Kinderwunsch: Nachrichten aus Fach- und Laienpresse

Schwer heben nach IVF-Transfer

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Es ist eine der häufigen Fragen im Forum ist die nach möglicherweise nachteiligem Verhalten in der Phase nach dem Embryonentransfer im Rahmen der künstlichen Befruchtung. Vor allem sorgt man sich um die Auswirkung von körperlicher Belastung auf die Einnistung. Nach Geschlechtsverkehr fragt man da schon lieber gar nicht mehr, das traut sich ohnehin fast niemand. Zu unrecht. Heute Im Forum wurde die Frage wieder gestellt, ob „schwer heben“ einen negativen Einfluss auf den Ausgang der Behandlung haben könnte. Als Beispiel für schwere Gewichte wurden Laptop und Wasserflasche genannt. Das mag den einen oder anderen amüsieren. Aber nach mehreren negativen Behandlungen und in der Warteschleife verlässt einen die Logik nachvollziehbarerweise.

Jedoch würde ich unter „schwer heben“ einen Sack Kartoffeln nennen, oder eine (volle) Kiste Bier. Jemand, der 30 Kilo Übergewicht hat, hebt auch schwer. Und das andauernd.

GewichtWie würde sich denn schweres Heben in der Gebärmutter bemerkbar machen? Primär sind ja Rückenmuskeln, Schulter und Armmuskeln betroffen. Vieleicht noch die Beinmuskeln, wenn man die volle Kiste Bier aus der Hocke stemmt. Alle diese Muskeln haben natürlich schon lagebedingt keinen Bezug zur Gebärmutter. Das Einzige, was eine Rolle spielen könnte, ist der Druck, den man im Bauch aufbaut, wenn man die Bauchmuskeln anspannt. Dieser Druck verteilt sich jedoch gleichmäßig über die gesamte Bauchhöhle und fokussiert sich mitnichten auf geheimnisvolle Weise auf die Gebärmutter.

Und dass eine Drucksteigerung im Bauch nicht dazu führt, dass man die Embryonen herauspresst, ist in diesem Artikel bereits ausführlich geklärt worden.

Eine etwas seltenere Variante der Frage betrifft Frauen, die sich in der Behandlung für ein zweites Kind befinden. Natürlich möchte das Erstgeborene immer mal wieder auf den Arm. Kinder merken es, wenn man das nicht will oder kann und bestehen dann erst recht darauf. So sind sie… Aber auch das ist kein Problem für das möglicherweise gerade entstehende Geschwisterchen.


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Kommentar

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8 Kommentare
  1. vanity schreibt

    Danke für diese amüsante Klarstellung. Die Vernunft sagt ja schon lange: Ich weiß das. Die meisten von uns würden wohl aber auch 2 Wochen strenge Bettruhe halten – damit nur ja nichts den Behandlungserfolg gefährdet. Sicher ist sicher und wer nichts macht macht zumindest nichts falsch. 😉

  2. Hasipuffer schreibt

    Danke, lieber Dr. Breitbach…der Link kommt gleich in meine Linksammlung zur Beantwortung der beliebtesten Fragen!!!

  3. Elmar Breitbach schreibt

    Ich frage mich gerade, wer diesen hervorragenden Artikel negativ bevotet hat. Tztz…

  4. BabyTrail schreibt

    Na ja, Vanity, ich bin mir da nicht so sicher. Weniger Bewegung geht ja auch auf den Kreislauf und könnte somit zu schlechterer Durchblutung führen…

    Oder? 😉

  5. BabyTrail schreibt

    Ach, da fällt mir auch noch ein: Neulich hatte jemand gefragt, ob eine Stunde Bügeln okay ist?
    Vielleicht hätten Sie zu dieser, wirklich körperlich sehr anstrengenden Arbeit noch eine Anmerkung?

    Eine Anmerkung wegen der Votings: Wenn „Daumen hoch“ immer links und „Daumen runter“ immer rechts (oder umgekehrt) stände, wäre die Fehlerquelle bestimmt geringer.

  6. vanity schreibt

    @ Baby Trail: War mitnichten völlig ernst gemeint. Die Bereitschaft auch Kurioses auf sich zu nehmen steigt jedoch in der Zeit nach dem Transfer sprunghaft an.

  7. Nixe schreibt

    „Aber nach mehreren negativen Behandlungen und in der Warteschleife verlässt einen die Logik nachvollziehbarerweise“

    Wie wahr, wie wahr, da fallen einem die dollsten Sachen, über welche man vorher nie nachgedacht hätte, ein….

    Schön, dass Sie das Thema nochmal aufgreifen, es beruhigt sicherlich sehr, dieses von Ihnen so zu lesen, danke!

    Viele Grüße Nixe

  8. […] Schwer heben nach IVF-Transfer […]