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Für Schnellleser: Nein, das war´s nicht. Langsam weiterlesen.
Die Morphologie der Spermien wird unter dem Mikroskop beurteilt und ist neben Anzahl und Beweglichkeit der Samenfäden einer drei wichtigen Parameter des Spermiogramms.
Wie ist es aber, wenn auch die anderen Parameter eingeschränkt sind und eine ICSI notwendig ist?
Eine US-amerikanische Arbeitsgruppe erfasste die Befruchtungsrate, Blastozystenbildung, Schwangerschaftsrate und Zahl der Lebendgeburten in Abhängigkeit vom Ausmaß der Teratozoospermie, also dem prozentualen Anteil fehlgeformter Spermien.
Die Befruchtungsrate betrug bei 7% oder mehr normal geformten Spermien (Normwert nach “strict criteria” = 15%) 56% bei 0% normalen Spermien 60%, zeigte also keinen signifikanten Unterschied. Der Anteil sehr guter Blastozysten und die Lebendgeburtenrate war in der Gruppe der Paare mit ausgeprägter Teratozoospermie sogar signifikant besser, wobei dieser Effekt den Autoren zufolge darauf zurückzuführen ist, dass weibliche Sterilitätsfaktoren in dieser Gruppe seltener auftraten als bei denen, wo die männliche Fruchtbarkeit weniger eingeschränkt war.
Die Autoren schließen aus ihren Ergebnissen, dass die Morphologie bei einer ICSI-Behandlung keinen Einfluss auf die Erfolgsraten hat. Was übrigens auch die Methode der IMSI in Frage stellt, über die zwar zunächst einige positive Studien publiziert wurden, wo aber weiterhin der Nachweis der Verbesserung der Schwangerschaftsraten aussteht. Sind die Ergebnisse dieser aktuellen Studie valide, dann weiß man nun auch, warum das so ist.
French DB, Sabanegh ES Jr, Goldfarb J, Desai N
Does severe teratozoospermia affect blastocyst formation, live birth rate, and other clinical outcome parameters in ICSI cycles?
Fertil Steril. 2009 Feb 5. [Epub ahead of print]
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