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Insemination

Was beeinflusst den Erfolg bei Inseminationen?

Paare, die sich einer Inseminationsbehandlung unterziehen, müssen damit leben, dass die Erfolgsraten nicht allzu hoch sind. Der Grund dafür ist recht simpel: Bei der Insemination handelt es sich um eine “künstliche Befruchtung”, sondern lediglich um eine Optimierung der natürlichen Prozesse. Es werden durch die Hormonbehandlung die Eizellreifung unterstützt, der Eisprung zeitlich vorgegeben und dieser Zeitpunkt dann dafür genutzt, die Spermien der Eizelle “näher zu bringen”, also in die Gebärmutter oder Eileiter einzuspritzen.

Wenn man bedenkt, dass bei einem optimal fruchtbaren Paar unter perfekten Bedingungen die Schwangerschaftswahrscheinlichkeit pro Eisprung bei maximal 25% liegt, ist nachvollziehbar, dass auch durch die verbesserten Voraussetzungen im Rahmen einer Insemination ein Paar mit Fruchtbarkeitsproblemen darunter liegen wird.

Welche Faktoren sind es nun aber, welche den Ausgang der Behandlung beeinflussen? Ein aktueller Artikel gibt Aufschluss darüber. In einer retrospektiven Untersuchung wurden 668 Behandlungen bei 391 Paaren untersucht, bei denen die Frauen ein Alter von 24-41 Jahren aufwiesen.

Es wurde der statistische Einfluss folgender Variablen auf den Behandlungserfolg untersucht:

  • Alter
  • Art der Fruchtbarkeitsstörung
  • Dauer des Kinderwunsches
  • primäre oder sekundäre (=bereits Kinder vorhanden) Sterilität
  • Spermiendichte nach Aufbereitung
  • Beweglichkeit der Spermien nach Aufbereitung
  • Zahl der Follikel
  • Dicke der Gebärmutterschleimhaut
  • Zahl der Behandlungszyklen

Insgesamt betrug die Schwangerschaftsrate pro Insemination 13% und pro Paar 27%.

Als Variablen, die einen signifikanten Einfluss auf die Erfolgsrate bei einer IUI haben wurden folgende herausgearbeitet:

  • Dauer der Kinderlosigkeit
  • Spermienbeweglichkeit
  • Zahl der Behandlungszyklen

Alle anderen Faktoren hatten keinen statistisch signifikanten Einfluss auf die Schwangerschaftsraten, also auch Alter der Frau und Zahl der Follikel nicht, was man so sicherlich nicht erwarten würde. Nicht unproblematisch ist jedoch, dass die Ergebnisse nicht nach Indikation getrennt beurteilt wurden, da es auch Studien gibt, die eine andere Gewichtung fanden, wenn die Indikationen berücksichtigt wurden.

Die Autoren schließen aus ihren Ergebnissen, dass die Chance auf eine Schwangerschaft durch IUI innerhalb der ersten 4 Jahre der Kinderlosigkeit und der ersten zwei Behandlungszyklen am größten ist. Die Spermienbeweglichkeit sollte der Studie zufolge mindestens 77% betragen.

Barros Delgadillo JC, Rojas Ruiz JC, Molina Munguía AC, Villalobos Acosta S, Sánchez Solís V, Barroso Villa G, Gaviño Gaviño F
Prognostic factors of pregnancy in intrauterine insemination
Ginecol Obstet Mex. 2006 Dec;74(12):611-25

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