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Insemination

Welche Faktoren beeinflussen den Erfolg einer Insemination?

In einer anderen Studie wurde etwas überspitzt die These formuliert, dass man nur lange genug durchhalten muss, um mit Hilfe der Insemination schwanger zu werden. Grundsätzlich geeignete Bedingungen vorausgesetzt.

Was aber sind diese Bedingungen, die den Ausgang der Behandlung beeinflussen? Dies versuchte eine französische Arbeitsgruppe herauszufinden. 1038 Behandlungen bei 353 Paaren dienten dabei als Basis. In allen Fällen wurde eine hormonelle Stimulation mit hMG oder FSH durchgeführt und 36 Stunden nach Auslösen des Eisprungs die Insemination angeschlossen. Anschließend wurden die Ergebnisse der Inseminationen ausgewertet. Die Faktoren, die im Verdacht standen, die Erfolgsrate zu beeinflussen und entsprechend analysiert wurden waren:

  • Alter der Frau
  • Grund der Unfruchtbarkeit
  • Parameter des Spermiogramms
  • Gesamtzahl der beweglichen inseminierten Spermien
  • Östrogenspiegel vor der Auslöung des Eisprungs
  • Zahl der Follikel

Es wundert einen nicht, wenn die Kollegen die ideale Situation für eine erfolgreiche Behandlung wie folgt zusammenfassen:

  • Alter der Frau unter dreißig
  • Fehlender Eisprung oder negativen Postkoitaltest als Ursache der Sterilität
  • Gesamtzahl der beweglichen Spermien nach Aufbereitung > 5 Millionen
  • 2 reife Follikel am Tage der Eisrpungauslöung
  • Östrogenwert (Östradiol > 500 pg/ml)

Zusätzlich scheint auch noch die Art des Katheters von Beutung zu sein. In der aktuellen Studie hatten die mit einem weichen Katheter durchgeführten Inseminationen die besten Erfolgsraten. Andere Studien widersprechen diesem Ergebnis jedoch.

Ich habe meine Doktorarbeit übrigens über genau die gleiche Fragestellung mit über 1000 Patientinnen durchgeführt und die Ergebnisse waren damals ähnlich, wobei nur die inseminierte Spermienzahl wirklich hochgradig signifikant den Ausgang der Behandlung beeinflusste. Andere Faktoren waren nur unter bestimmten Voraussetzungen von Bedeutung. Östrogenwerte und Follikelzahl z. B. lediglich, wenn keine männlich bedingten Ursachen zur Behandlung führten.


Merviel P, Heraud MH, Grenier N, Lourdel E, Sanguinet P, Copin H
Predictive factors for pregnancy after intrauterine insemination (IUI): An analysis of 1038 cycles and a review of the literature.
Fertil Steril. 2008 Nov 7. [Epub ahead of print]


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Kommentare

18 Kommentare für “Welche Faktoren beeinflussen den Erfolg einer Insemination?”

  1. Inwieweit spielt die Es-auslösende Spritze eine Rolle? Habe gelesen, dass die Insemination 24-36 Stunden nach dieser hcG-Spritze stattfinden sollte. Bei mir wurde sie jedoch schon nach 18 h durchgeführt. Inwieweit schmälert das die Aussicht auf Erfolg?


    Geschrieben von Anonyma am 16. November 2008 um 23:43
  2. Nicht wesentlich, denn die Insemination sollte vor dem Eisprung stattfinden. Daher sind 18 Stunden sicherlich besser als 48. 24-36 sind üblich, im individuellen Fall kann es jedoch besser sein, den zeitlichen Ablauf anzupassen (z. B. an die aktuellen Hormonwerte)


    Geschrieben von Elmar Breitbach am 16. November 2008 um 23:50
  3. Die ideale Lage für eine IUI ist eigentlich ein gesundes Paar, so wie Sie schreiben.
    Fehlender ES sehe ich nicht als Diagnostik für eine IUI. Dafür kann man einfach Hormone nehmen und GV natürlich haben.

    Ansonsten nur eine Frage: wie wichtig sind die Eileiter für die IUI? Können die eine IUI beeinflußen?
    Ich frage weil ich oft im Forum gelesen habe die Frauen gehen nach 1-2 IUI schon zur BS und Eileiterprüfung.

    Und bei mehr als 2 Folikeln wird IUI abgebrochen?


    Geschrieben von Ich am 17. November 2008 um 09:32
  4. @Doc:
    Ist Ihnen vielleicht auch eine Studie bekannt, die den Erfolg von ICI im Vergleich zu GV untersucht?Bzw. halten Sie selbst den Vorteil von ICI für wirklich signifikant bei Normspermiogramm ?


    Geschrieben von AnnetteEllen am 17. November 2008 um 09:34
  5. @AnnetteEllen: Die ICI hatte ihre Berechtigung bei der Verwendung von frischen Spenderspermien, im homologen System sehe ich keinen Vorteil gegenüber dem GV


    Geschrieben von Elmar Breitbach am 17. November 2008 um 14:15
  6. @Doc: Und das bißchen Wegverkürzung, meinen Sie, bringt auch rein gar nichts und die Spermien wissen auch so, wo sie hin müssen ?
    Auch, wenn die Quantität nicht besonders groß ist ?


    Geschrieben von AnnetteEllen am 17. November 2008 um 15:34
  7. @AnnetteEllen: Ne, gerade bei eingeschränktem Spermiogamm ist dann die ICI eher weniger geeignet


    Geschrieben von Elmar Breitbach am 17. November 2008 um 16:40
  8. Ach was.
    Da erschließt sich mir der Zusammenhang nicht wirklich.
    Ich wollte aber doch anmerken, daß ich damit kein eingeschränktes Spermiogramm meinte, sondern einfach nur keine außergewöhnlich große Menge (die variiert ja innerhalb der Norm), von der ich annahm, sie könnte an Ort und Stelle eventuell doch besser aufgehoben sein.


    Geschrieben von AnnetteEllen am 17. November 2008 um 17:11
  9. Geschrieben von Elmar Breitbach am 17. November 2008 um 17:37
  10. bin bereits 41 jahre und in der vb für eine iui ohne hormonbehandlung mit spendersamen, da der samen meines mannes nicht zeugungsfähig ist.
    mein fa sagt – hormone nicht notwendig…
    sind die chancen aber doch vielleicht grösser?
    ist eine intratubare insemination eventuelll noch erfolgreicher?
    habe mir gesagt, dass ich 3 iui probiere, dann erst ivf – ist das zeitverschwendung?
    danke für eine antwort.uschi


    Geschrieben von uschi am 19. Februar 2009 um 22:59
  11. @uschi: Nein, das ist natürlich keine Zeitverschwendung, denne s werden ja durchaus viele frauen mit einer Spenderspermienbehandlung schwanger. Aber es bringt dann aus meiner Sicht nichts, wenn man die Behandlung 10x durchführt, dann ist ein frühzeitiger Wechsel auf eine IVF sicherlich nervenschonender, weil erfolgversprechender. EIne milde Stimulation und Eisprungauslösung ist sicherlich auch ratsam und kann die Erflgsraten verbessern. Das kommt aber auf Ihre Befunde an, die ish nicht kenne.


    Geschrieben von Elmar Breitbach am 19. Februar 2009 um 23:11
  12. hallo, ich überlege, ob es sinn macht eine insemination vorzunehmen. mein spermiogramm ist anscheinend ok, aber auf normalem weg, auch mit hilfe von chlomifen funktionierts schon seit einigen jahren nicht. kann das eine unverträglichkeit sein.

    danke für einen rat


    Geschrieben von andi am 13. März 2009 um 00:31
  13. Ausgelöst am Sa abend (3 Follis mit ca 18 – 20 mm)hatten unsere erste IUI am Montag (also 36 Std später). Nun riet und der Doc am selben oder nächsten Tag nochmal Sex zu haben. Dazu konnte ich meinen Partner-nachdem Druck der Spermaabgabe- nun nicht mehr motivieren. ist das schlimm? Reduziert das nun sehr die Erfolgschancen ?


    Geschrieben von Maria am 19. August 2009 um 09:12
  14. @Maria: nein, die Insemination alleine reicht natürlich aus, es noch einmal am gleichen Tag zu versuchen, macht zwar Sinn, erhöht die Chancen jedoch nur unwesentlich


    Geschrieben von Elmar Breitbach am 19. August 2009 um 09:54
  15. Sollte ich ab dem Tag der Insemination komplett auf Alkohol verzichten zur Eröhung der Chancen oder schadet ein Gläschen Wein oder Sekt dem Einnistungsprozess nicht?
    Da bei uns in der nächsten Woche zwei Feste anstehen.


    Geschrieben von Maria am 20. August 2009 um 06:51
  16. @Doc: Befinde mich eine Woche nach IUI. sollte ich ab dem Tag der Insemination völlig auf Alkohol verzichten, oder ist der Genuss in Maßen in Ordnung- da einige Familienfeste anliegen.
    Habe ein Zahnproblem. Kann ich beim Zahnarzt noch eine lokale Anästhesie erhalten oder hat das negative Folgen für die Nidation und Zellteilung?


    Geschrieben von Maria am 24. August 2009 um 08:50
  17. @Maria: Ein kleines Glas Prosecco solte kein Problem sein. Halt in Maßen und nciht in Massen 😉
    Eine lokale Betäubung ist sicherlich kein problem


    Geschrieben von Elmar Breitbach am 24. August 2009 um 15:51
  18. @DOC: ohje hab gestern mit Rotwein am 11 Zyklustag vor dritter IUI gesündigt.Habe nun Sorgen, dass meine 2 13mm Follikel Schaden genommen haben. Sonntag soll die IUI sein. Setzt Alkohol in erster Zyklushälfte die IUI-Erfolgschancen herab?


    Geschrieben von Maria am 8. Oktober 2009 um 14:33

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