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IVF und ICSI

Neues von der Einnistungsspritze

Mit Einnistungsspritze die Gabe eines kurzfristig wirksamen Mittels zur Downregulation (Decapeptyl) zur Unterstützung der Einnistung nach dem Transfer gemeint. Eine Erklärung des Prinzips und eine Studie, deren Ergebnisse eine deutliche verbesserung der Schwangerschaftsrate annehmen lassen finden Sie in einem älteren Artikel dieser News.

Ein weiterer Mythos zerstört?

Die Ergebnisse einer anderen Gruppe von Wissenschaftlern, die kürzlich veröffentlicht wurden, relativieren jedoch die euphorischen Aussage hinsichtlich der Schwangerschaftsraten. Interessant ist die Studie, da sie als doppelblinde, radomisierte und plazebokontrolierte Studie durchgeführt wurde, also alle Kriterien erfüllte, die man benötigt, um eine signifikante Aussage zur Wirksamkeit einer Therapie zu erhalten.

Design der Studie

In die Studie wurden 570 Frauen aufgenommen, die sich einer ICSI-Behandlung unterzogen. Dabei wurde in allen Fällen ein standardisiertes langes Protokoll zur Stimulation der Eierstöcke angewendet. Die Frauen erhielten nach dem Embryo-Transfer alle Progesteron. Außerdem erfolgte die Gabe von Decapeptyl (0,1mg Triptorelin) oder einem Plazebo 6 Tage nach der Eizellentnahme. Die Zuordnung der Patientinnen zu den Gruppen war zufällig (computer-randomisiert). Als Therapieerfolg wurde eine Schwangerschaft gezählt, die über die 20. Schwangerschaftswoche hinausging.

Ernüchternde Ergebnisse

89 Frauen wurden in der Gruppe mit der “Einnistungsspritze” schwanger (31,2%) während in der Plazebogruppe 84 Frauen (29,5%) eine fortlaufende Schwangerschaft erzielen konnte. Die Zahl der implantierten Embryonen und der Mehrlinge waren ebenfalls in beiden Gruppen gleich.

Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass ein statistisch signifikanter Anstieg der Schwangerschaftrate mit Decapeptyl als Einnistungsspritzte nicht erzielt werden kann. Aufgrund des Studiendesigns ist man eher nicht geneigt, an der Aussage dieser Studie zu zweifeln.

Ata B, Yakin K, Balaban B, Urman B.
GnRH agonist administration in the luteal phase in ICSI ET cycles stimulated with the long GnRH agnosticprotocol: a randomized, controlled double blind study.
Hum Reprod. 2008 Jan 12


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Kommentare

2 Kommentare für “Neues von der Einnistungsspritze”

  1. Langes Protokoll bedeutet, die Frauen waren downreguliert, oder? Wäre interessant zu wissen, ob das mit dem Depot oder Einzelspritzen geschehen ist, bei Depot wäre der Ausgang der Studie ja doch recht nachvollziehbar…


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    Geschrieben von Morgenstern am 16. Januar 2008 um 07:25
  2. Die ursprünglich erfolgreichere Studie hatte ebenfalls Depot-Präparate verwendet. Noch einmal der Verweis auf diesen Artikel hier


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    Geschrieben von E. Breitbach am 16. Januar 2008 um 07:29

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