaden sei). Nun, es hat ja auch nix geholfen. Das tolle ganzheitliche Konzept beim 5. Versuch mit Akupunktur und TCM (hätte im obigen Beitrag übrigens „nach der 4. fehlgeschlagenen IVF“ heißen müssen) tat mir ganz gut, hat aber auch nicht zur Einnistung der zwei hübschen Blastos geführt. Gegen Akupunktur hat mein Professor nichts, er glaubt nur nicht, das es tatsächlich hilft 🙂

    Was halten Sie von Dr. Reichel-Fentz? Macht Partnerblutimmunisierung oder Leukonorm Sinn? Ich schätze den Professor sehr, aber all das lehnt er ab und sagt, dass ich als Low Responder und mit fast 40 einfach länger brauche als andere und er sicher ist, dass es bei der gegebenen Eizellqualität irgendwann funktionieren wird.

    Mein Mann und ich verdienen zwar sehr gut, aber unendlich können wir das nicht fortführen ohne alle Ressourcen anzugreifen. Außerdem ist dieser Kreislauf von Hoffen, Warten, Entäuschung, wieder Hoffen usw. allmählich ganz schön belastend.

  30. Greta schreibt

    Liebe Hope,

    Heparin wirkt grundsätzlich ganz anders (weitreichender, tiefer) als aspirin oder gingko. Ich selbst habe mit Aspirin keinen Erfolg gehabt. Wobei Aspi auch irgendwie ins Immunsystem eingreift. WEr weiß – meines ist eh zu schlecht gewesen, was eine Blutuntersuchung wie der von Dr. Reichel ans Licht brachte. Ich bekam Leukonorm – und es klappte. Klar, auch Heparin, wegen MTHFR. Meine Fr. Doc ist aber auch allem aufgeschlossen – zumal, wenn die Zeit (=Alter) wegläuft. Dann erst recht!

    Wenn Ihr das Geld habt, dann probiert es – optimiert. DAzu gehört evtl. auch ein Praxiswechsel. Und Immu oder Leukonorm auf Privatrezept oder Granocyte. Und Heparin.

    Um ehrlich zu sein: vor 5 Jahren namen viele Mädels auch unter der Hand all das – spritzen, besorgten es sich über klein-putz, etc etc. Weil damals die wenigsten Ärzte sowas machten. Nun sind die, die es NICHT machen, die Ausnahme.

    Ich denke, mit fast 40 sollte man auch „unbewiesen“ alles machen, was der Verbesserung dienen KÖNNTE.

    Wenn Ihr dazu bereit seid und es wirklich wollt, dann sucht jemanden, der Euch auch genau so behandelt.

    Liebe Grüße
    Greta

  31. Hope schreibt

    Greta,

    darf ich Dich fragen, wo Du in Behandlung warst?

    Hier in München gibt es sechs Kinderwunschzentren, davon sind mir von der Praxis, die die Inseminationen gemacht hat, zwei empfohlen worden. Die erste ist bekannter, dort war ich zuerst, aber ich empfand die Ärzte und Helferinnen dort als sehr unfreundlich und unpersönlich und außerdem haben die Weihnachtspause, so dass ich dort erst Anfang 2009 mit den IVFs hätte anfangen können. Der Professor war (und ist) mir sehr viel symphatischer.. Ich glaube er mag mich auch, obwohl ich die mit den 100.000 Fragen bin. Habe jetzt wieder einen Termin für ein Infogespräch ausgemacht (der Prof wird ahnen, was auf ihn zukommt… 🙂

  32. Greta schreibt

    Ich war in Berlin bei Fr. Dr. Siemann im Fertility Center (gibt eine webseite).

    Ich würde in D wahrscheinlich eh nur zu Doc Breitbach gehen 😉 oder zu ihr, weil ich da sicher bin, dass sie ALLES machen, was nötig ist und state of the art ist.

    In M gibt es den Prof. Würfel, bekannt für seine Blutuntersuchungen. Aber ob er alles macht???? who knows….

    Ich würde mich nicht von den „Bratzen“ der Rezeption leiten lassen, denn was ist ein Kind gegen ein paar unfreundliche Rezeptionisten?

    Frag doch mal Lectorix (PN), sie war doch in M. in Behandlung, oder?

    Bis morgen! 🙂
    Greta

  33. Hope schreibt

    Stimmt, Lectorix war meines Wissens bei Prof. Würfel.

    Ich war bisher nur stiller Leser hier im wunschkinder.net. Wie geht das mit einer PN???

  34. greta schreibt

    also, du musst einen account haben, sprich angemeldet sein, dann kannste einen User suchen über User suchen oder Userliste, oder einen beitrag von lectorix anklicken 🙂 unter den beiträgen steht immer „per PN antworten“ – bei den Userprofilen steht auch irgendwo immer PN.

    Man profitiert echt davon, angemeldet zu sein und dort zu schreiben 🙂 es führte bei mir zur „lösung“ der rätsel 😉

  35. Rebella schreibt

    Wenn ich so den Text von AnnetteFR lese, bin ich Ihnen, lieber Doc Breitbach einmal mehr dankbar, dass Sie dieses Feld nicht Priestern, Hellsehern und sonstigen Scharlatanen überlassen, sondern hier wirklich eine solide öffentliche Aufklärung betreiben.

  36. Hope schreibt

    @Greta: Hat funtioniert. Habe jetzt ein account (Hope 69). Danke und liebe Grüße

  37. Greta schreibt

    Prima, ich such dich mal 🙂

  38. Greta schreibt

    Hope, ich finde Dich nicht, bist Du Dir sicher, dass Du Dich „korrekt“ registriert hast?

    Greta

  39. Hope schreibt

    Hallo Greta,

    das ist ja komisch, das mit Lectorix und der PN hat prima funktioniert. Es gibt schon ne Menge Hopes, daher die Ergänzung mit 69. Vielleicht liegt es am Leerzeichen? Ich habe gerade nachgeschaut, es ist ohne, also Hope69. Ich habe mich selbst eingegeben und auch gefunden. Ist ja spaßig, wo bei den anderen Usern „PN senden“ kommt, kommt „neee :-)“ und bei „Freunde“ kommt „bin mein eigener Freund“. Gretas gibt es auch viele, ich tippe auf Greta S?

    Liebe Grüße
    Hope

  40. Greta schreibt

    jaja, Greta S. Ich such nochmal…

  41. […] ich in diesem Zusammenhang auch auf meinen Artikel „warum klappt es eigentlich nicht“ verweisen dürfte, in dem auch noch ein wenig (Erfolgs-)Statistik geboten […]

  42. […] eine genauso sinnlose Interpretation von Details wie die Frage, warum man mit 2 Grad A Blastozysten auch mal nicht schwanger werden kann. Weil es die Natur so vorgibt, ohne dass wir wirklich sagen können, wie sie das […]