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Im Auftrag des Gemeinsamen Bundesausschuss – des obersten Gremium der medizinischen Selbstverwaltung von Ärzten, Krankenhäusern und Krankenkassen in Deutschland – hat die Gesundheitswissenschaftlerin Hilke Bertelsmann eine umfassende Literaturrecherche durchgeführt und Studien ausgewertet, die das Fehlbildungsrisiko der verschiedenen Methoden künstlicher Befruchtung untersuchen.
“Unser Ergebnis war, dass zehn Studien den Unterschied ICSI/IVF untersucht haben, und hier keine dieser Studien einen signifikanten Unterschied gesehen hat”, berichtet Bertelsmann. “Das bedeutet: Mit hoher Wahrscheinlichkeit steigert ICSI das Risiko für Fehlbildungen nicht.”
So berichtet die “Deutsche Welle” auf ihrer Internetseite.
Das entspricht den Aussagen, die Prof. Ludwig, leitender Wissenschaftler der größten Studie zu Fehlbildungen bei ICSI, bereits im letzten Jahr machte:
Das etwas höhere Risiko von Fehlbildungen habe wahrscheinlich nichts mit der Technik der beiden Verfahren IVF beziehungsweise ICSI zu tun, so der Reproduktionsmediziner. Das erhöhte Risiko liege wohl eher darin begründet, dass eine eingeschränkte Fertilität schon von sich aus eine erhöhte Fehlbildungsrate der Kinder zur Folge habe. “Wir wissen, dass auch Kinder von Paaren, die länger als zwölf Monate erfolglos versucht haben, ein Kind zu bekommen, eine erhöhte Fehlbildungsrate haben, wenn der Kinderwunsch dann schließlich in Erfüllung geht”, so Ludwig.
Abschließend noch einmal der Hinweis auf einen Rechenfehler im Artikel der Deutschen Welle. Dort steht:
Die Erfolgsquote der künstlichen Befruchtung ist nicht besonders hoch: Nur 40 Prozent der Befruchtungen führen zu einer Schwangerschaft, und nur zehn bis 15 Prozent führen zur Geburt eines Kindes.
Das hieße, dass 75% der durch IVF oder ICSI gezeugten Schwangerschaften vorzeitig (z. B. mit einer Fehlgeburt oder einer Eileiterschwangerschaft enden). Was natürlich entweder ein eigener Rechenfehler ist oder mal wieder ein erneutes Abschreiben eines weit verbreiteten Interpretationsproblems der Statistiken des deutschen IVF-Registers. In dem Artikel “15% Lebendgeburtenrate, stimmt das?” hatte ich diese Rechenfehler bereits einmal kommentiert und korrigiert.
Weitere Artikel zu den Risiken bei ICSI:
Im Prinzip braucht man das gar nicht mehr schreiben/drauf hinweisen, weil es doch immer wieder welche gibt, die
- es nicht glauben (wollen)
- beim googeln zu allererst eine schlechte Studie oder Aussage mit vermehrten Fehlbildungen und Krebs bei Müttern finden…
- eh unbelehrbar sind und lieber Biggis Sepia C1000 nehmen…
Danke trotzdem. Sie sind ja unermüdlich
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@greta: Steter Tropfen ….
Und es kommen ja auch immer wieder neue Besucher hinzu. Aber gegen “Nichtglaubenwollen” steht man auf verlorenem Posten.
Aus Sicht der “Stammbesucher” drehe ich mich thematisch natürlich im Kreis, aber dafür habe ich heute ja z. B. meinen Weihnachtsbaum
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Wäre es nicht sinnvoll, derartige Artikel auch den Behandlern von Kindern und Jugendlichen vorzulegen? Eltern von ICSI- Kindern müssen sich nämlich zum Teil ganz schön diskriminierende Fragen gefallen lassen, ist zumindest meine Erfahrung (manchmal liegt es ja nur an der Formulierung).
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@tintenklecks: Auch hier gilt, dass man niemandem zu seinem Glück zwingen kann. Wer der ICSI gegenüber voreingenommen ist (und das sind leider viele nicht direkt Betroffene häufig), der wird sich durch die Vielzahl an positiven Studienergebnissen auch nicht überzeigen lassen.
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[...] kurzem habe ich hier einen Artikel geschrieben, der zeigte, dass Fehlbildungen nach ICSI nicht häufiger sind. Und nun erscheint im Deutschen [...]
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