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IVF und ICSI

Natural Cycle IVF: Künstliche Befruchtung ohne Hormone

Die künstliche Befruchtung wird normalerweise mit einer Hormonbehandlung vorbereitet. Es gibt verschiedene Gründe, weshalb dies gelegentlich nicht angezeigt, oder von der Patientin aufgrund möglicher Risiken nicht gewünscht ist.

Alternativ kann in solchen Fällen eine „Natural Cycle IVF“ ohne Hormone durchgeführt werden. Ganz ohne Medikamente geht dies auch nicht. Zumindest sollte der Eisprung mit GnRH-Antagonisten unterdrückt werden und die Eizellentnahme durch eine Auslösespritze vorbereitet werden.

Geht´s auch ohne Hormone?

Geht´s auch ohne Hormone?

Die Hormone werden normalerweise gegeben, um eine größere Anzahl von Eizellen zu gewinnen. Dadurch lassen sich die Erfolgsraten deutlich erhöhen, da ausbleibende Befruchtungen kompensiert und eine Selektion der besten Eizellen ermöglicht wird. das weglassen dieser hormonellen Vorbereitung hat daher eine Reduzierung der Schwangerschaftswahrscheinlichkeit zur Folge.

In einem Artikel auf kinderwunsch.com sind einige Studien zu diesem Thema in einer Übersicht zusammengefasst. Man kann dabei erkennen, dass die Schwangerschaftsraten wie erwartet niedriger sind als mit der konventionellen Methode, in ausgewählten Fällen jedoch ausreichend gute Ergebnisse erzielt werden, um diese Alternative anbieten zu können, wenngleich eine sehr milde Stimulation hier oft einen guten Kompromiss bietet.

Den ganzen Artikel finden Sie hier im Blog der Deutschen Klinik Bad Münder – Hannover.


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Kommentare

9 Kommentare für “Natural Cycle IVF: Künstliche Befruchtung ohne Hormone”

  1. Das hat mich schon lange interessiert, wie hoch da die Erfolgsraten sind. Danke!

    Demnach macht es wohl in den meisten Fällen nicht so viel Sinn, diese Variante zu wählen. Da bedarf es schon sehr individueller Gründe.

    Anders aussehen könnte es hingegen bei einer geringen Stimulation im Zuge der so genannten Mini-IVF. Gibt es dazu auch Studien, wie hoch da die Erfolgsraten liegen?


    Geschrieben von Rebella am 7. November 2010 um 23:12
  2. In der Schweiz scheint das der neueste ‚Trend‘ zu sein – zumindest werden in Bern zunehmend solche Behandlungen durchgeführt. Ist nicht Louise Brown auch so entstanden?


    Geschrieben von lunite am 8. November 2010 um 09:56
  3. Ich hatte im letzten Versuch einen sogenannte Soft-ICSI, da sich auf die normale Stimmulation (niedrig dosiert) sehr viele EZ gebildet haben, die aber von nicht so guter Qualität waren (17 EZ wurden entnommen, 15 waren reif, aber nur eine konnte befuchtet werden).
    Mit der Soft Methode gab es dann auch noch 10 EZ und 9 konnten befruchtet werden!!
    Zwei wurden mir transferiert und nun bin ich mit 1 Kind SS! 7 sind noch auf Eis…
    Für mich war die abgeschwächte Version genau die Richtige!


    Geschrieben von Sämi am 10. November 2010 um 15:01
  4. @ Sämi,

    das ist zwar nicht das, worum es hier geht (denn 10 Eizellen sind ja immer noch nicht wenig und Sie haben vermutlich ein PCO-Syndrom) aber es zeigt dennoch, dass weniger Eizellen auch funktionieren können. Und: Herzlichen Glückwunsch!


    Geschrieben von Elmar Breitbach am 10. November 2010 um 20:36
  5. Ich bin da skeptisch obwohl es wohl weniger körperliche Auswirkungen hat.
    Wenn leider eine solche Behandlung notwendig ist, möchte ich auch best mögliche Erfolgsaussichten. Und ich würde lieber alt Bewährtem trauen, als neu Entwickeltem.


    Geschrieben von cayo am 14. November 2010 um 21:14
  6. Alt bewährt ist ja die IVF ohne Stimulation! Von daher kann man wohl beides machen. Ist auch billiger, wenn man die Hormone weglässt!


    Geschrieben von lunite am 18. November 2010 um 16:54
  7. Nach unsere Zwillinge 2007, hatten wir noch 5 Eisbärchen, jedoch hat es keiner geschat zu überleben nach dem auftauen. Da wir uns ein 3 Kind gewünscht haben, haben wir eine neue Behandlung 2010 angefangen. Nach meinem Wunsch mit leichter Stimulation. Es wurden 9 Eizellen entnommen, davon 3 befruchtet (icsi),auch nach meinem persönlichen Wunsch, alle 3 haben sich weiter entwickelt, nach 6 Tage, auch mein Wunsch, wurden sie transferiert, 2 gut entwickelte und 1 kleines. Jetzt bin ich schwanger mit Drillinge, 19 SSW, alle 3 gleich groß und gut entwickelt und bangen jeden Tag um die Schwangerschaft und um unsere Zukunft.
    Wäre froh gewesen von der IVF im Spontanziklus gewust zu haben, den bei mir war alles im ordnung, ich hätte es auch gemacht, da wir auch lange überlegt hatten ob noch ein 3 Kind oder nicht.
    Unsere Frauenärtzte haben es nicht einmal erwähnt, obwohl wir seit 2002 im behandlung waren.


    Geschrieben von mia am 23. November 2010 um 11:34
  8. mich würde interessieren, wie es denn ausschaut, wenn beim Kryoauftau ein Medikament verabreicht wird, daß die Scleimhaut der Gebärmutter aufbaut – ist das nötig, wenn frau einen ansonsten stabilen und zuverlässigen Zyklus hat?

    Da mir die Downregulierung bei der ICSI zwar gut bekommen ist, ich mich aber wie eine Hormon“bombe“ (ja, explosiv war mein Stimmung auch) gefühlt habe, möchte ich gerne auf jede weitere beeinflussung verzichten.

    sinnvoll oder nicht?!

    Danke für eine ehrliche Antwort

    die Hilde


    Geschrieben von Hilde am 4. Februar 2011 um 21:36
  9. Ein Kryotransfer kann man im natürlichen Zyklus durchführen, die Chancen sind sicherlich nicht schlechter, wenn die Voraussetzungen (regelmäßiger Zyklus) stimmen


    Geschrieben von Elmar Breitbach am 5. Februar 2011 um 00:24

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