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Schwangerschaft

Nabelschnurblut: Das Geschäft mit dem schlechten Gewissen

Nein,sicherlich kein Kinderwunsch-Thema. Aber irgendwann wird hoffentlich jede Kinderwunsch-Patientin schwanger und jedes Kinderwunsch-Paar glückliche Eltern eines Neugeborenen.

Wer hier im Schwangeren-Forum nun Informationen sucht, wie man die ersehnte Schwangerschaft möglichst komplikationslos hinter sich bringt, der wird auch mit automatisch geschalteten Anzeigen der verschiedensten Blutbanken konfrontiert, die dazu raten, Nabelschnurblut einfrieren zu lassen. Ich habe hier schon einmal einen Artikel über Sinn und Zweck der Nabelschnublut-Einlagerung geschrieben.

Aktuell ist in der TAZ auch ein Artikel über dieses fragwürdige Verfahren erschienen, welches von den Betreibern dieser Einrichtungen euphorisch als zukunftsweisendes Verfahren zur möglichen Rettung des neugeborenen Lebens gepriesen wird:

Fachleute sehen die medizinischen Möglichkeiten des Nabelschnurbluts allerdings deutlich skeptischer. Für sie sind die Betreiber privater Blutbanken vor allem eines: gewiefte Geschäftemacher, die von der Angst der Eltern um ihre Kinder profitieren. “Diese Unternehmen üben einen moralischen Druck auf die Eltern aus, Geld für die Bluteinlagerung auszugeben”, sagt Stammzellforscher Ulrich Martin, Leiter der Leibniz-Forschungslaboratorien für Biotechnologie und künstliche Organe in Hannover. “Dabei ist es fraglich, was diese Zellen überhaupt können.”

Wer sich mit dem Gedanken befasst, eine solche Einlagerung von Nabelschnurblut durchführen zu lassen, der sollte sich diesen Artikel einmal in Ruhe durchlesen.


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schlechtgut (+8 Bewertung, 16 Stimmen)
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Kommentare

7 Kommentare für “Nabelschnurblut: Das Geschäft mit dem schlechten Gewissen”

  1. ich kann dem nur zustimmen, habe als redakteurin selbst mal einen tv-beitrag über vita 34 und mir damit ein umfassendes bild gemacht. vom nutzen der fragwürdigen methode fürs eigene kind mal ganz abgesehen, ist letztendlich die beste lösung m.m. nach immer noch die ansicht eines klinik-chefs, der mir sagte: ” stammzellbanken müssen weltweit öffentlich zugänglich sein, so dass wir - wie eben geschehen - einem dresdner kind mit den stammzellen eines new yorker kindes helfen können und umgekehrt.”

    wer sich trotzdem für die vermeintlich biologische lebensversicherung entscheidet, der sollte erstmal bei der privaten blutbank nach gemachten erfahrungen fragen. denn außer geld einsammeln fürs einfrieren ist bei vita 34 bisher so gut wie nichts geschehen, außer dass z.b. die stammzellen in einem fall gebraucht und aufgetaut worden sind. leider haben sie’s nicht überlebt. argument der “kaltblüter”: es waren wohl zu wenige.

    also lieber das nabelschnurblut in eine öffentliche blutbank geben, zumal die stammezellen dem eigenen kind sowieso kaum nützen, sondern dem geschwisterkind.

    lg, steffi

    Geschrieben von storitz am 21. Januar 2008 um 17:48
  2. ich stimme dem auch zu, wir haben nabelschnurblut nur für allgemeine zwecke gespendet.

    komisch finde ich, dass trotzdem vita34 auf dieser webseite werben darf. ist das geld wichtiger ?

    zwillingsschwester

    Geschrieben von zwillingsschwester am 21. Januar 2008 um 19:50
  3. super artikel - aber in der tat komisch, direkt daneben die werbung von cryo-care und für plazenta-nosoden (auch so ein quark…) zu lesen… aber irgendwie muß die seite sich finanzieren? dennoch schön, dass auf die tolle “biologische lebensversicherung” und was davon zu halten ist, aufmerksam gemacht wird. vielen dank!
    gruß xanthippe

    Geschrieben von xanthippe am 21. Januar 2008 um 20:17
  4. Wer hier wirbt und wer nicht ist glaube ich vorher nicht zu bestimmen… so gibt es auch ständig Windelwerbung im Kinderwunschforum.

    Geschrieben von LeFey am 21. Januar 2008 um 20:20
  5. @LeFey: ah ok. wenn das so ist - stimmt, jetzt steht auch schon wieder was anderes da.

    Geschrieben von xanthippe am 21. Januar 2008 um 22:27
  6. Es ist so, wie LeFey es schreibt, in dem von mir verlinkten Artikel wurde darauf ja auch bereits hingewiesen. Ich kann nicht jede Werbug sperren, diese Funktion ist begrenzt ud muss für echte “Schrottwerbung” aufgespart werden: Geld verdienen von Zuhause aus, Wie lange lebst du, Gewinnspiele etc. Das ist alles noch schlimmer.

    Ich habe diese beiden Artikel ja nun extra geschrieben, um auf das Problem aufmerksam zu machen und auch darauf hingewiesen, dass die Anzeigen automatisch geschaltet werden. Was soll ich sonst noch machen, damit auch zwillingsschwester es versteht?

    Geschrieben von E. Breitbach am 21. Januar 2008 um 23:22
  7. Ich habs aufgehoben frei nach: wer weiß, wofür ich es in 20 Jahre mal gebrauchen kann???

    Klar, heute - naja - eher zweifelhaft, aber man kann da z. B. mal kucken, ob eine Erkrankung des Kindes damals schon manifest war. Oder was weiß ich noch alles, keine Ahnung, aber aufgehoben ist besser als weggeworfen oder vergraben und dann heulen, dass das Ding weg ist :-)

    Klar ist das Geld.

    Aber wieviel Geld schmeißen wir für unnützen Kram raus?? Insofern…. aufgehoben. Am liebsten wäre mir, wir brauchen es nie.

    Seit ich im ADAC bin, musste ich auch nie merh abgeschleppt werden. Seit 20 Jahren. Auch umsonst eingezahlt. Aber wenns hilft ;-)

    Greta

    Geschrieben von Greta am 23. Januar 2008 um 16:11

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