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Wenn nach einer IVF-Behandlung eine Schwangerschaft eingetreten ist und eine erneute Therapie geplant ist – sei es weil man sich ein zweites Kind wünscht, oder weil die Schwangerschaft in einer Fehlgeburt endete – dann wird davon ausgegangen, dass die Chancen auf einen erneuten Eintritt einer Schwangerschaft nun größer seien. Denn schließlich wurde ja bereits einmal unter Beweis gestellt, dass die Behandlung funktioniert.
Dies scheint jedoch nicht so zu sein, wie eine wissenschaftliche Untersuchung aus Israel zeigt.
In der Studie wurden 342 Behandlungen von Frauen < 35 und mit weniger als 3 IVF-Zyklen in der Vorgeschichte ausgewählt. 161 Zyklen erfolgten bei Frauen, die noch nie schwanger waren und 181 hatten waren früher zumindest einmal schwanger gewesen.
Erstaunlicherweise fanden sich absolut keine Unterschiede in den Ergebnissen. beide Gruppen hatten eine Erfolgsrate von ca. 30% (29,8 und 30,9%). Die beiden Gruppen waren auch in wesentlichen Variablen vergleichbar, welche die Erfolgsraten beeinflussen können: Ursache der Sterilität, Dauer der hormonellen Stimulation, Östrogen- und Progesteron-Spiegel, Zahl der Eizellen, Befruchtungsrate und Zahl der Embryonen, die in die Gebärmutter zurückgegeben wurden.
Dieses Ergebnis widerspricht dem, was man aus guten Gründen zu glauben geneigt ist, denn bei einer Schwangerschaft in der Vorgeschichte ist das Vorhandensein bestimmter Einnistungsstörungen weniger wahrscheinlich als bei Frauen, die wiederholt nicht schwanger wurden. Jedoch schließt die Untersuchung Frauen mit klinischen Schwangerschaften jeglicher Art ein, interessant wäre es, eine Untergruppe zu bilden mit Frauen, die eine Schwangerschaft ausgetragen haben. Denn Patientinnen mit einer Fehlgeburt in der Vorgeschichte könnten durchaus Störungen aufweisen (z. B. ein Uterusseptum, Gerinnungsstörungen etc.), die auch die Einnistung behindern könnten.
Rabinson J, Bar-Hava I, Meltcer S, Zohav E, Anteby E, Orvieto R
Does gravidity influence the success of in vitro fertilization-embryo transfer cycles?
Gynecol Endocrinol. 2006 Apr;22(4):175-8
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