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IVF und ICSI

Transfer: Verbesserung der Einnistung

Der Transfer der Embryonen in die Gebärmutter ist der letzte Schritt der IVF-Behandlung. Und die letzte Möglichkeit, etwas richtig oder eben auch falsch zu machen.

Wo gehören die Embryonen hin?

O.K., in die Gebärmutter, soviel ist klar. Aber: Man war lange Zeit der Ansicht, dass ein Transfer möglichst weit in die Gebärmutterhöhle hinein zu den besten Erfolgsraten führen würde. Studien aus den letzten Jahren bestätigten jedoch, dass dies falsch ist und das untere oder mittlere Drittel der gebärmutter die besten Voraussetzungen für eine Einnistung bietet[1]. Mathematische Berechnungen zeigten, dass jeder zusätzliche Millimeter, den die Embryonen vom oberen Pol (Fundus) entfernt platziert werden, zunächst eine Verbesserung der Schwangerschaftsraten im zweistelligen Bereich nach sich ziehen (11%)[2]. Eine ältere Studie ging das Problem sehr pragmatisch an und teilte die Patientinnen in drei Gruppen ein: Die Embryonen wurden 1cm, 1,5cm oder 2cm vom Fundus der Gebärmutter entfernt zurückgesetzt. Die Schwangerschaftsraten unterschieden sich signifikant: bei 1cm war die Erfolgsrate 20,6%, während sie in den anderen beiden Gruppen 31 und 33% betrug[3].

Ist eine zusätzliche Ultraschallkontrolle besser?
Offenbar ist also der Ort des Transfers sehr wichtig und daher liegt es nahe, dass man die richtige Platzierung mit Hilfe des Ultraschalls überwacht. Es gibt viele Studien, mit denen eine Verbesserung der Schwangerschaftsraten nachgewiesen werden konnte. Bei manchen waren die Ergebnisse jedoch nicht statistisch signifikant[4,6,9], während andere auch statistisch deutliche Unterschiede nachweisen konnten[7,8], wie auch eine “Metaanlyse” verschiedener Studien zu diesem Ergebnis kam[10].

Andere Studien konnten die Vorteile nicht belegen. So zum Beispiel, wenn nur ein Arzt die Transfers in einer Studie durchführte, um Variationen der Transfertechnik auszuschließen[4]. Auch beim Transfer von gespendeten Eizellen gab es keinen signifikanten Unterschiede, was insofern interessant ist, als dass hier die Eizell- und Embryonenqualität einen geringeren Einfluss auf den Behandlungserfolg hat und dem Transfer mehr Bedeutung zukommt[11].

Auch wenn vieles dafür spricht, den Transfer unter Ultraschallkontrolle durchzuführen, so ist der positive Effekt bisher nicht bewiesen und scheint möglicherweise mit zunehmender Erfahrung des transferierenden Arztes weniger Einfluss zu haben.

Wieso kann man nach dem Transfer nichts mehr richtig/falsch machen?
Nach dem Transfer kann man eigentlich nur noch die Hände in den Schoß legen und das beste hoffen. Eine direkte Einflussnahme auf den Einnistungsprozess ist dann nicht mehr möglich, wenn man mal spezielle Behandlungen bei Gerinnungsstörungen und Ähnlichem außen vorlässt.

Es bleibt nur noch die Unterstützung der Einnistung mit Gelbkörperhormonen (Lutealphasenunterstützung). Die unterschiedlichen Verfahren der Lutealphasenunterstützung wurden hier bereits ausführlich mit aktuellen Studien beschrieben.

Alles, was man tun kann, um die Einnistung zu verbessern, ist bereits vor dem Transfer geschehen (Stimulation, zeitgerechte Punktion, optimale Laborarbeit). Die Einnistung ist ein komplexer Prozess, der durch von uns beeinflussbaren äußeren Faktoren nicht mehr beeinflusst werden kann. Man kann also auch nichts falsch machen. Vor allem braucht man keine Angst zu haben, dass einem die Embryonen wieder aus der Gebärmutter fallen.

Literaturverzeichnis auf Seite 2

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