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Dass die Funktion der Schilddrüse auch einen Einfluss auf die Follikelreifung und den Verlauf einer Schwangerschaft hat, ist schon länger bekannt und hat vor allem in den letzten Jahren zu einer früheren und konsequenteren Behandlung von Störungen der Schilddrüsenfunktion geführt.
Während es also unbestritten ist, dass man bei Frauen mit Kinderwunsch ein großes Augenmerk auch auf die Hormonproduktion der Schilddrüse richten sollte, ist weiterhin unklar, was beim Vorhandensein von Schilddrüsenantikörpern geschehen sollte und ob diese einen nennenswerten Einfluss auf eine Behandlung des unerfüllten Kinderwunsches haben. Diese Antikörper treten nicht selten zusammen mit einer (latenten) Schilddrüsenunterfunktion auf (Hashimoto-Thyreoditis).
Es bleibt jedoch weiterhin die Frage offen, ob die Antikörper gegen die Schilddrüse nur Ausdruck der Erkrankung sind oder ob sie selbst einen direkten Einfluss auf die Abläufe beim Eintritt und weiteren Verlauf der Schwangerschaft haben. Mit anderen Worten: Sollte man neben der Schilddrüsenunterfunktion auch die Antikörper selbst therapeutisch angehen?
Die meisten dazu erschienenen Studien konnten keinen direkten Zusammenhang zwischen den Antikörpern und dem Erfolg einer Kinderwunschbehandlung herstellen. Eine aktuell erschienene Studie zeigte jedoch einen direkten Effekt der Antikörper auf die Schwangerschaftsraten auf.
Es wurden 69 Patientinnen bei ihrer ersten künstlichen Befruchtung untersucht. Die Voraussetzungen für einen Erfolg bei den Patientinnen waren ähnlich bis auf Unterschiede bei den Antikörpern gegen die Schilddrüse. Drei Gruppen wurden gebildet (Keine Antikörper, Antikörper mit normalen Hormonwerten und Antikörper mit Schilddrüsenunterfunktion.
Es ergaben sich keine Unterschiede bei folgenden Faktoren
Ein Unterschied ergab sich jedoch hinsichtlich der klinischen Schwangerschaftsrate. Diese war beim Vorhandensein von Antikörpern (unabhängig von der Schilddrüsenfunktion selbst) niedriger als in der Kontrollgruppe.
Es gab also gleich häufig einen positiven Schwangerschaftstest, aus dem sich jedoch seltener eine “klinische” Schwangerschaft entwickelte. War die Fruchtanlage jedoch im Ultraschall erkennbar (= klinische Schwangerschaft), dann entwickelte sie sich unbeeindruckt von den Antikörpern weiter.
Aufgrund der kleinen Fallzahl kann man hier sicherlich nur von einem Trend sprechen. Aber wenn diese Aussagen zutreffen sollten, dann scheint die Empfindlichkeit gegenüber den Schilddrüsenantikörpern hauptsächlich in der 4. und 5. Schwangerschaftswoche erhöht zu sein, also der Phase zwischen positivem Schwangerschaftstest und dem Ultraschallnachweis der Schwangerschaft.
Kilic S, Tasdemir N, Yilmaz N, Yuksel B, Gul A, Batioglu S
The effect of anti-thyroid antibodies on endometrial volume, embryo grade and IVF outcome.
Gynecol Endocrinol. 2008 Nov;24(11):649-55
Danke an den Doc für diesen Artikel!
Dann hat meine SD-Ärztin das wohl gewusst und ich sollte deswegen die Dosis Prednisolon ab positivem SST steigern um sie schon eine Woche später wieder etwas zu reduzieren. Schön, wieder was gelernt!
LG Summse
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Ui, heißt das, mann muss sich Sorgen machen, wenn man gerade in der 5. Woche schwanger ist und eine Unterfunktion hat, so wie ich, die das mit der Unterfunktion seit heute erst weiß? Meine Ärztin meinte, es reicht, wenn ich am Freitag mit den Tabletten anfange. Wenn ich jetzt eine Fehlgeburt habe, weiß ich ja, wovon. Werde mal morgen sicherheitshalber hingehen.
Wieso erfährt man sowas immer erst zu einem Zeitpunkt, zu dem man sich dann Sorgen machen muss?
LG
Chagak
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http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/hormonstoerungen/schilddruesen-erkrankungen/?sid=515193
…da ART-versagen und FGs ja thematisch und ursächlich schwer zu trennen sind - auch mal eine studie aus dem anderen blickwinkel.
letztlich fällt auch hier auf, dass trotz guter SD-einstellung immer noch genug frauen (immunologisch bedingte?) FGs erleiden.
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