|
Die in der Überschrift gemachte Aussage ist an sich nichts Neues. Es ist bekannt, dass verschlossene und wassergefüllte Eileiter (Hydrosalpinx oder Sactosalpix) ein Einnistungshindernis bei der IVF darstellen können. Man vermutet, dass der Rücklauf der Flüssigkeit aus den Einleitern in die Gebärmutter die Einnistung von Embryonen stören kann.
In der Studie konnte nachgewiesen werden, dass der LIF nach Entfernung einer Hydrosalpinx deutlich ansteigt und dadurch die Einnistung begünstigt wird. Dazu wurde der LIF bei 10 Frauen mit Hydrosalpingen vor und nach Entfernung derselben in der Gebärmutterschleimhaut gemessen. Dies geschah zu dem Teitpunkt des Zyklus, an dem üblicherweise eine Einnistung erfolgen würde. Als Kontrolle dienten 10 fertile Frauen.
Die Konzentration des leukaemia inhibitory factor war bei den Frauen mit Hydrosalpingen vor der Operation signifikant niedriger als in der Kontrollgruppe der fertilen Frauen. Bei 8 von 10 Frauen stieg die LIF-Konzentration nach der Operation deutlich an.
Dass die Entfernung der Eileiter zu empfehlen ist, wenn sie verschlossen und mit Flüssigkeit gefüllt sind, steht außer Frage, wenn
Sicherlich solte man nicht voreilig “einfach” Organe entfernen, wenn dies nicht zwingend notwendig ist. Sollte jedoch trotz guter Voraussetzungen bei einer IVF oder ICSI keine Schwangerschaft eintreten, dann deuten die Ergebnisse dieser Studie an, dass es offenbar auch immunologische Gründe für eine Entfernung von Hydrosalpingen gibt.
Kommentare
Kein Kommentar bisher für “Sactosalpinx beeinflusst Einnistung”
Schreiben Sie einen Kommentar