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PID

Interview: Professor Propping zur PID

Kürzlich wurde hier eine Studie über den Nutzen der Präimplantationsdiagnostik vorgestellt, die vermuten lässt, dass die Verbesserung der Schwangerschaftsraten mit dieser Methode nicht möglich ist. Professor Peter Propping ist Direktor des Instituts für Humangenetik an der Universität Bonn und war Mitglied des vor wenigen Monaten aufgelösten Nationalen Ethikrates. Er befürwortet eine Zulassung dieser Methoden in Deutschland, jedoch vornehmlich zum Ausschluß nicht behandelbarer Erbkrankheiten bei den Embryonen.

Interessant auch die Information aus den innneren Zirkeln des Nationalen Ethikrates:

Sie waren Mitglied im Nationalen Ethikrat und haben mit dem Expertengremium zu dem Thema eine ausführlichen Stellungnahme vorgelegt. Wie strittig ist das Verbot der PID unter den Fachleuten?

Propping: Eine Minderheit des Ethikrates hat die absolute Schutzbedürftigkeit im Achtzell-Stadium so hoch gewichtet und sich für ein Verbot ausgesprochen. Die Mehrheit war für die Zulassung der Präimplantationsdiagnostik auch in Deutschland. Allerdings unter sehr kontrollierten und restriktiven Bedingungen.

Zum Verbot der Präimplantationsdiagnostik in Deutschland:

Ich halte es für Doppelmoral. Wir leisten uns den ethischen Anspruch, lassen die Menschen aber mit ihrem Schicksal allein. Diese Doppelmoral zeigt sich noch an einem weiteren Punkt: Die Spirale und die so genannte Pille danach, die beide zur Verhütung eingesetzt werden, machen nichts anderes, als einen bereits entstandenen Embryo zu opfern, um eine Schwangerschaft zu verhindern. Der Unterschied ist nur, dass dabei jeder Embryo getötet wird und keine Auswahl stattfindet.

Das ganze Interview finden Sie hier

http://www.wdr.de/themen/wissen/1/leonardo/071029.jhtml

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Kommentare

Kein Kommentar bisher für “Interview: Professor Propping zur PID”

  1. Recht hat er!
    Deutschland leistet sich auf dem Gebiet eine Menge Ethik die in der Praxis eigentlich zu ethisch sehr fragwürdigen Ergebnissen führt.


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    Geschrieben von julisonne am 30. Oktober 2007 um 09:25
  2. ..wir wären doch nicht in deutschland, wenn wir über solche dinge auf einmal mündig und frei entscheiden dürften ;-) ?!

    natürlich hat der professor recht - schade dann, dass sich minderheiten gegen vernunft durchsetzten :-( und dabei so fragwürdige einstellungen zu gesetzen werden. echt bedauerlich.


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    Geschrieben von reaba am 30. Oktober 2007 um 18:45
  3. Vielleicht darf ich diesen Thread hier mal mißbrauchen und auf diese Veranstaltung hinweisen:

    http://hpd-online.de/node/3022

    3rd International Conference on Science and Ethics of Human Reproduction and Stem Cell Research

    Es ist auch ein Mitglied des (ehemaligen) Nationalen Ethikrates dabei: Wolfgang van den Daele.

    Außerdem sind u.a. dabei:

    Reinhard Merkel
    Eberhard Nieschlag
    Klaus Diedrich
    Eberhard Schockenhoff
    Franz Geisthövel
    Dieter Birnbacher
    Laura M. Purdy
    Susan Golombok
    Edgar Dahl

    Ich hoffe, dass wenigstens auch ein paar Politiker da sind und sich das mal anhören …


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    Geschrieben von Rebella am 30. Oktober 2007 um 23:30
  4. wären die gegner der pid im ethikrat selber betroffen, wäre das gesetz sicher schnell geändert. hoffentlich hat diese doppelmoral bald ein ende!


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    Geschrieben von mjuka am 5. November 2007 um 21:08
  5. Der Ethikrat wurde ja nun aufgelöst. Prof. van den Daele berichtete mir, dass die Zulassung der PID im Ethikrat zwar auch umstritten war, aber eine größere Zustimmung hatte. Ich kann mich irgendwie auch erinnern, mal gelesen zu haben, dass da ein Vorschlag gekommen wäre. Aber der Ethikrat hatte leider auch nicht DIE Macht, um wirklich was zu ändern …


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    Geschrieben von Rebella am 5. November 2007 um 23:22

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