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Diclofenac (Voltaren) ist ein Schmerzmittel, welches etwas stärker wirkt als Paracetamol oder ASS (Aspirin). Daher wird es auch gerne zur Behandlung der Schmerzen nach einer Eizellentnahme für eine IVF verwendet. Während man bei Paracetamol und ASS sehr genau weiß, dass es den Erfolg einer solchen Behandlung nicht negativ beeinflusst, konnte man dies für das Diclofenac bisher nur vermuten.
Eine Studie konnte nun nachweisen, dass die Erfolgsraten der IVF auch durch dieses Medikament nicht beeinträchtigt wird. In einer randomisierten und doppelblind kontrollierten Studie [?] untersuchte man den Einfluss von Diclofenac in 381 IVF-Zyklen.
Pro Embryotransfer wurden 38.9% der Frauen mit Diclofenac und 32.6% in der Kontrollgruppe schwanger. Dieser Unterschied war statistisch nicht signifikant, lässt aber auf jeden Fall den Schluss zu, dass ein negativer Einfluss nicht zu erwarten ist. Die Befragung der Patientinnen mit Hilfe eines speziellen Fragebogens zeigte darüber hinaus ein deutlich vermindertes Beschwerdebild, wenn nach der Punktion 100mg Voltaren verabreicht wurde.
Kailasam C, Hunt LP, Ryder I, Bhakri I, Gordon UD
Safety and effectiveness of diclofenac sodium in assisted reproduction treatment: a randomized prospective double-blind study.
Reprod Biomed Online. 2008 May;16(5):724-9.
auch wenn die abweichung nicht statistisch relevant scheint, so bringt einen das doch zum überlegen welchen nutzen entzündungshemmende komponenten generell bei der einnistung und dem ganzen ablauf des schwanger-werdens haben könnten.
ich sehe da einen zusammenhang mit einigen möglichen genetischen komponenten in bezug auf gerinnung bzw. funtionaler gefäßausbildung…soweit ich weiß füheren chronisch(oder genetisch) bedingte entzündungswerte nicht gerade zu einem einnistungsfreundlichen klima im uterus..
wer weiß..? vllt sind antiphlogistika ganz gezielt bei bestimmten patientinnen eingesetzt ja auch ein schlüssel zum erfolg..?
denke da an alles was chron. erhöhte entzündungswerte im blut macht und eine gefäßdegenerative komponente hat (z.b. PAI1 etc)
persönliche erfahrung: vor dem versuch, der zum erfolg führte habe ich wg einer schultergelenksentzündung längere zeit ibuprofen genommen…war vllt mit ein schlüssel zum erfolg..meine persönl. risikoparameter für “kardiovaskuläre ereignisse” sind eh immer kurz vorm apoplex..bei gutem allgemeinbefinden..sehr zur freude des hausarztes
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Ich freue mich über diese Studie. Hab dieses Mal weder mit Diclofenac noch mit Ibuprofen gespart, rein wegen der Schmerzen rund um die Punktion, aber auch während der Überstimulation
Reabas Gedanken finde ich sehr interessant!
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Nur zur Info für jene, die wenig oder nicht im Kinderwunsch-Forum unterwegs sind: Lectorix´ Diclofenac-Abusus hat der Therapie sehr nachweislich nicht geschadet, sondern möglicherweise sogar genützt
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Ja, ich bin auch der Meinung, dass Antibiose und Entzündungshemmung nur helfen können… bei Frauen, die aus welchen Gründen auch immer irgendeinen Entzündungsvorgang in sich tragen…
Und so manches Spermiogramm wurde, oh Wunder, nach einer Antibiose wegen Nasennebenhöhlen oder sonstewas mit einmal besser
Nur – in der Praxis achtet darauf keiner. Nicht mal Dr. Kenntenichs Praxis….
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Meine Schwester musste wg. einer Nasennebenhöhlenentzündung zum Zeitpunkt des Eisprungs (nachgewiesen durch Zyklusmonitoring) sowohl Antibiotika nehmen wie auch Ibuprofen wg. der Schmerzen. Was soll man sagen: in genau dem Zyklus hat es nach vorherigen 2 Jahren ungeschützten GVs geklappt…!
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Sollten diclofenac nicht gleich alle Menschen regelmäßig einnehmen, um von vorneherein gleich Schmerzen vorzubeugen. Man könnte aber auch zusätzlich regelmäßig täglich Antibiotikas dazu einnehmen, dann wird überhaupt keiner mehr krank oder? Die Pharmaindustrie wird die Menschen schon richten.
Ich rate den jungen Müttern ihren Neugeborenen gleich Diclofenac plus Antibiotikas in der Flasche täglich zu verabreichen. Das hält die Babies doch gesund oder etwa nicht?
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Lieber Otto,
das Wichtigste zuerst: “Antibiotika” ist bereits die Mehrzahl von Antibiotikum. Das Wort “Antibiotikas” ist daher falsch geschrieben. Jedoch sind weder die Rechtschreibung noch der Begriff selbst Gegenstand des obigen Artikels.
Das Zweitwichtigste: Ich möchte Ihnen nicht wünschen, dass Sie irgendwann einmal Schmerzen haben werden, die ohne entsprechende Schmerzmittel nicht zu tolerieren sind. Denn das ist das Einsatzgebiet von Schmerzmedikamenten: Die Schmerzbekämpfung. Daher ist es selbstverständlich nicht sinnvoll, Erwachsenen oder Kindern diese Medikamente ohne Not zu verabreichen.
Das Drittwichtigste: Für Menschen mit Schmerzen sind Medikamente gegen Schmerzen ein Segen. Ich hoffe für Sie, dass Ihnen ihre Selbstgerechtigkeit nicht durch eine von Schmerzen begleitete Erkrankung ins Wanken gerät.
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