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Wenn bei einer geplanten IVF (und normalem Spermiogramm) nur wenige Eizellen gewonnen werden (meist sind damit weniger als 4-5 gemeint), dann würde man aus dem Bauch heraus dazu neigen, die Befruchtung lieber mit Hilfe einer ICSI durchzuführen statt mit der konventionellen IVF. Die Idee dahinter ist, dass man davon ausgeht, dass die Befruchtung durch die ICSI eher zu gewährleisten ist und sich von den wenigen Eizellen tendenziell mehr befruchten lassen.
Eine aktuelle Studie untersuchte die eingangs erwähnte Fragestellung genauer: Was macht man am besten, wenn nur wenige Eizellen aber gute Spermien vorhanden sind? In dieser Studie aus Taiwan wurden die Daten prospektiv erhoben und mit einer Kontrollgruppe verglichen.
Waren lediglich 1-3 Eizellen vorhanden, wurden ein Teil der Paare mit einer ICSI und der andere lediglich mit einer IVF behandelt.
Interessanterweise ist der Unterschied zwar sehr deutlich, aber aus Sicht eines Statistikers nicht signifikant. Was bedejutet, dass aufgrund der Fallzahl der Patienten (<100) der Unterschied theoretisch auch zufällig sein könnte. Aufgrund des positiven Trends raten die taiwanesischen Wissenschaftler jedoch zu einer ICSI, wenn die Zahl der Eizellen sehr niedrig ist.
Letztlich bestätigt sie also das "Bauchgefühl", welches einem bei low respondern zur “Sicherheit” eine ICSI nahelegt.
Ou YC, Lan KC, Huang FJ, Kung FT, Lan TH, Chang SY
Comparison of in vitro fertilization versus intracytoplasmic sperm injection in extremely low oocyte retrieval cycles.
Fertil Steril. 2008 Dec 22
Das Ergebnis verstehe ich von der Logik her überhaupt nicht:
Die Befruchtungsraten waren bei ICSI höher, aber die Nicht-Transfer-Zyklen (die sind ja aufgrund ausbleibender Befruchtung) verlgeichbar?????
Die ss-Raten pro Transfer unterschieden sich - wie geht denn das, ist ein ICSI-Embryo denn substantiell irgendwie anders als ein IVF-Embryo? - Und die Lebendgeburtenrate ist dann nochmal höher bei ICSI-Embryonen, sind die denn irgendwie besser?
Das scheint mir alles so unlogisch, dass ich mich jetzt eher frage, ob Taiwan denn ein up-to-date Kinderwunschland ist oder ob man einfach keine Studien mit von vorneherein zu kleinen Fallzahlen machen sollte…
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@raise: Wenn Sie 3 Eizellen haben und bei IVF 2 für den Transfer haben und bei der ICSI einen Embryo. Dann haben Sie eine doppelt so hohe Befruchtungsrate bei der ICSI wie bei der IVF, aber eine identische Transferrate.
Fallzahl: Ich kenne zu dieser Fragstellung keine Studie mit einer höheren Fallzahl. Taiwan: War bestimmt mal Kolonie von irgendjemandem.
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Frage: wie kann es eigentlich sein dass keine Befruchtung statt findet wenn Spermie in der Eizelle gebracht wird.
Es geht vielleicht um die Weiterentwicklung?
Ich dachte bei der Befruchtung ist das Problem dass die Spermie nicht die Eizelle findet, oder nicht eindringen kann (auch bei IVF).
Als Folge denke ich es, dass in solche Fälle auch ICSI kein Sinn macht und ich komme wieder zu eine alte Idee: erst mal for KB die beide “Teilnehmer” prüfen ob sie a. fähig sind und b. auch zu einander passen
Stichwort vielleicht : Chromosome, Genetik, PID u.a
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