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Da man mit Hilfe der hormonellen Vorbehandlung und dem Auslösen des Eisprungs das Timing der Insemination perfekt optimieren kann, sollte eigentlich ein einmaliges Einspülen der Spermien in die Gebärmutter ausreichen, um eine optimale Schwangerschaftswahrscheinlichkeit zu erreichen.
Dennoch werden zur Verbesserung der Erfolgsraten in einigen Kliniken auch zweimalige Inseminationen meist im Abstand von 24 Stunden durchgeführt. Studien aus früheren Jahren zeigen jedoch, dass der gewünschte Erfolg ausbleibt oder zumindest statistisch nicht signifikant ist.
Die letzte Analyse vorhandener Studien zu diesem Thema stammt aus dem Jahre 2003, beinhaltete 3 Studien über 386 Patienten. Zeit für ein Update. In einer neuen Studie wurden die Daten von sechs kontrollierten und randomisierten Studien zusammengefasst, welche die Daten von 829 Paaren beinhalten.
Die Aussage bleibt auch in dieser “Metaanalyse” die gleiche wie in den älteren Studien: Eine Verbesserung der Erfolgsraten ergibt sich durch die zweite Insemination nicht. Nach einer einzelnen Insemination wurden 62 Frauen schwanger (14,4%), nach zwei Spermieneinspülungen waren es 54 (13,6%). Die Indikation für die Behandlung waren in diesen Studien Paare mit ungeklärter Sterilität, ob sich die Ergebnisse bei anderen Gründen für die Kinderlosigkeit ähnlich darstellen, lässt sich aus diesen Ergebnissen nicht sicher ableiten.
Aufgrund der insgesamt hohen Fallzahl ist jedoch davon auszugehen, dass zumindest bei der hier untersuchten “idiopathischen” Sterilität eine zweite Insemination keinen Nutzen hat und für die Paare lediglich die Prozedur der Behandlung verkompliziert. Denn wer ist schon in der Lage seinem Arbeitgeber möglicherweise mehrmals klarzumachen, dass man Arzttermine an zwei aufeinanderfolgenden Vormittagen hat.
Polyzos NP, Tzioras S, Mauri D, Tatsioni A
Double versus single intrauterine insemination for unexplained infertility: a meta-analysis of randomized trials.
Fertil Steril. 2009 Aug 7. [Epub ahead of print]
Lässt sich das so auch für die HI sagen?
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@Rebella: Ja, wenn die Insemination intrauterin erfolgt
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