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Krankenkassen

Kosten: Bundesratsinitiative abgeschmettert

Wiederholt hatte die Länderkammer auf Initiative des Saarlands, Thüringens und Sachsens hin beschlossen, dass die Kostenübernahme für die künstliche Befruchtung bundesweit einheitlich zu regeln und auf den Stand vor 2004 zurückzuführen sei. Bis dahin wurden 4 Behandlungen von den gesetzlichen Krankenkassen komplett bezahlt.

Die Bundesregierung reagierte auf diesen Beschluss lange Zeit nicht. In der letzten Woche reagierte sie nun spät und wie es zu erwarten war:

IVF bleibt teuer

IVF bleibt teuer

Die Wiedereinführung der vollen Kostenübernahme sei derzeit nicht geplant, berichtet die Saarbrücker Zeitung unter Berufung auf die Regierungsmitteilung. Der saarländische Gesundheitsminister Georg Weisweiler (FDP) sagte der Zeitung, er plane für die Kostenübernahme einen erneuten Vorstoß im kommenden Jahr. Das sächsische Gesundheitsministerium kündigte an, man werde in allen zuständigen Ministerkonferenzen weiter werben.

In Anbetracht der nun geänderten Mehrheitsverhältnisse und einer rot-grünen Minderheitsregierung in Nordrhein-Westfalen muss man am Fortbestand der Unterstützung leider zweifeln.

Inhaltsverzeichnis für die Artikelserie “Kostendiskussion”

  1. Kommt Bewegung in die Kostenfrage?
  2. Kostenfrage: Saarland wird von Thüringen unterstützt
  3. Kostenfrage: Volle Erstattung der künstlichen Befruchtung?
  4. Auch Hessen für vollständige Kostenübernahme
  5. Kostenfrage: Es bewegt sich etwas
  6. Bundesrat für volle Kostenübernahme
  7. FDP in NRW für volle Kostenübernahme
  8. Sachsen spendiert eine Million Euro für Kinderwunsch-Paare
  9. Die Linken: Wir haben verstanden
  10. Berlin: Kein Geld für IVF-Paare
  11. SPD: Antwort an die Linke. Schwarzer Peter zur CDU
  12. Von der Leyen: Zu ernst für politisches Zuständigkeitsgerangel
  13. Kosten: Sensation?
  14. Auch Bayern denkt über Kostenzuschuss nach
  15. Ministerinnen streiten sich wegen Kosten
  16. Neuer Vorschlag: Stiftung soll Kosten übernehmen
  17. Fällt die Altersgrenze?
  18. Neues von der Familienministerin
  19. Kostenfrage erneut im Bundesrat zur Verhandlung
  20. Bundesrat: Erneut positive Entscheidung zur Kostenübernahme
  21. Gesetzesvorschlag in der nächsten Legislaturperiode
  22. Antrag der Linken abgelehnt
  23. Richtig gewählt? Kostenübernahme durch neue Koalition geplant
  24. Noch eine leere Versprechung?
  25. Kosten: Sachsen-Anhalt zieht nach
  26. Kosten: Immer auf die Kinderlosen. Selbst schuld?
  27. Was ist eigentlich aus dem Sachsenmodell geworden?
  28. Kosten: Bundesratsinitiative abgeschmettert
  29. Lauterbach für Kostenübernahme bei künstlicher Befruchtung
  30. Kostenübernahme: Neue Initiative Thüringens im Bundesrat
  31. Änderung der Kostenübernahme bei künstlicher Befruchtung?
  32. Kostenübernahme: Frau Schröder macht ernst!
  33. Mehr Kassenleistung bei künstlicher Befruchtung?
  34. DIE LINKE: Künstliche Befruchtung diskriminierungsfrei gewähren
  35. Es bleibt schwammig, unklar und unbefriedigend
  36. Kostenübernahme: Zwischenstand

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Kommentare

6 Kommentare für “Kosten: Bundesratsinitiative abgeschmettert”

  1. Danke für die Info. Leider muss ich mich dem Zweifeln anschließen. Mit CDU und FDP kann man da leider nicht rechnen. Bleibt uns nur die Freude über den global gesunkenen Vertrauensverlust diesen Parteien gegenüber und die Hoffnung auf bessere Chancen unter der nächsten Regierung.


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    Geschrieben von Rebella am 22. August 2010 um 22:48
  2. Zum Thema passend mal dies: http://www.neues-deutschland.de/artikel/178476.der-gen-populist.html


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    Geschrieben von Rebella am 30. August 2010 um 16:43
  3. rebella, ich verstehe nicht ganz, warum der sarrazin-artikel aus dem “neuen deutland” für diese diskussion so passend sein soll..?

    ich habe den aufruhr verursachendne artikel in der welt gelesen (“den juden ist ein gen gemeinsam” -> sinngemäß zitiert. der nachsatz war:”auch den basken ist ein gen gemeinsam.”)den aufstand aller exilbasken suche ich bis heute in den medien.
    persönlich kann ich weder an der aussage, noch am kontext der aussage etwas verwerfliches finden. es ist kein wissenschaftliches geheimnis, dass bestimmte ethnien für bestimmte genetische auffälligkeiten pädisponierter sind, als andere. so findet sich z.b. für eine mir und den meinen eigene genetische besonderheit (MTHFR, eine den gerinnungsstörungen zugeordnete genetische auffälligkeit im homozysteinstoffwechsel, ein im europäischen raum deutliches nord-südgefälle -> kommt in norwegen deutlich seltener vor, als in südfrankreich).
    das ist etwas, wodurch ich mich beschrieben, aber nicht diskriminiert finde.

    ebenso gibt es ernsthafte wissenschaftliche studien, die durchaus von gewissen genetischen determinismen ausgehen, was spätere intelligenzleistung angeht. es wäre ja unlogisch zu vermuten, dass nur krankheiten genetisch determiniert sind.

    wie man nun gerade in deutschland damit politisch umgeht, welche teilsätze man wegläßt und wo die persönliche klappe für schlagworte und schubladen wie “rassismus” fällt, bzw. aufspringt … jedem selbst überlassen. ich wehre mich auf diesem gebiet mittlerweile gegen jeden versuch vernünftige wissenschaftliche erkenntnisse politisch zu übertünchen oder argumentativ zu benutzen – egal in welche richtung sie auch gehen mögen.

    für mich wäre die erkenntnis, dass intelligenz genetisch vererbbar ist nicht schlimm. man müsste über völlig neue formen der förderung und beschulung nachdenken. ohnehin längst überfällig, nur leider nicht ideologiefrei machbar.
    den zustand finde ich “kranker” als ein gen sein eigen zu nennen, dass mein blut schneller gerinnen läßt oder meinen IQ potentiell um 5% mindert oder mir dunkle haare beschert… oder blonde, rote oder keine.


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    Geschrieben von reaba am 31. August 2010 um 09:45
  4. Reaba – Herr S. schlägt aber auch vor, die Gruppen, die – um mal seine Sprache zu sprechen – mit dem Intelligenz-Gen ausgestattet sind, stärker bei der Familiengründung zu unterstützen. Natürlich nicht die mir dem Blöd-Gen, ist ja klar. Und genau darauf zielt die Politik ja schon ab. Leuten, die eh schon viel verdienen (wegen Intelligenz-Gen), das Kinderkriegen finanziell schmackhaft zu machen und alle anderen hinten runter fallen zu lassen. ….


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    Geschrieben von Rebella am 31. August 2010 um 22:05
  5. Wenn ich für jeden Sarrazin-Kommentar oder -Artikel, der ohne Lektüre des Buches geschrieben wurde, einen Euro bekäme… hach, das wäre ein Fest. Im übrigen gehe ich konform mit Reaba, was vorurteilsfreie Diskussionen angeht. Um es mit Sarrazin (sehr sinngemäß) zu sagen: “Wenn ein mir politisch unsympathischer Mensch behauptet, dass die Erde rund ist, soll ich dann sagen, dass sie eckig ist? Nein, ich teile seine Meinung, beharre aber auf dem Standpunkt, dass er trotzdem ein Arschloch ist.”

    So nun bezahle ich auch meinen Euro und weise noch darauf hin, dass dieses Thema hier eigentlich offtopic ist.


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    Geschrieben von Elmar Breitbach am 31. August 2010 um 23:20
  6. Es ging mir hier nicht um einen politisch unsympathischen Menschen, sondern es ging mir darum, darauf hinzuweisen, wo dieses Gedankengut – “der Staat sollte finanziell nicht so gut gestellte Paare nicht zur Fortpflanzung motivieren” – herkommt. Dieser Gedanke scheint in Politikerreihen sehr präsent. Nun, dieser eine hat nun mal laut gesagt, was wohl viele andere Politiker auch denken.


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    Geschrieben von Rebella am 3. September 2010 um 23:53

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