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Das sogenannte PCO-Syndrom ist eine häufige Störung des weiblichen Hormonhaushaltes und geht oft mit einer Insulinresistenz einher. Eine mittlerweile anerkannte Therapie ist die Gabe von Metformin, einem Medikament, welches normalerweise zur Behandlung von Altersdiabetes gegeben wird, der letztlich nichts anderes als eine ausgeprägtere Form der Insulinresistenz mit erhöhten Zuckerspiegeln ist.
In einer Studie, welche in Venezuela und den USA durchgeführt wurde, untersuchten Wissenschaftler nun, ob Metformin auch bei Frauen mit PCO-Syndrom aber ohne Insulinresistenz und Übergewicht wirksam ist. Dazu wurden 100 Frauen behandelt, deren Diagnose PCO-Syndrom durch weniger als 8 Menstruationsblutungen pro Jahr und erhöhten Testosteron-Blutspiegeln beruhte (> 7ng/l). Alle Frauen hatten auch unter einem Belastungstest mit einer Zuckerlösung keine Auffälligkeiten des Insulinhaushaltes.
Diese Frauen erhielten entweder 850 mg Metformin oder 4 mg Glitazon oder eine Kombination oder ein Plazebo über einen Zeitraum von 6 Monaten.
Nur Frauen, die Glitazon bekamen nahmen im Behandlungszeitraum zu. Alle mit Metformin behandelten Patientinnen verloren an Bauchumfang und erfuhren eine deutliche Minderung des Blutdrucks. Eisprünge traten in der mit Metformin behandelten Gruppe 6-8x häufiger regelmäßig auf und auch eine statistisch signifikante Minderung der Testosteron-Spiegel.
Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass eine Behandlung mit Metformin auch bei normalgewichtigen Frauen ohne Insulinresistenz bei Vorliegen eines PCO-Syndroms sinnvoll sein kann.
Effects of metformin and rosiglitazone, alone and in combination, in nonobese women with polycystic ovary syndrome and normal indices of insulin sensitivity..
Obstet Gynecol Surv. 2005 Mar;60(3):178-9
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