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Low responder

Haben low responder häufiger Fehlgeburten?

Frauen, deren Eierstöcke nur schlecht auf eine hormonelle Stimulation ansprechen, nennt man auch “poor responder oder low responder“. Nicht selten tritt dieses Phänomen altersabhängig auf und verstärkt sich sogar mit der Zeit.

Da dieses Phänomen häufiger bei “älteren Frauen” auftritt, steigt auch die Rate an Fehlgeburten und die Schwangerschaftsraten sinken. Jedoch kann man das nicht über einen Kamm scheren, da auch jüngere Frauen von dieser low response betroffen sein können und es wurde schon vor einiger Zeit nachgewiesen, dass die üblicherweise erhöhten FSH-Werte bei diesen Frauen keinen direkten negativen Einfluss auf die Erfolgsraten und Embryonenqualität haben, sondern dieses Phänomen lediglich vom Alter abhängig ist. Ausführlich wird darauf in einem anderen Artikel des letzten Jahres eingegangen.

Wenn also die Qualität der Embryonen nur vom Alter, aber nicht von der Reaktion der Eierstöcke abhängig ist, gilt dies auch für den Anteil der Fehlgeburten nach einer erfolgreichen Kinderwunschbehandlung? Mit anderen Worten: Ist die Rate an Fehlgeburten auch bei jüngeren Frauen erhöht, nur weil ihre Eierstöcke nciht mehr soviele Eizellen produzieren, wie es häufiger auch bei Frauen über 40 auftritt?

Eine aktuelle Studie zeigt, dass dies nicht der Fall ist. Türkische Wissenschaftler untersuchten die Schwangerschaftsverläufe von Frauen mit einer normalen Zahl an Eizellen (1.962) Einlingsschwangerschaften) und solchen mit weniger als 5 Eizellen im Vorfeld (195 Schwangerschaften).

Wenn man die Zahl der Fehlgeburten in Abhängigkeit vom Alter der behandelten Frauen untersuchte, dann fand sich bei den low respondern eine Fehlgeburtsrate von 22% für Frauen bis 35, 32% für Frauen bis 39 und und 59% bei Frauen über 40%. Die Zahl der vorzeitig endenden Schwangerschaften lag bei den rauen mit einer normalen Eirestocksfunktion in einem ähnlichen Bereich und unterschieden sich nicht signifikant.

In Zusammenschau mit der eingangs erwähnten Studie muss man Frauen mit einer eingeschränkten Funktion der Eierstöcke über einer verminderte Erfolgsrate aufklären, nicht jedoch über ein höheres Risiko für Fehlgeburten oder eine generell schlechtere Eizellqualität.

Kumbak B, Ulug U, Erzik B, Akbas H, Bahceci M
Early clinical pregnancy loss rate in poor responder patients does not change compared to age-matched normoresponders.
Fertil Steril. 2009 Jan;91(1):106-9


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Kommentare

1 Kommentar für “Haben low responder häufiger Fehlgeburten?”

  1. [...] geringere Reaktion der Eierstöcke auf die hormonelle Stimulation (low responder). Bereits zu Beginn dieses Jahres konnte jedoch schon festgestellt werden, dass die Fehlgeburtsrate bei “low responderinnen” im Vergleich zu anderen Frauen nicht [...]


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    Geschrieben von AMH sagt nichts über die Eizellqualität aus am 5. Mai 2009 um 23:44

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